Sosoo, liebe Leute. Mal
wieder ein Blogtext!
Es ist ja jetzt schon
viele viele Wochen her, aber durch die Semesterferien war wirklich
keine Zeit und als dann nach 5 Wochen Dauerunternehmung mal Zeit war,
wollte ich mir noch ein paar Tage Ruhe gönnen, aber ich werde nun
Stück für Stück anfangen, alles halbwegs zu verschriftlichen. Da
ich ja jetzt über die gesamte Taiwan-/Xiamen- und Harbin-Reise zu
schreiben habe und das, wenn ich es im vorherigen Stil schreiben
würde, viel zu lange werden würde, werde ich versuchen, die
Geschehnisse der jeweiligen Reisetage immer kurz zusammenzufassen,
ein paar Emotionen und Ansichten dazuzuschreiben und euch ein paar
Bilder mitzugeben.
Ich werde auch keinen
einzelnen Blogtext über alles bisher machen, weil das schlichtweg
unmöglich ist und ich es dann auch nicht so extrem würde kürzen
wollen. Ich denke, ich werde die erste Woche in und um Taibei in
einen Text fassen, dann die 2. Woche, wo Jana und ich auf der Insel
herumreisten, in einen weiteren Eintrag bringen, dann Xiamen, dann
die Woche zwischen Xiamen und Harbin, dann Harbin und dann geht der
alltägliche Blog langsam weiter. Das wird sicherlich eine Weile
dauern, aber rennt mir ja nicht weg. Ich hoffe jedenfalls ihr habt
Lust zu erfahren, wie meine Reise war und das kann cih jetzt schon
sagen: sie hat mein Leben ein klein Bisschen verändert. :)
Also – los geht’s!
Tag 149 Mittwoch
21.01.2015 bis TAG
151 Freitag 23.01.2015
Wenig passiert. Ich habe
weiter geplant, gepackt, am Donnerstag hab ich meine Notenübersicht
für das vergangene Semester abgeholt und alles war zwischen 80 und
93 %, war in Ordnung ist, auch, wenn die Noten eigentlich vollkommen
egal sind. Am Freitag waren Philipp und ich wieder bei Katja, Frau
Drinhausens Tochter und haben uns ein bisschen über ihre Ansichten
über Taiwan unterhalten und ein bsischen Karten gespielt. Katja
machte mit Käse überbackene Spätzle und lecker Salat – ein
köstliches, deutsches Essen! Ansonsten hab ich in den Tagen vor der
Reise nochmal alle Familienmitglieder, also Eltern und Geschwister,
per Skype zusammenrufen können und mich mit jedem noch ein bisschen
unterhalten können. Natürlich durfte die omnipräsente Nervosität
auch nicht fehlen, gegen die ich schon seit geraumer Zeit kämpfen
durfte; das Fliegen machte mir schon Bammel und die tatsache, dass
ich in den kommenden 5 Wochen 4 mal würde allein fliegen dürfen,
machte es nicht besser. Naja...
So. Jetzt kommt die Reise.
Da kommt wieder jeder Tag in einen eigenen Absatz und ich werde
wirklich versuchen, es sehr zu kürzen. Da ich während der Reise
alles in ein kleines „Reisetagebuch“ geschrieben habe, kann es
sowieso gut sein, dass ich 95 % nicht mehr lesen kann und es
demzufolge eh nicht mehr viel zu schreiben gibt. :D
TAG 1 Samstag 24.01. -
Abreise
Der Tag war jetzt
natürlich ncoh nicht so spannend, da ich ja erst abends losgeflogen
bin, aber da er schon theoretisch zur Reise zählt, darf er hier Tag
1 bekommen. Also ich schlief so lange es geht, ruhte mich den Tag
über aus und Mittag gingen Philipp und ich mit Yan, der Amerikanerin
die gebürtig aus Südchina kommt, essen. Yan würde am 29.01. zurück
in die Staaten fliegen und da ich an dem Tag geflogen bin, war das
das letzte Mal, dass wir uns sehen würden. Wir aßen zusammen,
erzählten noch ein Weilchen und nachdem wir wieder beim Wohnheim
ankamen, mussten wir uns verabschieden. Immer wieder kein schönes
Unterfangen, jemanden für wahrscheinlich immer zu verabschieden,
auch, wenn die Personen einem eigentlich eh nicht unendlich ans Herz
gewachsen sind, aber so ist das halt. Den restlichen Nachmittag habe
ich mit Philipp entspannt verbracht, bis wir beide uns dann auf den
Weg zum Flughafen machten. Schon da hatte ich vorher einige
(homöopathische) Beruhigungstabletten nehmen müssen, die mich auch
in der Tat etwas entspannen ließen, aber als wir dann am Flughafen
waren und es ans Einchecken ging, wurden mir dann dochj die Knie
weich und am liebsten wäre ich nicht geflogen. 3 Wochen ohne
Philipp, 2 Flüge allein, eine Nacht allein auf dem Flughafen in
Xiamen 厦门,
die Fahrt allein zum Hostel in Taibei. Ich habe Reisen noch nie
leiden können und hatte immer schon Angst vorm Fliegen, aber
allein........ noch viel beunruhigender. Naja, half nichts. Mit
einigen Tränen und einem wirklich schlechten Gefühl im Magen amchte
ich mich auf den Weg. Ich verabschiedete mich von Philipp und ging
rein. Check-In, Security Check, Gate. Alles kein Problem, doch Angst
hatte ich dennoch. Der Flug hatte nur eine Stunde Verspätung (zum
Thema Flugverspätung kommt später mehr..) und dann ging es auch
schon los. Tatsächlich war das Fiegen da weniger nervenaufreibend,
weil da musste ich nur sitzen und nicht sterben. Natürlich ist das
gefährlicher als der Check-Im-Mist, aber da kann ich ncihts falsch
machen. Ist wohl Angstlogik oder so. Naja, ich kam in der Nacht um 1
rum in Xiamen an, der Flug ansonsten war okay, ich schlief, und dann
musste ich auf dem Flughafen 7 Stunden rumbringen, denn der
Weiterflug nach Taibei würde erst abends um 8 gehen und so erwartete
mich eine Nacht im Flughafen.
Die war besonders toll.
Jeder Flughafen der Welt hat ja rund um die Uhr auf, ne? Nein. Ich
setzte mich in einem KFC und döste so langsam ein, all meine Sachen
an mich gepresst und wollte einfach ruhen, da kam die Polizei und
meinte, der KFC und der ganze Flughafen sei von 2 bis 5 geschlossen.
Achso. Naja, klar. Und wohin dann? Die 20 anderen Wartenden und mich
erwartete jetzt eine Nacht draußen auf der Straße. Ist mir ein
völliges Rätsel wie das sein kann, wie ein Flughafen in China (und
Xiamen ist jetzt nicht Plauen, da leben mehrere Millionen Menschen!)
nachts schließen kann. Zum Glück war es so weit im Süden Chinas
„mild“, es waren so 13 Grad und so blieb nichts anderes übrig,
als mich auf meine Pullis zu setzen, mir alles mögliche anzuziehen
und mich in eine dunkle Ecke am Flughafen zu setzen. Ich schlief
tatsächlich eine Stunde, doch dann kroch die Kälte an und ich
musste heftigst zitternd dann doch aufstehen und die restlichen 2
Stunden bis 5 damit verbringen, herumzulaufen, müde in der Ecke zu
hocken, mit meinem Handy herumzudalen und in Gedanken auf Xiamen zu
spucken. Um 5 maxhte wenigstens alles auf und ich bin gleich wieder
in den KFC, eine weitere Stunde schlafen. Gegen halb 7 ging ich zum
Check-In-Blabla und dieses mal ohne große Verspätung ging der
Flieger los in Richugn Taibei – Yay!!
TAG 2 Sonntag 25.01. -
Ankunft Taibei (台北/臺北)
Der Flieger kam fast
pünktlich an und ohne zu wissen warum, musste ich bitterlich weinen
als ich ankam. Klingt kitschig, aber die, die das hier lesen, wissen
ja eh, wie ich bin.. Ich war einfach so erleichtert, diese Flüge
geschafft zu haben und auch, wenn ich keine Todesangst während der
Flüge hatte, hatte ich sie innerlich doch schon irgendwie. Ich war
jetzt jedenfalls da, ging durch den Immigranten-Schalter und nachdem
ich mein Gepäck abholte und alels Startklar war, machte ich mich
raus und fuhr mit dem Bus direkt zu meinem Hostel. Schon da fiel mir
auf, dass Taiwan und das Festland China komplett anders sind. Die
Leute die ich fragte waren so gewillt zu helfen, waren wirklich daran
interessiert, dass ich alles richtig mache und auf dem Festland ist
das den meisten Leuten schon ziemlich egal. Ich stieg in den Bus und
hab die Fahrt damit verbracht, mich einfach umzusehen und
festzustellen, dass ich vieles nicht lesen kann.
Warum? Auf Taiwan
spricht man Chinesisch (mit taiwanes. Akzent) und Taiwanesisch.
Taiwanesisch ist eine andere Sprache, die ich ganz und gar nicht
verstehen kann, die Schrift ist aber Chinesisch. Ist wie
Kantonesisch, was man im Süde n von China spricht. Die benutzen auch
die chin. Schriftzeichen, sprechen sie aber alle komplett anders aus.
Außerdem werden auf Taiwan (für die Nicht-Sinologen, die das hier
lesen) Langzeichen benutzt, das sind auch chinesische Schriftzeichen,
allerdings haben diese meist viel mehr Striche und sind
komplizierter. Er sind die Schriftzeichen, die man auch in China vor
der Schriftreform benutzt hat. Die Reform hatte zum Ziel die
Alphebetisierungsrate zu erhöhen, weil die Langzeichen schwerer
sind/waren. Taiwan, Hong Kong und Macau allerdings lehnten die Reform
ab. So wird zum Beispiel „Taiwan“ auf Chinesisch so in
Kurzzeichen geschrieben: 台湾.
Und so in Langzeichen: 臺灣.
Ihr seht also, dass das schon ein großer Unterschied ist und so kann
ich vieles, was ich in China lesen kann, auf Taiwan nicht lesen, oder
zum Teil. Ich hatte ja mal ein Jahr lang traditionelles Chinesisch,
von daher ging es, und es wurde auch besser im Laufe der Zeit, aber
nur, dass ihr es wisst.
Genug
Exkurse. Ich fuhr mit dem Bus bis fast zum Hostel, ließ mir dann von
Leuten helfen und als ich das Hostel gefunden hatte, kam auch schon
der „Chef“ an und ließ mich rein. Die Hostels auf Taiwan sind
meist einfach mitten in Wohnhäusern und bestehen aus einigen
Wohnungen darin, man muss also meistens anrufen und Bescheid geben.
Der Typ kam an, ich bezahlte das Geld für Jana und mich (die kam
erst am kommenden Tag an) und dann hab ich erstmal ausgepackt und
ging duschen. Das Zimmer war super und die Betten weich. WEICHE.
BETTEN. Keine 4 cm Matratze die auf einem Holzbrett liegt mehr, wie
im Wohhnheim. Himmlisch!
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| unser Zimmer - so bequem! |
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| Wohnzimmer der ganzen Wohnung/des ganzen Hostels |
Nachdem ich
ein bisschen Ruhe hatte, meldete ich mich bei Caro, die ja hier in
Taibei ihr Auslandsjahr macht und wir verabredeten uns zum Kaffe mit
einigen ihrer Freunde und ich ging einfach los, wollte mit der U-Bahn
fahren und ihr dann Bescheid geben, wenn ich da bin. Aber die chin.
SIM-Karten werden auf Taiwan leider als ausländisch angesehen und
ohne WLAN kann klein Thomas nichts tun. Ich war also da, konnte Caro
aber nicht wissen lassen, dass ich da bin. Ich fragte Leute um Hilfe,
irrte hin und her und hin und her und nichts klappte und ich fühlte
mich recht hilflos, so ohne Internet, im „Ausland“, ohne Hilfe.
Naja, ich irrte eine Stunde von Mensch zu Mensch und als ich aufgeben
wollte, kam Caro mit ihren Freunden einfach vorbeigelaufen. Passend,
dann erstmal später mit ihr eine taiwanes. SIM-Karte holen gehen,
das war mir zu anstrengend sonst. Caros Freunde bestanden aus Annika,
einer Deutschen die irgendwo im Westen Kunst studiert und auf Taiwan
einfach Chinesisch lernen will; aus Tarek, noch einem Deutschen, der
genau dasselbe macht wie wir und auch in Leipzig studiert und aus
Billy, einem Taiwanesen, der vor einiger Zeit in Beijing ein
Praktikum gemacht hat (Billy studiert Design) und der sich damals
immer mal mit Philipp getroffen hatte. Nette Gruppe und nachdem wir
alle beisammen waren, setzten wir uns ganz typisch für Caro in eine
Gasse und schleckten veganes Eis und unterhielten uns erstmal wieder
ganz entspannt. :)
Als es
später wurde, teilten wir uns auf und Caro und ich gingen eine
Weilche gemeinsam herum und tauschten uns über unser bisheriges
Leben in China/auf Taiwan aus. Später trafen wir uns wieder mit
Tarek, Annika und Billy in einem kleinen Restaurant, welches sich in
einer der unzähligen, schönen Kleingassen der Stadt versteckte.
Dort gab es Quiche und weitere nette Gespräche. Tarek machte sich
aus dem Staub (er studiert eigentlich in Kaohsiung
(taiwanes.)/Gaoxiong (chin.) im Süden der Insel und kommt am WE
manchmal nach Taibei) und wir zogen weiter in einem Handyladen und
besorgten mir eine SIM-Karte, sodass ich von da an immer mobil war
und Kontakt zu Caro, Philipp und meiner Family halten konnte. Auch
Annika ging dann und so ging ich zu dritt mit Caro und Billy auf
einen der vielen vielen, super tollen, typisch taiwanesischen
Nachtmärkte. Dort kann man massenhaft Essen, Kleidung, Taschen,
Schuhe, Souveniers, Snacks, Spezialitäten usw. kaufen und einfach
schön abendlich schlendern. Auch toll fand ich von Anfang an, dass
ich meinen Rucksack nicht auf dem Bauch, sondern auf dem Rücken
tragen konnte. In China ist der immer auf dem Bauch, sobald viele
Leute um einen herum sind. In Peking wird viel geklaut, aber dort
meinte Billy, dass das absolut unnotwendig sei und ich ganz entspannt
bleiben könne. Zwar dauerte das ein paar Tage, aber er hatte
vollkommen Recht. Wir holten uns Wuwei 五味,
was wohl auch typisch für Taiwan ist. Da bekommt man ein Körbchen,
sucht sich alle Zutaten (Fleisch, Fisch, Tofu, Gemüse usw.) aus und
dann kochen die alles zusamen und schneiden es mundgerecht zusammen.
Sehr lecker!
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| Nachtmarkt |
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| einer der Stände, wo man das Wuwei essen konnte |
Weiterhin
kauften wir uns noch ziemlich geilen Bubbletea, der wirklich nicht
mit der europäischen Version zu vergleichen ist und setzten uns
irgendwo hin, aßen das Essen, tranken den Tee und quatschten noch
etwas. Nachdem das dann getan war, machte Caro sich auf den Weg und
Billy und ich fuhren mit der U-Bahn heim. Das U-Bahnfahren in Taibei
ist auch vollkommen anders als ich es aus Beijing kenne. Hier (BJ)
drängeln sich viele einfach nur rein, egal ob gerade Leute raus
wollen. Da (TB) wartet jeder auf einer vorgezeichneten Linie in einer
Reihe darauf, dass alle ausgestiegen sind und dann gehen alle anderen
der Reihe nach rein. So händelt man Menschenmassen. Sehr sehr
zivilisert alles.
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| Zivilisiertsein at its best |
Ich
ging dann heim und nachdem ich mein Tagebuch geschrieben habe, glitt
ich seit Monaten das erste mal wieder in den sanften Schlaf auf einer
weichen Matratze. :)
TAG
3 Montag 26.01. - Ankunft Jana
So
eine tolle Nacht! Ich hätte das Bett am liebsten nie mehr
verlassen.. aber ich musste ja. Blöde Reise...
An
dem Tag kam Jana an. Allerdings erst gegen Mittag, also machte ich
mich recht zeitig raus und traf mich mit Caro zum Frühstück. Die
hat jeden Tag von 12 – 15 Uhr Uni. In Caros Sprachprogramm laufen
die Dinge ein wenig anders, strenger, dafür ist ihr Unterricht aber
offensichtlich 10000 mal produktiver und so, wie er sein sollte. Wir
trafen uns gegen um 9 an irgendeiner Haltestelle, die ihrer Wohnung
(sie wohnt in einer WG) am nähesten lag. Wir schlugen uns den Bauch
mit fettigem Fettgebäck voll, dass wir irgendwo an der Ecke kauften
und tranken dazu ein schönes Glas 豆浆
(doujiang,
Sojamilch). Danach ging ich mit Caro zu ihr nach Hause, denn Johanna,
die ein paar Tage vor meiner Ankunft wieder zurück nach China flog,
ließ Jana und mir ihren Adapter da, denn westliche Stecker
funktionieren hier auf Taiwan nicht. Ich habe mittlerweile fast nur
noch chinesische, aber Jana nicht. Caros Wohnung lag sehr schön in
einer allgemeinen Wohngegend und war ruhig, sauber und umgeben von
Parks und Natur. Generell war überall Natur. Also natürliche Natur
mit Parks und grünen Blättern und massig Bäumen, nicht wie die
künstlichen Parks in Beijing, auf dessen Wiese man nicht gehen darf
und dessen Blätter grau vom Smog und dem Dreck sind. Nach dem
Rundblick der Wohnung, führte Caro mich noch auf ihr Dach, das zu
betreten zwar verboten ist, aber wen interessiert's? Der Ausblick war
zwar dominiert von Gebäuden, aber dennoch ein ganz anderer, als der
den ich von meinem Zimmer aus habe. Berge mit tropischen Wäldern,
Farbe in der Stadt (in Beijing ist alles eher etwas trist und
gräulich). Wirklich sehr schick.
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| Ausblick von Caros Dach mit Blick auf den Taipei 101 Tower (der Große hinten links) |
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| Caro kletterte noch eine Ebene weiter hoch, aber da machte meine Höhenangst nicht mehr mit |
Nach
dem Dachausflug machten Caro und ich uns dann auf den Weg zu einem
der naheliegenden Parks und streunernden dabei noch ein wenig durch
die Gassen/Straßen der Stadt. Auch das Stadtbild ist ganz anders als
das, das ich vom Festland kenne, aber davon kommen sicher noch einige
Bilder von. Wir liefen ein Weilchen durch die Gegend und ich genoss
die Ruhe, die man mitten am Tag auf einmal hatte.
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| größere Kreuzung irgendwo im Zentrum-Süd |
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| Selfieeeeeeeee ! |
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| noch eine tolle Kreuzung direkt bei unserem Hostel. mir gefielen diré wirklich sehr! |
Nachdem
wir den großen Park ausgekundschaftet hatten und Janas Ankunft
bevorstand, machte ich mich dann auf den Weg zurück zum Hostel, um
sie dann von der Bushaltestelle abzuholen, an der ich am Tag zuvor
auch ankam. Nachdem ich wie immer, weil ich zeitlich null planen
kann, eine halbe Stunde an der Haltestelle gewartet hatte, kam Jana
dann auch an und es gab erst mal große Wiedersehensfreude. Von dem
Moment an hieß es 3 Wochen non-stop Jana und Thomas zusammen. Danach
ging es erstmal zum Hostel, auspacken, duschen, blabla und dann,
gegen frühen Nachmittag machen wir uns raus und liefen erstmal ein
bisschen ziellos in der Gegend herum. Wir kamen an der Sun Yat-sen
Gedenkhalle vorbei, machten dort ein paar Bilder und gingen dann
weiter in Richtung Osten, wo wir dann ein bisschen herumsaßen und
quatschten.
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| Sun Yat-sen Gedenkhalle |
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| Taipei 101 in seiner ganzen Schönheit :) |
Nachdem wir dort fertig
waren, machten wir uns auf den Rückweg und nachdem wir eine weitere
Stunde Ruhepause eingelegt hatten (Jana hatte ebenfalls eine Nacht
draußen vor den Xiamener Flughafen verbringen dürfen und nun ebenso
wenig Schlaf wie ich die Nacht davor bekommen), machten wir uns auf
den Weg, um uns mit Caro, einer taiwanesischen Freundin namens Anyi
und einer Freundin von ihr zu treffen. Die Taiwanesin war mal ein
halbes Jahr in Deutschland, spricht super gutes Deutsch und war mit
uns gemeinsam in dem Kurs für Vormodernes Chinesisch. Wir gingen,
nachdem wir den richtigen U-Bahn-Ausgang ausgemacht und uns gefunden
hatten (Caros Planung ist wirklich für die Katz... :D), in ein Cafe,
welches recht versteckt war und tranken dann dort erst mal ein
bisschen Tee und quatschten über Caro und unseren Unterricht.
Wirklich krass, Caro muss alle 1 – 2 Wochen einen Test über ihren
Unterricht mit mind. 80 % bestehen, sonst bekommt sie ihr
Stipendiumsgeld einen Monat nicht mehr. Außerdem muss man
tanzen/singen, wenn man auf dem Unigelände Englisch oder eine
andere, nicht-chinesische Sprache spricht. Erscheint mir sehr streng,
aber sicherlich extrem effizient und wirksam. Da kann Janas und mein
Festland-Unterricht nicht mithalten. Wir, die wir ein Klatsch-Ritual
hatten oder wir, wie wir im Chor einen 2-Seiten-Text zusammen
lesen.....
Danach machten wir uns auf
und trafen uns mit einer ganzen Masse an Leuten, die z.T.
Klassenkameraden von Caro, Bekannte von denen, alte Freunde/Bekannte
aus Leipzig waren. Aber ich kannte dort nur Jana, Caro, Anyi, Billy
und Milan. Milan hatte auch mit uns Vormodernes Chinesisch und hatte
schon mal ein Jahr in Beijing gelebt und ist jetzt für ein Jahr in
Taibei. Mit ihm konnte ich mich ziemlich gut über mein mehr oder
mider großes Leiden unterhalten, denn Milan weiß genau, wie es hier
in Beijing so ist. Wir gingen in ein recht beliebtes Restaurant der
Stadt und bestellten allerlei essbaren Kram, von dem leider nicht
viel vegetarisach ist, aber ich dräng mich da ja nicht auf und esse
einfach, was ich abbekomme. Weiterhin hatte ich ein super tolles
chinesisches Gespräch mit Milan, Billy und Anyi über die Kakerlaken
auf Taiwan, die im Sommer wirklich ein kleines Problem darstellen
können. Milan berichtete von einem Ereignis, wo er nachts im Bett
lag und spürte, wie etwas ca. 6 cm Großes, Schweres von der Decke
auf seine Beine fiel. Da musste ich schon ein bisschen losbrüllen
vor Ekel. Er meinte auch, dass er die Nacht nicht gut gesclafen
hätte, und ich meinte, dass ich das Zimmer mit allem Hab und Gut
verbrannt und mich dann wohl in den Tod gestürzt hätte, wäre mir
das passiert...
Lustigerweiße
übrigens nennt man diese supergroßen Kakerlaken auf Taiwan 德国蟑螂
(Deguo
zhanglang, wörtl. „die deutsche
Kakerlake“). Dass es in Deutschland eigentlich gar keine Kakerlaken
gibt, war den Namensgebern damals wohl total egal. Geht wohl um
Größe, Macht oder sowas. Wer weiß. :D
Als der Abend voranschritt
und die Gespräche mich vollends verstört hatten, entschieden wir
uns dazu, langsam zu gehen und machten noch einen Abstecher bei einer
Bar, in der wir uns alle ein Taiwanbier gönnten und es uns draußen
vor der Bar mit Tischen und Zigaretten gemütlich machten. Eine
wirklich sehr coole Atmosphäre mit all den Leuten, Westlern und
Taiwanesen, und schon fiel mir auf, dass ich solche Situationen in
Beijing noch nie so wirklich hatte. Asiaten die trinken, rauchen,
sich auch mal auf einen nassen Stuhl in die Kühle setzen und die
westlichen Humor haben und auch mal kein Blatt vor den Mund nehmen.
Die Menschen hier sind von Grund auf anders und wirklich bedeutend
westlicher als die Festlandchinesen. Die Stimmung gefiel mir sehr gut
und nachdem wir noch so eine kn appe Stunde saßen, meldete sich Jana
zu Wort und meinte, dass wir mal nach Hause machen sollten. Die Arme
hatte auch wirklich Schlaf aufzuholen. Also verabschiedeten wir uns
und machten uns zu Fuß auf durch die frische, nasse Luft. Hier
regnete es nämlich. Und auch, wenn Regen jetzt nicht das tollste der
Welt ist, war es dennoch ein unglaublich schönes Gefühl. Endlich
mal Luftfeuchtigkeit über 10 % und nicht ständig Elektroschocks
bekommen und endlich mal wieder keine raue Haut. Nette Abwechslung.
Wir kamen dann daheim an
und nachdem wir uns dazu überwunden hatten, Tagebuch zu schreiben,
glitten wir wieder in den sanften Schlaf. Jana liebte ihr Bett
genauso wie ich meins. Nacht!
TAG 4 Dienstag 27.01. -
Jiufen 九分
Am Dienstag Morgen
sind Jana und ich unten an der Ecke Frühstücken gegangen und hatten
köstliche vegetarische 包子
(baozi,
das sind so gefüllte süße oder salzige Teigtaschen – sehr
lecker!) und andere diverse Leckereien.
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| ich hab leider total vergessen, wie das Teil hieß, aber es war soo lecker! war sowas wie mit Gemüse gefüllte Eierkuchen oder derartiges. |
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| die besten Baozi die ich in Asien bis jetzt hatte! :) |
Danach machten wir uns mit
Gepäck für den ganzen Tag ausgerüstet auf den Weg nach Jiufen 九分.
Jiufen ist eine kleine Ortschaft östlich von Taibei und liegt
ziemlich nahe am Meer. Wir nahmen den überaus billigen Bus (100
Taiwan Doller = 20 Yuan = ca. 3 Euro) und fuhren circa eine Stunde
dahin. Ein weiterer netter Vorteil der Insel ist, dass man super viel
sehen kann und alles relativ nahe aneinanderliegt. Wenn man es mal
mit China vergleicht, wo man gleich mal 1000 km und nicht 100 fahren
muss um woanders zu sein, ist das schon erstaunlich – und 100 km
sind auf Taiwan schon sehr weit, da ist man schon fast die halbe
Insel hinuntergefahren. :D
(PS: irgendwann,
vielleicht am Ende der jeweiligen Blogs, werde ich mal zum besseren
Nachvollziehen ein Bild einer Karte mit hochladen, wo man sieht, wo
wir überall waren.)
Wir fuhren also mit dem
Bus an die Nord-Ost-Küste und erreichten bald Jiufen. Auf dem Weg
dahin hatten Jana und ich einige interessante Unterhaltungen über
die riesigen Unterschiede zwischen Deutschen und Chinesen und wie
schwer es doch eigentlich ist, eine richtige Freundschaft aufzubauen.
Doch darüber vielleicht später mal mehr, das würde jetzt zu weit
führen. Also, wir kamen an. Jiufen, übrigens, ist ein kleines
Örtchen, das komplett an den Beren der Nord-Küste Taiwans gebaut
wurde. Keines der dortigen Häuser ist höher als 2 Stockwerke.
Außerdem gibt es dorrt massenhaft Teeplantagen und man kann sehr
guten Tee kaufen. Weiterhin gibt es dort viele kleine Gassen, durch
die man schön schlendern kann und in dessen Restaurants man die
schöne Aussicht auf einen großen Teil der Nord-Küste geschnießen
kann.
Was, als wir ankamen,
weniger geil war, war, dass es recht kühl und extrem feucht war.
Hätte man sich denken können, wenn man Ende Januar ans Meer reist,
aber Johanna meinte, das Kälteste was sie auf Taiwan hatte war +15
Grad. Naja, 2 Wochen später war das wohl noch ein bisschen anders.
Versteht mich nicht falsch – ich mochte die Feuchte. Besser als das
Knochentrockene Klima in Beijing, aber wir mussten uns erst mal noch
ein bisschen dicker anziehen und ich mir einen Regenschirm kaufen.
Der stellte sich als gute Investition heraus, denn wie Jana und ich
bald feststellen mussten, würde uns das regnerisch-bewölkte
Nebelwetter die kommenden 2 Wochen auf Schritt und Tritt verfolgen.
Nachdem wir gerüstet waren, sahen wir uns erst mal ein Weilchen um
und bemerkten sofort die super schönen Tempel, die man hier öfters
sehen konnte. Extrem verziert. So sehr, wie ich es noch nie gesehen
habe, und definitiv nicht chinesisch. Wir glauben, es sind japanische
Tempel gewesen, weil Taiwan ja einst (ich hoffe, ich irre mich nicht)
unter japanischer Kontrolle strand/japanische Kolonie war. Auch wenn
das Wetter nebelig war, war es dennoch schön und man konnte gut
fotographieren.
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| einer der japanischen Tempel mit Blick auf einer der schönen Berge |
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| Blick auf die Nordküste Taiwans mit Blick bis hin nach Keelung |
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| Jiufen 九分 |
Nachdem wir uns dort ein
wenig umgesehen hatten, gingen wir dann rein in einer dieser
Souvenier-Gassen und dort verbrachten wir dann 1 2 Stunden damit,
Souveniers, Anhänger, (Post-)Karten und Krimskrams für Freunde und
Verwandte zu kaufen, uns Armbänder zuzulegen, uns über lustigen
Nippes auszulassen, uns etwas über speziellen Tee der Region
erzählen zu lassen und einfach ganz entspannt alles anzusehen. Auch
dort konnte man hin und wieder leckere Sachen probieren, auch wenn –
logisch – der Fischanteil schon exorbitant groß war. Schön war
es auf jeden Fall!
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| ekelhaftes Spielzeug, das wir in den Souvenierläden gefunden haben :D |
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| Gasse |
Wir
geisterten also dort so rum und als wir das Ende der Gassen erreicht
hatten, merkten wir, dass wir bedeutend weiter oben waren. Die Gassen
waren, auch logischerweise, den Berg tlw. geschlängelt hinaufgebaut
wurden und dort, weiter oben, fanden wir dann noch einen weiteren
dieser japanischen Tempel, den wir uns genauer ansehen wollten.
Wirklich überwältigend schön, diese Dächer. So detalliert und mit
so viel Feingefühl bearbeitet und restauriert worden. Schon sehr
imposant und auch die ganze Atmosphäre passte sp gut ins Bild. Es
war sehr still, man sah nur die Tempeldächer und die simplen Häuser,
neben einem ragte einer der großen Berge in die Höhe und verschwand
mysthisch im Neben/in den Wolken. Toll.
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| wunderschöner Dachgiebel |
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| der ganze Tempel - wundervoll! |
Irgendwann überkam uns
der Hunger und nachdem wir in einem etwas teuren Restaurant das
Billigste zu uns genommen haben (übrigens dennoch super lecker!),
machten wir weiter die Gassen entlang und kehrten dann irgednwo in
einem guten Teehaus ein, das, obwohl es preislich wirklich super
angemessen war, komplett leer war. Aber egal, auch das war mal schön.
Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte mal alleine in
einem Restaurant o.ä. gesessen habe. Wir quatschten wieder ein wenig
mit der Bedienung über die Teesorten und ließen uns etwas empgehlen
und ich endete mit einem guten Schwarztee, während Jana (glaub ich)
einen Grüntee hatte. Wir bekamen den Tee aufgegossen und konnten uns
jederzeit, wenn der Tee alle war, neues heißen Wasser holen. Wir
gingen hoch in den 2. Stock und setzten uns dann ans Fenster, wo wir
einen wunderbaren Ausblick über die Küste bis nach Keelong/Jilong
hatten. Keelong (taiw.) ist die nördliche Hafenstadt, von der aus
wir am Ende der Taiwanreise die Fähre nach Xiamen nehmen würden.
Dort oben saßen wir dann bestimmt 2 3 Stunden und haben einfach nur
die Ruhe genossen, uns super über unsere Zeit in China unterhalten
und einfach mal wieder die Gegenward des jeweils anderen genossen.
Niemand sonst war da, wir hatten gar keinen Stress und konnten
einfach nur entspannt dasitzen, den super hochwertigen Tee genießen
und drinnen im Warmen zusehen, wie die schöne Landschaft im seichten
Regennebel vor sich hin dieselte. Jana und ich sind beide der
Meinung, dass diese 2 3 Stunden in dem Teehaus zu den 3 schönsten
Momenten der Resie zählen. Und es war wirklich extrem schön –
einfach entspannen, Ruhe, Tee, Gespräche, Aussicht, Wärme.
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| links Janas und rechts mein Tee |
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| perfekte Entspannung auf einem Bild gebannt |
Während wir drinnen saßen
und die Zeit so verstrich, stellten wir irgendwann fest, dass es
irgendwann angefangen haben muss, supüer zu regnen, denn der nette
Nieselregen ist zu einem starken Regenschauer geworden. Da
entschlossen wir uns natürlich gleich, den Tee ein weiteres Mal
aufzugießen und nachdem das dann auch durch war, bezahlten wir, jana
kaufte sich dort noch ein bisschen Tee und dann machten wir uns raus
ins kühle Nass. Die kleinen Souveniergassen waren mittlerweile recht
überschwämmt und Jana kaufte sich dann noch ein sehr sehr heißes
Regencape, in dem sie, weil sie ihren Rucksack auf dem Bauch trug
(genau wie ich paranoid geworden durch China), wie schwanger im 16.
Monat aussah. :D
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| haha, sorry Jana :D |
Dass ich mir keins gekauft
habe, werde ich schon bald bitter bereuen, aber das kommt noch. Wir
liefen noch ein Stück weiter und sahen uns noch etwas um, bis es uns
dann zu kalt wurde und wir den Bus rückzu aufsuchten. Da der eine
uns vor der Nase wegfuhr, hatten wir noch knapp 20 Minuten Zeit und
beschlossen, nochmal in einen der Tempel zu gehen, was sich als
schöner Zeitvertreib herausstellte. Sehr interessant, sehr imposant,
sehr atmosphärisch, sehr … oh, Bus! Wir gingen zurück und kamen
noch genau rechtzeitig. Das Wetter wollte ebenfalls, dass wir gehen,
denn mittlerweile hatten wir Starkregen und heftige Sturmböen. Wir
gelangten noch in den Bus und fuhren Schnurstracks heim.
Daheim angekommen,
ruhten wir uns erst einmal aus, zogen die nasskalten Klamotten aus
und entspannten auf unseren Betten, bis wir uns abends wieder
rausbegaben. Wir wollten uns mit Billy treffen und zum größten
Tempel der Stadt gehen, der dankbarerweise direkt neben einem
weiteren bekannten Nachtmarkt der Stadt lag. Wir liefen, weil wir das
Straßenbild Taibeis so mochten und machten auch einige Bilder davon.
Davon hab ich so viele gemacht, aber durch all die Lichter war es so
schwer, gute zu machen. Irgendwann bekommt ihr sie aber noch zu
sehen. Wir liefen circa eine halbe Stunde und kamen gegen um 7 an.
Billy war schon da und zeigte uns erst einmal den Tempel, der außen
super gigantisch aussah und innen ein halbes Konsumzentrum war...
also es gab Läden, wo man Opfergaben für die Götter kaufen konnte.
Es gab Läden für die Räucherstäbchen, die alle beim Gebet
benutzten und es gab Informatoinsstände, die informierten. Schon
seltsam gewesen.
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| daoistischer Tempel neben dem Nachtmarkt |
Nach dem Tempel
stand der Nachtmarkt an. Wir schlenderten durch die Massen, Billy
ermahnte uns wieder, wir sollen doch unsere Rucksäcke bitte nicht
auf dem Bauch tragen und wir probierten uns durch allerlei Dinge
durch, die Billy uns empfahl. So hatten wir zum Beispiel 地瓜求
(diguaqiu,
wörtl. Süßkartoffelbälle), das waren frittierte Süßkartoffeln.
Sehr lecker. Oder wir hatten noch eine Art Geleesuppe, die wirklich
bedeutend besser schmeckte als es klingt. Dann noch so gefüllte
Klebereisbällchen mit Sesam. Jana und Billy hatten irgendwas
pfannkuchenartiges mit Tintenfisch glaub ich, aber da hab ich mal
abgelehnt. Wirklich sehr cool, sehr lecker, sehr schön.
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| links die Geleesuppe mit roten Bohnen und Reis und rechts die Klebereisbällchen mit Sesam - köstlich! |
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| Tintenfisch-Pfannkuchendinger |
Als
wir dann mal irgednwo saßen erzählte uns Billy noch ein bisschen
über die Bildungszustände auf Taiwan. Er sagte, und das schockte
mich schon fast, dass ca. 90 % aller Jugendlichen auf Taiwan
studieren, also dass fast jeder Abitur macht und auch fats jeder
einen Studiumsplatz hat. Wirklich respektabel, Taiwan. Ansonsten
reden wir noch ein bisschen über die taiwanesische Mode. Fast alle
würde ich meinen kennen ja den Begriff „Hipster“ mittlerweile
und auch, wenn hinter dem Himpster-sein mehr steckt als Kleidung,
kann sich wohl fast jeder vorstellen, wie sich ein „Hipster“
kleidet. Und so wie wohl Leipzig die Hipsterstadt Deutschland ist, so
ist wohl Taiwan das Hipsterland Asiens. Zwar folgt man auch hier
einem Trend, aber ich finde, dass dieser wenigstens gut aussieht. Auf
dem Festland sehen so viele Chinesen (sorry) wirklich eher gleich
aus. Unspektakulär und einfach nicht herausstechend. Das finde ich,
dem Mode echt wichtig ist und für den Kleidung wirklich, wirklich
etwas aussmacht, sehr schade und langweilig. Auf Taiwan allerdings
sehen Leute individuell und anders aus. Man färbt sich die Haare
grünlich, bläulich, rötlich. Man trägt einfach mal besonderere
Dinge und nicht imemr nur Jeans, Oberteil und am besten bei
Chinesinnen irgendwas kitschig-süßes. Ich jedenfalls kam wirklich
auf meine Kosten und konnte mich gar nicht genug nach Leuten
umdrehen. Auch, und das überraschte mich tatsächlich, hab ich auf
Taiwan das erste mal in meinem Leben asiatische Männer gesehen, die
wirklich attraktiv für mich waren, die wirklich gut ausgesehen
haben, egal ob durch schöne Mode, einen Bart oder eine Frisur. Sowas
hab ich in China noch nicht ein einziges Mal gehabt, und ich sehe pro
Tag vielleicht 5000 Menschen in Beijing. Nun ja, wir unterhielten uns
also über all solche Dinge (mit Billy konnte man da gut drüber
reden, der ist nämlich auch schwul) und irgendwann gingen wir dann
mal nach Hause. Es war spät und unser Tag war nicht gerade
unanstrengend. :)
TAG
5 Mittwoch 28.01. - Yangmingshan National Park 陽明山國家公園
Am
Mittwoch wollten Jana und ich mit einem anderen Bus ganz in den
Norden der Insel fahren – zum Yangmingshan National Park. Auch das
dauerte wieder circa eine Stunde und gegen 10 Uhr Vormittag kamen wir
dann an. Wir kauften vorher genug Proviant für den Tagein und nahmen
Regencape/Regenschirm und genug Kleidung mit, immerhin wollten wir ja
dort bergsteigen. Dort angekommen stellten wir wieder einmal fest,
dass das Wetter mäßig bis okay war – leichter Niesel, okaye
Temperaturen, relativ bewölkter Himmel. Man musste für nichts
Eintritt zahlen und so entschlossen wir uns dazu, einfach die
Landkarte abzufotographieren und dann drauf los zu laufen. Wir gingen
erst mal in die grobe Richtung der Berge und schon da gelangten wir
durch schöne kleine Wälder, die vollkommen still und friedlich
waren. Die Somme kam etwas raus und wir konnten die absolute
Abwesenheit anderer Menschen genießen. Und uns fiel dort schon auf,
dass die dortige Vegetation völlig anders ist, als die, die ich aus
China oder überhaupt Europa kenne. War ja aber auch logisch, Taiwan
liegt in der subtropischen Klimazone. Schon allein diese kleinen
Wege, die wir vor dem Bergsteigen durchstreiften waren unheimlich
schön!
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| kleiner Weg inmitten des Waldes :) |
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| sehr schick! |
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| Blick von einer Pagode auf den Qixing-Berg 七星山, auf den Jana und ich steigen würden. toll, dass man so gar nichts sieht, oder? :D |
Wir
gingen weiter und verließen irgendwann das kleine Park-Wäldchen und
nachdem wir uns beim Touristenzentrum eine detallierte, englische und
chinesische Karte der Gegend geholt hatten, gingen wir gleich los.
Wir bestaunten nochmal kurz die Anzeige der Luftfeuchtigkeit
(sutropischer Regenwald würde uns also erwarten!) und entschieden
uns dann für den Wanderweg des Mt. Qixing (七星山,
Qixingshan, wörtl. „7-Sterne-Berg“).
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| hier der Beweis - Luftfeuchtigkeit 99% ! |
Die
Strecke des Trails betrug insgesamt 2,4 km und der Berg war so 1,2 km
hoch wenn ich mich nicht irre. Wir fingen aber logischerweise nicht
bei 0 an, sondern bei so 400 ü.NN.? Keine Ahnung, egal. Wir amchten
uns einfach schnurstracks auf den Weg nach oben und die gesamte
Wanderung bis zum Gipfel dauerte uns in etwa 2 ½ – 3 Stunden? Ich
kann so schlecht schätzen.. aber sicher mehr als 2 Stunden, denk ich
jedenfalls. Schon nach ein paat 100 Metern wurde es schon recht warm
und die ersten Hüllen fielen. Der Niesel ist zwar nicht stärker
geworden, aber ist zu einem beständigen, recht starken Niesel
geworden und so wurde man fix recht nass, was aber nett war, da einem
ja wie gesagt recht warm beim Wandern wurde. Die Natur um uns herum
war sagenhaft schön und man dachte wirklich, bei der hohen
Luftfeuchte und all den Bäumen, man befände sich inmitten des
tropischen Regenwaldes. Je höher wir gingen, desto „dünner“
wurde die Luft. Also man konnte immer weniger sehen, weil die
Luftfeuchtigkeit bei 100 % lag. Man konnte das gut mit sehr sehr sehr
schlechten Smogverhältnissen vergleichen, denn so sah es manchmal in
Beijing aus, wenn der AQI mal wieder völlig in die Höhe schoss.
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| endlose Ruhe, tropische Wälder, leichter Regen - einfach wahnsinnig toll. |
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| ein kleiner Park mitten auf dem Weg nach oben. die Pagode schon fast nicht mehr zu sehen. |
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| ca. 1 km über NN. |
Wirklich
cool, oder? :P Wir legten dann irgednwann bei etwas mehr als der
Hälfte der Strecke eine Pause ein, denn die Treppen, die schon seit
300 Metern nur noch im 45 Grad Winkel nach oben zu gehen scheinen
waren ein wenig anstrengend für mich, der ja nur nicht gerade der
beste Sportler ist. Es regnete mittlerweile schon recht stark, auch
wenn es eher Niesel war, aber da wir nun schon stundenlang draußen
herumliefen, waren wir da schon recht nass. Aber das war ziemlich
egal, denn ändern konnte man es eh nicht und die Kühle war eine
nette Abwechslung zum Schwitzen. Wir stopften uns mit ekligen Keksen
voll, tranken ganz viel und dann machten wir uns weiter nach oben.
Von da an gab es nur noch kleine Päuschen und wir marschierten in
einem Ruck nach oben. Irgendwann erreichten wir sowas wie die
Baumgrenze, denn irgendwann gab es keine mehr und alles was man sah,
waren Felder mit meterhohen Gräsern, die wohl einfach dort oben
wilderten. Wir waren schon irgendwie oben, vielleicht eine Art
höhergelegene Ebene? Man sah ja gar nichts. Nur manchmal gingen wir
ein ganzes Stück nur geraudeaus, kein bergauf, kein bergab, und
manchmal tauchte wie aus dem Nichts aus dem Nebel ein großer Hügel
neben uns auf, den man erst dann halbwegs sah, wenn man 30 Meter
davorstand/daran vorbeilief. Und noch etwas kam hinzu: WIND. Durch
das Fehlen der Bäume und durch die schon nicht zu ignorierende Höhe
ist es dort oben so extrem windig gewesen, dass ich manchmal fast
weggeschleudert wurde. Das war zwar anstrengender, aber definitiv
bedeutend lustiger. Denn irgednwann wurde es kalt und da ich im
Hitzewahn viel ausgezogen hatte, durfte ich mich dann da oben bis
aufs Unterhemd wieder ausziehen und dann T-Shirt, 2. Pulli und
Strickjacke wieder anziehen, während der Wind mich zerschnitt und
fast umschmiss. Das fand Jana lustig, aber als Jana in den Böhen
versuchte, sich ihr 0,00001 kg schweres Regencape anzuziehen, kam ich
auch auf meine Kosten, denn durch den Wind stelllte sie sich so blöd
an (kann man ihr nicht verübeln), dass das Unterfangen sicher einige
Minuten dauerte. :D
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| "Baumgrenze" |
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| Wege durch die Gradfelder oben auf den Hügeln |
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| hahaha, Jana sah so blöd dabei aus :'D |
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| ganz oben angekommen sah man das. wirklich ein faszinierender Ort irgendwie... |
Soo.
Nach ewigen Qualen und Anstrengungen erreichten Jana und ich den
Gipfel und freuten uns wie verrückt. Es war scheiße windig und
regnete schon sehr, es war super kalt, meine Klamotten waren
mittlerweile vollkommen durchnässt und ich denke alles in meinem
Rucksack auch, aber es war toll. Wir konnten nicht mal irgendwas von
dem Ausblick sehen, den man eigentlich auf die ganze Nordküste der
Insel haben sollte, aber wir freuten uns dennoch. Auch das war mal
eine sehr interessante Erfahrung! Hier noch ein paar Bilder vom
Erfolgserlebnis. :P
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| Janas Siegerpose |
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| so sah es auf dem Gipfel aus. nass. |
![]() |
| GESCHAFFT |
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| und noch ein Bild am... Gipfel...kreuz...pfahl? egal. ein Bild ganz oben :D |
Das
war wirklich wahnsinnig cool. Wir mussten wirklich aufpasse, dass wir
nicht vom Wind die „Klippe“ heruntergeschmissen werden und alles
war völlig nass, glitschig, dreckig und kalt, aber es war einfach
toll. Sowas hab cih noch nie getan und auch das zählt zu den einigen
Highlights der Reise!
Nachdem es uns dort oben ein wenig zuu kalt und windig wurde, machten wir uns, eine andere Route nehmend, wieder auf den Weg nach unten und auch das war recht spektakulär. Man musste manchmal halb klettern und sah öfters nicht mehr, wo man hinging. Rechts war Berg, links war Klippe und von links schlug uns der Wind entgegen, drückte uns halb an die Wand. Manchmal gingen wir einen Weg entlang und stellten überrascht fest, dass es neben uns auf einmal 20 Meter fast 90 Grad nach unten geht, wo doch vor 10 Metern noch alles eben war; oder wir bemerkten wieder einmal, dass rechts ein weiterer großer Hügel aufgetaucht war, obwohl vorher alles eben wirkte. Schon interessant!
Nachdem es uns dort oben ein wenig zuu kalt und windig wurde, machten wir uns, eine andere Route nehmend, wieder auf den Weg nach unten und auch das war recht spektakulär. Man musste manchmal halb klettern und sah öfters nicht mehr, wo man hinging. Rechts war Berg, links war Klippe und von links schlug uns der Wind entgegen, drückte uns halb an die Wand. Manchmal gingen wir einen Weg entlang und stellten überrascht fest, dass es neben uns auf einmal 20 Meter fast 90 Grad nach unten geht, wo doch vor 10 Metern noch alles eben war; oder wir bemerkten wieder einmal, dass rechts ein weiterer großer Hügel aufgetaucht war, obwohl vorher alles eben wirkte. Schon interessant!
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| und dann ging es wieder nach unten. fast schon klare Sicht. |
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| zu unserer Rechten war gar nichts mehr zu sehen. so toll sah das aus! |
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| manchmal wurde das aber (wie hier zu sehen) ein Problem, wenn man nicht mehr sicher war, ob es gleich steil bergab oder eben wird. :D |
Als
der Weg dann wieder menschlicher wurde und uns die Kälte (oder eher
mich, denn ich hatte kein cooles Regencape und war völlig
kaltgefroren) übermannte, spielten wir zur Ablenkung das
Ich-packe-meinen-Koffer-und-nehme-mit Spiel. Bei 34 Begriffen kamen
wir dann unten an und eigentlich wollten wir uns dort noch heiße
Qullen angucken, aber es war so regnerisch und mir so kalt, dass wir
uns, nachdem wir uns die Quellen von außen (man hätte darin mit
chinesischen Omis und Opis Nacktbaden können, lehnten wir ab)
angesehen hatten, dazu entschlossen, den nächsten Bus zu nehmen und
zu der Haltestelle zu fahren, an der wir, als wir hergefahren sind,
ausgestiegen sind. Ich zog vorher noch gut die Hälfte meiner Sachen
aus, denn die waren so triefnass, dass sie auch nicht mehr wärmten.
Ich bekam dann noch Janas Regencape und wir fuhren erst mit dem einen
Bus zurück und dann mit dem Reise-Linienbus zurück in die Stadt.
Währenddessen konnte ich gemütlich meine Jacke auswringen und dabei
zusehen, die alles an mir zu tropfen begann. Geil. Wir eilten, in
Taibei angekommen, nass und kalt zur U-Bahn, fuhren heim, und dort
entledigte ich mich erstmal all meiner Klamotten und ging heiß
duschen! Nachdem ich wieder Temperatur hatte, hing ich all meine
Sachen auf, meine 4 paar Socken, die alle samt komplett nass waren,
meine 2 Hosen, komplett nass, Unterhemd, T-Shirt, Pulli 1, Pulli 2,
Strickjacke, Jacke, Schal. Alles nass. Auch mein Rucksack mit samt
der Landkarten, dem tragbaren Ladegerät, sogar mein Reisepass ist
nass geworden, aber zum Glück nicht so schlimm, dass etwas zerstört
wurde oder so.. Da es im Süden Chinas wie auch auf Taiwan nirgends
Heizungen gab, konne ich auch all diese Sachen samt Jacke die
kommenden 3 Tage nicht mehr anziehen/benutzen, aber da wir in den
kommenden Tagen nicht vor hatten, in den Bergen zu wandern, ging das
mal noch.
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| ganz nass :'( |
Abends
hatten wir uns mit Caro verabredet und nachdem ich mich super dirck
mit allen anderen Sachen eingepackt hatte, die ich noch hatte,
machten wir uns auf den Weg ins Zentrum und dort gingen wir dann erst
einmal schön mit Caro beim Koreaner essen. Natürlich irrten wir
erstmal eine Stunde durch die Gegend, wie soll es auch sonst sein.
Aber so sahen wir wenigstens wieder was von der Stadt. Wir aßen
Bibimbab, was es auch in Beijing viel und oft gibt und unterhielten
uns wieder über alles mögliche. Es ist wirklich toll, was für
einen ausgelassenen Spaß ich mit Caro haben kann. Ich freu mich
schon, wenn wir wieder alle in Deutschland vereint sind!
Gegen
viertel 11 abends machten wir uns dann noch auf den Weg in eine Bar,
welche recht nah war und ließen uns dort noch nieder. Die Bar war
schon recht international, man sah einige Ausländer (tat man
generell öfter in Taibei), im Keller spielten die Ammies Billiard
und es lief Fußball. Caro, schamlos wie immer, bequatschte den
Kellner und meintem, er solle mir doch was ausgeben, weil mrogen ja
mein Geburtstag ist. Mir war das natürlich wieder super unangenehm,
aber Caro kennt da nix. Wir bestellten jeder einen Liter Bier und ich
bekam nochmal einen halben umsonst. Das war wirklich süß, wenn auch
etwas unangenehm, weil ich einfach nichts sagen konnte und wollte.
Aber egal, geschenkt ist geschenkt. Wir saßen da, verbrachten die
Zeit ganz gut und erzählten weiter über alles mögliche. Kurz vor
Mitternacht kam noch Koichiro vorbei, Caros halb japanisch, halb
taiwanesischer Klassenkamerad und sehr guter Freund. Koichi war sogar
so lieb und brachte mit einen kleinen Kuchen mit! Den aßen wir dann
als es Mitternacht geworden war – Happy Birthday to me! :D
Wir
blieben noch eine Weile und lachten uns tot über Dinge, an die ich
mich nicht ereinnern kann/darf/will. Wir hatten wirklich viel Spaß
und eine ganz tolle Zeit zusammen. Gegen 2 rum, glaub ich, machten
wir uns dann auf den Heimweg und dankbarerweise war die Bar nur 20
Minuten Fußweg von unserem Hostel aus entfernt. Wir liefen heim,
quatschten noch ein Weilchen und dann ging es ins Bettchen. :)
TAG
6 Donnerstag 29.01. - mein Geburtstag
Oh je,
ich schreibe schon wieder pro Tag circa 2 Seiten. Ich werde das jetzt
mal strikt versuchen einzudämmen..
Wir
standen gegen Vormittag rum auf und nachdem wir uns fertig gemacht
hatten, machten wir uns mit der U-Bahn auf den Weg in den Norden der
Stadt und schauten uns einen der dortigen Tempel, den Xingtian Tempel
(行天宫,
Xingtiangong), an. Das Wetter
an dem Tag war geburtstagsmäßig super – die Sonne schien, der
Himmel war strahlend blau und mit ein paar Wolken gespickt und es
waren erschreckend gute 23 Grad. Und das Ende Januar, wirklich toll!
Wir schlenderten ein wenig in dem Tempel umher, sahen uns die
anstehenden Leute an, die darauf warteten eine Segnung der dort
arbeitenden Leute zu erhalten. War sehr interessant anzusehen, wenn
auch ein bisschen wie am Fließband. Wir setzten uns dort an eine
Ecke und beobachteten die Leute. Dann vertieften Jana und ich uns in
eine knapp 1 ½ stündige, sehr interessante Unterhaltung über
Glauben und Religion.
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| Dachgiebel des Tempels (bearb.) |
![]() |
| so schön... |
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| Anstehen fürs Gesegnetwerden. |
Danach
setzten wir uns noch eine Weile auf die Treppen beim Eingang und
genossen die Wärme der Sonne. Man kam richtig ins Schwärmen und wir
dachten zurück in die vergangenen Tage, an denen wir im Spätsommer
in den Parks von Leipzig lagen, die Sonne schien, Wind wehte, jemand
spielte Musik. Darauf freuen wir beide uns schon wieder sehr!
Nachdem
es tatsächlich zu warm in der Sonne wurde, machten wir uns wieder
auf den Weg und liefen ein wenig durch Taibeis Kleingassen. Das
Straßenbild der Stadt bzw. das aller Orte auf Taiwan ist wirklich
besonders und ganz anders als das von China. Hier mal ein paar schön
gemachte Bilder (ich habe von Philipp letztens ein super
hochqualitatives Bildbearbeitungsprogramm bekommen und versuche mich
seitdem an einigen Bildern, ich hoffe, sie werden dadurch ein wenig
schöner).
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| Lichtspiel mit einem der vereinzelt in der Stadt herumstehenden Tempel und dem blauen Himmel |
Nach
dem Rumstreunern fuhren wir mit der U-Bahn weiter in irgendeine
andere Ecke der Stadt (Orientierung ist nicht so meins, sorry :D) und
trafen uns halb 4 mit Caro, die nach der Uni natürlich gerne was mit
dem Geburtstagkind machen wollte. :) Wir gingen, nachdem Caro wie
immer ein kleeeein wenig zu spät kam, zusammen in eine vegane
Bäckerei – das gefiel mir sehr gut! Dort kommte man sich allerlei
Leckereien aussuchen – vegane Schokobananenkuchen, Erdbeertorte,
Schockorollen, gelegt-überbackene Brötchen und sogar Pizza u.ä.
hätte man sich da machen lassen können. Wir suchten uns einige
Dinge aus, schnabulierten genüsslich vor uns hin und dann
unterhielten wir uns noch ein bisschen über Verschiedenes. Zum
Beispiel mal wieder über Vegetarismus, was schon cool war, so mit
Jana als „Fleischesserin“, ich als Vegetarier und Caro als
Veganerin. Wir redeten auch über die in China und auf Taiwan
manchmalk auffindbaren „Fleischmärkte“, wie ich sie mal nennen
würde. Dabei sieht man verhäuft kleine Marktstände, auf dessen
Tresen einfach Kiloweise ungekühltes Fleisch liegen oder Stangen, an
denen halbe, aufgeschnittene Rindskörper oder ganze Gebeine hängen.
Während Jana völlig abgehärtet ist, kann ich das einige Sekunden
ignorieren und dann wird mir flau bis schlecht und ich würde am
liebsten alles kurz und klein schlagen oder einfach wegrennen,
jenachdem. Nachdem wir die tollen Themen hinter uns hatten, schrieben
Jana und ich in dem Cafe noch ein wenig Reisetagebuch und Caro machte
Hausaufgaben und so verstrichen noch ein paar weitere Stunden.
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| die Bäckerei war sehr klein und so legten die Mitarbeiter die frischen Brötchen usw auf die leeren Tische zum Abkühlen.... der Geruch war unglaublich! |
![]() |
| fette fette Geburtstagsleckereien! |
Caro
machte sich irgendwann auf den Weg heim, wir gingen später auch und
nachdem wir uns daheim ein Stündchen ausgeruht und entspannt hatten,
machten wir wieder raus und trafen uns wieder mit Caro. Und Billy.
Erst gingen wir an der Chiang Kai-shek Memorial hall vorbei und
danach aßen wir in einem besonderen Jiaozi-Restaurant der Stadt.
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| die Chiang Kai-shek Gedenkhalle. das Bild ist zwar nicht das Beste, aber ich habe wenigstens versucht, es so zu bearbeiten, dass man es halbwegs sehen kann. ich wollte kein Internetbild nehmen. |
Dort
gab es die sog. Xiaolongbao (小笼包,
wörtl. „kleiner Drache Baozi“), was Baozi mit einer
Suppenfüllung waren. Sollen sehr besonders sein, da es aber keine
vegetarischen gab, haben eben nur Jana und Billy welche gegessen, was
auch kein Problem war.Billy verabschiedete sich gleich wiede,r weil
er arbeitsbedingt wegen einer Ausstellung am kommenden Tag nach
Tainan 台南 in den Süden der
Insel fahren musste. Aber nett, dass er kurz mitkam! :)
Wir
fuhren mit der U-Bahn weiter in ein etwas alternatives Viertel,
dessen Umgebung auch eher einem Nachtmarkt ähnelte. Dort kaute ich
mir einen ordentlicheren Rucksack und Jana kaufte sich ein dringend
notwendiges transportables Ladegerät für ihr Handy, und Caro holte
sich Kopfhörer. Dort saßen wir auch noch ein bisscher herum und
beobachteten die Leute, lauschten der Musik und redeten.
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| und auch mal ein schönes Bild von uns 3en :) |
Gegen
abends um 11 machten wir uns dann auf zum letzten Punkt der
Tagesordnung, meinem „Wunsch“, zu einer taiwanesischen
Schwulenbar. Die taiwanesische Schwulenszene ist die am meisten
aktive und verbreitete in ganz Asien und nirgendswo anders in Asian
findet man mehr offen geoutete Schwule und auch schwule Aktivisten
als auf Taiwan. Ein weiterer Grund, warum mir Taiwan um so einiges
mehr sympathisch ist als China, wo Schwulsein meistens einfach nur
verheimlicht, totgeschwiegen oder geleugnet wird. Man sieht dort sehr
viele mehr oder minder offensichtlich schwule Taiwanesen und liest
auch öfters mal „legalize gay marriage“, oder sieht mal irgednwo
die Flagge der LGBT-Bewegung auf den Straßen oder so. Sehr sehr
schön. Wir suchten uns also ein kleines Örtchen aus und setzten uns
draußen hin. Es war nicht viel los, man sah eine Gruppe Taiwanesen
herumsitzen, auch 1 2 Ausländer fand man dort und ansonsten war es
nicht wirklich anders als sonst. Wir saßen rum, redeten, Caro (wie
soll es anders sein) beschwatzte den süßen Kellner, dass heute doch
mein und ab Mitternacht ja Janas Geburtstag sei und ob wir nicht
etwas umsonst bekommen könnten. Peinlich peinlich, wie immer, und
der junge Herr war etwas überfordert, brachte aber nach einigen
kleinen Besprechungen mit dem Boss zusätzlich zum ohnehin bestellten
3-Liter-Kübel Bier noch einen kostenlosen „Birthday Cocktail“.
Das fand ich gut, da hab ich mich gefreut!
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| Bier und der Geburtstagscocktail - nomnomnom. |
Wir
unterhielten uns ein Weilchen über dies und das und irgednwann stieß
dann der „süße Kellner“ dazu und fing an, ein bisschen mit uns
zu schwatzen. Erst auf Englisch, dann auf Chinesisch, dann aber
wieder auf Englisch. Wir erzählten ihm, was wir hier machen, was wir
generell so machen, wie (eher Jana und ich) den Unterschied so
zwischen Festland China und Taiwan finden und dann fragte er mich
ziemlich unverblümt, ob ich denn auch schwul sein. Ich meinte „klar,
was will ich sonst hier?“. Das fand er sehr witzig. Er erzählte
mir, dass er selbst gar nicht schwul sei, sondern hier nur für
seinen Bruder aushelfen würde, der eigentlich dort arbeitet und
schwul ist. Dann erzählte er uns ein bisschen was darüber, was er
so macht und dann tauschten er und Caro, da sie ja diejenige ist, die
dort lebt, Nummern aus und nachdem wir noch ein bisschen zu dritt
dort herumgegessen hatten, machten wir uns gegen halb 2 in der Nacht
auf den Weg nach Hause. Ach und um Mitternacht haben wir natürlich
noch auf Jana angestoßen und ihr zum Geburtstag gratuliert. Die
Grundidee für die gemeinsame Reise von ihr und mir war ja überhaupt
erst, unsere Geburtstage zusammen zu verbringen :)
Wir
nahmen uns ein superbilliges Taxi (für meine Verhältnisse, denn
Peking ist generell sehr teuer; für Jana war es recht teuer, denn
nanjing ist generell recht billig) und haben dann, zurück im Hostel,
noch ein wenig mit den offenbar dezent verdrogten Belgiern geredet,
die sich in der Nacht um 2 dazu entschlossen haben, ein 3 cm dickes
Steack zu braten. *Fressflash, hust* :D
Als
wir uns dann bettfertig gemacht hatten, ging es dann fix ins Bett.
Und das war mein kleiner Geburtstag in Taibei – ich fand ihn ganz
toll. :)
TAG
7 Freitag 30.01. - Janas Geburtstag
Da wir
die letzten Tage immer spät ins Bett gegangen sind und Jana an ihrem
Ehrentag lieber einen Ruhigen schieben wollte, standen wir extra spät
auf und ließen uns seeeeehr viiiiiiiiiiiel Zeit beim Aufstehen,
Duschen, Tagebuch Schreiben und Fertigmachen. Als wir dann so gegen
kurz nach Mittagszeit rausmachten, gingen wir per Fuß zum Taipei 101
Tower, das ist der gigantisch große Turm, den man auf einigen meiner
Bilder (Ausblick von Caros Wohnhaus zB.) bereits gut hat sehen
können. Der Tower war nicht weit weg und da man ihn ständig sieht,
musste man sich auch keinen Kopf darum machen, wie man hinkommt. Wir
liefen eine knappe halbe Stunde und bummelten dabei imemr mal noch
ein wenig durch die Gegend, bis wir endlich am großen Turm ankamen.
Der Turm, hautsächlich als Bürogebäude und Aussichtsplattform
genutzt, heißt deshalb Taibei 101, weil er insg. 101 Stockwerke hat.
Der Turm ist mit Antenne 508 Meter hoch, ist das höchste Gebäude
Taiwans, das höchste Bürogebäude der Welt und weltweit generell
das 10. höchste Gebäude. Außerdem befindet sich in dem Turm das
größte Tilgerpendel das es weltweit gibt. Ein Tilgerpendel ist eine
massive Betonkugel, die seit ein paar Jahren in einigen
Wolkenkratzern ganz oben im inneren des Turmes angebracht wird und
den Zweck hat, den Turm bei Erdbeben am Einstürzen zu hindern,
sollte er ins Wackeln geraten. Taiwan ist die mit erdbebenreichste
Region der Welt und somit ist das auch ganz notwendig dort.
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| Blick auf Taibeis Wirtschaftsgebäude von einem kleinen Teich aus :) |
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| jaja, da tut sie noch so. in einer halben Stunde war das dann kein Spaß mehr :D |
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| schon stark bearbeitet, ja, aber mir gefiel es und das kann man ja auch mal machen :) |
Soooo.
Da wären wir. Jana und ich haben beide Höhenangst, ich aber eher
dann, wenn ich im Freien weit oben bin oder es zu allen Seiten nach
unten geht. Jana hingegen haten schon von Anfang an ein weniger gutes
Gefühl bei dem Gedanken, den Turm gleich zu betreten. :D
Wir
machten uns also auf in das riesige Kaufhaus, von dem aus man nur den
Touristenzugang des Turmes betreten konnte. Wir zahlten ziemlich
viel, 450 Taiwan Dollar, was in etwa 8 € sind, aber das war es mir
wert. Wir nahmen den Fahrstuhl, der übrigens der schnellste der
ganzen Welt ist und gerade mal 40 Sekunden für die notwenidigen 98
Stockwerke benötigt, und dann waren wir auch schon oben. Ich fand es
sofort wahnsinnig toll – man hat so endlos viel Stadt gesehen und
eilte gleich zu den Scheiben um Bilder zu machen. Jana, fiel mir erst
später auf, hielt immer mindestens 3 Meter Abstand zu den Fenstern
des Gebäudes. Wir gingen einmal rund herum, ich machte Bilder von
allen Ecken und kam aus dem Staunen nicht mehr raus. Die Stadt wirkte
wirklich endlos, bis zum Horizont reichte sie und wirkte dennoch
nicht so überladen und zubetoniert wie Beijing oder Shanghai. Ich
fand es wirklich überwältigend schön und spannend dort!
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| Blick von innen auf fast die gesamte Stadt - wirklich krass! |
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| mein alter Freund Pingu und Janas Reisemaskottchen Kurt wagten es, am Fenster ein Bild zusammen zu machen! |
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| jaja, da ist sie, die wahre Angst :P |
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| Blick von außen auf die Stadt. |
Jana wurde das Ganze nach einer Virtel Stunde zu viel und sie wollte
gehen, fand es aber okay, dass ich noch bleiben wollte. Ich wagte es
sogar, noch die 3 restlichen Stockwerke hochzulaufen und auf die
offene Aussichtsplattform zu gehen. Am Rand war ein 3 Meter hohes
Gitter, also musste ich keine Angst haben. Dennoch eine sehr
respektable Höhe, auf der ich mich da befand. Ich sah mich kurz um,
nickte ab und ging wieder runter. Dann sah ich mir noch das große
Tilgerpendel an und amchte mich wieder nach unten, wo ich mich dann
wieder mit Jana traf.
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| Tilgerpenden oben. |
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| Tilgerpendel unten. man bekam dieses Monstrum einfach nicht auf ein Bild.. |
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| Blick auf die Spitze des Turms von außen. sooo hoooch! |
Nach
all dem Adrenalin das wir da oben verbracuht hatten, überkam uns der
Hunger und nachdem wir in der Nähe etwas Essbares bekommen hatten,
machten wir uns weiter nach Süden. Wir wollten noch auf den Elephant
Mountain (象山, Xiangshan),
welcher nicht weit weg von Taipei 101 lag. Der Fuß des Berges, der
eher ein großer Hügel war/ist, war nach weiteren 30 Minuten zu Fuß
zu erreichen und wir mussten gerade mal 500 m nach weiterlaufen und
waren schon fast oben angekommen. Der Hügel ist besonders bekannt
für den besonderen Ausblick den man von da aus auf die Stadt und
besonders auf den Turm haben kann. Der Hügel liegt ja direkt am
Stadtrand und einige besonders berühmte Fotographien der
Stadt(-skyline) sind von dort aus gemacht wurden. Wir stiefelten also
mal wieder nach oben und nach einer knappen halben Stunde waren wir
auch schon da. Der Ausblick war wirklich fantastisch und gefiel uns
beiden sehr sehr gut.
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| Zwischenstop auf dem Weg zum Xiangshan |
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| Treppen hoch zum "Gipfel". war ja nicht sonderlich hoch das Ding :D |
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| ganz oben :) |
Wir gingen wieder runter und machten erst mal wieder heim. Abends hatten wir uns dann mit Caro, Milan und ein paar anderen Freunden von Caro zum Abendessen in einem veganen Restaurant verabredet. Wir fuhren mal wieder mit der u-Bahn quer durch die Stadt, wurden von Caro abgeholt und schon waren wir da. Und siehe da – das erste, das ich in dem Restaurant sah, war eine „Schwulenflagge“ und das „legalize gay marriage“-Plakat. Löblich. Wir, also Jana, Caro, Milan, Christian (ein schnösiliger Berliner der auch Sinologie studiert), Koichiro und André (Kanadier), schlungen uns mit veganen Tofu-Sesam- oder Zwiebel-Pilz-Burgern voll und wir unterhielten uns ein bisschen über Beijing. Milan war ja, wie bereits erwähnt, auch mal ein Jahr hier gewesen und fand es geinge gesagt ziemlich beschissen. Christian teilte uns in einem niederschmetternd langem Monoglog seine Meinung mit und ich teilte meine persönlichen Erfahrungen. War recht nett und irgendwann machten wir uns auf zu einem … jaaaaa …. Nachtmarkt. Dieser Markt erinnerte ein wenig an einen Rummel, war aber genauso toll. Wir holten uns noch ein paar Fressereien, die Gruppe teilte sich auf und irgendwann endete ich mit Jana, Caro, Milan und Koichi vor einem der überall auf Taiwan zu findenen 7/11-Läden und wir tranken dekadent wie wir sind Dosenbier mit dem Strohhalm.
Wir
entschlossen uns dazu, noch einen drauf zu setzen und Funkyball
mitten auf einer der Seitenstraßen der Stadt zu spielen. Für die
Alten hier (hallo liebe Familie :P) – Flunkyball ist ein
Trinkspiel, wo man eine Flasche umwerfen und dann Bier so schnell es
geht austrinken muss. Das Team, das seine Dosen zuerst leert,
gewinnt. Ich möchte erwähnen, dass ich mit Caro allein gegen die
anderen gespielt und gewonnen habe! Wir machten uns – leider ein
wenig angetüdelt – zurück ins Getummel des Nachtmarktes weil uns
der kleine Hunger überkam. Nachdem wir noch was gegessen hatten,
entschlossen wir uns, nochmal durch die halbe Stadt zu fahren und in
einen Club zu gehen. Der Club war ziemlich heruntergekommen, es stank
nach Zigarettenqualm, die Musik war eher so underground-technomäßig,
es war dunkel und scheiße laut. Genauso wie es sein soll! Seit nun
mehr einem halben Jahr lebe ich in Asien und das erste mal richtig
weg bin ich in Taibei. Witzig. Jedenfalls war es super cool, man sah
absolut krass anders gekleidete Leute, alles war sehr individuell und
eben genauso, wie man sich einen Underground-Club vorstellen würde.
Wir lernten noch ein paar andere Leute kennen, tanzten zu guter,
bassgeschwängerter Musik und ich genoss einfach die Zeit.
Irgendwann,
ich glaube gegen um 2 rum, war es dann Jana zu qualmig geworden (die
kann das gar nicht ab, so Rauch und Qualm ect.) und wir
verabschiedeten uns von Caro, Milan, Kiochi und den anderen, die dort
wieder zu uns gestoßen sind. Wir haben uns ein Taxi genommen (man,
wir sind wirklich durch alle Ecken der Stadt gefahren) und kamen
gegen dreiviertel 3 rum beim Hostel wieder an. Danach ging es sofort
ins Bett! Und ich weiß, das war eher Janas Geburtstag, aber ich
glaube, ich hatte ein klein wenig mehr Spaß als sie an dem Tag. Ich
fand ihn jedenfalls super cool und hatte richtig Spaß. Trinkspiele
auf den Straßen, Clubs. Das hatte ich regelrecht vermisst. :)
TAG
8 Samstag 31.01. - Wulai 烏來
Am
Samstag haben Jana und ich uns mal aufgeteilt. Caro, Koichi und ein
paar andere Freunde von ihnen wollten Samstag mit dem Bus nach Wulai
fahren und dort einen Tagesausflug machen, bei dem ich mitkommen
wollte. Jana war es das nicht wert, nach der Nacht dafür schon wie
ich um 9 aufzustehen und entschloss sich dann dazu, allein in die
Stadt zu fahren und sich einen anderen Tempel und die dortige
Umgebung anzusehen. Ich, ein klein wenig verkatert und absolut müde,
machte mich um 10 raus und auf den Weg zur U-Bahn, mit der ich dann
eine knappe Stunde bis ganz in den Süden der Stadt fahren durfte,
ohne dabei einzuschlafen. Juhu. Um 11 habe ich mich dort mit den
anderen getroffen und nachdem wir uns mit Obst und Kaffe aufgeputscht
hatten, ging es zum Bus. Der war super voll und super heiß und wir
durften über eine Stunde stehen, während wir direkt nach Süden und
über Hügelland fuhren und dabei dezent herumgeschüttelt wurden.
Wulai ansich ich glaube ich für seine heißen Quellen und seine
üppige Natur bekannt und ein kleines Örtchen keine 30 km südlich
von Taibei. Dort angekommen sahen wir uns erst mal ein wenig um und
liefen dann blind nach oben. Dort mussten wir erst einmal eine
ziemlich süße kleine Eisenbahn nutzen, um weiter zum
touristischeren Teil zu kommen.
Dort
schlenderten wir ein wenig umher, guckten uns die netten Berge zu
unserer Linken an, aßen Reis aus einem Bambusstamm (hab ich auch
nicht verstanden) und machten dann weiter hoch zur Seilbahn.
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| hier das Beweisbild: Reis ohne alles aus einem Bambusstamm..... |
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| Kiochi und Susanna spasten in einer Pappgondel rum :D |
Die
war mir wie immer ein wenig suspekt, aber ging schon. Oben kamen wir
an und genossen den netten Ausblick und stiefelten gleich weiter. Was
genau wir da in Wulai nun so wirklich taten war mir auch nicht ganz
bewusst, aber die Umgebung war nett, man sah noch einen anderen Ort
und die Leute waren cool, also einfach mal mitstiefeln. Wir befanden
uns auf irgedneiner Bergkette und liefen einfach die Treppen hinauf,
unwissend, was da oben nun wohl sein würde. Oder vielleicht wussten
die Anderen es und nur ich nicht, aber war mir auch egal. Wir sahen
viel schöne Natur – zwar hat es wie immer geregnet, aber das war
nicht weiter schlimm –, hatten sehr frische Luft und Caro und ich
wagten es sogar in ein leeres Ballparadies zu hüpfen. Das kam einem
meiner Träume, einmal in einem Ballparadies komplett einzusinken und
darin zu spielen, schon recht nahe! Die Bilder wie Caro und ich mit
den Bällen um uns schmeißen, lass ich hier aber mal raus..
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| lieblicher kleiner Wasserfall oben auf dem Berg |
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| lieblicher kleiner Teich oben auf dem Berg |
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| BALLPARADIES OBEN AUF DEM BERG! |
Wir
wurden für 15 Minuten lang zu hyperaktiven Kindern und beschmissen
uns hirnlos mit Bällen, bis wir merkten, dass der Rest der Gruppe
schon seit Langem an einem Tisch in der Nähe saß und auf uns
wartete. Wir krochen aus unserer Spielehöhle und schlossen uns den
anderen wieder an. Als wir weiter nach oben liefen, merkten wir, dass
dort, außer netter Natur, nichts mehr groß sein würde, aber das
war genauso okay, wenn nicht sogar noch besser. Wir entdeckten, dass
sich dort oben eine Art Waldspielplatz befand, der von
Luftfeuchtigkeit und Regen halb zerstört und fast vollkommen
verwildert und mit Moß überzogen war. Der „Spielplatz“ bestand
aus mehreren Dutzend Stationen, bei denen man über an Seilen
hängende Balken steigen, sich an Seilbahnen über einen Graben
ziehen oder einfach ein paar Treppen steigen musste. Wir hatten dort
wirklich Spaß und konnten wieder ein bisschen Kind sein; klettern,
uns anstacheln, sportlich sein/tun und uns ein bisschen dreckig
machen.
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| Seilbahnspielspaßzauberland! |
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| Susanna und ich mussten immer vorausgehen und testen :( |
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| wundervoll verwilderte Holzbrücke |
Nach
der Spielerei stellten wir fest, dass nichts mehr kam und dann liefen
wir einfach weiter den Weg entlang, der sich bildete. Wir stapften
eine knappe Stunde umher, nach oben, nach unten, links, rechts und
landeten irgednwann wieder unten in der Nähe der Seilbahnstation.
Die kleine Wanderung durch den nassen Wald war sehr entspannend,
ruhig und man konnte die ganze Zeit über den Vögeln lauschen und
zuhören, die der leichte Regen auf die Blätter fiel. Klingt
unspektakulär, aber war etwas sehr Besonderes für mich.
Wir
liefen, nachdem wir wieder unten in der Touristenecke angekommen
waren, dort noch etwas herum und suchten eigentlich nach den heißen
Quellen. Man konnte auch vereinzelt Räume mieten, in denen man hätte
baden können, aber 1. war mich ganz so danach, mich Wildfremden
halbnackt zu zeigen, Caro hatte ein bisschen Bauchweh und außerdem
waren die meisten Angebote nur für jeweils 2 Leute oder vollkommen
überteuert. Wir kauften uns also stattdessen regionales Fresszeugs,
schlenderten umher und nahmen dann den nächsten Bus gen Taibei. Die
Fahr war etwas entspannter, da wir dieses mal Sitzplätze hatten und
ich da meinen nötigen Schlaf aufholen konnte. Als wir wieder zurück
waren, war ich gelinde gesagt voll im Arsch und fühlte mich
verkaterter als am Morgen. Tagsüber schlafen ist nichts für mich.
Nun ja. Die Gruppe löste sich auf, ich verabschiedete mich von allen
und Caro und ich liefen noch etwas über ihren Campus. Der war
wirklich toll. Palmen überall, kleine Parks und Wiesen, alles schön
still (okay, waren auch Semesterferien für die chin. Studenten) und
es regnete mal nicht. Irgendwie regnet(e) es auch immer nur genau
dann wenn wir mal die Stadt verließen und einen Tagesausflug
machten. Naja, hier mal Bilder vom Campus.
Danach
haben wir uns noch lecker Bubble Tea und machten usn dann nochmal auf
zu Caro nach Hause. Dort gammelte ich auf dem Sofa und durfte mir
Tennis mit chinesischer Werbung ansehen, während Caro einen Flug
buchte, den ich sie später antreten würde. Nachdem sie sich nochmal
frisch gemacht hatte, machten wir abends wir los und trafen uns an
einer anderen Ecke der Stadt wieder mit Jana, die uns erst mal von
ihrem tag berichtete. Danach gingen wir noch irgendwo hin essen und
ich glaube, dann passierte nichts mehr großartig. Meistens kann ich
anhang all meienr Bilder aus dem Gedächtnis heraus alles
aufschreiben, aber von dem Abend habe ich keine Bilder, also auch
keine Assoziationen und mein Geschriebenes in meinem Tagebuch kann
ich nicht mehr lesen, also muss es wohl nichts Weltbewegendes gewesen
sein. :D Ich kann nur die Wörter „supermüde“, „Shop mit
Souveniers gesehen“ und „mit der U-Bahn heimgefahren“ lesen.
War also bestimmt unwichtig. :D
TAG
9 Sonntag 01.02. - Fulong 福隆
Soo.
Der letzte Tag bevor Jana und ich Taibei verließen. Also der letzte
Tag dieses Eintrages.
Jana
und ich wollten am letzten Tag noch einen weiteren Tagesausflug
tätigen und beschlossen, zusammen mit Milan und Caro nach Fulong zu
fahren. Fulong befindet sich direkt am Meer östliche von Taibei. Mit
dem Zug fuhren wir, nachdem wir uns am Bahnhof getroffen hatten,
etwas mehr als eine Stunde. Der Ort war denke ich etwas über 40 km
entfernt von der Stadt. Während der Fahrt brachten Milan, Caro und
ich dann noch Jana Doppelkopf bei und endlich konnte ich mal wieder
Doppelkopf oder Skat spielen. In Deutschland spiele ich das ja
andauernd mit Johanna und den Mathematikern, hier in Asien allerdings
ist das ziemlich schwer, somal Philipp sich auch jedes Mal beharrlich
weigert, es mit mir und anderen zu spielen, obwohl er Skat kann. :(
Nun
ja, wir spielten also ein Weilchen und dann machten wir uns, nachdem
wir in Fulong angekommen waren, erstmal auf in ein Restaurant und
speisten fürstlich.
Danach
machten wir uns fertig, zogen uns warm an (denn es regnete mal wieder
leicht, normal) und machten raus. Das Wetter war wie gesagt
regnerisch und auch bewölkt, aber kalt auf keinen Fall. Wir hatten
glaube ich so 13 Grad und frische Luft, das reichte völlig aus. Wir
wollten dir Küstenberge entlang wandern und dabei so die Küste nach
Süden ablaufen und von einem südlicheren Ort aus wieder heimfahren.
Erstmal war es aber schon schwer genug, den Weg zu finden. Wikitravel
meinte, man müsse einer Straße ins Landesinnere folgen, bis man zum
Wanderweg kommt. Wir liefen
bestimmt
eine knappe Stunde nur an der Straße entlang, bis wir ihn dann
schließlich gefunden hatten.
![]() |
| das Zeichen auf der Straße heißt "man" 慢 (langsam), und ist überall auf Straßen zu finden |
![]() |
| los geht's! |
Zwar war um uns herum schon vorher viel schöne Natur gewesen (siehe
Bilder oben), aber man lief eben imemr noch auf der Straße.
Irgendwann allerdings hörte diese abrupt auf und man konnte einen
kleinen Weg entlang gehen, der so allmählig durch die Hügel an der
Küste entlang führte. Auch dort waren wirder keinerlei Menschen zu
sehen und alles was man hören konnte, waren Vogel-, Wasser- und
Waldgeräusche. Wir unterhielten uns beim Laufen schön über dies
und das, diskutierten ein wenig über unsere Bildung in China/Taiwan
und kamen dabei alle zum selben Entschluss, nämlich, dass uns hier
ziemlich der Geist fehlt. Man hat Sprachuntzerricht, lernt aber
nichts wirklich geistreichen. Das liegt natürlich auch zum Teil an
einem selbst, aber Philosophie, Politik, Geschichte und ähnliches
lässt sich eben auf Chiensisch noch nicht wirklich meistern. Egal.
Wir rasteten bei ein paar schönen Pavillions ein Weilchen, spielten
kurz noch ein bisschen Karten und machten uns dann wieder weiter auf
den Weg. So langsam ging es dann auch auf die Hügel/Berge hinaus.
Hier mal ein paar Bilder der tollen Natur, die wir bis dahin gesehen
hatten.
![]() | |
| Reiswasserfelder oben zwischen den Hügeln, mysthische Stimmung und endlose Stille |
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| Caro, Milan, Jana :):):) |
![]() |
| und, kriegt man mit welche Bilder ich beabeitet habe? :P |
Wir gingen stundenlang unserer Wege und genossen einfach die Ruhe der
Natur. Irgendwann trafen wir sogar auf eine Herde wilder Kühe (oder
Rinder? Keine Ahnung) und beobachteten die anmutigen Tiere ein wenig.
Caro und ich, die wohl tierliebsten Menschen auf der ganzen Insel,
hätten dort Stunden bleiben und einfach nur die schönen, ruhigen
Tiere beim Grasen beobachten können. Nach einer knappen
Viertelstunde drängten die anderen aber, dass wir weitermachen
sollten. Wir kamen an kleinen Palmenwäldern, Flüssen, kleinen
Brücken und wundersamen äumen vorbei, bis wir irgednwann das Ende
des Wanderweges erreichten und kurz davor standen, den „Gipfel“
zu erreichen.
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| Palmen, Palmen, Palmen - überall Palmen! |
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| haaaaaaaaalllooo, süße Kuh! |
![]() |
| immer diese wahnsinnig coolen Bäume hier. wirklich interessant. |
Oben angekommen erwartete uns eine wundervolle Aussicht. Wir konnten
wetterbedingt natürlich nicht unendlich weit sehen, aber man sah das
umliegende Land und das weite Meer samt der Insel, die sich weit vor
der Küste aus dem Meer hob. Wir staunten eine Weile. Weit und breit
niemand sonst und außer uns, dem Wind und dem Regen völlige Ruhe.
Wir gingen noch einen Pavillion weiter hoch, was sich als 15
minütige, halbe Kletterpartie herausstellte und wirklich sehr
anstrengend war, aber dann konnten wir den Ausblick noch besser
genießen. Alles war so freidlich und schön und einfach nur
unberührt und frei. Wir blieben dort bestimmt eine gute Stunde oben
und freuten uns einfach, an dem Ort zu sein.
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| Weg hinauf zum Gipfel des Küstenberges |
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| Blick vom Gipfel auf die Küste |
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| Weg hinauf zur 2. Pagode - so schön. |
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| Ausblick von da. |
Als wir bemerkten, dass es schon fast um 5 war und bald dunkel werden
würde, entschlossen wir uns, wieder runterzugehen. Auf der anderen
Seite des Berges ging ein anderer Weg hinunter, den wir dann nahmen.
Die Wanderung nach unten war wegen der Steilheit und wegen meinem
gebrechlichen Bein (kein Scherz) allerdings weniger toll und die
Gruppe musste oft wegen mir anhalten. Das war aber noch okay. Wir
hatten auf dem Weg nach unten wirklich interessante Unterhaltungen
über China und dessen Problembereiche wie der gesellschaftliche
Heirachts- und Kinderkriegzwang, das Gaokao (chin. Abitur), der
berufliche und universitäre Stress und natürlich die massive
Luftverschmutzung, um mal nur einige zu nennen. Übrigens alles
gigantische Probleme in China die es auf Taiwan gar nicht gibt...
Nun ja. Wir liefen noch ein gutes Stündchen nach unten und kamen
dann irgendwann in dem kleinen Örtchen Dali 大里
an, wo wir uns, nachdem wir uns dort etwas umgesehen hatten,
ein bisschen Fresskrams gekauft hatten und dann auf den Zug warteten.
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| Dachgiebel eines dortigen Tempels. eines meiner Lieblingsbilder von der Woche. |
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| noch ein Lichspiel. |
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| das Assiabendessen 1.0 |
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| Doppelkopf im Zug <3 |
Das Assiabendessen war getan, der Zug kam und dann spielten wir
wieder ein wenig Doppelkopf. Da wir natürlich nicht zu 4. in einer
Reihe sitzen konnten, spielten wir Schnick-Schnack-Schnuck darum, wer
auf den Boden muss. Und wer verlor? Ich. Naja. Hatten die Taiwanesen
wieder was zu gucken. :D
Wir kamen gegen um 9 am Bahnhof wieder an und machten uns dann nochmal auf zu einem der vielen Nachtmärkte der Stadt, wo wir uns noch ein bisschen mehr zu Essen gönnten. Wir hatten super leckere Jiaozi 饺子, Baozi 包子 und dann hatten wir wieder das leckere Wuwei 五味, wovon ich ja glaube ich schon mal erzählt hatte. Das, wo man sich aussucht, was man will und es dann zurechtgemacht bekommt. Das Tolle daran war, dass wir das Essen dann einfach wie immer dort in eine Plastiktüte geschmissen bekommen hatten und ein paar Stäbchen dazu bekamen. Mangels Tisch endeten wir dann damit, dass wir uns an den Straßenrand setzten, die Beutel mit dem Essen dann einfach „auf die Straße“ legten und dann daraus gegessen haben. Das war zwar ein bsischen seltsam und fühlte sich leicht asozial an, war aber nach wie vor sehr sehr lecker!
Wir kamen gegen um 9 am Bahnhof wieder an und machten uns dann nochmal auf zu einem der vielen Nachtmärkte der Stadt, wo wir uns noch ein bisschen mehr zu Essen gönnten. Wir hatten super leckere Jiaozi 饺子, Baozi 包子 und dann hatten wir wieder das leckere Wuwei 五味, wovon ich ja glaube ich schon mal erzählt hatte. Das, wo man sich aussucht, was man will und es dann zurechtgemacht bekommt. Das Tolle daran war, dass wir das Essen dann einfach wie immer dort in eine Plastiktüte geschmissen bekommen hatten und ein paar Stäbchen dazu bekamen. Mangels Tisch endeten wir dann damit, dass wir uns an den Straßenrand setzten, die Beutel mit dem Essen dann einfach „auf die Straße“ legten und dann daraus gegessen haben. Das war zwar ein bsischen seltsam und fühlte sich leicht asozial an, war aber nach wie vor sehr sehr lecker!
Wir blieben dann dort noch etwas sitzen, redeten ein wenig und
irgendwann war es dann Zeit, heim zu machen. Ach halt, Milan machte
zuerst nach Hause und dann liefen Caro, Jana und ich noch ein wenig
über Caros Campus, weil Jana den ja letztens noch gar nicht gesehen
hatte. Als wir damit durch waren und an einer Haltestelle ankamen,
war es an der Zeit sich von Caro herzlichst zu verabschieden und dann
machten Jana und ich uns auf den weg heim.
Danke Caro für die schönen Tage, danke fürs Rumführen und danke für den ganzen Spaß den wir hatten! :)
Daheim angekommen packten Jana und ich all unsere Sachen gründlich ein und nachdem alles gut verstaut und (zumindest bei mir :P) aufgeräumt war, legten wir uns noch etwas ins Bett, schrieben Tagebücher, redeten und dann schliefen wir.
Danke Caro für die schönen Tage, danke fürs Rumführen und danke für den ganzen Spaß den wir hatten! :)
Daheim angekommen packten Jana und ich all unsere Sachen gründlich ein und nachdem alles gut verstaut und (zumindest bei mir :P) aufgeräumt war, legten wir uns noch etwas ins Bett, schrieben Tagebücher, redeten und dann schliefen wir.
Soo. Das war die Woche, die wir in und um Taibei herum verbrachten.
Am darauffolgenden Tag sind Jana und ich dann mit dem Bus aus der
Stadt rausgefahren und zum Sun-Moon-Lake in der Mitte der Insel
gefahren, aber da ich ja meinte, dass der Blogeintrag viel zu lange
werden würde, mach ich jetzt hier einen Schnitt, veröffentliche die
Woche bis dahin und schreibe gleich darauf weiter, sodass ihr erstmal
dass hier lesen könnt während ich die kommenden Tage
verschriftliche. :)
Und hier mal noch ein Bild von einer etwaigen Route, wie Jana und ich
die Tage herumreisten und wo genau wir nun überall waren. Das mag
alles etwas hingerotzt aussehen, aber die Karte war jeden Tag bei mir
und immer in Benutzung, als wir dort waren. Ich fand die Idee
ziemlich nett.
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| hier die ganze Insel für einen groben Überblick. die schwarz eingekreisten Orte sind die, wo wir waren :) |
Also dann, bis später! :)



















































































































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