Hallihallo, meine Freunde!
:)
Ganz zu Beginn: ich habe
vor diesem Eintrag noch einen anderen veröffentlicht, es aber leider
größtenteils vergessen auf Facebook zu posten bzw. meinen Freunden
und Verwandten davon zu erzählen. Also wer sich wundert, dass hier
auf einmal 2 bis 3 Wochen fehlen: das liegt wahrscheinlich daran,
dass ihr einen Eintrag verpasst habt. Wer nicht lesen will, muss aber
auch nicht. Es ging hauptsächlich um die ersten Tage des neues
Semesters und die 2 freien Wochen, die ich vor Semesterbeginn hatte,
also so die letzte Februarwoche und die ersten beiden Märzwochen.
Wer der Vollständigkeit halber dennoch lesen will, ist sehr herzlich
dazu eingeladen. Dann hätte ich es nicht ganz umsonst geschrieben.
:P:)
Außerdem (wichtig!)
habe ich in meinem letzten Beitrag geschrieben, dass ich beschlossen
habe, das tagebuchartige Schreiben nun sein zu lassen und nur noch
die interessanteren und wichtigeren Sachen hier zu verschriftlichen,
da ich weder genug Zeit noch Lust habe, jeden Tag des Jahres hier
niederzuschreiben. Ich habe keinen genaueren Plan, wie genau ich
jetzt fortfahen werde, deshalb würde ich es wie sonst auch machen,
und blind drauflos schreiben. Das klappte bis jetzt ja immer recht
gut. Mal sehen, wie es klappt. :P
TAG 200 Freitag
13.03.2015
Also, stehengeblieben
waren wir bei Tag 199, dem 12.03. An meinem 200. Tag hier in China
hatten wir das erste Mal bei unserer neuen Xiezuo-Lehrerin
(Schreiben). Um es in ein paar Worten zusammenzufassen: super
unhöflich, super nervig und ihre Stimme kann Panzerglas brechen, so
schrill und laut ist sie. Alles in allem also bombig. Abends gingen
Philipp und ich mit Marina essen, der Israeli, die Philipp und ich
bei dem Einstufungstest kennengelernt hatten. Wir unterhielten uns
gut und viel über alle möglichen Themen; von chinesischen Tabus,
über Vegetarismus (sie ist auch Vegetarier), Führerscheine und
Heiratstraditionen in China, Israel und Deutschland bis hin zu
Brustkrebsrisiko und Ölwiederverwendung in China. Als es draußen zu
kalt wurde, gingen wir wieder heim und später dann ins Bett.
TAG 201 Samstag
14.03.2015
Am Samstag kam meine
Kamera endlich an! Philipp und ich holten sie ab, packten sie aus,
setzten sie zusammen (Philipp hatte noch ein ganz banales
Anfängerobjektiv, das er nicht mehr brauchte und schenkte es mir
deshalb) und ich probierte ein wenig damit herum. Ich ließ mich
vorher nochmal ganz ausführlich von Philipp einweisen und mir die
Grunlagen über Tiefenschärfe, Blendenzahl, die einzelnen Modi und
alles andere erklären. Das war so aufregend! :)
 |
| tadaaaaaaaa :) |
An
dem kommenden 2 Tagen war ich dann jeweils draußen unterwegs und
habe mich ein bisschen in der Praxis mit der Kamera ausprobiert. Am
Sonntag war ich alleine draußen auf dem Campus unterwegs und habe
das halbwegs gute Wetter ausgenutzt. Wenig Smog und relativ warm
draußen. Am Montag war ich mit Philipp außerhalb des Campusses
unterwegs und wir sind ein bisschen durch die Umgebung gestreift.
Wettermäßig war es weniger optimal, AQI lag so um die 300 und
sonnig war es demzufolge auch nicht wirklich. Und wenn ich mir jetzt
so die Bilder angucke, die ich da geschossen habe und wie ich sie
bearbeitet habe, kann ich sogar schon eine Steigerung zu jetzt (also
jetzt jetzt, dem Tag, an dem ich das hier schreibe) erkennen. Um euch
ein bisschen an den ersten Erzeugnissen meiner eigenen
Spiegelreflexkamera teilhaben zu lassen, hier nun ein paar der meiner
Meinung nach schönsten Bilder:
Tag
202. Innerhalb Campus.
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| vom Smog verdreckte Fahredsattel |
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| Museum der Uni - war noch nie drin.. :D |
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| Kofuzius-Statue neben dem Sportplatz |
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| Sport- und Rennplatz mit unserer großen Sporthalle im Hintergrund |
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| wasserloser Teich |
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| 慢 man - langsam |
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| einer der wenigen schönen Sonnenuntergänge schön eingefangen |
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| süßes Chinesenbaby |
Tag
203. Außerhalb Campus.
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| versmoggter Blick von der Brücke neben dem Campus aus |
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| unter einem Stromkasten |
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| super schöne Treppen - da will jeder hochlaufen |
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| altes Fahrradschloss |
 |
| unerklärbare Abdeckung für die gesunde Wiese |
 |
| noch eine Sekunde zuvor war die Ampel rot - ihr seht, keiner kümmert sich um Ampeln in Peking |
 |
| Schriftzug am Osttor der 中国人民大学 - Renmin University of China |
TAG 204 Dienstag
17.03.2015
Am
Dienstag habe ich mir eine Dokumentation angeguckt, von der ich schon
einigen erzählt habe. Der Name der Doku ist 穹顶之下
(Qiongding zhi xia),
der englische Name ist „Under The Dome“, also „Unter der
Kuppel“. Thema dieser Dokumentation ist Chinas unübersehbares
Smogproblem. Chai Jing 柴静,
die chinesische Reporterin, verbrachte viele Jahre damit, durch das
Land und auch nach L.A. und London zu reisen (beides Städte, die
einst unter schlimmer Luftverschmutzung litten und das Problem in den
Griff bekommen haben), sammelte Informationen und Daten, interviewte
Leute aus hohen Positionen und trug letzten Endes alles in einem 1
Std. 45 Min. langen Vortrag vor. Sie fängt mit einer persönlichen
Geschichte an, die sie auf das Thema gebracht hat. Dann folgen ein
paar wirklich sehr eindrucksvolle Videos und Bilder darüber, wie
heftig das Smmogproblem ist und verdeutlichen dessen Wichtigkeit.
Später erklärt sie, wie sich Chinas Smog zusammensetzt und von wem
er verursacht wird. Dann berichtet sie über Vorgehenseweisen aus
L.A. und London und zeigt den Chinesen, dass es sehr wohl machbar
ist, das Problem in den Griff zu bekommen. Die Dokumentation ist
(leider) auf Chinesisch, ABER sie hat englische Untertitel. Und auch
wenn ich Chinesisch verstehen und Englisch fließend lesen kann,
dauerte es mich dennoch 2 – 3 Stunden, die gesamte Doku zu
verstehen, denn sie spricht leider so schnell, dass man zwischendurch
anhalten und die Sätze lesen sollte. Ich habe davon schon mal auf FB
gesprochen und einigen Familienmitgliedern davon berichtet. Wer
interessiert daran ist, mehr über das Luftproblem hier zu erfahren
und wessen Englisch gut genug ist, das Geschriebene zu verstehen, dem
würde ich wirklich empfehlen, sich das mal anzusehen. Dauert
vielleicht ein paar Stunden, ist aber wirklich sehr informativ und
auch sehr anschaulich. Besonders die ersten 20 Minuten zeigen mit
Bildern und interviewten Personen sehr deutlich, wie schlimm die
Situation hier in China wirklich ist. Meine Empfehlung!
Hier der Youtube-Link zur ganzen Doku mit englischem Untertitel.
PS:
In China wird sehr viel sehr stark zensiert, so wie zum Beispiel
alles, was sich gegen China, die kommunistische Partei, Mao Zedong
毛泽东
usw. richtet.
Deswegen war es anfangs auch sehr überraschend, dass die KPCh
(Kommunistische Partei Chinas) die Veröffentlichung der Doku nicht
nur biligte, sonder Chai Jing für ihre Arbeit auch noch lobte.
Überraschend, wenn man bedenkt, wie kritisch ihre Doku doch ist. Und
noch viel überraschender, weil diese Doku von einer Chinesin gemacht
wurde. Meistens kommen chinakritische Filme, Bücher usw. von
Ausländern, also Nicht-Chinesen und wenn doch mal Kritik von einem
Bürger des eigenen Landes kommt, wird das unter den traditionell
denkenden Chinesen meistens sehr sehr negativ angesehen. Vonwegen dem
eigenen Land den Rücken zukehren usw. Chinas Politik verbreitet
Patriotismus und innige Liebe zum eigenen Land fast genauso schlimm
wie Amerika und deshalb zog Chai Jings „Under the Dome“ noch viel
mehr Aufmerksamkeit auf sich.
DOCH,
nach einer Woche stellte die Partei fest, dass bereits mehr als 3
Millionen Chinesen das Video gesehen haben und anfingen ihre Stimmen
zu erheben. Nach 7 Tagen wurde die Dokumentation aus dem gesamten
chinesischen Internet verbannt und das Ansehen, Kopieren oder
Verbreiten der Doku war gesetzlich verboten worden. Dank meines
deutschen VPNs und Youtube konnte ich es dennoch ansehen, doch den
Chinesen bleibt das verboten. Verrückt, oder?
TAG 205 Donnerstag
19.03.2015
Die
Uni wird wieder schlimmer. Anfangs war ich noch recht optimistisch.
Die Sprech-, Hörverstehen- und Grammatikkurse wirkten anfangs ganz
nett. Das Hörverstehen ist auch immer noch ziemlich cool, denn die
Lehrerin ist sehr offen und (im Gegenteil zu vielen Chinesen
mittleren Alters) sehr sozial. Sie kann offen Kritik ausüben, hat
auch mal negative Meinung zu etwas und – noch besser – denkt ganz
individuell. So ist sie auch Vegetarierin, zwingt ihre Kinder nicht
dazu, 1000 Dinge gleichzeitig zu lernen und findet den Leistungsdruck
in China zu überbewertet. Wirklich abwechslungsreich, mal von einer
erwachsenen Chinesin unterrichtet zu werden, bei der man nicht das
Gefühl hat, man sei im Kopf weiter als sie. Das ist leider des
öfteren der Fall. Im Sprechkurs fingen wir nun den 3. Text an,
dessen Inhalt FREUDE war. FREUDE, was soll das? Meine
Klassenkameraden in China reden in ihren Kursen über Abtreibungen,
Politik Chinas, Rassismus und Geschichte. Und was haben wir? „Freude
kann anstecken“, „die schönsten Erlebnisse in meinem Leben“,
„Wissenswertes über Nudeln“. Ich scherze nicht, das 3. war
wirklich ein Thema bei uns. Ich fühle mich so dermaßen unterfordert
und hab manchmal das Gefühl, nur von Idioten unterrichtet zu werden.
Und ich bin im 2.-höchsten der 10 Sprachkurse... Chinesische Bildung
ist wirklich nicht zu vergleichen mit „unserer“. Manchmal gehen
die Texte auch, aber besonders fördernd oder informativ sind sie
nie. Wir haben uns dann auch mal beschwert, als dann der 6. Text über
Freude kam, als wir dann zum 8. Mal über Reisen oder Essen in
unseren Heimatländern reden sollten, als wir die 100. Geschichte
über endlose Liebe hören mussten.
In
unserem Schreibkurs müssen wir öfters Aufsätze als Hausaufgabe
schreiben (ist ja in Ordnung). Dieses Semester schreiben wir die
Aufsätze im Unterricht, während die Lehrerin der ach so berühmten
„Marken-Uni“ (so wird meine Uni in China genannt, weil sie so
toll ist – keine Ahnung, der das denkt) vor uns sitzt und mit ihrem
Handy spielt und mit Freunden chattet. Im Lesekurs behandeln wir
Texte, die viel zu schwer sind und die Lehrerin beantwortet einfach
alle Fragen im Buch selbst, ohne auf den Text einzugehen und dann
fangen wir einen neuen Text an. Wo soll ich bitte da was lernen? Wo
soll ich mein Wissen erlangen/erweitern, wenn die Lehrer und die
Bücher allesamt absolute Reinfälle sind?
Ich
halt es nicht mehr aus..
TAG 206 Freitag
20.03.2015 bis TAG
209 Montag 23.03.2015
Am
Freitag war Stefan mal wieder in Peking. Dieses Mal in Begleitung
seiner Freundin Jule, die ihn momentan in China besuchen war. Sie
reisten ein bisschen durch Taiwan und waren nun auf dem Festland ein
unterwegs. Wir ergriffen die Chance und gingen dann abends mit den
beiden in Sanlitun 三里屯
(mit Wudaoklou 五道口
das größte Party- und Ausländerviertel Pekings) in
einer Bar was trinken. Wir quatschten wieder viel über unsere Leben
hier in China und darüber, was wir bis dahin alles Neues erlebt und
erfahren hatten. Nach 2 Long Island Iceteas und viel Gelächter
machten wir uns gegen halb 1 auf den Weg nach Hause und das hieß:
Taxi finden. Und das ist der Grund, warum ich eigentlich nicht gern
weggehe in Peking. Wenn man das tut, tut man es am Wochenende und
abends. Und in Sanlitun oder Wudaokou. Und genau das ist die Zeit, wo
sich wohl jeder Taxifahrer in Peking denk: fickt euch alle, ich nehm
euch nicht mit. Sie nehmen Ausländer generell weniger mit, aber am
Wochenende und in den Vierteln besonders ungern, denn meist sind die
Ausländer um die Zeit besoffen und benehmen sich asozial, deshalb
kann man immer so ne gute Stunden warten und den Taxen erfolglos
hinterherlaufen, was auch genau das ist, was wir letzten Endes taten.
Nach ca. 40 Minuten hielt endlich jemand an und es ging nach Hause.
Am
Sonntag hatten wir uns dann nochmal mit den beiden getroffen und
waren dann in Wudaokou in einem vegetarischen Restaurant Mittagessen.
Danach haben wir uns verabschiedet, Jule flog wieder nach Deutschland
zurück und Stefan nahm den Zuf zurück nach Jinan 济南.
Am
Samstag waren Philipp und ich Vormittag bei Marina zum israelischen
Frühstück eingeladen. Leider entfiel mir der genaue Name, aber es
gab frischen Salat, Schwarzbrot mit Streichkäse (!!!) und eine Art
Tomatenauflauf mit Eiern. Schwer zu beschreiben, war aber unheimlich
gut und umso besser war es, weil es mal wieder was westliches war.
Nachdem ich also sozusagen mein Katerfrühstück hatte, chillten wir
die kommenden 4 Stunden bei Marina auf dem Sofa, tranken ein bisschen
Tee/Kaffee und quatschten ganz entspannt. Ein schöner Samstag!
 |
| unscharf aber repräsentativ: Philipp, Marina, Chiara und ich beim vegetarisch-israelischen Frühstück |
Am
Montag bin ich umgezogen. Seit Beginn des neues Semesters wohnte ein
Schwarzer im Zimmer neben mir und der war so richtgi scheiße. Jeden
Abend laute, basslastige Mukke, jeden 2. Abend Besuch von gefühl 5
Asiatinnen und den ganzen Tag über Tür Knallen und Musik laufen
lassen. Und meistens war die Musik, genauso wie der Besuch, bis in
die Nacht um 2 da. Das hatte zur Folge, dass ich ständig total
angepisst in meinem Zimmer saß und gegen die Wand hämmerte.
Außerdem schließ ich seit Wochen nur noch bei Philipp und wenn ich
mal versuchte, bei mir zu schlafen, endete es damit, dass ich nachts
halb 1 völlig fertig zu Philipp ging. Ich hab mich auch schon
mehrfach beschwert, sowohl persönlich, als auch mit Zetteln, an die
Wand Klopfen, durch die Wand schreien und unten beim Personal, aber
dieser blöde Sack hat sich um nichts gekümmert. Also ging ich an
dem Montag rüber ins ISO und suchte die Person auf, die für die
Wohnungsverteilung der Studenten verantwortlich ist und nach 3
erklärenden Sätzen wurde mir ein neues Zimmer zugeteilt. 10. Stock,
genau wie Philipp. Das Stockwerk, in dem normalerweise nur die
Masterstudenten leben und ein Doppelzimmer für sich alleine
bekommen. PER. FEKT.
Ich
ging nach der Uni heim, packte all meinen angesammelten Krempel
zusammen und dann schafften Philipp und ich alles zusammen von der 11
in die 10. Nach nicht einmal 4 Stunden war der gesamte Umzug fertig.
Zusammenpacken, alte und neue Wohnung putzen, auspacken und
einräumen. Das war fix!
 |
| all mein angesammelter Kram auf einem Haufen |
 |
| und hier das leere Zimmer - mach's gut und schön war's! |
 |
| neues Zimmer - logischerweise kaum anders. nur Seitenverkehrt. und mit nur noch einem Bett :( |
 |
| als ich den Schrank wegschob, damit das Bett gegenüber von der Klimaanlage stehen kann, entdeckte ich, dass der ehem. Student, der in dem Zimmer gewohnt hat, die Wand ein bisschen zum Beschriften missbraucht hat. ich finds geil und hab auch schon bisschen was dazugeschrieben. :D |
TAG 210 Dienstag
24.03.2015
Am
Dienstag hatte der kleine Phillibilli seinen 23. Geburtstag. Im
Unterricht gab es schon von Xiaobin spendierte Küchlein aus dem
Supermarkt neben an und zum Mittagessen kauften wir uns mal ganz
dekadent im Importsupermarkt gegenüber vom Campus echtes Schwarzbrot
(kürzlich, aber leider viel zu spät entdeckt), Butter, Käse und
saure Gurken. Das. War. So. Toll.
 |
| knuspriges Vollkornschwarzbrot!! saure Gurken!! ECHTER Käse!! |
Gegen
halb 4 habe ich mich dann mit Ke verabredet, der guten chinesischen
Freundin von Philipp und dann machten wir uns mit dem Bus auf, um
Philipp einen Kuchen zu machen. Ke erzählte mir von einem Laden in
der Nähe, wo man mit Hilfe und Anleitung von Angestellten seinen
Kuchen selbst machen und gestalten kann. Das klang so toll und so
individuell, dass Ke und ich uns dazu entschlossen, das zu tun und
Philipp damit zu überraschen. Er wünschte sich nichts wirklich von
mir, deutete aber öfters halb-scherzend an, dass er gerne einen
Kuchen hätte. Ich machte gleich deutlich, dass ich null backen kann
und hier im Wohnheim ohne Utensil war das auch gar nicht möglich.
Ich dachte, der Ort war eine Art Laden, allerdings war es (wie es in
China öfters mal der Fall ist) so, dass es so ist, wie man es nie
erwartet hätte. Der „Laden“ war eine Wohnung in einem von
unzähligen Blockwohnhäusern, welche die Angestellten mieteten und
zu ihrem Laden umgestalteten. Aus Platzgründen wird das wohl öfters
mal gemacht in China, so sagte mir Ke.
 |
| geradeaus und dann rechts. dort war der "Tortenmachladen" :D |
Die
kommenden 2 ½ Stunden verbrachten Ke und ich dann damit, den Kuchen
erst mit Schlagsahne zu bekleiden und dann ausführlichst zu
verzieren. Wir überlegten was wir machen könnten und ich hatte eine
klasse Idee: eine MIFFY-TORTE. Das kleine Plüschhäschen, besonders
bekannt in Asien hatte es Philipp und mir total angetan und auch wenn
es ein bisschen krank ist, lieben wir Miffy. Wir machten also eine
Miffytorte. Seht euch unser Werk
an:
 |
| der Anfang |
 |
| hier unsere Vorzeichnung: zuckersüße Miffy mit süßen Herzchen. schwul :D |
 |
| HAAAAAAAAAAAAAAALLLLLLLLLLLLLOOOOOOOO!!! |
 |
| soooooo viiiiiiel Zuckerguss! |
 |
Ke angelte sich MEINE "Thomas &
seine Freunde" Schürze!! |
 |
| hier das Endprodukt - wunderschön! |
Nach
Vollendigung des Kuchens machten wir uns wieder auf den Weg zurück
zum Campus. Da Ke an dem Tag von früh bis abends Uni hatte und für
das Kuchenmachen 2 Stunden geschwänzt hatte, musste sie gleich nach
Ankunft am Campus wieder los und ich übergab den Kuchen alleine.
Philipp war unheimlich glücklich darüber und freute sich sehr über
den individuellen Geburtstagskuchen! :)
 |
| Miffy war ganz hin und weg von der Miffytorte... |
 |
| und Philipp natzürlich auch :) |
 |
| hier beim Essen :) |
Leider
sah der Kuchen 10.000 mal besser aus als er schmeckte. Da der Kuchen
zu 99 % aus Schlagsahne, Zuckerguss, Glasur, Teig und noch mehr
Zucker bestand und mir komischerweise nur ca. 10 Ananasstücken
dazumischten, war der Kuchen so abartig süß, dass man gerade mal so
1 Stück essen konnte, bis man wieder einen Tag warten wollte. Nach
circa 3 Tage n war der süße Zuckerkuchen dann weg. Dennoch
bereitete er uns sehr viel Freude!
Und ich machte Philipp noch ein
weiteres Geschenk: er steuerte ja einen Teil des Preises zu meiner
Spiegelreflexkamera dazu, eben als nachträgliches
Geburtstagsgeschenk, und weil ich die Idee gut fand, beschloss ich,
dass ich mit Philipp demnächst für ein Wochenende nach Tianjin 天津
(mit Peking, Shanghai und Chongqing die 4. von 4
autonomen Provinzstädten Chinas; Tianjin liegt süd-östlich und
sehr nahe an Peking) fahren würde und ich beschloss demzufolge,
Zugtickets und das Hotel für ihr mitzubezahlen.
Okay,
So weit klappt das mit den schnellen Schritten ganz gut. An manchen
Tagen war auch einfach nicht viel los, bis auf eine Sache und da ich
eigentlich finde, dass da ein paar Bilder mit beschreibenden
Bildunterschriften auch ausreichen, würde ich das auch mal ab und zu
mit machen. So wie jetzt. :)
 |
| erinnert ihr euch noch an Jindi 金迪? nachdem sie Peking Ende letzten Jahres verlassen hat, um in Berlin Deutsch weiterzulernen, verlor ich meine engste chinesische Freundin in China. wir hielten manchmal noch Kontakt und rafften uns wie hier zu sehen an einem Abend mal dazu auf, auf deutsch-chinesich zu skypen. Philipp war, wie ihr sehen könnt, auch mit dabei. war wirklich sehr schön! :) |
TAG
213 Freitag 27.03.2015
Am Freitag, den 27.03. hatte Xiaobin, unsere koreanische
Klassenkameradin, Geburtstag und wir beschlossen, an dem Abend nach
Wudaokou was Trinken zu gehen. Xiaobin lud noch ein paar koreanische
Freundinnen ein und die Mädchen, Philipp und ich gingen dann in ein
typisch koreaniscjhes Restaurant, hatten dort typisch koreanisches
Essen, typisch koreanischen Alkohol und feierten ein bisschen
Philipps und Xiaobins Geburtstag. Wir ließen uns von Soo-Jin,
Gee-one (die Namen der beiden Koreanierinnen) und Xiaobin ein paar
klassische Trinkbräuche und -spiele erklären und unterhielten uns
sehr viel über koreanische und deutsche Bräuche und Unterschiede.
Wie das unterschiedliche Verhalten zwischen Freunden, oder dass es
eigentlich keine Freundschaften zwischen Junge und Mädchen gibt in
Korea. Oder, dass man sich nicht umarmt, aber das ist genauso in
China. Später spielten wir nmoch ein paar wirklich unterhaltsdame
Trinkspiele und auch ein paar bei denen man sein chinesisches
Vokabular testen musste. Super cooler Abend!
 |
| wir Idioten beschlossen, Freitag Abend um Punkt 18 Uhr mit der Pekinger U-Bahn zum überlaufensten Punkt Pekings zu fahren - Wodaokou. das war definitiv eines der schlimmsten Male.... |
 |
| hier die Schlange allein zu einem der Eingänge zur Wudaokou-Station - einfach nur unglaublich |
 |
| und hier Xiaobins und Philipps Geburtstagsküchlein |
 |
| hier das leckere Essen beim Koreaner :) |
 |
| Xiaobin ist eine abolute Klischeeasiatin: hier zu sehen, wie sie ihr im Selfiestick steckendes Handy benutzt um sich für das kommende Foto zu schminken. :D:D |
 |
| hier beim Kerzenausblasen :P |
 |
hier mal wieder ein eingeschobenes Bild:
ich habe mir ja Anfang des Chinajahres einen Luftreiniger gekauft, der aus einem Ventilator besteht, vor den man einen Schadstofffilter angebracht hat. links zu sehen ist der Filter, den ich seit Oktober benutzt habe. rechts der Neue, den ich an dem Tag angebracht habe. das Dunkle sind, wie ihr euch sicher denken könnt, die Smog- und Schmutzpartikel, die in meinem Zimmer herumschwirren. heftig, oder? |
TAG 215 Sonntag
29.03.2015
Sonntag
war ich abends mit Philipp und Ke essen. Meinen Uni (und nur meine
Uni) würde aus mir nicht ganz klaren Gründen Amfang Mai eine ganze
Woche Ferien haben, sodass Philipp und ich uns überlegten, mit Ke
zusammen wegzufahren. Ke hatte noch eine Zimmergenossin namens Rouzhi
(Rose ist ihr englischer Name), die mitkommen wöllte. Doch als wir
uns so unterhielten, stellte sich heraus, dass es nicht leicht werden
würde, sich zu einigen. Rose würde lieber in den Osten fahren, also
an der Ostküste bleiben, Ke würde gerne nach Zentralchina und
Philipp und ich hatten eigentlich über so etwas wie Tibet oder
Urumqi (Wulumuqi 乌鲁木齐)
nachgedacht. Urumqi liegt in der größten Provinz Chinas (Xinjiang
新疆)
ganz im Nordwesten und ist hauptsächlich bekannt durch die riesigen
Unterschiede, die es zum Rest Chinas aufweist und durch politische
Spannungen. Auch Attentate gab es dort schon öfter und für
Festlandchinesen sind Orte wie Tibet oder Xinjiang einfach zu
gefährlich. Wir überlegten weiter, kamen aber noch zu keinem
Entschluss.
Ansonsten
besuchten Philipp und ich abends nochmal Marina daheim und wir
quatschten einen Abend lang ganz entspannt über dies und das.
TAG 217 Dienstag
31.03.2015
Am
Diestag war das Wetter mal wieder richtig scheiße. Smog, Wolken,
Nebel und kein einziger Sonnenstrahl berürte den Boden Pekings. Man
sah aus dem Fenster und dachte es sei 4 Uhr morgens, eine Stunde vor
Sonnenaufgang, obwohl es schon um 10 Uhr vormittags war.
 |
| Kackhimmel... |
Außerdem bekam ich an dem Tag eine E-Mail wegen meiner HSK Prüfung.
Mitte Mai würde ein Prüfungstermin sein und den Hanban-Stipendiaten
würde eine Prüfung bezahlt werden. Für mein Studium in Leipzig
würde ich die HSK 4 benötigen (Wortschatz 1200 Wörter, die 3.
höchste Stufe und „vergleichbar“ mit B2 in europäischen
Sprachniveaus). Die hätte ich dann im Mai machen wollen. Hanban
setzt als Bedingung für das Stipendium voraus, dass man aber HSK 5
(Wortschatz 2500 Wörter, 2. höchste Stufe (HSK 6 ist die schwerste)
und B1 Niveau) und HSKK Mittelstufe (mdl. Prüfung, auf HSK 4 Niveau)
absolvieren soll, setzt aber nicht voraus, dass man das in China tun
soll, also wollte ich im Mai HSK 4 und dann zurück in Deutschland
HSK 5 machen. Die Mail sagt knallhart, dass sie meine Anfrage für
die HSK 4 ablehnt, weil ich hier jetzt 1 Jahr in China war/bin und
die 4 zu leicht für so jemanden sei. Ich würde Mitte Mai HSK 5 und
HSKK Mittelstufe machen müssen. Nett, dass eine Person, die noch
kein einziges Wort Chiensisch von mir gehört hat, entscheidet, was
zu leicht und zu schwer für mich sei. Nun ja, ab dem Tag hatte ich
dann ziemlichen Druck, denn ich hatte in den vergangenen Tagen gerade
mal so den HSK 4 Wortschatz zu Ende gelernt und für den HSK 5
Wortschatz fehlten mir noch so knapp 1300 Wörter und die Lese- und
Hörverstehenübung. In den kommenden Tagen kaufte ich mir 1 Buch
über den gesamten HSK 5 Wortschatz und fing an, alles systematisch
durchzuarbeiten, zu übersetzen, schreiben zu lernen, blablabla.
Weiterhin kaufte ich mir 2 Bücher voller Simulationstests, die
genauso aufgebaut sein würden, wie die echte HSK 5 Prüfung. Nachdem
ich den Wortschatz vollkommen gelernt haben würde, würde ich dann
diese Tests machen.
 |
| Simulationstestbuch |
 |
hier mein neuer bester Freund für die kommenden 7 Wochen:
das HSK 5 Wortschatz Buch |
Abends war ich dann mit Philipp, Marina und Chiara, der italiensichen
Freundin von Marina (sehr nettes Mädel!!) in einem vegetarischen
Reestaurant, in dem ich schon einige Male war. Das war auch ganz
schön. :)
 |
ein weiteres Gruppenbild beim Essen von Philipp, Marina, Chiara und mir :P
hier in einem superguten vegetarischen Restaurants der Stadt :) |
 |
| heutige Besonderheiten: veget. Popcorn Chicken, schwarze Jiaozi und andere Köstlichkeiten |
 |
| beim Kauf der HSK Bücher an dem Tag passierten Philipp und ich den Tiananmen-Platz und waren begeistert von dem schönen Himmel über Peking. auch wenn es öfters mal keinen Smog gibt, Wolken sind eine echte Seltenheit. |
TAG
220 Freitag 03.04.2015
Am
Freitag traten wir dann unseren kleinen Wochenendetrip in das
nahegelegene Tianjin 天津
an. Wir schwänzten die letzte Stunde am Freitag
(Schwänzen kommt irgendwie bei mir dieses Semester bedeutend
häufiger vor als letztes :D), packten dafür unsere Sachen zu Ende,
machten uns fertig und nachdem wir noch ein bisschen Fresskram
eingekauft hatten, ging es los!
 |
| mit Gepäck im Fahrstuhl vor der Abreise :) |
Wir
planten genug Zeit ein, verschätzten uns aber in der Dauer der
Umsteigezeit bei den U-Bahn-Stationen und so erreichten wir unseren
Zug 3 Minuten vor Abfahrt, nachdem wir den gigantischen Bahnhof
Pekings durchrannten. Tianjin liegt so nahe an Peking, dass man mit
dem Schnellzug nur 30 Minuten braucht, da das aber 50 Yuan kostete
und der etwas langsamere Zug nur eine Stunde länger bräuchte und 20
Yuan kostete, nahmen wir geldsparend den Zug. Das bereuten wir sehr
schnell, denn als wir total durchgeschwitzt im Zug ankamen, sahen uns
erst mal 200 Chinesen blöd an, denn natürlich waren wir die
einzigen Ausländer. Außerdem waren in dem Lahmzug keine
Klimaanlagen angebracht und 200 schwitzende Chinesen, 2 schwitzende
Ausländer und 0 Klimaanlagen ergeben eine sehr unangenehme Luft ind
em kleinen Wagon. Göücklicherweise dauerte die Fart nicht so lange
an und nach knapp 90 Minuten erreichten wir Tianjin. Das Wetter war
sehr gut, warm, 20 Grad und kein Smog. Wir verließen den Bahnhof und
suchten erstmal das Hotel auf, das ich bezahlt hatte. Es stellte sich
lustigerweise heraus, dass das Hotel zu derselben globalen Kette
gehörte als das Hotel, in dem Philipp und ich unsere Nacht in
Frankfurt verbrachten. Die letzte Nacht in Deutschland, bevor wir
nach Peking geflogen sind. Witzig.
 |
| mal wieder ein Hotelzimmerbild |
 |
| Ausblik vom Fenster |
Da
es mittlerweile halb 5 geworden war, machten wir uns nach dem
Check-In gleich wieder auf den Weg und liefen einfach Richtugn
Zentrum. Endlich konnte ich meine Kamera mal richtig benutzen und
auch Neues und Spezielles einfangen und ausprobieren. Um es kurz zu
fassen, wir passierten ein paar euopäische Gassen (Tianjin war lange
Zeit europäische Kolonie und ist sehr von Frankreich, Italien,
Deutschland und Spanien beeinflusst wurden), bemerkten sofort, dass
Tianjin voller Hochhäuser ist und fühlten uns, auch wenn Tianjin
viel weniger Einwohner als Peking hat (Tianjin 8 Mio., Peking 24
Mio.) viel mehr in einer Großstadt als in Peking. Überall wurden
riesige Gebäude schnellstmöglich in die Höhe gebaut, man sah
überall Krähne und Baustellen. In Tianjin ging es schnell voran.
Wir bemerkten außerdem, dass es in Tianjin absolut keine Ausländer
zu geben scheint, denn einerseits sah man nie welche, andererseits
sahen uns sehr viele Chinesen sehr penetrant an, zeigten, machten
wieder mal unhöflicherweise Bilder ohne zu fragen, sprachen
unergründeterwerise 3 Worte Englisch, nur um auszuflippen, wenn sich
der Ausländer verwundert umdreht (ist ja logisch, man hört nie
Englisch und dann will man wissen, wo es herkommt). Ziemlich unschön
fand ich das, aber das konnte man ausblenden.
Wir
erreichten das Zentrum, liefen eine gigantische und endlos lang
wirkenden Straße entlang, die links und rechts von
aneinandergereihten Kaufhäsern, Cafés, Restaurants und Läden
umzingelt war. Am Ende der Straße fanden wir überraschenderweise
eine wunderschöne gothische Kirche, die höchstwahrscheinlich
deutsch war. Noch überraschender war, dass es im Inneren der Kirche
tatsächlich gesittet und vorallem total still zuging. Chinesen sind
immer laut und achten solche Dinge meistens nicht. So ist zum
Beispiel das Handy von Chinesen nie auf lautlos gestellt, egal ob
Vortragm Hochzeit, Unterricht, Kino, Theater, … Doch da war es sehr
ruhig und umso friedlicher.
Wir
blieben dort eine Weile und nahcdem es kalt wurde und wir Hunger
hatten, suchten wir ein muslimisches Restaurant auf, so wir uns
köstliche Nudeln gönnten. Danach ging es heim.
So,
das war der Tagesablauf in gekürzter Form. Ich denke, dass auch das
genügt und finde es klüger, den Tag kürzer u beschreiben und euch
dafür dann mehr Bilder zum Gucken zu geben. Besopnders jetzt, wo ich
meine neuen Kamerabilder zeigen will. :P
Also, hier die Bilder des
Tages.
 |
| gute Luft und hohe Häuser |
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| typischer Anblick in Tianjin: viele Hochhäuser und viele Kräne/Baustellen |
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und hier ein typisches Chinesenpaar: er trägt ihre hässliche Tasche/ihren hässlichen Rucksack,
sie trägt einen kleinen Hund der gerne selber laufen will, aber nicht darf. |
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| schön eingefangener Moment :) |
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| geile Seltenheit - ein Skateboarder. gibt es in China eigentlich absolut gar nicht. |
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| Zentrum Tianjins mit wundervoller Kirche im Hintergrund |
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| eines meiner Lieblingsbilder :) |
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| Zentrum am Abend |
TAG 221 Samstag
04.04.2015
Am
Samstag schliefen wir schön aus und machten dann ohne Frühstück
los. Im Hotel gab es zwar „internationales Frühstück“, aber
dafür war es schon zu spät. In Tianjin gibt es die sog. „5 Großen
Straßen“ (Wudadao 五大道),
was hauptsächlich eine Art Stadtviertel ist, das aus 5 Regionen
besteht, in denen sich jeweils (Wohn-)Häuser spanischen, deutschen,
italiensichen, … Ursprungs befinden. Wir ließen uns mit dem Taxi
hinfahren, mussten traurigerweise feststellen, dass das Café dort
noch nicht aufhatte und so mussten wir auch ohne Kaffee/Tee los. Wir
sahen uns dort ausgiebigst um, fanden die Architektur ganz schön,
waren aber nicht davon überzeugt. Alles wirkte irgendwie unecht. Der
Rasen zum Beispiel war nur künstliche Matte, die Häuser waren zu
perfekt restauriert wurden, die Straßen waren zu sauber. War schon
schön anzusehen, aber der authentische Flair kam nicht so recht auf.
Nachdem wir uns dort ein wenig umgesehen hatten, überkamen uns
Hunger und Müdigkeit und nachdem wir ein kleines schäbiges
Restaurant zum Mittagessen fanden, machten wir uns auf den Rückweg
zu dem Café und ließen uns dort ein Stündchen nieder, tranken
Kaffee und Tee, schwatzten über unsere bisherigen Eindrücke,
redeten ein bisschen über Kameras und unsere Bilder und genossen die
Ruhe in dem Café. Öffentliche Ort in Peking sind nie still, egal
wann, egal wo, egal wie viele Leute da sind.
Der
nächste Punkt war das „Italian Quarter“, was wohl eine der
größten Touristenattraktionen Tianjins sein soll. Ein kleines
Viertel voll mit italiensichen Bauten und Restaurants. Erst wollten
wir ein Taxi nehmen, da wir sonst aber so wenig gesehen hätten,
liefen wir einfach in die etwaige Richtung. Was sich als sehr gute
Entscheidung heraustellte. Wir liefen 2 – 3 Stunden nur herum,
passierten dabei das Zentrum wieder, entdeckten kleine Obststände,
sahen verschiedene Sachen und fanden sogar einen kleinen
Krimskramsmarkt, auf dem ich mir einen kleinen Ring kaufte, der aus
einem Drachen bestand. Bei genauerem Hinsehen fällt auf, dass der
Ring trotz kleiner Größe sehr detailreich ist. Und das für 20
Yuan! Auch so fanden sich dort viele kleine Souveniers, die ich
mitgenommen habe. Wir erreichten irgendwann das italienische Viertel,
machten davor aber nochmal Halt an dem Fluss, der durch Tainjin
fließt. Leider hab ich keine Ahnung, wie der heißt, aber egal.. :D
Wir rasteten dort kurz und genossen die schöne Aussicht. Keine
besonders weite, klar, aber die Sicht auf den kleinen Fluss, auf dem
die Passagierboote fahren und im Hintergrund all die Hochhäuser und
Baustellen, wo bald noch mehr neue Hochhäuser entstehen würden war
schon sehr schön.
Wir
erreichten das Viertel. Alles gelogen. Die Gebäude wirkten noch
unechter als schon bei Wudadao und italiensiche/europäische
Atmosphäre gab es dort auch keine. Nur massenhaft chinesiche
Touristen, die wie immer die unmöglichsten Bildert schossen, viel
laute, SEHR LAUTE, chinesische Schnulzmukke, noch viel mehr Gedrängel
und viele viele Finger, die auf uns zeigten. Das reichte uns mehr als
aus. Nach ganzen 5 Minuten verließen wir das kleine Viertel und
zogen schnurstracks weiter.
Der
nächste Programmpunkt auf unserer ungeplanten Kurzreise war die
„Jahrhundert-Uhr“ (century clock oder 世纪种
(shiji zhong)). Eine riesige Uhr, die seit dem
01.01.2000 ununterbrochen läuft und Jahr, aktuelles Tierkreiszeichen
und Tag oder Nacht anzeigt. Ein ziemlich imposantes Teil war das –
fast 25 Meter hoch wenn ich mich nicht irre. Wir holten uns in der
Nähe ein bisschen Fresskram und ließen uns am Fuß der Uhr wieder
ein bisschen nieder.
Danach
ging es zum Tianjin-Tower. Das war glaub ich das „World Trade
Center Tianjin“. Der Tower ist das höchste Gebäude Tianjins und
glaub ich 200 Meter hoch oder so. da der Turm sehr nahe an der
Century Clock war, entschieden wir uns, hinzugehen und nachzugucken,
ob man da hoch kann. Auf dem Weg dahin liefen wir wieder an dem Fluss
entlang und ich schoss einige schöne Bilder von den interessanten
Skulpturen, die sich periodisch am Ufer fanden. Als wir den Turm
erreichten, wurde uns gesagt, dass man leider nicht nach oben kann.
Der Turm sei ein reines Finanzgebäude. Schaaaaade.
Wir
gingen dann wieder ins Zentrum (der Turm befand sich direkt am Rande
davon) und schlenderten dort noch ein wenig herum. Es war
mittlerweile gegen 5 Uhr Spätnachmittag und so beschlossen wir, uns
ein Taxi zu nehmen und zum letzten Punkt des Tages überzugehen.
Dem
Tianjin Eye, welchen nach dem London Eye benannt wurde. Beide
Riesenräder sind genau 120 Meter hoch und obwohl das London Eye das
2. höchste Riesenrad Europas ist, ist das Tianjin Eye glaub ich nur
das 6. höchste Chinas oder Asiens. Das höchste war (erinnere mich
nicht genau) üer 200 Meter hoch. Wer auch immer sowas benutzen
will... Also, wir fuhren dort hin, nicht, um es zu fahren, sondern
einfach, um schöne Bilder zu machen. Philipp nutzte sein Stativ,
während ich mangels Stativ versuchen musste, ohne auszukommen. Wir
wechselten ein paar mal die Position, gingen näher ran oder weiter
weg und ich versuchte mich einfach ein bisschen mit dem Bildermachen
bei Dunkelheit aus. Nachdem wir dort noch gute 2 Stunden verbrachten,
überkam uns wieder der Hunger und wir machten uns allmählig auf den
Heimweg und suchten ein Restaurant. Gegen 10 Uhr abends waren wir
dann erschöpft nach einem langen Tag daheim und schliefen fix ein.
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| Wudadao |
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| hier der Beweis: Fakerasen! |
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| ich musste es einfach fotographieren: ein typischen Chinesenbild. die kleine Trulla rechts stellt sich inmitten einer touristischen Attraktion unter einen dichten Busch, hält ausdruckslos ein Blatt davon fest und lässt sich von 1 m Entfernung aus fotographieren. und das mit so einer hochwertigem Kamera. was für eine Verschwendung. |
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| oft in Tianjin gesehen: ältere Frauen mit einem netzartigen Tuch um das ganze Gesicht gewickelt. keine Ahnung wieso. |
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| chinesische Mainstream-Mode at it's best |
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| die schöne kleine Martkstraße |
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| und hier der kleine Ring den ich mir gekauft habe :) |
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| die Century Clock - wahnsinnig cool! |
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| besagter Blick mit Fluss, Hochhäusern und Baustellen (im Hintergrund versteckt) |
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| Kirchturm des Italian Quarters |
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| vergoldete Brücke zum Italien Quarter |
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| hier eine der schönen Skulpturen am Flussufer entlang |
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| Tianjin World Trade Center |
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| Tianjin Eye |
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| abends war die Luft dann dennoch relativ schlecht |
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| das Auge in voller Pracht |
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| coole Spiegelung! |
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| Blick auf die Umgebung von einer nahegelegenen Brücke - wirklich wahnsinnig schön |
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| cooles Boot |
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| -O- |
TAG 222 Sonntag
05.04.2015
Am
Sonntag fuhren wir, nachdem wir das grauenhafte Frühstück im Hotel
ausprobiert hatten, mit der U-Bahn zur Guwenhua Jie 古文化街,
was sowas wie Alte-Kultur-Straße heißt. Hinter dem Namen versteckt
sich eine Art Bummelstraße, auf der man, ähnlich wie auf dem
kleinen Markt gestern, Krimskrams kaufen und sich bisschen umsehen
kann. Ist schwer zu beschreiben. Wir kamen an, sahen uns um, kauften
ein paar schöne Sachen, da es aber so monströß überlaufen war
(Sonntag halt..), mussten wir wieder gehen. Gedrängel fand ich
anfangs in Peking mal noch ganz spannend, jetzt ertrag ich es aber
fast gar nicht mehr, mich durch massenhaft Menschen zu pressen und
von hunderten von Fremden angefasst zu werden. Da wir darauf also
gerne verzichteten, nahmen wir den schnellsten Weg da raus und
standen dann planlos da. Theoretisch haben wir an dem Tag davor alles
bekannte gesehen. Tianjin ist nicht sonderlich touristisch, deswegen
gibt es auch nicht wirklich viele Attraktionen, das war ja aber auch
nicht so schlimm. Wir liefen erstmal in der Gegend ein bisschen
herum, fanden dann ein großes Einkaufszentrum, wo wir uns dann
erstmal Kaffee holten und uns dann draußen auf irgendeine Treppe
setzten, das angenehme Wetter genossen und ein bisschen die
vorbeiziehenden Leute anzuguckten. Irgendwann fingen wir dann an über
Sachen wie das Vergehen der Zeit oder wie Hintergrundmusik die
jeweils zu sehenden Situationen oder Emotionen beeinflussen kann zu
philosophieren. Ich würde zum Beispiel gerne mal 5 exakt gleiche
Räume haben und in jeden Raum exakt dasselbe Bild aushängen und
jeweils eine Person in das Zimmer schicken. In jedem der 5 Räume
müsste dann unterschiedliche Musik laufen, also laut, leise,
traurig, schnell, instrumental usw. und dann müsste man die Leute
fragen, wie sie das Bild interpretieren würde oder was sie dabei
fühlten. Sehr interessanter Gedanke, wie ich finde. Aber das führt
jetzt zu weit. Also weiter. :P
Nachdem
wir genug rumgesessen hatten, zogen wir dann weiter. Wir nahmen uns
ein Taxi und fuhren zu einem weit außerhalb des Zentrums gelegenen
Park. Name leider auch nicht gemerkt. Jedenfalls war der Park
unheimlich schön. Es war sehr sehr still, sehr sauber, es gab
massenhaft Wiesen und Bäume und es sah bei weitem nicht so künstlich
aus wie die „Parks“ die ich aus Peking kenne. Die, wo man sich
nicht auf die Wiesen begeben darf, wo alles natürliche eingezäumt
ist, wo außer periodisch angepflanzten Bäumen und akkurat gemähter
Wiese ncihts ist. So wart dieser Park ganz und gar nicht, überall
Teiche und Bächer, viele verschiedene Baumarten, mehrere wirklich
wunderschöne Pagoden und viele kleine verwinkelte Wege. Wir blieben
bestimmt 3 Stunden dort, rasteten, schossen Bilder, taten gar nichts
außer rumsitzen und sahen den Kindern beim Spielen zu. Das war wie
ich finde der schönste Ort, an dem wir in Tianjin so waren.
Nachdem
wir den Park verließen, war es so gegen 15 Uhr. Wir suchten uns
wieder was zu Essen und fuhren dann mit dem Taxi erst mal wieder
heim. Wir hatten schon sehr viel gesehen und wollten uns ein bisschen
im Bett ausruhen. Nachdem wir das genügend getan hatten, machten wir
noch einmal raus. Tianjin hatte 2008 aufgrund der Nähe zu Peking und
wegen den olympischen Spielen ebenfalls eine olymp. Sportarena
aufgebaut und knallte noch dutzende westliche Restaurants und Läden
dazu. Wir dachten, dass wir uns das abends nohcmal anschauen könnten.
Außerdem wollte ich Philipp mal zum Essen einladen, als
nachträgliches Dankeschön, dass er mir kostenlos so viel wegen dem
Finden einer passenden Kamera geholfen hatte, mir sein altes Objektiv
geschenkt hatte und mir immer geholfen hat, als ich Probleme mit der
Kamera hatte. Wir nahmen uns wieder ein taxi, landeten aber in
ziemlichem Stau, denn gerade als wir zu der Arena fahren wollten,
fing bald ein Fußballspiel dort an und massenhaft Fans strömten mit
ihren Autos dahin. Irgendwann und irgendwo mitten auf der Straße im
tiefsten Chaos meinte der Fahrer, wir sollen einfach aussteigen,
sonst dauert es noch länger. Die Autos bewegten sich so langsam
vorwärts, dass man einfach durchlaufen konnte. Wir stiegen aus,
liefen ein bisschen durch die Gegend, entdeckten einen deutschen
Bäcker, wo wir uns nach euphorischem Wundern mit Leckereien
eindeckten und landeten dann bei einem Mexikaner, wo es dann Taccos
und allerlei anderes gab, was ich nicht schreiben kann.. :D
Wir
speisten sehr gut (und sehr teuer) und nachdem wir nochmal ein
bisschen durch die Straßen dort wandelten, fuhren wir wieder mit dem
Taxi heim. Glücklicherweise sind Taxen in China (außer eben in
Peking) extremst billig und ständig überall zu finden bzw. zu
ergattern (außer in Peking). Als wir dann wieder daheim waren,
probierten wir uns mit etwas ziemlich Collem aus. Das Hotelzimmer
konnte durch unsere sehr dicken Vorhänge absolut verdunkelt werden
und da fiel Philipp und mirt ein, dass man da ein bisschen mit der
Kamera spielen kann.
Das
lief folgendermaßen ab: Kamera auf das Stativ schrauben,
Langzeitbelichtung mit unbegrenzter Zeit einstellen (dh. es wird so
lange das Bild aufgenommen, bis man den Auslöser wieder drückt und
es aufhört) und dann mit einer Taschenlampe verrückte Sachen
machen. Das Bild würde die gesamten Bewegungen der Taschenlampe dann
also in einem Bild aufzeichnen. Wir probierten viel aus. Verrückte
Kringel, Schriftzeichen schreiben, Shillouetten nachzeichnen, uns
selbst beleuchten und dann bewegen. Alles mögliche. Sehr spaßig war
das und es kamen wirklich geile Bilder dabei heraus!
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| Guwenhua Jie 古文化街 |
 |
| so. das meine lieben Leser ist etwas ganz besonderes. das sind süße, unheimlich stinkende, aus dem ekelhaftesten Fleischmüll bestehende Würste. man riecht sie ungelogen 50 Meter gegen den Wind, sie stiunken bestialisch nach undefinierbarem Zeug und lösen wirklich Brechreiz in mir und vielen meiner Freunde aus. und das allerschlimmste: Chinesen lieben dieses grausame Teufelszeug. kleine Kinder, Studenten auf meinem Campus, Erwachsene in Anzügen essen sie überall und zu jeder Zeit. jedes Mal wenn ich es sehe würde ich am liebsten schreien und die Leute fragen, ob sie wissen, was sie für einen Abfall essen. pfui! |
 |
| endlich mal ein chinesisches Kirchblütenbaumbild!! |
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| die gtoße Pagode in dem ruhigen Park :) |
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| wir entdeckten sogar schöne Tiere. ganz kurz nur, dann waren sie verschwunden! |
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| der chinesische Traumpark |
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| lässige Laterne |
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| wundervolle Farben (farblich nicht bearbeitet!) |
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| Zufleug! |
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| lecker maxikanisch! |
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| ebenfalls ein bedeutendes Chinabild: Handyhüllen sind nicht wie in Europa einfach nur Hüllen, die das Handy schützen sollen. nein, hier in Asien sind Handyhüllen Gummispielzeuge, die meistens mehr als doppelt so groß wie das Handy sind. so sind es manchmal bspw. 30 cm große Bananen, Comicfiguren, Häschen mit 10 cm langen, abstehenden Öhren oder (wie hier zu sehen - ruhig genauer hingucken) fette Handspiegel. finde ich ziemlich behindert, aber andere Länder, ...... |
 |
| hier gut zu sehen: 中国 Zhongguo, Chinesisch für "China" |
 |
| Philipp stellte sich hin und ich fuchtelte mit der Taschenlampe hinter ihm rum. :P | | | |
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| wenn das keine Kunst ist ... ;) |
TAG 223 Montag
06.04.2015
Den
Montag haben wir, damit wir nicht schon am Sonntag zurück müssen,
logischerweise geschwänzt. Da haben wir eh immer nur eine Stunde und
die Lehrer sagen eigentlich gar nichts. Unser Zug zurück nach Peking
würde so gegen um 1 gehen und da wir in der Zeit davor nicht wussen,
wo wir noch hätten hingehen/-fahren können, beschlossen wir,
einfach lange im Bett zu bleiben, danach in Ruhe zusammenzupacken und
dann gegen um 11 zum Bahnhof zu laufen. Wir suchten erstmal erfolglos
nach einer Möglichkeit, außerhalb vom Bahnhof was zu Essen zu
finden, gaben dann aber auf und gingen in den Bahnhof. Nach Ticket-
und Sicherheitscheck fwaren wir dann endlich drin und endeten dann
auf einer verlassenen Treppe in irgendeinem Treppenhaus mit McDonalds
Pommes und Kaffee. Nicht besonders stilvoll und nach wie vor nicht zu
unterstützen, aber etwas billiges und vorallem vegetarisches auf
Anhieb zu finden, ist in China wirklich keine leichte Angelegenheit.
Gegen halb 2 fuhren wir dann wieder los und keine 2 Stunden später
waren wir schon wieder in Peking. Die Fahrt war ereignislos und ich
habe eigentlich nur Musik gehört und gepennt. Wir nahmen danach
wieder die nette, vollgestopfte, laute, volle pekinger U-Bahn und
nach 30 Minuten Rumstehen kamen wir bei unserer Uni an.
Den
Rest des tages verbrachte ich mit allerlei Organisatorischem.
Tagebuch schreiben, Bilder von der Kamera auf den PC schieben und
bearbeiten, Hausaufgaben machen, Sachen ausdrucken, bisschen mit
meiner Mutter skypen (okay, nicht nur Organisatorisches :P) und Blog
schreiben (ich glaube, da habe ich den Xiamen-Eintrag zu Ende
geschrieben).
Der
Tag verging ziemlich schnell und dann war die Tianjin Reise auch
schon vorbei. Aber alles in allem fand ich es dort wirklich sehr
schön und werde bestimmt nochmal hinfahren. :)
TAG 225 Mittwoch
08.04.2015
Am
Mittwoch hab ich mich mal an einer der HSK 5 Simulationsprüfungen
ausprobiert, nachdem ich schon so die ersten 30 der 260 Seiten des
Vokabelbuches gelernt habe. Der test hat 300 Punkte, 100
Hörverstehen, 100 Leseverstehen, 100 Schreiben. Ich hab den Hörteil
2 mal gemacht und hatte beim 1. Versuch niederschmetternde 47 %. Beim
2. Versuch dafür aufbauende 87 %. Alles in allem war es aber noch
viel zu schwer und mit der sehr begrenzten Zeit für den Leseteil
würde ich es nie schaffen. Da ich mich also nicht weiter entmutigen
lassen wollte, beschloss ich, die kommenden Wochen einfach knallhart
den gesamten Wortschatz zu lernen (machen nicht viele, die die HSK 5
machen) und danach die Prüfungen zu machen.
Abends
hab ich mich seit langem mal wieder mit Lanxi, meiner chinesischen
„Buddy“, getroffen. Im ersten Semester habe ich mich noch relativ
oft mit Chinesen getroffen, doch seit den Semesterferien damals im
Feburar ebbten die Kontakte irgendwie ab. Was einige meiner
chinesischen Bekanntschaften abgeht, so liegt es sicher daran, dass
ich sie wegen ihres schweres Dialektes sehr schlecht verstehe und
dann einfach kein richtig gutes Gespräch aufkommt. Oder bei Anderen
ist es so, dass ich finde, dass es einfach nicht passt. Wie ich ja
sagte, einige Chinesen denken so extrem anders und legen Wert auf
Dinge, die einfach für mich irrelevant sind. Oder eben genau
andersrum. Es ist eben nicht leicht. Was aber Lanxi angeht, ist es
irgendwie unklar. Wir treffen uns sehr sehr selten, aber jedes Mal,
wenn wir uns treffen ist es super toll. Ihr Chinesisch ist unheimlich
gut (sie spricht absolut perfektes Hochchinesisch), ist sehr offen,
sehr klug (und sehr sehr schön :P), weiß recht gut, wie man mit
einem Ausländer in einfachem aber anspruchsvollem Chinesisch redet
und hat ein sehr weltoffenes und modernes Denken. Wir haben
stundenlang über alles geredet, über HSK, unsere Reisen in den
großen Ferien (meine Reisen nach Tianjin, Taiwan, Xiamen; ihre Reise
nach Hainan 海南
im Februar), über chinesische Fotographiergewohnheiten
und so weiter. Lanxi studiert (kenne die genaue Bezeichnung nicht)
irgendwas mit Umwelt und Umweltschutzt und macht demnächst eine Art
Programm, wo es um Mülltrennung gehen soll. Sehr schön! Wir hatten
wirklich viel Spaß und ich konnte endlich mal wieder ungezwungen ein
bisschen mein Chinesisch üben. Außerdem hat Lanxi dieses Semester
angefangen, Deutsch zu lernen, wobei ich ihr dann immer ein bisschen
helfen werde. In Zukunft machen wir bestimmt noch ein bisschen mehr.
:)
TAG 230 Montag
13.04.2015
Der
Rest der vergangenen Woche war weniger aufregend. Ich hae viel mit
Momo 默默
geschrieben. Erinnert sich jemand? Momo ist die
lesbische Chinesin, die in dem Hostel in Xiamen gearbeitet hat, als
Jana und ich da waren. Wir hielten seitdem sporadischen Kontakt und
an dem vergangenen Wochenende haben wir mal ein paar Stunden auf
WeChat (Weixin 微信)
geschrieben. Wir unterhielten uns sehr lange über das Schwul- und
Lesbischsein in China, denn ich fragte sie ein bisschen über ihre
Umstände aus. Ziemlich schockierend, wenn man mal überlegt. Und
ziemlich traurig auch. Ihre Eltern wissen, dass sie lesbisch ist. Ihr
Vater kann es nicht akzeptieren und ihre Mutter toleriert es, hofft
aber, dass sie dennoch bald einen Mann findet. Beide Elternteile
wissen nicht, dass Momo eine Freundin hat. Genauso wissen auch die
Eltern von Momos Freundin nicht von Momo. Doch das schlimmste (aber
in China sehr üblich) war, dass Momos Freundin kommendes Jahr einen
schwulen Freund heiraten wird, um den Schein zu wahren. Das machen
sehr viele homosexuelle Chinesen. Ein Schwuler und eine Lesbe finden
sich, beschließen zu heiraten um alle Verwandten und Freunde glauben
zu lassen, alles sei gut, dann ziehen sie zusammen und er lebt sein
schwules Leben und sie ihr lesbisches und wenn es Zeit ist, gehen
beide zusammen zu Familienfeiern usw. um weiter das Liebespaar für
die Familie zu spielen. Und Momo wird nie die Möglichkeit haben,
ihre Freundin zu sich nacjh Hause zu nehmen oder die Eltern ihrer
Freundin kennenzulernen. Was Momo machen wird, wenn die Familien von
Momos Freundin und ihrem „Ehemann“ nach einem Kind verlangen,
wusste sie nicht. Der gesellschaftliche Druck in China ist enorm.
Kaum vorstellbar, so enorm. Und überall präsent. Wenn du eine Frau
Ende 20 bist und noch keinen Freund oder Mann hast, wirst du zur
Aussetzigen. Kriegst du ein Kind ohne verheiratete zu sein, wirst du
vollkommen ausgeschlossen. Man muss spätenstes Anfang 30 heiraten
und Kinder kriegen, so will es jeder. Krank, wenn ihr micht fragt..
Ansonsten
war ich nur noch irgendwo essen, hab mit irgendwem geschrieben, habe
Hausaufgaben gemacht oder (hauptsächlich) für HSK gelernt. Am
Montag waren Philipp und ich mir Rose, Ke und Yuyan im Jiaozi Dawang
essen und haben uns mal wieder schön den Bauch vollgeschlafen und
ein bisschen über dies und das gequatscht. Ke, Rose, Philipp und ich
hatten ja eigentlich vor gehabt, Ende Mai zusammen eine Woche in den
Urlaub zu fahren/fliegen, doch da wir uns einfach nicht einigen
konnten, beschlossen Philipp und ich, wieder zusammen zu verreisen.
Ke würde in der Woche vom 27.04. bis 03.05. nach Hause fahren und
dort ihren Führerschein machen. Rose würde glaub ich mit ihrem
neuen Freund zusammen wegfahren wollen und Philipp und ich einigten
uns letzten Endes darauf, 2 weitere Unitage zu schwänzen und dann
für 10 wundervolle Tage nach Hong Kong zu fliegen! Mehr dazu dann
später! ;)
Das
Wetter war zu der Zeit ziemlich gut. Sonnig, um die 20 Grad, wenig
bis fast gar kein Smog. Und weil der Frühlich voll im Kommen war,
blühten alle Bäume. Und weil alle Bäume am Blühen waren, flogen
überall Pollen rum. Aber nicht die erbärmlichen, kleinen,
deutschen, sondern die fetten, chinesischen Monsterpollen. Die Bälle
auf em Boden bilden und die man verschlucken kann.
 |
| ganz genau auf die dunkleren Stellen des Bildes gucken: FETTE FETTE POLLEN |
 |
tagelang wehten sie froh und munter üben den Boden.. :D |
 |
die Pollenbälle sammelten sich überall. ie das wohl so wäre, in einem riesigen Becken voll damit zu spielen ... ? haha! |
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| ein SO unfassbar perfektes Bild!! es zeigt (und ich lüge nicht) mit absolut gnadenloser Wahrheit, wie grottenchlecht Chinesen hinterm Steuer sind. keine Ahnung von Vorfahrtsregeln, keine Ahnung von Sicherheit und schon gar keine Ahnung vom Einparken. manchmal stehe ich einfach nur so da und beobachte, wie einige besonders Begabte den 20. Anlauf vergeigen, in einer riesengroßen Parklücke einzuparken. und wenn dann noch Leute helfen wollen. oh ja... Spaß, Spaß, Spaß.... |
TAG
232 Mittwoch 15.04.2015
Den
Tag werde ich nicht vergessen. Ich sitze gegen Nachmittag so daheim
in meinem Zimmer, Vorhänge zu (die Sonne scheint ununterbrochen rein
und es wird sonst super warm) und lerne einfach weiter die Hsk
Vokabeln. Gegen um 7 wollten wir uns mit Weilin, einem chinesichen
Freuegen nd zum Essen gehen treffen. So gegen halb 6 hatte ich
weitere 15 Seites des Buches fertiggelernt und wollte aufhören. Ich
ging mal aufs Klo und als ich den Gang betrat stellte ich fest, dass
alles gelblich scheinte. Von draußen. Meistens ist es sehr hell im
Gang, weil der Smog so eine weißlich, helle Farbe hat und dadurch
draußen alles blass und weiß wird. Das war aber neu. Ich ging
direkt zurück in mein Zimmer, zog die Vorhänge auf und war absolut
schockiert. Sandsturm. Ich hab davon gehört, dass es im Frühling in
Peking ab und zu mal Sandstürme geben soll, denn die monglische
Wüste (die mittlerweile schon ¼ Chinas bedeckt) rückt jedes Jahr
durch den Süd-Westwind näher an Peking heram. Aber DAS, das war
kein normaler Sandsturm. Das war zwar der erste, den ich erlebt
hatte, aber sowas konnte auf keinen Fall normal sein. Alles war weg.
Selbst die Gebäude, die ich bei schlimmsten Smogverhältnissen noch
sehen konnte waren vollkommen verschwunden und die großen
Kaufhäuser, die ich von meinem Zimmer aus sehen kann waren so blass
wie noch nie. Und im Laufe der kommenden halben Stunde wurde es noch
viel extremer. Ich konnte direkt zusehen, wie mehr und mehr
verschwindet, denn der an dem Tag stark wehende Wind trug mehr und
mehr Sand mit sich. Ich verschloss sofort alles, setzte meine
Atemschutzmaske im Zimmer auf, stellte meinen Luftreiniger auf
oberste Stufe und sagte Weilin, dass ich auf keinen Fall mitkommen
werde. Philipp ging dennoch, trotz meiner Bitte, daheimzubleiben. Der
Sandsturm blieb etwa anderthalb Stunden, bis er genauso schnell wie
er kam auch wieder abzog. Der Wind trug den Sand sozusagen einfach
durch die Stadt und legte ihn hier nicht ab. Alles zog einmal direkt
durch Peking hindurch und flog danach gleich weiter gen Osten. Nach 2
Stunden war nur noch sehr sehr viel Smog da und kein Sand. Als ich
abends allerdings raus musste, um Essen zu holen (ich hab ja keine
Wahl, kann ja daheim nichts selber machen), war ich ziemlich
entsetzt, wie sandig die Luft war. Ich ging direkt nebenan in die
Kantine, sodass ich keinen Mundschutz mitgenommen habe, doch mein
Hals kratzte so extrem, dass ich die ganze Zeit nur am Husten war.
Mein Hals schmeckte nach Sand und das Atmen fiel merklich schwerer.
So was hab ich noch nie erlebt. Ich dachte, ich sei durch den Smog
abgehärtet wurden, doch das war wirklich das extremste
Wetterphänomen das ich je erlebt habe.
Am
Tag darauf habe ich passenderweise in einem der Kurse einen Vortrag
über die Dokumentation „Under the Dome“ gehalten, von der ich
oben schon mal geschrieben habe. Außerdem liegen jeden Morgen bei
der Rezeption in unserem Wohnheim chinesiche Zeitungen aus und ein
großer Artikel über den gestrigen Sandsturm war auf der 1. Seite.
Der Artikel berichtete, dass der Sandsturm der schlimmste war, den
Peking seit über 13 Jahren hatte, außerdem soll die PM10-Anzahl
1000 überstiegen haben. Ihr erinnert euch an en Air Quality Index
(AQI)? Der AQI wird anhand der Anzahl von PM2.5 Partikeln errechnet.
PM2.5 sind „Smogpartikel“, welche 2.5 Mikrometer groß sind. PM10
sind also Dreck- und Schmutzmpartikel, die 10 Mikrometer groß sind.
Da zählt auch der in der Luft fliegende Sand dazu. Und wenn der AQI
(PM2.5 Anzahl pro m³) so bei 400 ist, sind die Smogverhältnisse
schon katastrophal schlecht. Und während dieser 90 Minuten, in denen
der Sandsturm in Peking würtete, war die PM10 Anzahl bei mehr als
1000 pro m³! Ihr könnt euch also sicher gut vorstellen, wie
abnormal viel das ist.
 |
| der erschütternde Ausblick auf die Einkaufszentren, die sich nur noch ganz leicht im linken Teil des Bildes Abzeichnen. |
 |
| alles verschwand so schnell... |
Und
hier nochmal annähernd derselbe Ausblick aus meinem Fenster ohne
Smog, mit Smog und bei Sandsturm. Nur zur besseren Verblidlichung.
Tipp: Um es anschaulicher zu machen und um den Kontrast der Sichtweite gut zu verstehen, einfach mal das erste Bild anklicken und dann nach rechts weiterdrücken. Der Bildausschnitt ist ziemlich gleich, sodass man gut sieht, was man bei welchen Wetterverhältnissen sehen oder eben nicht mehr sehen kann
heftig, heftig .....
TAG 234 Freitag
17.04.2014
Am
Freitag hatte ich mein teuerstes Essen in China überhaupt. Ich
wollte mit Philipp Marina, Chiara und Federica zusammen zum Italiener
in Sanlitun gehen (Chiara kennt ihr ja schon und Federika ist (wie
auch Chiara) Italienerin und ist seit letztem Semester mit Philipp
und mir im selben Sprachkurs). Wie es halt so ist, wenn mehr als 3
Leute was miteinander machen, waren es am Ende nicht 5, sondern 9.
Marina lud noch 2 Leute ein, Chiara lud auch jemanden ein und die
brachte auch ncoh jemanden mit. Ich wollte eigentlich nur ein
bisschen quatschen, aber naja, andere Länder, andere Sitten.
Wir
gingen zu Pizza Express. Klingt wie ne billige Fastfood-Kette, ist
aber ein sehr nobles und schickes italienisches Restaurant, wo es
wirklich super leckere Sachen gab/gibt. Wir trafen uns beim Osttor
der Uni, fuhren zusammen hin, hatten unheimlich gute Pizzen und
genehmigten uns alle mal wieder ein bisschen Alkohol. Ich glänzte
mit meiner super schwulen Wahl, Champagner mit Aperol Spritz zu
nehmen. :D
Wir
blieben bis circa halb 12, bis wir uns dazu entschlossen, mit dem
Taxi nach Hause zu fahren, Amina (eine italienische Freundin von
Chiara) und Mike (studiert auch an der Renda und wurde von Marina
mitgebracht) wollten noch weiter nach Wudaokou und dort bisschen
Party machen, aber mir stand nicht so der Sinn danach. Man kann zwar
in Peking sehr gut feiern, aber 1. ist es sehr sehr teuer, 2. ist es
immer un Wudaokou oder Sanlitun und die Viertel sind mir einfach zu
weit weg und die Taxiverhältnisse sind wie bereits erwähnt
grauenhaft und 3. brauch ich es auch nicht sonderlich, das
Partymachen. Marina, Federica, Philipp und ich fuhren mit dem taxi
zum Campus zurück, holten uns noch ein bisschen Bier beim 7/11 und
gingen für weitere 2 Stunden zu Marina, wo wir wieder ausgelassen
quatschten, bis wir halb 4 dann zu uns ins Wohnheim und dann ins Bett
gingen.
Wir
bezahlten übrigens über 260 Yuan (ca. 38 Euro) pro Person (9
Personen, also um die 2300 Yuan insg.). :D
 |
| Aperol-Champagner, Weiß- und Rotwein. was für ein Anblick, haha. |
 |
| nicht gerade das vorteilhafteste Bild, aber zur Verewigung reicht es: Amina und Mike, willkommen in meinem Blog. :D |
TAG 237 Montag
20.04.2015 bis TAG
241 Freitag 24.04.2015
Ich
bin wirklich sehr positiv überrascht, dass ich so schnell
vorankomme. Ich schreibe wirklich nur das erwähnenswerteste rein und
lasse die alltägliches oder sich wiederholenden Dinge einfach raus.
In den 14 Seiten, die ich hier bis jetzt geschrieben habe, habe ich
um die 5 Wochen zusammengefasst und habe dennoch alles reingebracht,
was ich für relevant halte. :) Also, weiter geht’s...
Die
kommenden 4 Tage lassen sich ebenfalls gut zusammenfassen, denn vom
20.04. bis 24.04. standen bei mir die Mid-Semester-Prüfungen an.
Jedes mal habe ich eine kleine Prüfung im Mitte des Semesters und
eine große am Ende und die kleinen standen jetzt bereits an. Zwar
habe ich in dem 2. Semester bis jetzt weniger Energie in die
Sprachkurse gesteckt, aber durch das Lernen von HSK und das stetige
Lesen und Hören und Schreiben von Chinesisch bin ich dennoch nicht
zurückgefallen. Außerdem war/ist der Unterricht ja nach wie vor
recht leicht und die eine oder andere Stunde habe ich natürlich auch
gelernt und wiederholt.
Am
Montag stand erst mal noch keine Prüfung an. Ich habe gelernt und
HSK gemacht. Außerdem haben Philipp und ich unsere Flüge nach Hong
Kong ggebucht. Am Freitag nach der letzten Prüfung würden Philipp
und ich direkt losmachen, denn ab Samstag würden wir Ferien haben.
Am
Dienstag hatte ich meine Prüfung für den Sprechkurs. Erst eine
kleine schriftliche, die die gelernte Grammatik und die Vokabeln
prüft und dann eine mündliche, in der ich spontan mit einem
zufällig gewählten Partner einen Dialog über ein im Unterricht
behandeltes Thema gestalten muss. Dabei sollen auch bestimmte Wörter
oder grammatikalische Strukturen eingebaut werden usw. War ziemlich
leicht, auch wenn unsere Lehrerin ein bisschen rumgenörgelt hat. Da
die Prüfungen schon länger her sind, kenne ich natürlich auch
schon die Ergebnisse aller Prüfungen. In dem Spreckurs hab ich
insgesamt 91.5 %.
Am
Mittwoch hatte ich meine Prüfung für den Leseverstehenskurs und
unsere (entschuldigung) mehr als nur unqualifizierte Trantüte von
Lehrerin machte die Prüfung genauso beschissen, wie sie den
Unterricht macht. Die Texte im Buch sind totsterbenslangweilig,
keiner passt auf, also liest sie die gesamte Stunde alle Antworten
selbst vor und springt dann zum nächsten Test, um nochmal genau
dasselbe zu tun. Sie meinte, die Prüfung würde mit den im Buch
behandelten Themen zu tun haben. Doch die Prüfung war einfach der
Leseverstehensteil einer HSK 6 Prüfung. Und ihr wisst, ich bereitete
mich zu der Zeit mit unheimlichen Mühen auf die HSK 5 vor. HSK6 ist
nochmal doppelt so schwer, sowohl vom grammatikalischem Niveau, als
auch vom Wortschatz. Die Hälfte der Prüfung hab ich geraten und hab
sie letzten Endes mit satten 60 % gerade so bestanden.
Am
Donnerstag war die Prüfung für den Hörverstehenskurs dran. Die war
ziemlich in Ordnung und teilweiseach mal anspruchsvoll. 82 %.
Außerdem hab ich an dem Tag 4 Stunden lang alle 2500 Vokabeln von
HSK 5 in ein alphabetisch nach Silben sortiertes Textdokument
geschrieben um es dann auszudrucken. So konnte ich üben, die
Schriftzeichen ohne Lautsprift und Übersetzung anzusehen und deren
Bedeutung und Übersetzung selbst zu finden. Weiterhin hab ich an dem
Tag all meine Sachen für Hong Kong gepackt, denn am kommenden Tag
sollte es ja losgehen. Vorher noch schön Sonnencreme und Mückenspray
gekauft. Hong Kong liegt ja ganz im Süden von China bzw. südlich
von China und dort soll es auch Ende April bereits unheimlich war und
voller tropischer Tiere sein.
Am
Freitag hatte ich dann noch meine Jingdu-Prüfung. Also der
Grammatik- bzw. Zusammenfassungskurs. Die Prüfung war ziemlich
easy, da ich vorher alles nochmal wiederholt hatte. Die Fragen waren
sehr strukturiert und klar und ich erzielte mit 94 % sogar das beste
Ergebnis. Was ein bisschen seltsam war, dass Congcong 聪聪
(eine meiner koreanischen Klassenkameradinnen) Robert
(mein armenischer Klassenkamerad) während der Prüfung eiskalt bei
der Lehrerin verpätzte, weil er unter dem Tisch sein handy benuttz
hatte. Die Lehrerin (so typisch China) sagte einfach zu Robert, dass
er das nicht tun solle und meinte „这是太不应该了(zhe
shi tai bu yinggai le)“,
was so viel wie „das sollte wirklich nicht sein“ heißt. Sie hat
also nichts getan. Was für mich aber eher das Überraschende war,
war, dass Congcong sowas überhaupt getan hat. Ich weiß nicht,
Schummeln ist nicht gut, aber seinen eigenen Klassenkameraden bei
einer Prüfung zu verpetzen? Ich fand das so krass asozial und auch
Robert hat sie während der Prüfung richtig angefahren, ob ihr
niemand beigebracht hat, das sman sowas einfach nicht tut. Auch
Reiner und Federica standen die Münder offen, als Congcong das getan
hat. Aber klar, Asiatin. Auch in China verpetzt man sich, denn in
Asien wird sowas wie Leistungsdruck und Konkurrenzkampf noch sehr
sehr sehr groß geschrieben und man tut einiges, um die Anderen
auszustechen. Nach der Prüfung traf ich Marina auf dem gang und als
ich ihr davon erzählte, meinte sie auch, dass das ganz schön
hinterhältig sei. Sowas macht man einfach nicht. Es ist nicht gut zu
schummeln, aber man verrät einfach niemanden. Congcong wirkte
regelrecht stolz und glücklich, als sie der Lehrerin sagte, dass
Robert spickt. Nun ja.
Als
die Prüfung dann vorbei war, gingen Philipp und ich schleunigst zu
uns nach Hause und holten unser Gepäck. Der Flug würde in knapp 3
Stunden gehen und wir mussten noch einmal quer durch die Stadt. Wir
sattelten unsere Sachen auf, kauften noch ein bisschen Knabberzeug
für unterwegs ein und dann ging es los........
Und
hier würde ich erst mal Schluss machen wollen. Zeitlich gesehen
kamen ich sehr schnell voran, aber dennoch sind es jetzt schon wieder
fast 15 Seiten und ich will euch nicht zu viel auf einmal geben. Ich
hoffe, euch hat der Eintrag gefallen und das etwas abgeänderte
Muster hat das Lesen ein bisschen erleichtert bzw. das Auslassen des
Alltags ein bisschen interessanter gemacht. Beim nächsten
Eintrag setze ich dann genau hier an und berichte euch alles über
meine tolle Reise ins schöne Hong Kong.
Bis
später und liebe Grüße! :):)