Hallöchen mal wieder! :)
Nachdem ich den letzten
Eintrag veröffentlich hatte überfielen mich mal wieder 7 faule Tage
und ich konnte mich nicht dazu aufringen, mit dem Bloggen nazufangen.
Jedes Mal ist das der schwerste Teil von allen. Also das letzte Mal
schaffte ich es ja, fast anderthalb Monate zusammenzufassen und hörte
direkt vor meiner Reise nach Hong Kong (chin. Xianggang 香港;
heißt so viel wie „duftender Hafen“) auf und da ich natürlich
wenig davon rauslassen möchte, würde ich den Urlaub zum einzigen
Thema dieses Eintrages machen. Fangen wir also an.
TAG 1 Freitag
24.04.2015
Wir beendeten am Freitag
unsere Jingdu-Prüfung und machten uns danach direkt auf den Weg. Die
kommenden 11 Stunden waren wir nur unterwegs. Erst erwarteten uns 45
Minuten U-Bahn, dann 30 Minuten Bus, dann mussten wir 30 Minuten
laufen. Bis zu diesem Zeitpunkt bin ich immer vom „Beijing Capital
International Airport“ geflogen, da dieser der größte Chinas ist.
Peking allerdings hat (was ich bis zum Buchen der Flugtickets nicht
wusste) noch einen kleineren Flughafen ganz weit im Süden der Stadt.
Da die Flüge nach Shenzhen 深圳 von
dem Flughafen aus billiger waren, mussten wir also zu dem. Der
Flughafen zah auf den ersten Blick ziemlich verfallen aus. Also nicht
verfallen, aber wenn man die ganz großen internationalen gewohnt ist
und Flugangst hat, achtet man auf alles und wird von allem
beunruhigt. Übrigens nicht wundern, dass wir nach Shenzhen fliegen.
Shenzhen ist eine recht große Stadt ganz im Süden von China und von
Shenzhen aus konnte man sehr einfach nach Hong Kong fahren, denn Hong
Kong ist zum Teil noch mit dem Festland China verbunden und so sparte
man gleoichzeitig noch viel Geld, denn von China aus direkt nach Hong
Kong zu fliegen wäre bedeutend teurer gewesen. Ist wie mit Taiwan,
die Sonderverwaltungszonen sind da etwas spezieller.
Also, wir erreichten den
Flughafen, ich war mittlerweile mal wieder völlig am Boden mit
meinen Nerven und irgendwann gegen halb, um 1 rum flogen wir dann
los. Wieder konnte ich mir ein paar Tränen der Angst nicht
verkneifen. Man sollte meinen, dass es mit meiner Flugangst besser
werden würde, ich bin in dem knappen Jahr bis jetzt schon weit mehr
als 10 Mal geflogen, doch es wird nicht besser. Ebenfalls toll war,
dass das Flugzeug wie auch damals von meiner Heimreise von Xiamen
nach Peking eine Zwischenlandung machen musste um aufzutanken und um
alte Passagiere aus- bzw. neue einsteigen lassen zu können. Ich
versuchte mich krampfhaft zu entspannen oder zu schlafen. Erfolglos
natürlich. Gegen 17 Uhr glaub ich erreichten wir endlich den
Flughafen von Shenzhen und als ich das Flugzeug überglücklich
verlassen habe, bekam ich einen immensen Schlag ins Gesicht. Das
Wetter in Peking war zu der Zeit bereits so um die 27 bis 29 Grad, da
Pekings Luft aber so trocken wie Sand ist (haha), fühlt sich das
Wetter bedeutend milder an. In Shenzhen bzw. überall im Süden
Chinas herrschten eigentlich ähnliche Temperaturen. So um die 30
Grad +- waren an dem Tag. Allerdings war die Luftfeuchtigkeit so bei
80 %, was einem das Gefühl gab, man hätte gerade eine Sauna
betreten. Es war also unbeschreiblich schwül und drückend und warm
und vol und hektisch und ich war mal wieder super gelaunt. Philipp
auch.
Johanna war von ein paar
Wochen ebenfalls mal in Hong Kong und auch sie flog erst nach
Shenzhen und ist dann mit dem öfentlichen Nahverkehr nach Hong Kong
gefahren. Ich rief sie also vorher an und ließ mir erklären, wie
man denn nun nach HK kommen kann. Nachdem wir uns am Flughafen mit
lecker ekelhaften Fastfood Pommes vollstopften (gab ja sonst nix),
machten wir uns also weiter auf den Weg. Erst ging es mit dem Bus bis
zu einer nahegelegenen U-Bahn-Haltestelle und dort mussten wir dann
einmal komplett durch die gesamte Stadt fahren. 28 Haltestellen, 8
Yuan und knapp 2 weitere Stunden Fahrt waren das. Wir kamen dann
irgendwann am Ende der Linie an und stiegen aus. Nachdem wir kurz in
Shenzhen waren, fanden wir den Grenzübergang nach HK und stellten
uns an. Und wie es eben so ist, dauerte auch das noch mal knapp 2
Stunden. Ich freute mich schon, in meinem tollen Resiepass nun einen
Einreisestempel von Hong Kong zu bekommen, doch alles, was es gab,
war ein beknackter kleiner Zettel, den sie hineinlegten. Schade,
schade. Wir überquerten die Grenze und als wir dann schließlich in
Hong Kong ankamen, tauschten wir erstmal all unser Geld in Hong Kong
Dollar um und besorgten uns die sog. „Octopus Card“, mit der man
ungefähr alles bezahlen konnte. Die Fähren, die U-Bahn, Busse,
Eintrittspreise, ja sogar beim 7/11 oder in anderen Läden konnte man
damit zahlen. Sehr praktikabel und ein nettes Andenken. Wir
verbrachten die kommenden 2 Stunden nochmal damit, mit der Hong
Konger U-Bahn quer durch den Teil zu fahren, der noch mit dem
Festland verbunden war. Gegen um 10 Uhr abends kamen wir letztlich im
Hostel an. Es war unbeschreiblich warm und alles drückte. Außerdem
(wie vielleicht einige hier nicht wissen) ist Hong Kong global
bekannt für eine enge Bebauung und Wohnsituation. In HK leben sehr
sehr viele Menschen, allerdings ist räumlich gesehen nicht genug
Platz für alle und deshalb wird in HK normalerweise alles sehr eng
und sehr hoch gebaut. So sind Wohnhäuser gerne mal 45 + Stockwerke
hoch, alle Busse und Bahnen sind doppelstöckig (natürlich spielt da
auch der brit. Einfluss mit rein, HK war bis 1977 britische Kolonie)
und die Wohnungen sind erbärmlich klein. Wohnen ist in HK also ein
echtes Problem, aber für den Urlaub würde das ja vollkommen okay
sein. Wir kamen also völlig verschwitzt an und uns wurde das Zimmer
gezeigt. Um es realistischer zu beschreiben, sollte man es eher
großes Bad mit Bett bezeichnen, denn Bad und „Schlafzimmer“
waren durch eine durchsichtige Glaswand halb getrennt, es gab kein
einziges Fenster und Bad und Zimmer waren zusammen vielleicht 3 x 2,5
m groß. Ziemlich beschissen, vorallem bei der Hitze. Als ersten
stellten wir die Klimaanlage auf 24 Grad und duschten so gut es ging.
Später gingen wir nochmal hinaus, sahen uns ein wenig in der
Umgebung um, endeten aber damit, dass wir einfach nur Essen beim
Inder geholt und uns dann im Zimmer den Bauch vollgeschlagen haben.
Wir waren sehr sehr erschöpft und wollten an dem Tag dann nichts
mehr groß unternehmen.
 |
| Flugzeug nach Shenzhen 深圳 |
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| hier das einzige Bild das ich von/in Shenzhen gemacht habe |
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| und hier die Überraschung des Tages: SMILEGUMMI :D |
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| hier das winzige Zimmerchin ohne Fenster |
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hier mal zu Beginn eine Karte von Hong Kong: Im Norden befinden sich die New Terretories, die mit dem Festland China verbunden sind. Süd-östlich davon ist Kowloon, welches mit der südlich gelegenen HK Island das Zentrum bildet. Im Zentrum von Kowloon hatten wir unser Hostel. Lantau Island und Lamma Island (ganz im Süden) gehören auch noch dazu und sind bekannt für üppige Natur und weite Strände. |
TAG 2 Samstag
25.04.2015
In
diesem Zimmer aufzustehen war die reinste Hölle. Ohne Fenster und
ohne Licht denkt man egal zu welcher Zeit, es sei mitten in der Nacht
und so war es besonders unangenehm, als der Wecker uns um 9
rausklingelte. Wir schafften es dennoch halbwegs und gegen um 11
machten wir uns dann auf den Weg. Einen genauen Plan hatten wir
nicht, aber wir wollten zuerstmal ins etwaige Zentrum nach Kowloon.
Nach einer kurzen U-Bahn-Fahrt erreichten wir auch unser Ziel, doch
bevor wir uns die weltbekannte Skyline der HK Insel anschauten,
gingen wir erstmal wieder ins Landesinnere und suchten anch Essen.
Und wir fanden: EINEN DÖNERLADEN. Wir wussten, dass es in HK endlich
mal wieder westliches Essen geben würde, abr wir konnten es dennoch
fast nicht glauben. Wir gönnten uns türkischen Kaffe und einen
Döner mit Falaffel. So schön, endlich mal wieder etwas anderes
essen zu können, als immer nur Chinesisch. Nachdem wir fertig waren,
gingen wir also zum Hafen und sahen uns die überwältigende Skyline
an, die sich uns am anderen Ufer bot. Leider war es noch ein klein
wenig versmoggt und durch die Hitze und das Meer waren auch eine
Menge Dunst und Nebel mit dabei. Die meisten Bilder der kommenden 10
tage sehen vielleicht nicht danach aus, aber das Wetter dort war
wirklich unerträglich heiß und schwül. Wir sahen uns dort eine
Weile um, machten schöne Bilder von allem möglichen und liefen
einfach den Hafen entlang. Dort trafen wir dann auch auf den sog.
„Avenue of the Stars“, der asiatischen Version vom Walk of Fame.
Überall konnte die Stars von Hong Kong sehen, leider aber kannte ich
niemanden. Außer Bruce Lee und Jackie Chan, die beide aus HK kommen.
Wir streiften ein bisschen dort herum, machten Bilder Bilder Bilder
und zogen dann weiter. Nachdem wir uns nach dem Zurücklaufen noch
eine gute Stunde am Ufer aufhielten und die wirkliche schöne
Stimmung und Aussicht genossen, beschlossen wir, mit der
ultrabilligen Fähre (3 Dollar = 35 ct.) von Kowloon rüber auf Hong
Kong Island zu fahren uns uns dort ein wenig umzusehen. Der Ausblick
auf die immer gigantischer werdenden Hochhäuser war wirklich
überwältigend und man konnte sich einfach nicht sattsehen. Ich war
ununterbrochen am Staunen und versuchte, so viel wir möglich so gut
wie möglich mit der kamera einzufangen. Ich schoss an dem Tag glaub
ich weit über 200 Bilder. Wir liefen herum, nahmen all die Eindrück
in uns auf und fanden am Ufer sogar einen von Wolkenkratzern
umgebenen Park. Kaum zu glauben – ein Park mit echter Wiese zum
Hinlegen und Entspannen. Wie sehr ich die Parks in Leipzig vermisse
und umso schöner dann, dass wir einen in HK fanden. Wir ruhten uns
im Schatten aus und ich erinnerte mich endlich wieder an das Gefühl,
in Gras zu liegen. Bis meine Gräserallergie wieder zuschlug und ich
mich ebenso erinnerte, dass ich ohne Handtuch nicht im Gras liegen
sollte. Naja. Wir zogen also weiter und begaben uns ins Innere der
Wolkenkratzerinsel. Wir schlenderten einfach nur so herum und liefen
ohne genaues Ziel. Irgendwann entdeckten wir, dass an einer großen
Kreuzung auf den Fußwegen daneben lauter Zelte aufgestellt wurden
waren und wir wollten uns mal ansehen, was da los sein könnte.
Wir
stellten fest, dass es eine Aktion der „Regenschirmbewegung“
(„Yellow Umbrella Movement“) war. Zum historischen Kontext der
Bewegung: Hong Kong ist ein politisch vom Festland China abgegrenzter
Teil der allerdings immer noch dem Festland gehört. HK ist wie auch
Taiwan und Macau (süd-westl. von HK) sogesehen ein Teil von China,
bewirtschaftet und regiert sich allerdings selbst. Die Frage, ob HK
nun Teil von China oder ein eigenständiges Land ist, würden euch
Festlandchinesen und Kantonesen („Hongkonger“) unterschiedlich
beantworten. Ebenso sagen auch Taiwaner, sie seien ein Land und nicht
Teil von China. Ganz schlimm ist es auch, wenn man Taiwaner als
Chinesen bezeichnet, denn das sind sie nicht. Das finden Taiwaner
regelrecht rassistisch. Das aber mal nur dazu. Um zurück zu der
Regenschirmbewegung zu kommen: Pekings Regierung (Sitz der
Kommunistischen Partei Chinas und somit Sitz der gesamten Regierung
Chinas) hat letztes Jahr beschlossen, dass die Vorsitzenden der KPCh
alle Personen vorgeben können, die dann in HK für die dort
amtierenden Ämter zur Verfügung stehen würden. Um es leichter zu
sagen: Peking gibt den Kantonesen vor, wen sie in HK wählen können
und da die Kommunistische Partei eben eine kommunistische Partei ist,
gibt sie HK sozusagen nur noch Mao-treue Kommunistien zur Wahl und HK
rebelliert seitdem gegen Chinas Regierung. Der gelbe Regenschirm
wurde zum Symbol der Bewegung und ist mittlerweile ein zutiefst
verbotenes Emblem in China geworden. Sympathisanten und Anhänger der
Gruppe, die Bilder mit dem gelben Regenschirm oder eine gelben
Schleife (ebenfalls Symbol) machen oder veröffentlichen oder die
Symbole öffentlich tragen werden meistens verhaftet und wegen
Erregung öffentlichen Ärgernisses weggesperrt. Hong Kong hat also
einen ziemlichen Hass auf Peking und die meisten Pekinger und jeden
4. Samstag im Monat veranstalten die Leute dort noch kleinere
Demonstrationen und amchen auf die drohende politische Einschränkung
aufmerksam. Wir unterhielten uns ein wenig mit den Leuten und hörten
uns an, was sie zu sagen hatten. Und aus Überwachungs- und
Sicherheitsgründen lass ich den Rest mal weg.
Wir
liefen also nach einer Weile weiter, verließen die
Informationsstände und gingen weiter ins Innere der Insel. Wir
streiften umher und entdeckten die supercoole
Doppeldeckerstraßenbahn, die wir dann kurzerhand auch nahmen. Wir
setzten uns oben ganz voprne hin und spürten den Wind während wir
durch die Häuserschluchten fuhren. Wir fuhren nahe des Hafens bis
ganz in den Osten der Insel und liefen dann einen Teil wieder zurück.
Irgendwann fanden wir die in HK relativ bekannten
„Mid-Level-Elevator“, was sowas wie Rolltreppen sind, die einfach
nur nach oben fahren. Die HK Insel ist die ersten paar 100 Meter noch
eben, da wo all die Hochhäuser stehen, doch dann geht es straff
bergauf und die Straßn bekommen eine Neigung von bis zu 1:8 und da
man das nicht gerade gerne hochläuft, gibt es eben diese
Rolltreppen. Wir hatten wie imemr keine Ahnung, was man dort oben
machen konnte und so kam es, dass wir, nachdem wir das Ende der
Rolltrepen erreichten, einfach wieder hinunterliefen und uns dabei
ein paar Ecken genauer ansahen. Es gab kleine Märkte, viele
indische, italiensiche, deutsche, amerikanische und andere
internatinale Restaurants und wie überall massenhaft unheimlich hohe
Gebäude, egal ob Büro- oder Wohnhaus. Wir stiefelten weiter herum
und beschlossen gegen um 7, einfach mal wieder Richtung Hafen zu
laufen. Wir gingen einfach weiter bergab und sahen u, wie um uns
herum all die schönen Lichter angingen. Nachdem wir eine knappe
Stunde gelaufen sind, erreichten wir den Hafen und nahmen danach die
Fähre wieder zurück zum Ufer von Kowloon. Jeden Abend um 8 gibt es
eine Art Lichtershow, bei der einige der Wolkenkratzer auf der HK
Insel mitmachten und da es zeitlich passte, stellten wir uns mit
massenhaft anderen Leuten ans Ufer uns sahen uns die kleine Show an.
Nichts wirklich Besonderes, aber nett anzusehen war es dennoch.
So
gegen halb 9 machten wir uns dann wieder auf den Heimweg und nachdem
wir uns im Zimmer nochml kurz ausgeruht und einige unserer Bilder
aussortiert hatten, gingen wir noch einmal raus um uns Essen zu
holen. Wir streiften also nochmal weitere 60 Minuten umher und als
ich dachte, ich müsste mir meine Füße ahacken weil sie so
schmerzten, fanden wir einen anderen Inder, wo wir köstlichen Spinat
mir Käse und Reis hatten. Als wir satt waren, ging es wieder zurück
ins Hostel und ich schrieb ein wenig Reisetagebuch. Gegen um 12 ging
es dann ins Bett.
 |
| lecker lecker Kebaaaaaaaaaaaaab <3 |
 |
| erste Blicke auf die Straßen von HK |
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| Hong Kong Island |
 |
| :) |
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| der alt-europäische Glockenturm direkt am Hafen |
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| Avenue of the Stars |
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| Avenue of the Stars 2.0 |
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| BRUCE LEE |
 |
| JACKIE CHAN |
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| Pingu ist auch mal wieder mit dabei :P |
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| Ankunft auf HK Island |
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| und nochmal Pingu! |
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| endlich mal wieder Park mit echter Wiese und blauem Himmel :) |
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| hier zu sehen die tolle Doppeldeckerstraßenbahn ;) |
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| Paaaaaaark |
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| die Straßen von HK Island |
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| Mid-Level-Elevator |
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| hier das Bank of China (Hong Kong) Gebäude |
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| einer der Türme während der Lichtershow abends um 8 :D |
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| Lichtershow |
 |
| HK Island Skyline bei Nacht - traumhaft :) |
TAG 3 Sonntag
26.04.2015
Am Sonntag schafften wir
es wieder nicht vor 11 das Zimmer zu verlassen, da es uns durch die
endlose Dunkelheit im Zimmer nicht gerade aus dem Bett zog. Unser
erstes Ziel war ein kleines Fischerdorf an der Ostküste von Kowloon.
Wir schleppten uns durch die Massen bis zur U-Bahn und fuhren eine
knappe halbe Stunde, dann mussten wir noch einen Bus nehmen, doch da
das Bussystem in den äußeren Bezirken von HK nicht gerade toll
entwickelt ist (und weil wir keine Ahnung hatten, wo wir warten
sollten, denn der Linksverkehr hat mich total aus der Bahn geworfen),
mussten wir nachfragen. Das Problem war aber, dass in Hong Kong ja
alle Kantonesisch bzw. Guangdonghua 广东话
sprechen. Guangdong ist eine Provinz ganz im Süden Chinas
und grenzt direkt an das Staatsgebiet von Hong Kong. In HK und
Guangdong spricht man also Kantonesisch, was zwar genauso wie
Chinesisch und Taiwanesisch auf denselben Schriftzeichen basiert,
letzten Endes aber eine vollkommen andere Sprache ist. Wie auch
Taiwanesisch. In Taiwan allerdings sprechen die Leute jedoch
zusätzlich Chinesisch, in HK spricht man eigentlich nur Kantonesisch
und manche Englisch. Außerhalb vom Zentrum sprechen aber alle
eigentlich nur Kantonesisch und da ich das nicht kann und Englisch
und Chinesisch relativ nutzlos waren, war es schwer nach dem Weg zu
fragen. Es dauerte knapp eine Stunde bis wir herausfanden, wo es
langgeht, denn irgendwann fand ich jemanden, der halbwegs
verständliches Hochchinesisch konnte. Wir mussten ironischerweise
ganze 15 Minuten Richtung Meer laufen, das Internet sagte und jedoch,
wir müssen 15 Minuten Bus fahren, weshalb wir die Optionen Laufen
bei dem Wetter ausgeschlossen hatten. Nun ja, die folgenden 3 Stunden
verbrachten wir damit, durch das abgelegene Fischerdorf und dessen
Umgebung zu schlendern. Erst durch all die Stände, die sich
gassenartig durch die kleinen Häuser schlängelten und dort konnten
wir ein paar wirklich unheimliche Fischarten begutachten. HK lebt vom
Fischhandel, denn die tropische See ist ungeheuer artenreich und
Asiaten lieben es halt, alles zu essen, was sich irgendwie bewegt..
Zwar war es sehr sehr
interessant, sich die gigantischen Krebse und bunten Fische
anzusehen, als einem dann aber mehr und mehr klar wurde, dass die
Tiere eigenlich nur in viel zu kleinen Wasserbehältern auf ihren Tod
warten und absolut nichts tun können, außer herumzuliegen, verging
mir ein wenig die Lust und wir zogen rasch weiter. 15 Minuten war es
spannend, dann war es 5 Minuten granzwertig und danach hatte ich nur
noch Verachtung und Mitleid übrig. Wir liefen die Küste entlang,
entdeckten ein wunderschönes Stück Strand, verweilten dort eine
Stunde und zogen dann so langsam weiter. Wir verließen das Dort und
die unzähligen Meeresgetierrestaurants und gelangten durch ein
kleines Örtchen, an dessen Ende ein schöner Tempel lauerte.
Friedliche Stimmung, Meeresgeruch und Stille umgaben uns und man
konnte fast vergessen, dass man gleich einen Hitzetod würde sterben
müssen. Als wir jedoch weiterliefen, bemerkten wir, dass wir auf ein
mal von 3 sehr, sehr großen und sehr, sehr gefährlich aussehenden
Hundfen umgeben waren, die uns anbellten und viel zu schnell auf uns
zukamen. Wir kehrten gaaaanz langsam um und gingen gaaaanz langsam
weg und als wir außer Gefahr waren, ging es allmählich wieder
Richtung Bushaltestelle. Wir nahmen einen der Busse die in eines der
Zentren der Stadt fuhr (gibt mehrere Orte, wo sich alles ballt). Der
Ort an dem wir ausstiegen hieß Mongkok und ist sowas wie das
thailändische Zentrum Hong Kongs.HK ist ganz anders als China. In
China gibt es nur Chinesisch und nur Chinesen, in HK allerdings
wimmelt es überall von Indern, Thailändern, Afrikanern,
Amerikanern, Europäern, und und und. Man hört ständig andere
Sprachen, sieht ständig andere Menschen von vollkommen anderen Ecken
der Welt und bei Mongkok wirbelte sich wirklich alles zusammen. Es
war hektisch, es war laut, es war heiß. Alles machte Lärm und alles
leuchtete (auch wenn es Nachmittag um 4 war). Und auch wenn es genau
so klingt wie Chinas Alltag, so war es doch ganz anders. Zwar würde
auch das sicher nach ein paar Wochen zur Belastung werden, doch da
war es einfach nur faszinierend anders und man hat mal wieder
gesehen, dass man knapp 3000 km weit weg von Peking schon wieder ganz
anders lebt. In Mitten der Massen entstand dann lustigerweise noch
eine Art Werbe-Flashmob und als Piloten und Stuardessen verkleidete
Kantonesen fingen an, auf der überlaufenen Einkaufsstraße zu tanzen
und Kinder mitzureißen. Was letztlich nur Werbung für Expedia, aber
in China würde so eine extrovertierte Aktion glaube ich nicht so
recht zünden.
Nachdem uns der Trubel
etwas heftig wurde und die Hitze drohte, mein Hirn zu schmelzen,
gingen wir für ein Stündchen zurück ins Hostel, denn das war
praktischerweise gleich in der Nähe. Unser Hostel war im absoluten
Zentrum von Kowloon gelegen. Wir ruhten uns etwas aus, tankten Kälte
und Kraft und gingen gegen abend nochmal raus und fuhren wieder zum
Südufer von Kowloon. Wir holten uns in einem Einkaufszentrum frisch
zubereiteten Saft, kauften uns vegetarische Pizza und ließen uns am
Hafen mit Blick auf die Hochhäuser von HK Island nieder. Dort saßen
wir dann einfach nur rum, beobachteten ein bisschen die verschiedenen
Leute, genossen die Aussicht auf die immernoch atemberaubende
Architektur und ließen den Abend langsam verstreichen. A ir noch ein
bisschen Zeit hatten, fuhren wir mit der U-Bahn ein paar Haltestellen
zum sog. „Lady Market“. Aber der Lady Market ist keineswegs ein
Markt nur für Frauen, denn eigentlich war es ein aendlicher Markt
wie jeder andere in HK. USB-Sticks, Handyhüllen, Nippes, Kleidung,
gefaketer Elektrokram und und und. Wir sahen uns ein wenig um,
kauften hier und da ein paar schöne Dinge und bummelten dann
irgendwan planlos durch Kaufhäuser und dunkle Häuserschluchten –
alles dabei gewesen. Als meine Füße wirder mal so langsam an ihr
Ende kamen, ging es dann so langsam zurück zum Hostel und gegen 11
war auch wieder Tag vorbei.
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| Fischerdörfchen |
 |
| gruselige Fische... |
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| 危險 - Gefahr! |
 |
| und noch mehr verrücktes Meeresgetier |
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| Strand am Fischerdorf |
 |
| Entspannung auf höchstem Niveau |
 |
| im Tempel hinter dem Dorf |
 |
| schöne Libelle :):) |
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| unfassbar, wie hoch da vom Fleck weg gebaut wird, oder? ziemlich beeindruckend jedenfalls! |
 |
| chillichilli |
 |
| Xpedia-Werbung in Mongkok |
 |
| Reizüberflutung! |
 |
| und auch Pingu hat einen Freund gefunden :P |
 |
| hier zu sehen die Schleife die die Unterstützung der Regenschirm-Bewegung darstellt |
 |
| abends am Kowloon Hafen |
 |
| alles immer so hoch... |
TAG
4 Montag 27.04.2015
Am
Montag wollten Philipp und ich zu Lantau Island. Lantau ist eine
Insel westlich von Kowloon, wie ihr oben ganz am Anfang auf dem Bild
von der Karte von HK sehen könnt. Die Insel ist bekannt für seine
sehr sehr lange Seilbahn unf (vorallem) für den Großen Buddha. Der
Große Buddhe ist aber nicht nur groß, er ist mit 33 Metern Höhe
der größte aus Stein gemeißelte Buddha der ganzen Welt. Nachdem
wir mit der U-Bahn direkt auf ie Insel fahren konnten, hatten wir es
nicht mehr weit bis zu der Seilbahn, die einen in die Mitte der Insel
und zu dem Buddha bringen würde. Wir suchten uns extra Montag
Vormittag aus, da wir befürchteten, dass die Menschen sonst zu viel
werden würden. Als wir dann ankmane, merkten wir, dass es wohl
ziemlich egal gewesen wäre, denn sie Schlange war sicher gute 400 m
lang. Wir überlegten erst, ob wir den Preis und die Anstehzeit in
Kauf nehmen wollten, entschieden uns aber dann dazu, es einfach zu
tun. Philipp war nicht sonderlich begeistert, aber was hätten wir
tun sollen? Es dauerte eine ganze Stunde und kostete viele Nerven,
aber dann kamen wir endlich dran und …. was soll das. Hinter dem
Ticketstand für die Seilbahntickets ging die Schlange einfach weiter
und man musste auf die Gondeln warten. Nochmal 30 verdammte Minuten
warten. Irgendwann aber war es so weit und wir durften die blöde
Gondel mit 6 anderen Leuten betreten. So genervt wie wir waren, so
glücklich waren wir dann, als es los ging und das Anstehen vergessen
war. Die Fahrt dauerte fast 30 weitere Minuten und man hatte wirklich
unheimlich schöne Ausblick auf den Meer, über das wir teilweise
„fuhren“. Außerdem befand sich Hong Kongs internationaler
Flughafen direkt neben der Seilbahn und man konnte im Minutentakt
Flugzeuge starten und landen sehen. Wirklich faszinierend und schön,
dennoch nahm es mir nicht wirklich die Angst, es sah nur von Weitem
ganz cool aus. Irgendwann kamen wir an und uns erwartete ein kleines,
künstlich angelegtes Dörfchen, welches nur von den Touristen lebt,
die den Buddha besichtigen wollen. Wir holten uns bei Subway was zum
Mittagessen (war das einzige, das wir uns leisten konnten/wollten –
Hong Kong ist was Wohnen und Essen angeht bestimmt 3 – 4 mal teurer
als Deutschland ….) und dann schlenderten wir durch die Läden und
dann hinauf zu dem Buddha. Das Wetter war erbarmungslos heiß und ich
denke nicht, dass ich schon mal so heißes Wetter erlebt habe. Circa
120 Stufen ging es zum Buddha hinauf und als ich oben ankam war ich
klitschnass. Ich schaffte es noch, ein paar schöne Bilder zu machen,
aber nachdem das fertig war, musste ich im Schatten rasten. Ich hätte
mir so einen blöden Reishut kaufen sollen, die helfen wenigstens..
Nachdem
ich mic halbwegs aklimatisiert hatte, gingen wier wieder runter (bin
ich glich fast wieder gestorben..) und lifer rüber zur
Bushaltestelle. Wir wussten, dass es am Westende der Insel ein
kleines Örtchen names Tai O geben soll, wo man Boote mieten und sich
aufs Meer hinausfahren lassen kann. Wir warteten kurz auf den Bus,
zahlten wie immer superbequem mit der Octopus Card (mal ehrlich,
sowas sollte man in Deutschland auch mal einführen) und nach einer
knappen halben Stunde Fahrt kamen wir an. Wir sahen uns schön um,
schlenderten rum, blablablabla. Irgendwann fanden wir den Ort, wo man
die Bootsfahrt mitmachen kann. Der Fahrer wartete noch 10 Minuten,
bis sich wenigstens noch ein 3. Gast gefunden hatte und dann ging es
los. Erst „weg“ vom Meer in den Ort hinein, der (wie ihr auf den
Bildern unten sehen könnt) ausschließlich aus Hütten besteht, die
auf dem Wasser gebaut wurden. Sehr faszinierend. Wir sahen uns um und
genossen den milden Wind, der uns bei der Fahrt direkt ins Gesicht
wehte. Danach ging es hinaus aufs Meer. Es wurde sehr schnell, sehr
windig und sehr wackelig, denn die Wellen konnten das kleine Boot gut
und leicht durchschütteln. Angst hatte ich aber dieses mal
wenigstens keine. Manchmal, so übersetzte uns das Mädchen das mit
uns fuhr, fährt der Mann weiter raus und man kann die berühmten
Chinesischen Delfine sehen, doch an diesem Tag waren die Wellen (wie
meistens auch) etwas zu stark und das Risiko war zu hoch. Johanna
besuchte diesen Ort damals auch und meinte, die habe welche gesehen.
Wunderschön war es dennoch!! Wir blieben dann noch ein bisschen in
der entlegenen Ortschaft und nachdem wir auch dort das Fischertum zu
krass wurde, fuhren wir wieder zurück zur Ostküste der Insel. Vor
einem der Läden war (ungelogen) eine gesamte Haihaut aufgehangen und
zur Schau gestellt wurden. Eine. Ganze. Haihaut. 2 Meter lang und mit
allem drum und dran. Außerdem hingen hier und da echte, tote
Kugelfische herum, denen diese lächerlichen Spielzeug-Kulleraugen
und Plaste-Partyhütchen auf die Augen und den Kopf geklebt wurden
waren. Was mich angeht war das einfach nur barbarisch, ekelhaft und
ziemlich verachtenswert. Gut, die Leute haben noch nie davon gehört,
dass man Tiere auch schätzen kann und dass sie fühlen, aber das ist
mir ziemlich egal.. Nun. Jedenfalls, wir wollten nicht die U-Bahn
nehmen, denn einerseits ist sie sehr teuer und andererseits hörten
wir von eine Fähre, die uns direkt von Lantai Island nach Hong Kong
Island würde fahren können. Glücklicherweise existierte diese
Fähre dann auch und so fuhren wir wieder zurück.
Für den restlichen Tag/Abend hatten wir keinen genaueren Plan mehr,
als liefen wir einfach wieder ohne Ziel durch die Gassen und sahen
uns um. Wir landeten bei einem thailändischen Restraurant, nahmen
uns was mit, aßen dann an einem gemütlichen Straßenrand unser
köstliches Essen (wie schön es ist, mal wieder internationales
Essen zu haben und die Küchen verschiedener Länder ausprobieren zu
können) und fanden uns danach in einem Marks & Spencer wieder.
M&S ist ein britischer Laden, in dem man echtes Baguette,
köstlichen Hummus, westliche Salate und alles andere geile westliche
kaufen konnte. Schon an unserem ersten Tag landeten wir da und nahmen
und Baguette und Hummus mit und das taten wir auch an diesem Tag
wieder. Meine Familie wird jetzt wieder sagen „ih, Hummus, sowas
kann doch nicht schmecken“, aber wenn sie es mal probieren würden,
würden sie wissen, was sie verpassen. ;) Nachdem wir uns ein wenig
eingedeckt hatten, liefen wir noch ein wenig herum, fuhren dann mit
der U-Bahn wieder zurück zu unserem Hostel, streiften dort noch ein
wenig durch die Gegend und dann ging es auch da wieder ins Bettchen.
 |
| massive Gebäudekomplexe on mass |
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| Seilbahn |
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| Blick auf Lantau Island |
 |
| darf ich vorstellen: Reishutthomas |
 |
| der Große Buddha |
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| Tai O, das Fischerdorf am Westende von Lantau Island |
 |
| alle Häuser hier wurden auf dem Wasser gebaut und werden nur von den Holzpfählen gestützt |
 |
| dann ging es raus auf's Meer |
 |
| am Horizont zu sehen: der Flughafen von HK |
 |
| hier unser gechillter Bootsfahrer |
 |
| und hier ein noch gechillterer Bottsfahrer :D |
 |
| grauenhaft ekelhafte Küche - weil das Essen immer so ölig ist, setzt sich das alles in den Dächern durch den Dampf ab und das ist dann das verstörende Resultat |
TAG
5 Dienstag 28.04.2015
Ab Dienstag wurde das
Wetter wirklich grenzwertig. Es veränderte sich nicht viel, aber die
Kombination aus der Tatsache, dass es seit 5 Tagen in Folge weit über
30 Grad war, die Luft nach wie vor drückend, schwül und dick war
und dass es einfach nicht regnen wollte, machten es langsam wirklich
zu einem Kampf, sich draußen aufzuhalten. Wir gingen vormittags los,
um uns bei M&S Baguette, Hummus, Kaffee und Käse zu kaufen.
Danach gingen wir in den Kowloon Park, welcher nicht weit von unserem
Hostel entfertn war. Okay, wir liefen über eine halbe Stunde, aber
wenn man Pekingverhältnisse gewohnt ist, ist eigentlich niemals
irgendwas weit weg, was erlaufbar ist. Jedenfalls kauften wir uns das
geldsparende Essen und setzten uns in den Park. Es war bewölkt und
dennoch abartig heiß. Der Käse war schon total geschmolzen, als wir
uns hinsetzten und zu essen anfingen. Der Park war still und auch
wenn es dort normale Vegetation war, hatte man das Gefühl, man säße
im tropischen Regenwald. Riesige Bäume mit hängenden Lianen, die
überall im Park und auch in der Stadt verteilt waren und exotische
Pflazen und Vögel um einen herum. Nachdem wir aufgegessen hatten,
blieben wir noch eine Weile dort sitzen und spatzierten danach noch
druch die verschiedenen Ecken der Parkanlage. Wir entdeckten eine Art
Flamingogehege, sahen eine Gruppe kantonesischer Rentner beim Tanzen
zu und ich hab mich am laufenden Bande über die grausame Hitze
beklagt. Alles perfekt. :D
Nachdem wir den Park verließen,
machten wir einen kleinen Abstecher zum „Times Square“ von Hong
Kong. Zwar war der Platz gefüllt mit Leuten und umgeben von
gigantischen, noblen Kaufhäusern, aber sonderlich groß oder
eindrucksvoll war der Platz nicht. Wir schlenderten noch ein wenig in
den anliegenden Kaufhäusern, bummelten viiiel zu lange in einem
Lego-Spielzeugladen und machten uns danach weiter auf den Weg, denn
dort gab es nicht sonderlich viel zu sehen. Wir überlegten, wo wir
so spontan noch hingehen könnten und mangels eines besseren
Vorschlags begaben wir uns zur U-Bahn und fuhren wieder zu der
zentralen Haltestelle mit dem bescheuerten Namen Tsin Sha Tsui, denn
direkt dort war der Hafen. Wir holten uns noch ein bisschen Fresszeug
und setzten uns einfach mal ohne genaueres Ziel an den Rand und
beobachteten die schönen Schiffe, wie sie über den Kanal fuhren,
der Kowloon und HK Island trennt. Dort verbrachten wir dann gute
anderthalb Stunden mit Beobachten, Genießen und Quatschen, bis uns
das Rumsitzen zu langweilig wurde und wir weiterzogen. Da es schon
Nachmittag war und uns beiden die Sonne etwas zu viel wurde, machten
wir uns wieder auf ins Hostel und blieben dort, bis wir uns abends
halb 8 mit Monique, ihrem Freund und Katja zum Essen trafen. Katja
hat, genau wie Philipp, vor ihrem Umzug nach Asien im
Konfuzius-Institut gearbeitet und Monique und ich machten beide dort
ein Praktikum. Katja wie auch Monique leben momentan in HK um dort
ihr Sinologiestudium fortzuführen. Moniques Freund heißt Albert,
kommt aus Spanien und sprach nur Englisch. Wir verabredeten uns zum
kantonesischen Abendessen und da wir bis zu dem Abend noch nie
typisch kantonesisches Essen hatten, bot sich das gut an. Es gab viel
verschiedenes, darunter aber hauptsächlich Teigwaren, die ich alle
namentlich nicht benennen kann. Viel Auswahl hatten wir auch nicht,
denn die Hong Konger Küche ist wahnsinnig fleisch- und fischlastig.
Alles in allem war das Essen nett, lecker, füllend und neu, aber der
absolute Renner war es auch nicht. Auch Monique und Albert meinten,
dass westliche Essen sagt ihnen in HK mehr zu. Den restlichen Abend
verbrachten wir damit, uns ewig lange über unsere Erfahrungen und
Meinungen bezüglich des Lebens in Peking bzw. HK auszutauschen oder
über andere china- und hongkongbezogene Dinge zu reden. Logisch, da
das nun mal unser derzeitiges Leben ist/war. Wir redeten auch noch
darüber, wer mittlerweile schon wohin gereist ist und dann ging s
noch ein Weilchen im Tibet (Xizang, 西藏)
und Xinjiang 新疆. Alles in
allem wieder ein sehr netter Abend und gegen halb um 11 rum waren
Philipp und ich dann daheim, nachdem wir mit den anderen noch in
einem kleinen Restaurant waren und kantonesische Süßspeisen
probiert hatten. Danach ging es recht zügig dann ins Bett.
 |
| Baguette, Hummus und Käse... der Himmel! |
 |
| Kowloon Park |
 |
| haaaaaaaaaaaaaaaaaallo! |
 |
| Times Square |
 |
| na wenn das mal nciht alles sagt.. :D |
 |
| Zentrum von HK |
 |
| und wieder am Hafen von Kowloon mit Blick auf HK Island |
 |
| ich schaffte es sogar, ein paar gute Panoramas von der gesamten Skyline von Hong Kong zu machen - wahnsinn, oder? |
TAG 6 Mittwoch
29.04.2015
Mittwoch war
wahrscheinlich der ereignisreichste und zugleich längste Tag. Wir
machten uns früh auf den Weg, weil wir tatsächlich vorher mal einen
Plan aufgestellt hatten. Nachdem wir in einem kleinen Restaurant zur
Abwechslung mal was chinesisches hatten, fuhren wir wieder zum Hafen
von Kowloon und wollten dort das Space-Museum besichtigen, leider
mussten wir bei unserer Ankunft aber feststellen, dass dieses
allerdings erst ab um 1 geöffnet hat. Kurzerhand beschlossen wir,
dafür einfach zum Museum über Hong Kongs Geschichte zu gehen und
nachdem wir uns durch die erbarmungslose Hitze gekämpft hatten und
ich ein weiteres Mal vom Laufen völligst durchgeschwitzt war,
erreichten wir es auch. Eintritt jeden Mittwoch frei. Super! Wir
wollten uns alles mal kurz ansehen, blieben dort aber fast 4 Stunden,
denn das Museum war wirklich großartig. Ganz zu Beginn gab es eine
Art Ausstellung über die aktuelle gesetzliche Lage von HK und ein
paar schöne interaktive Spiele dazu. Danach ging es dann in die
Dauerausstellung, in der man Hong Kongs Geschichte von Anfang bsi
Ende erleben konnte. Der erste Teil galt der geographischen
Entstehung und weiterentwicklung der Landmassen und Inseln. Die
folgenden Teile galten dann der vegetativen Entwicklung, der
Entwicklung verschiedener Tierartien, der Ansiedlung erster
Menschenmengen und so weiter. Später ging es dann um die Übergabe
Hong Kongs an das britische Königreich, den Einfluss, den Groß
Britannien ausübte, den sino-japanischen Krieg, das Ende des 20.
Jahrhunderts und den Abschluss der Ausstellung bildete ein Kurzfilm,
der die Übergabe Hong Kongs zurück an die VR China im Jahre 1977
zeigte. Wirklich sehr interessant, informativ und spanned.
Als wir das Museum
verließen war es bereits Nachmittag. Wir trafen uns eine knappe
halbe Stunde später mit Katja bei der Hong Kong University, damit
sie uns ihren Lonely Planet für HK übergeben konnte. Dabei nutzten
wir gleich die Gelegenheit, uns von ihr ein wenig die angeblich beste
Universität Asiens zeigen zu lassen und wenn man es nur vom Campus
her beurteilen müsste, würde ich zustimmen. Abgelegen in den
Bergen, umgeben von tropischem Wald, unheimlich schöne Architektur
und der höchste technischte Standart. Wirklich schön, aber weil wir
es ein wenig eilig hatten, hatten wir nur die Möglichkeit, einmal
durchzulaufen und dann weiterzuziehen. Katja musste wieder los und
wir fuhren wieder mit der U-Bahn los. Unser nächster Programmpunkt
war „The Peak“. The Peak ist die höchste Aussichtsplattform Hong
Kongs, welche sich direkt am Nordost-Ende der Hochhäuserreihe der HK
Insel befindet. Von dort aus konnte man bei guten Wetterverhältnissen
das gesamte Zentrum und damit die meisten Hochhäuser der Welt sehen.
(Nebeninfo: HK ist die Stadt mit den höchsten Gebäuden der Welt.
Gezählt wurde dabei die Anzahl der Stockwerke von allen Gebäuden,
die mehr als 19 Stockwerke haben und Hong Kong ist auf der ganzen
Welt mit Abstand Platz 1.) Da dieser Ort der berühmteste und
touristisch beliebteste Ort von HK ist und die Aussicht angeblich am
schönsten sein soll, wenn abends die ganzen Lichter langsam angehen,
wollten wir natürlich nicht erst kurz davor ankommen. Wir erreichten
den Ort, an dem man die Busse oder die „Peak Tram“ nehmen konnte
und stellten mit Schrecken fest, dass es schon dort total
menschenüberlaufen war. Lustigerweise war es aber so, dass alle
Leute, die eine Octopus Card haben, diese nur zum kurzen Bezahlen
vorzeigen mussten und sich dann direkt für die Peak Tram anstellen
konnten und so kam es, dass wir bloß knapp 30 Minuten warten
mussten, bis die Bahn kam. Busfahren wäre bedeutend schneller und
billiger gewesen, aber die Peak Tram ist, wenn ich mich nicht irre,
die steilste Bahn Asiens und wir hörten, dass man einen unheimlich
schönen Ausblick hat wenn man damit fährt. Wir stiegen ein, fanden
einen Platz und dann ging es los. Unten ist ein Bild, das zeigt, wie
steil es in etwa war.
Oben angekommen wuselten
wir erstmal durch das obligatorische Souvenier- und
Restaurantkaufhaus und kauften dann unser Ticket für die
Aussichtsplattform, auf der wir dann die folgenden 2 ½ Stunden
verbrachten. Leider leider war es aber so, dass die Sicht mehr als
nur beschränkt war. Die Plattform befindet sich auf dem Gipfel einer
der Berge und wie es eben für Berggipfel so üblich ist, war es
sehr, sehr bewöhlt. Also nicht nur bewöklt, sondern die Plattform
wurde regelrecht von massiven Wolken verschluckt und so kam es, dass
wir zunehmenst wenig sahen. Auch dann, als es nach langer Warterei
dunkel wurde und die Lichter angingen, war es so, dass man nicht
einmal 1/3 von dem sehen konnte, was alles da war. Die Aussicht war
dennoch überragend und überwältigend, aber eben sehr sehr
beschränkt. Nachdem wir noch ein bisschen blieben und es nicht
wirklich besser wurde, gingen wir wieder herunten, hatten in dem
Kaufhauf Abendessen und gingen dann wieder raus, um den Bus zurück
zu finden. Auch dort war die Schlange enorm, allerdings passten in
einen Bus auch bedeutend mehr Leute rein, als in die Bahn. Wir
warteten keine 15 Minuten und waren schon unterwegs. Wir stiegen
irgendwo unten aus und machten uns direkt auf den Weg zur nächsten
U-Bahn-Haltestelle. Unser nächstes und letztes Ziel: Pferderennen.
In Hong Kong und Macau ist Glücksspiel nicht nur eine Sucht – über
1/5 von HKs Wirtschaft lebt davon und da (im Gegensatz zu Macau)
Casinos und die meisten Glücksspielarten dennoch verboten sind,
reißt sich ganz Hong Kong darum, beim Pferderennenwetten mitmachen
zu können. Der Eintritt betrug gerade mal 10 Dollar, das ist etwas
mehr als 1 €. Johanna war dort auch mal und meinte, es sei total
cool und aufregend gewesen, doch mein aller erster Eindruck war: was
für eine absolute Schnöselveranstaltung. Gleich zu Beginn sagte ich
Philipp, dass mich die ganzen Leute in ihren perfekten Abendkleidern
und Anzügen regelrecht abstoßen und er klärte mir, dass
Pferderennen generell eine Art Veranstaltung ist, bei der es ums
Sehen und Gesehen werden geht. Die hochrangigen und semi-hichrangigen
treffen sich, um bei Bierkrügen und gekünzelten Gesprächen
Beziehungen zu knüpfen und um sich der Welt zu präsentieren. Ich
stiefelte mit meinen abgeranzten Sportschuhen und Jogginghosen da
durch und dachte mir die ganze Zeit nur „mein Gott, wie
scheinheilig ihr seid“. Alle redeten nur über Geld, Geschäfte,
Aktien oder Dekadenz, während sie im Kreis standen in dessen Mitte
Plastebecher und ein 5-Liter-Bierkrug standen. Ich bin weder arm noch
sonderlich reich, aber mit dieser Art Mensch kann ich wirklich
absolut gar nichts anfangen. Wir sich alle so fein gaben und sich
elegant jeder x-beliebigen Person mit ihrem geschnöselten Ton
vorstellten, um Kontakte herzustellen.. Die ganze Atmosphäre gefiel
mir nicht. Spannend und unheimlich toll hingegen war dafür das
Hauptereignis: das Pferderennen ansich. Wir konnten es nur 2 mal
sehen, denn die Rennen finden nur alle 30 Minuten statt und wir waren
von 9.15 – 10.15 da, sodass wir nur das Rennen halb und um 10 sehen
konnten. Das hatte allerdings auch gereicht. Als die Pferde
losrannten, war die ganze aufgesetzte Dekadenz und Atmosphäre weg
und alles was blieb waren Männer und Frauen in feinen Klamotten die
ihre Gewinnerpferde anschrien, um den gewünschten Gewinn zu
erzielen. Ein paar gute Bilder von den Pferden gelangen mir sogar
auch. Als das 2. Rennen jedoch vorbei war, machten Philipp und ich
uns wie gesagt gleich auf den Heimweg. Wir waren sehr lange
unterwegs, hatten wieder Hunger und wollten uns ausruhen. Wir holten
uns mal wieder was bei dem Inder in der Nähe unseres Hostels und
nachdem wir das absolut göttliche Essen verputzt hatten, ging es ins
Bett.
 |
| Eingang zum Geschichtsmuseum |
 |
| Karte von Hong Kong |
 |
| ein Wunschzettelbaum |
 |
| und hier der süßeste Wunsch den ich finden konnte :) |
 |
| witziges Bild, denn hier zu sehen ist die chinesische Flagge, dort der Teil links oben, wo eigentlich die 5 Sterne sind, befindet sich eine kleine Version der britischen Flagge - das perfekte Symbol für die Vereinigung von China und Großbritannien |
 |
| Peak Tram |
 |
| Blick von The Peak auf Hong Kong - wahnsinn! |
 |
| hallo :) |
 |
| hier zu sehen - wir waren mitten in den Wolken |
 |
| und so langsam verschwand alles .... |
 |
| bis dann fast gar nichts mehr zu sehen war ... |
 |
| ... und es dann doch noch besser wurde :P |
 |
| Pferderennen im Happy Valley |
 |
| guter Schnappschuss :) |
 |
| und noch einer! |
TAG
7 Donnerstag 30.04.2015
Donnerstag
machten wir uns Vormittag auf den Weg zur Haltestelle Sha-Tin, in
dessen Nähe sich das Kloster der 10.000 Buddhas befand. Das Kloster
erreichte man, nachdem man einen 400 Stufen langen Weg den Berg
hinauflief. 400 Stufen sind ja an sich nicht viel, aber bei der
abartigen Hitze und der dicken Luft drauén war ich schon nach 50
Stufen absolut fertig. Der Weg hoch zum Kloster war jedoch
wunderschön – links und rechts des Weges waren ununterbrochen
Buddha-Statuen aneinandergereiht, die alle jeweils einzigartig
gestaltet waren. Nachdem wir den Weg nach oben gemeistert hatten, war
ich kurz davor zu sterben. Ich neige zwar gern zu Übertreibungen und
sag es in dem Eintrag nicht zum 1. Mal, aber so warmes Wetter hab ich
noch nie erlebt und ich war wirklich selten so am Schwitzen wie da.
Das Kloster war, nachdem ich mich alkimatisiert und beruhigt hatte,
wirklich ein friedlicher Ort und man konnte sich prima entspannen.
Die Haupthalle (die nie fotographiert werden darf) war überwältigend
schön. In der Mitte stand wie immer eine gigantische, mehrere Meter
große Buddhafigur und alles in der Halle war liebevoll gestaltet.
Die Wände waren fast 6 Meter hoch und über und über mit Regalen,
in denen jeweils 20 cm große Buddhafigürchen standen. Insgesamt
befanden sich in der Halle 10.000 Buddhas, die dem Kloster seinen
besonderen Namen verliehen. Nachdem wir die Halle besichtigt hatten,
setzten wir uns noch ein Weilchen in das vegetarische Restaurant, das
sich direkt daneben befand. Zum Essen war es allerdings einfach zu
heiß.
Danach
fuhren wir mit der U-Bahn wiedr zurück zu Tsim Sha Tsui, dem Zentrum
und Hafen von Kowloon, denn wir wollten an dem Tag einerseits nicht
so krass viel machen – es war einfach nicht mehr schön draußen,
andererseits hatten wir beschlossen, an einem der kommenden Tage nach
Macau zu fahren und wollten uns dafür mal in ein Café setzen und
den Lonely Planet nach Sehenswertem durchstöbern. Macau (ich weiß,
dass die wenigsten diesen Ort kennen) ist mit Taiwan und Hong Kong
einer der 3. mehr oder minder unabhängigen Staaten, welche zwar
rechtlich zur Volksrepublik China gehören, aber dennoch eigenständig
sind. So haben HK, Taiwan und Macau zB alle eigene Staatsflaggen,
Landessprachen (Kantonesisch, Taiwanesisch) und laut Pass reist man
(wenn man von China nach HK, Taiwan oder Macau macht) aus China aus
und befindet sich somit im „Ausland“. Ergo werden die 3 Staaten
als eigene Länder angesehen, gehören aber, wenn man China fragt
dennoch zu China dazu. Die 3 eigenständigen Staaten würden dies
widerum verneinen und sehen sich als eigenes Land. Und da Macau nur
60 km mit dem Schiff von HK entfernt ist, dachten wir, wir schauen
uns an einem Tag die ehem. portugiesische Kolonie an. Wir fanden ein
Starbucks und verbrachten die kommenden 1 ½ Stunden damit, uns einen
etwaigen Plan für den Tagesausflug nach Macau (chin. Aomen
澳门) aufzustellen. Nachdem
das geschafft war und wir vage wussten, wie wir hinkommen und was wir
dort machen wollten, machten wir uns wieder auf den Weg und gingen an
dem Tag noch ins Space Museum, welches dankbarerweise gleich
gegenüber von dem Starbucks war. Wir wollten ja eh mal in das
Museum.
Eintritt
war bloß 10 Dollar und innen war es recht interessant. Es wurde
gezeigt, wie gewisse Dinge im Weltraum ablaufen, wie Astronauten im
All leben, wie Rakleten entstehen und ins All geschossen werden und
generell auch einiges über das Sonnensystem, dessen Entstehung und
unvermeidbaren Untergang. Wir blieben bis circa um 6, bis uns der
Hunger übermannte und wir uns draußen wieder was suchen mussten.
Nachdem wir auch was gefunden und wirklich köstlich gegessen hatten,
machen wir weiter. Wir sollten noch einmal mit der Fähre von
Kowloon anch HK Island fahren und dort ein bisschen durch die
Wolkenkratzer schlendern. Als wir am Hafen ankamen, hatten wir
wirklich perfektes Wetter: kein Smog und kein Nebel, alles hatten
durch das Meer einen Blaustich und in den Gebäuden gingen Stück für
Stück die Lichter an. Wir warteten in einer der Hafenhallen auf
unsere Fähre und machten währenddessen und auch während der
Überfahr viele, viele sehr schöne Bilder. Drüber angekommen ging
es weiter. Um es kurz zu fassen – wir verbrachten an dem Abend
Stunden damit, Bilder zu machen. Vom Mond, von den Gebäuden,
Langzeitaufnahmen, mit Absicht verwackelte Bilder, Pingu-Bilder. Wir
blieben hauptsächlich am Hafen und spielten mit den Lichtern, dem
Riesenrad, dem Mond. Alles, was sich uns eben so anbot wurde benutzt
und ich versuchte viele Dinge aus. Nicht alles klappte und auch nicht
alles wurde perfekt, aber ich hatte wirklich viel Spaß, mich bei
solch einer Kulisse auszuprobieren.
Später,
als es später wurde und wir wieder Hunger bekamen, holten wir uns in
der Nähe absolut göttliche Pommes, verputzen alles und fuhren dann
erst mit der Fähre, dann mit der U-Bahn wieder zurück zum Hostel.
:)
 |
| Wo ist Pingu? :P |
 |
| jeder Buddha war ganz individuell gestaltet |
 |
| Und wo ist Philipp? :P |
 |
| feeeeeeeeeeeeeeeett |
 |
| einige der Buddhas waren auch ziemlich ... verrückt |
 |
| :D schlimm |
 |
| Space Museum :P |
 |
| :) :) |
 |
| die Bidler entstehen, wenn man den Sternenhimmel bei Nacht fotographiert und da bei ein und dieselbe Stelle stundenlang belichtet, dann bilden die Bewegungslinien der Sterne solche Bilder :) |
 |
| vom Inneren der Wartehalle zur Fähre |
 |
| Langzeitbelichtung von HK Island mit Blick auf den Hafen von Kowloon |
 |
| Hong Kongs höchstes Gebäude - scharf |
 |
| Hong Kongs höchstes Gebäude - gewollt verwackelt |
 |
| Langzeitbelichtung |
 |
| PINGU :) |
TAG
8 Freitag 01.05.2015
Am
Freitag hatten wir vor, mit der Fähre nach Macau zu fahren. Leider
aber wurde daraus nichts, denn Philipps Handy gab in der Nacht
akkubedingt den Geist auf und somit klingelte uns kein Wecker wach
und da es in unserem Zimmer ja total dunkel ist und man sozusagen
ewig schläft, weil man denkt, es sei noch mitten in der Nacht,
wachten wir erst gegen halb 11 auf, was dann schon viel zu spät für
den Tagestrip gewesen ist. Philipps Laune war dann ziemlich am Boden
und damit nicht der ganze Tag ins Wasser fiel, wälzte ich frühs den
Lonely Planet noch ein wenig und suchte nach einer Alternativoption.
Ich fand ein abgelegenes Dörfchen relativ weit oben im Nord-Westen
der Halbinsel. Der Name des Dorfes was Saikum (chin. Beigang
北港) und berühmt war der Ort
für die wunderschönen Strände und abgelegenen Wanderwege. Ich fand
einen Bus, wir machten los, holten uns unterwegs Kaffee und Essen und
nach einer kurzen U-Bahn-Fahrt saßen wir auch schon im richtigen
Bus.
Zu
dumm war leider die Tatsache, dass ich vergessen hatte, dass der
01.05. ja überall Feiertag ist und somit massig Leute unterwegs
waren. Die Fahrt sollte eigentlich 20 Minuten dauern, doch wir
standen 10 km nur im Stau und kamen nach fast 2 Stunden dann in
Saikum an. Und weil der Tag ohnehin schon perfekt lief, fing es doch
tatsächlich 10 Minuten vor unserer Ankunft an, bestialisch zu
schütten und die sich seit Wochen in HK angestaute Hitze entleerte
sich endlos im Norden der New Terretories. Wir hatten
glücklicherweise an diesem Tag unsere Regenschirme mit und konnten
somit im Gegensatz zu vielen anderen wenigsten noch halbwegs draußen
rumlaufen. Wir sahen uns die Fischer an, die am Hafen direkt aus
ihren Booten ihre Fischfänge an die Bürger verkauften und liefen
ein wenig durch die Gassen, doch nachdem der Regen zu heftig wurde,
mussten wir Kamera und alles gut einpacken und Unterschlupf finden,
denn der Regen wurde zu extrem. Nach einer viertel Stunde Rast liefen
wir weiter rum, sahen uns einfach in dem Ort um und beschlossen, dass
bei dem Wetter weder wandern noch Strand gut seien. Die Wanderwege
wären viel zu nass gewesen und bei Hitzgewitter will ich irgendwie
auch nicht im Meer schwimmen. Wir waren gerade dabei, zurück zur
Bushaltestelle zu laufen, als wir ein wahrscheinlich amerikanisches
Restaurant entdeckten, in dem wir dann die absolut geiste Lasagne
aßen, die wir seit unserer Reise nach China hatten. Genau genommen
war das auch die erste Lasagne, die ich seit meiner Ankunft in Peking
so hatte. Jedenfalls war sie sehr sehr gut und über und über mit
Käse überzogen. Gegen kurz nach 2 erreichten wir dann wieder die
Bushaltestelle und nachdem wir weitere 30 Minuten im Niesen gewartet
hatten, kam er uns wir fuhren wieder zurück. Was für ein toller
Ausflug. :D
Als
wir am Donnerstag mit dem Bus von The Peak die Berge runtergefahren
sind, erblickten wir auf halber Strecke eine Aussuchtsplattform, die
uns sehr angesprochen hat. Sie war ziemlich leer und man war mit den
hohen Gebäuden eigentlich auf Augenhöhe und nicht viel weiter oben,
was auch einen sehr schönen Ausblick geboten hat. Wir fuhren,
nachdem wir mit dem Bus wieder halbwegs in der Zivilisation waren,
wieder zurück zum Hostel, ruhten uns etwas aus, Philipp packte sein
Stativ ein und wir beschlossen, mal dort hin zu fahren. Wir nahmen
dieses mal den Bus hoch, weil wir dachten, wir kommen so direkt zu
der kleinen Plattform, doch anscheinend war an dem Tag einfach der
Wurm drin, denn genau ab diesem Tag fuhren die Busse in einer anderen
Route den Berg hinauf und so kamen wir, ohne, dass wir es wollten,
wieder oben bei The Peak an. Philipp war immernoch ziemlich genervt
und ich versuchte, das beste drauß zu machen. Erst liefen wir ein
wenig von The Peak weg und gingen in die Wälder daneben, denn auch
dort fanden sich einige schöne Wege mit guten Ausblicken. Wir
verbrachten dort eine gute Stunde damit, ein paar weitere Bilder von
den Wolkenkratzern zu machen. Doch irgendwann wurde uns sehr
eindringlich klar gemacht, dass wir nicht allein sind. Wir wurden von
fetten Mücken gestochen (und in solch tropischen Regionen können
Mücken so einige tödliche Krankheiten übertragen...), Philipp
wurde von etwas sehr sehr Großen, laut Brummendem angeflogen und vor
unseren Füßen huschten so einige viele viele Centimeter großer
Kakerlaken umher. Da ich irgendwann total paranoid wurde und die
Angst vor dem Viehzeug größer war als der Wunsch, weiter Bilder zu
machen, machten wir uns schnell vom Acker und beschlossen, einfach
wieder den Bus anch unten zu nehmen, den Tag sein zu lassen und
heimzufahren. Als wir dann im Bus saßen und schon halb abgeschlossen
hatten, sahen wir, dass wir gerade an der Plattform vorbeigefahren
sind. Da es zu spät war, stiegen wir eine Haltestelle später
aus und mussten dann nochmal 15 Minuten bergauf latschen. Doch dann
erreichten wir sie, die Plattform. Aber wie es eben an dem Tag sei
musste, fiel uns auf, dass vor der Plattform viele große Bäume
waren, die die Sicht ziemlich einschränkten. Kein Drama, man sah
immer noch sehr viel, aber schon ein bisschen weniger. Wir blieben
dort noch eine gute Stunde, machten Bilder und wurden alle 10 Minuten
von ultra nervigen Reisegruppen gestört. Wirklich witzig. Es kamen
ständig Busse mit chinesischen (definitiv Festlandchinesen)
Touristen, die alle aus dem Bus strömten, alle anderen (inklusive
uns) wegdrängten, schnell viele gestellte Gruppenbilder mit schönen
Posen machten und nach 5 Minuten wieder weg waren. 5 Minuten lang
Lärm, Gedrängel und 1000 快点儿s
(kuai dianer; heißt „schneller“ und hört man im China
ungefähr alle 30 Sekunden – alle haben es immer eilig, egal ob auf
der Großen Mauen, im Restaurant oder auf der Straße). Am Ende kam
eine japanische Reisegruppe und da war alles super still, gesittet
und die Leute sahen sich haptsächlich um. Verrückt, wie auffällig
anders das war.
Nachdem wir uns am Ende
noch ein Taxi zurück ins Zentrum von HK Island genommen und lecker
Döner-Abendbrot hatten, fuhren wir dann wieder mit der U-Bahn nach
Hause.
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| Saikum |
 |
| verregneter Blick aufs Meer |
 |
| Regen und Meer |
 |
| Fischverkäufer am Ufer :) |
 |
| geile Lasagne <3 |
 |
| tolle Hong Konger Architektur ... |
 |
| an dem Tag war das Blick schon bedeutend besser :) |
 |
| hier zu sehen: The Peak und all die Leute die draufstehen.. |
 |
| hier dann auf der kleineren Plattform |
 |
| Philipps Kamera im Stativ :) |
 |
| Lichtershow |
 |
| und wieder ein Pingubild :P |
 |
| und ein Thomasbild |
TAG
9 Samstag 02.05.2015
Am
Samstag gingen wir das Projekt Macau dann noch einmal an. Und das
Ende vom Lied: es wurde wieder nichts. Wir standen früh genug auf,
waren vorbereitet, hatten alles gepackt und fanden auch die
Auslegestelle der Fähre. Als wir jedoch ankamen, sagte
man uns, dass die Fähre seit einigen Monaten nicht mehr existieren
würde und man nur noch mit einem „Turbo Jet“ nach Macau kommen
würde. Der Jet würde allerdings über 100 Dollar mehr kosten und so
würden wir allein für die Hin- und Rückfahrt über 40 € zahlen,
was viel zu viel wäre. Nachdem wir hin- und hergerissen waren und
das Pro und Kontra abgewogen hatten, beschlossen wir einfach, es sein
zu lassen und somit scheiterte auch der 2. Anlauf nach Macau zu
reisen. Wir waren aber nicht gerade traurig, denn Macau ist
eigentlich nur bekannt für die obszessiven Glücksspielereien, denn
Macau ist voll mit Casinos und überall geht es nur ums Geld Gewinnen
und das mussten wir nicht unbedingt erleben. Mensch, hat sich das
alles gelohnt. :D
Wir gingen wieder raus,
setzt uns in ein Café am Hafen und überlegten, wo wir denn so ganz
spontan hingehen können. Wir entschieden, mit der Fähre ein
weiteres Mal nach HK Island zu fahren und uns dann ein bisschen bei
Central, dem dortigen Zentrum, umzusehen. Auf halben Weg die
nördlichen Berge hinauf sollte es ein paar nette Straßen geben, wo
es Kamerazubehör und andere interessante Läden geben soll. Das
Wetter war ziemlich bewölkt, Luftfeuchtigkeit lag bei über 80 %,
aber von Regen keine Spur. Es war so unheimlich drückend, dass man
dachte, man befände sich in einer gigantischen Sauna. Wir liefen ein
bisschen herum, vom Hafen weg und in Richtung Norden und als wir
schon so dabei waren, die höhergelegenen Orte zu erlaufen, hab ich
gedacht, ich müsste jetzt sterben. Ich habs damals schon meienr
Familie erzählt, aber ich erinnerte mich in dem Moment an früher,
als ich mal mit meiner Mutter und ihrem Freund in Koratien im Urlaub
war und wir 2 Tage eher abreisen mussten, weil meine Mutter die
Hitze nicht ertragen konnte. Damals hielt ich sie noch für
wahnsinnig, wie man 2 bezahlte Urlaubstage verschenken kann, aber in
dem Moment wollte ich einfach nur noch weg aus diesem verdammten
Heizkessel. Ich war so ausgelaugz und absolut fertig, ich schmiss
mich auf eine nahegelegene Treppe, schüttete mir Wasser übers
Gesicht und symbolisierte Philipp, er solle einfach weitergehen. Ich
war wirklich am Ende und glaubte, ich müsste mich jeden Moment durch
ein Fenster schmeißen, um diese scheiß Wärme loszuwerden. Ich
wollte nur noch aufgeben, dieses drückende Gefühl war einfach nicht
mehr zu ertragen. Nachdem ich mich eine knappe Stunde keinen
Centimeter bewegt und wieder halbwegs beruhigt hatte, liefen Philipp
und ich weiter. Er hat um die Ecke eine interessante Ausstellung
gefunden, in der es auch klimatisiert ist. Ich schleppte mich die 200
m bergauf und dann erreichten wir die Ausstellung von „Space
Invador“. Ich hatte davon schon mal gehört – es geht um einen
anonymen Künstler, der auf der ganzen Welt in Städten so kleine
Space Invadors aus dem gleichnamigen Spiel an versteckten Orten
anbringt und die man dann suchen kann. Unten gibt’s dazu dann noch
passende Bilder. Jedenfalls waren dort Werke von ihm ausgestellt und
es gab auch kleine Videos, man konnte sich Sticker aus Maschienen
ziehen und es gab eine Karte von Hong Kong, die zeigte, wo in etwa
sich seine Invadors befinden. Einen ganz ganz kleinen fanden wir
lustigerweise sogar direkt, als wir dann wieder gingen!
Wir blieben auf HK Island
und liefen orientierungslos durch die Straßen, bis wir einen schönen
Springbrunnen fanden, bei dem wir dann blieben. Ich spielte wieder
ein bisschen mit Langzeitbelichtung von fließendem Wasser rum und am
Ende fanden wir sogar noch ein sehr unscheues Eichhörnchen, das sich
sogar von uns fotographieren ließ. Als es aber die Asiaten
entdecken, rannen alle lauthalt hin und verscheuchteten es sofort.
Wir zogen weiter und landeten dann im nahegelegenen zoologischen und
botanischen Garten von Hong Kong. Dort spazierten wir dann gute 2
Stunden einfach umher und genossen den Schatten und die Kühle, die
die Bäume einem dort spendeten. Auch wenn ich dort sehr viele Bilder
gemacht habe, gibt es zu dem Ort eigentlich nicht viel zu erzählen.
Die Natur dort war schön, die eingesperrten Tiere waren semi-schön
und der Schatten und die Ruhe waren eigentlich das Beste. Nachdem wir
alles in der kostenlosen Anlage mal abgelaufen hatten, gingen wir
wieder raus, suchten uns einen Italiener und hatten dort absolut
köstliche Pizza und Kebab und nachdem wir mit der Fähre wieder
rüber zu Kowloon gefahren sind, holte ich mir in einem M&S noch
ein bisschen Rohkost und Kartoffelsalat für später am Abend. Und
als wir aus dem M&S rausgingen, passierte etwas, was ich zugleich
sehr witzig und schlimm fand: meine Brille beschlug vollkommen. Wisst
ihr, sowas passiert nur im Winten, wenn es draußen so um die 0 Grad
und innen um die 25 Grad ist. Dass es aber dieses mal anders war,
nämlich dass draußen so etwa 33 Grad und drinnen circa 16 Grad
waren, war schon ziemlich heftig. Die Welt versteht einfach nicht,
dass die Regel „je kälter/wärmer draußen, desto wärmer/kälter
drinnen“ totaler Mist ist. :D
Danach fuhren wir
jedenfalls heim, ich schrieb mal wieder Reisetagebuch und nachdem ich
den absolut geilen Kartoffelsalat verspeist hatte, gingen wir ins
Bett. :)
 |
| der Ausdruck purer Trauer als wir beschlossen hatten, nicht nach Macau zu fahren :D |
 |
| Häuserschlucht |
 |
| und so sieht man aus wenn man am Boden ist... :D die Hitze war unerträglich |
 |
| Eingang der Ausstellung |
 |
| mein gezogener Sticker :P |
 |
| und hier die Karte mit den versteckten Werken des anonymen Künstlers :P |
 |
| hier das Exemplar, das wir gefunden hatten :) |
 |
| Langzeitbelichtung von Wasser |
 |
| süßes Eichhörnchen :) |
 |
| zoologischer und botanischer Garten |
 |
| Natur und Stadt :) |
 |
| hier der geile Kartoffelsalat :P |
TAG 10 Sonntag
03.05.2015
Unseren letzten Tag
verbrachten wir noch einmal mit Monique, Albert und Katja. Nach dem
Aufstehen machten Philipp und ich erstmal wieder zum Zentrum von
Kowloon und dort frühstückten wir in einem macaunesischen
Restaurant und hatten wohl typisches Macaufrühstück (siehe Bild
unten). Danach fuhren wir mit der U-Bahn von Tsin Sha Tsui nach
Central und trafen uns dort mit den anderen und Changqi, einem
chinesischen Freund von Katja. Wir hatten vor, an diesem Tag zu einem
Strand ganz im Süden vom HK Island zu fahren und dort im Meer zu
baden und uns ein bisschen Stanley, die dortige Gegend, anzusehen.
Als wir das kleine Örtchen bei Stanley (bin mir auch nicht so
sicher, ob das jetzt der Bezirk oder der Ortsname oder was ganz
anderes ist :D) erreichten, schlenderten wir erst einmal ein wenig
durch den Markt, der sich in dessen Zentrum befand. Dort kaufte ich
mir dann noch ein Armband (so wie ich es bis jetzt auf nahezu jeder
Reise innerhalb dieses Jahres getan habe), einen Fächer (ohne müsste
ich sterben und meiner ging am vorherigen Tag leider kaputt) und eine
Badehose (hatte gar keine mit nach China genommen und angesichts des
Tagesplanes war es ja klug, eine zu kaufen).
Danach machten wir uns auf
den Weg zu einem der vielen, verlassenen Strände und liefen eine
knappe halbe Stunde verschiedene Stege entlang, bis wir den
gewünschten Ort erreichten – klares Wasser, kaum andere Menschen,
kaum Verschmutzung. Changqi und Monique blieben am Strand, denn
Monique war … verhindert und Changqi kann nicht schwimmen. Für
die, die es nicht wussten: sehr, sehr, sehr viele Chinesen können
gar nicht schwimmen, denn Schwimmen als Spaß oder Urlaubsteil kennen
Asiaten generell nicht so und das Reisen ans Meer ist für Asiaten
kein wirkliches Urlaubserlebnis. Eher – wie überraschend –
Sightseeing. Aber das ist jetzt ein anderes Thema. Wir zogen uns
jedenfalls alle aus/um und dann ging es ins Meer. Und ich war glaube
ich vor diesem Tag das letzte mal vor gut 10 Jahren in einem Meer
schwimmen. Es war so schön – das Wasser war mild und bot eine
absolut erleichternde Abkühlung vom ewigen Schwitzen. Wir schwammen
und redeten und tollten und ich war einfach nur glücklich. :) Als
wir dann rausgingen, verweilten wir ncoh ein ganzes Stückchen dort
und unterhielten uns. Später (ach, hab ich vergessen zu erwähnen:
an dem Strand gab es massig Seeigel!) ging ich mit meiner Kamera dann
nochmal ans Wasser und fotographierte die Seeigel ein wenig. Sehr
gefährlich sahen sie aus, aber das skurrilste war, dass die Tiere
bereits offensichtlich tot waren, sich ihre Stachel aber dennoch
langsam bewegten. Davon hab ich auch ein Video gemacht, das ist aber
zu groß, um es hier hochzuladen. Jedenfalls waren diese Tiere
wirklich sehr faszinierend, wenn auch gefährlich und irgendwie
furchterregend. Wir gingen noch ein 2. Mal ins Wasser und nachdem wir
uns wieder um-/angezogen hatten (und ich schon allein davon wieder
total verschwitzt war), gingen wir wieder zurück. Auf dem Weg zurück
in den Ort fanden wir noch ein paar wirklich krasse Tierarten, die
ich auch gut vor die Linse bekommen habe. Wirklich verrückt, was
sich in diesem tropischen Klima alles so herumtümmelt!
Wir holten uns dann noch
ein Eis, setzten uns hin und beobachteten ein wenig andere Leute und
als wir dann alle meinten, dass es einfach zu warm für weitere,
große Unternehmungen sei, beschlossen wir, mit dem Bus wieder zurück
zum Zentrum zu fahren. Dort verabschiedeten wir uns von den anderen
und Philipp und ich fuhren nochmal mit der schönen Doppeldecker-Tram
zum Ostende der Insel und spatzierten dort ein wenig herum. Wir
hatten wie immer keinen genauen Plan, aber Katja meinte, dort gäbe
es paar nette Restaurants. Da uns diese aber meist zu teuer waren,
liefen wir einfach noch ein wenig dort rum und fuhren danach einfach
wieder mit der U-Bahn nach Hause und hatten nochmal leckerschmecker
Kebab und Pommes zum Abschied. Abends schrieb ich wieder ein bisschen
Tagebuch und dann packten Philipp und ich unsere Sachen zusammen.
Leider würden wir am kommenden Tag schon wieder zurück nach Peking
reisen müssen und wie jedes Mal am Ende einer Reise haben Philipp
und cih ein kleines bisschen weniger Lust, dort weiterzuleben, aber
so ist es nun mal und die Zeit ist ja auch bald rum. Wir bereiteten
uns also gut auf die Abreise vor und dann gingen wir frühs ins Bett.
 |
| macaunesisches Frühstück |
 |
| vlnr.: Albert, Monique, Philipp, Changqi, Katja |
 |
| rot, rot, rot, ... |
 |
| Blicks aufs endlose Meer |
 |
| Straaaaaaand |
 |
| hier die faszinierenden Seeigel! |
 |
| absolt typisch Chinese: die Kinder spielen und die Eltern sitzen beide am Handy.. |
 |
| Seeigel waren wirklich überall. man musste sehr vorsichtig sein! |
 |
| verrücktes Räupchen :P |
 |
| Gespenstheuschrecke! |
 |
| und hier noch mehr verrückte Raupen.. |
 |
| und noch ein Vater, der auf sein handy starrt während das Kind spielt |
 |
| süßes, koreanisches Paar |
 |
| fettes Baby will eigenen Fuß essen <3 |
 |
| in HK gibt es viele thailändische Hausmädchen und auch Prostituierte - all diese haben am Sonntag frei und das ganze Zentrum war voll von solchen Orten, an denen sich die Thailänderinnen in riesigen Gruppen ansammelten und beisammen waren... verrückt irgendwie. |
 |
| Ostende von HK Island |
 |
| halloooo! |
 |
| und hier noch ein Gruppenbild von uns bei Stanley :) |
TAG 11 Montag
04.05.2015
Am Montag machten wir so
gegen halb 9 los. Wir duschten, packten den Rest zusammen, holten uns
beim 7/11 noch ein bisschen was zu Essen und stiegen in die U-Bahn.
Wir fuhren wieder eine halbe Stunde bis ganz zum Nordende des Kong
Konger U-Bahnnetzes. Danach ging es dann durch die Passkontrolle und
wir verließen offiziell das Staatsgebiet von Hong Kong und befanden
uns somit wieder in China. Danach ging es gleich wieder weiter mit
der U-Bahn von Shenzhen. Während der 2 Stunden langen Fahrt
verbrachte ich den Großteil damit, meine bis zu diesem Zeitpunkt
schon für HSK 5 gelernten Vokabeln zu wiederholen, denn ich hatte
mir das Buch mit dem Wortschatz mitgenommen. Die ganze Fahrt über
saß eine junge Mutter mit einem unendlich nervenden und lauten Sohn
neben mir und während der Sohn mich alle 3 Sekunden leicht getreten
hat, quatschte die Frau ungezwungen ununterbrochen mit ihrer Freundin
über den Ausländer, der neben ihr Chinesisch lernt. Entweder war
sie so bescheuert uzu checken, dass wenn ich die Sprache lerne, ich
auch verstehen kann was sie sagt, oder es war ihr einfach egal.
Irgendwann als es uns zu viel wurde, drehte ich mich dann um und
meinte „ist dir bewusst, dass ich jedes Wort verstehen kann?“. Da
war sie still. Als der blöde Junge 15 Minuten später das halbe
Abteil vollschrie, meldete sich dann auch noch Philipp und ließ es
lautes, genervtes aiya 哎呀
los, was im
Chinesischen Genervtheit oder Unzufriedenheit ausdrückt. Alle haben
schon genervt geguckt, aber wie es eben in Asien so ist, traut sich
keiner, den Mund aufzumachen und mal was zu sagen, das haben wir dann
übernommen.
Nach
der tollen Fahrt mit der U-Bahn kamen wir direkt beim Flughafen von
Shenzhen an. Da wir noch weit über 4 Stunden bis Abflug hatten,
begaben wir uns erstmal zu einem Starbucks und gönnten uns leckeren
Schwarztee mit Milch und quatschten ein wenig. Danach holten wir uns
noch ein bisschen zu Essen und irgendwann war es dann wieder soweit –
ein weiteres Mal würde ich fliegen müssen. Ich wusste ja, dass ich
viel reisen würde, aber so oft fliegen......... Nun ja. Der Flug war
relativ okay, es wackelte wenig, ich verbrachte die meiste Zeit mit
Musik hören und Vokabeln wiederholen und das beste von Allem war,
dass der Flug absolut losflog und auch ankam. Was mir allerdings
ziemlich stark in Erinnerung blieb, war der Moment, wo wir so langsam
in den Luftraum von Peking gekommen und immer tiefer geflogen sind.
Und zwar war das so, dass man oben strahlend blauen Himmel und Wolken
und die scheinende Sonne hatte und ab einer ganz bestimmten Höhe war
eine dunkelbraune Wand zu sehen. Smog. Ich kann das hier schlecht
verschriftlichen, aber es sah so schlimm aus. Oben alles blau und
wunderschön und dann, irgendwo mitten im Himmel einfach eine gewisse
Höhe, ab der alles einfach nur noch dunkelbraun und dreckig war. Man
konnte vom Flugzeug aus genau sehen, wie die Sicht unterhalb dieser
Grenze schlechter wurde, je weiter man sehen wollte und man wurde so
eindringlich daran erinnert, dass man in diesem endlosen, giftigen
Dreck lebt und das war echt ziemlich schlimm, wie ich finde..
Nach
Ankunft in Peking war der tag eigentlich relativ vorbei. Wir fuhren
mit einem Bus zu einer nahegelegenen U-Bahn-Station, fuhren zurück
zum Campus, gingen wie immer nach einem längeren Urlaub gleich ins
Jiaozi-Restaurant und abends habe ich dann alles ausgepackt und meine
Souveniers eingeordnet. Und
das war es auch schon für den Tag.
 |
| zurück zum Festland |
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| Shenzhens absolut futuristischer Flughafen - die sehen in China generell immer sehr individuell und besonders aus! |
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| vorm Start |
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| nach der Landung - irgendwo in der Nähe des Flughafen muss es ein großes Feuer gegeben haben |
 |
| und hier mal der 10 Dollar-Schein von Hong Kong - aus Plaste und mit Loch, sehr witzig :P |
Die
Tage in Hong Kong waren wirklich unheimlich schön und ich habe die
Abwechslung sehr nötig gehabt und daher sehr genossen. Die Mischung
aus Großstadtdschungel und echter, unberühter Natur, die Mischung
aus Asien und der omnipräsente Einfluss von England, die Mischung
aus Asiaten und Westlern und jeweils deren überall zu hörenden
Sprachen – ein echter Melting Pot. Die Zeit dort war toll und ich
würde definitiv wiederkommen, allerdings nicht mehr, wenn es so
elendig warm ist!
Soooooooo.
Das war Hong Kong. Ein ganzer Eintrag nur für den Urlaub. Der
kommende Eintrag wird wieder denselben Charakter annehmen wie der
Eintrag vor diesem hier, also nur noch besondere Tage, kürzere
Erklärungen und wieder etwas bildlastiger. „Heute“ ist der
06.06. und bis Ende Juni werde ich noch in Peking leben. Ich werde
mir also Mühe geben, bis dahin auf den aktuellen Stand zu kommen und
dann vor meinen Reisen im Juli hier ein weiteres mal zu bloggen. Der
Bericht über alles, was dann im Juli so passiert ist, wird der
Vollständigkeit halber dann in Deutschland verschriftlicht werden.
Also,
ich hoffe, es war nicht zu viel und die wenigen, die immernoch den
Blog lesen – wie immer bin ich sehr dankbar, dass ihr euch die Zeit
nehmt, die Früchte meiner stundenlangen Schreibarbeit zu lesen!
Danke danke und bis bald!
Euer
Thomi. :)
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