Hey hey!
"Heute" ist der 07.06. und
gestern habe ich meinen Blog über Hong Kong veröffentlicht. Da ich
nur noch wenige Wochen hier in Peking habe und plane, bis zu meiner
Abreise alles halbwegs aktuell zu bekommen, mache ich also gleich
weiter. Ich hoffe, es wird klappen, Freunde!
PS: es hat geklappt ... :D
TAG
252 Dienstag 05.05.2015 bis
TAG 255 Freitag 08.05.2015
In der ersten Uniwoche
nach Hong Kong passierte recht wenig. Ich kam immer weniger zum
Unterricht, weil er mir einfach zu zeitverschwenderisch wurde. Die
Lehrer erzählen entweder immer wieder dasselbe, arbeiten strikt das
Buch ab und lassen keinerlei Freiraum für kreative Unterhaltungen,
lassen uns nur den Inhalt der Texte mit exakt denselben Phrasen aus
dem Text nacherzählen oder terrorrisieren uns mit ihren grauenhaft
quäkenden Stimmen. Ich verbrachte die Woche hauptsächlich damit,
den gesamten Wortschatz von HSK 5 zu Ende zu lernen und am Ende jedes
Tages nochmal alles bis dahin gelernte zu wiederholen. So schaffte
ich in 4 Tagen 80 Seiten Vokabeln. Ansonsten habe ich in der Woche
mal mit Alicja, meiner engsten Schulfreundin, und meinem Bruder
geskypt.
TAG
256 Samstag 09.05.2015 bis
TAG 262 Freitag 15.05.2015
Die kommende Woche war
eigentlich fast genauso unspektakulär. Ich habe jeden Tag daheim
gegessen und 2 HSK 5 Probeprüfungen gemacht, um mich auf die
anstehende Prüfung am 16.05. vorzubereiten. Und da ich der Meinung
war, dass das viel wichtiger sei, als zu diesem sinnlosen Unterricht
zu kommen, schwäntzte ich fast die gesamte Woche und erledigte immer
mind. 1 der 2 Prüfungen in der Zeit, in der die anderen Unterricht
hatten. Ich hätte es zeitlich sicher hinbekommen, beides zu machen,
aber wirklich, ich verpasse wenig und was ich verpasse, kann ich
aufholen. Sonst bin ich ja nicht so der Schwänzer, aber wenn ich eh
nichts lerne und mich nur unterfordert fühle, kann ich es auch
lassen. Jedenfalls schaffte ich in den 7 Tagen 13 Prüfungen und
fühlte mich so sehr genau in den Ablauf und die Anforderungen der
Prüfung hinein. Die Ergebnisse jedoch variierten ein wenig.
Insgesamt kann man 300 Punkte bekommen, bestehend aus 100 für den
Hör-, 100 für den Lese- und 100 für den Schreibteil. Bestanden hat
man ab 60 %, also 180 Punkten. Bei meinen ersten beiden Tests
erreichte ich glorreiche 192 und 186 Punkte. Das war
niederschmetternd, aber in den folgenden 11 Tests pendelte das
Ergebnis immer zwischen 220 und 250. das war auch nicht ideal, da ich
mir für die Prüfung schon so um die 250 erhoffen würde, aber
immerhin
Ansonsten skypte ich am
Muttertag noch mit meiner Mutter und am Vatertag mit meinem Vater.
Meine Mutter verbrachte den Tag nur mit meiner großen Schwester,
denn der kleine Sohn gammelt in China rum und der große Sohn reist
momentan mit seiner Frau durch die Staaten. Da war sie
verständlicherweise ein wenig traurig, aber kommendes Jahr wird die
ganze Bande sicher wieder vereint sein. Wir unterhielten uns ein
wenig über meinen Urlaub in Hong Kong und ihren Urlaub in Italien,
den sie ein paar Wochen zuvor mit meinem Stiefvater unternommen
hatte. Mit meinem Vater quatschte ich auch wieder über meinen HK
Urlaub und vieles anderes. Außerdem bemerkte ich in meinem Gespräch
mit meinem Vater, dass ich nur noch 6 Wochen in Peking zu leben habe
und heute (immernoch 07.06.) sind es nur noch genau 3 Wochen. So
langsam werde ich ziemlich unruhig bei dem Gedanken und eigentlich
habe ich keine Lust, so schnell schon zu gehen. Ich hab so einige
Orte in Peking noch gar nicht gesehen, habe noch so einige Leute, die
ich vielleicht gar nicht mehr wiedersehen werde, weil ich noch so
unheimlich viel zu erledigen habe und ich habe. Ein wirklich
seltsamer Gedanke, denn wenn man für ein Jahr ins Ausland geht,
denkt man, man hat ewig Zeit und dann dies und das jederzeit noch
machen, doch dann ist es einfach vorbei und du hast die Hälfte nicht
geschafft..
An dem Abend an dem ich
mit meinem Vater geskypt habe, war ich dann noch mit Philipp Jiaozi
饺子 essen und da hatten wir
eine wirklich interessante Unterhaltung. Ich erzählte ihm, wie mir
mein Vater sagte, dass meine Großeltern bei der 80. Geburtstagsfeier
meines Opas letzte Woche fast nur über mich redeten und sich
offenbar seit meiner Abreise nach China vieles nur um mich drehen
würde. Er sagte, sie erzählen ständig davon, wie ihr Enkel ein
Jahr nach China ging und warum und wieso und wie und überhaupt. Auch
meine Mutter war zu Beginn meiner Abreise noch ganz stolz und meinte,
wie würde jedem, den sie kennt, erzählen, dass ihr Sohn gerade in
China lebt und mein Vater meint auch ständig, er würde alle Hüte
vor mir ziehen. Ich meinte zu Philipp, dass ich das ganze Loben
ständig für fast schon ungerechtfertig halte, denn seit ich hier in
China bin, lebe ich (außer, wenn ich mal reise) ein genauso
langweiliges Leben wie auch in Deutschland. Ich sitze in meinem
Zimmer und spiele am Computer, ich höre Musik, ich lese, ich rede,
ich geh essen und ich lerne – nur eben in China. Es gab kein
richtiges Ende der Unterhaltung die wir dann hatten, allerdings
meinte auch Philipp, man soll das Leben im Ausland nicht so
kleinreden, doch ich finde nach wie vor, dass es das ewige Lob fast
nicht wert ist, aber schlimm ist es manchmal ja auch nicht. :P
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letztens im Internet gefunden: Pässe von Chinesen mit witzigen Namen. dieser junge Kerl hier heißt Gao Fushuai 高富帅 und gao 高 heißt "groß", fu 富 heißt "reich" und shuai 帅 heißt "schön" und in China ist genau diese Bezeichung (gao fu shuai) die Bezeichnung für das absolute Schönheitsideal in Asien. :D |
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| der hier heißt einfach "He Hehe", was ja an sich schon ziemlich blöd ist :D |
 |
| haha, und der hier heißt Zhi Fubao 支付宝 und Zhifubao 支付宝 ist gleichzeitig der Name einer in China sehr oft benutzten Online-Zahlungsart, vergleichbar mit Paypal in Europa. :D |
TAG
263 Samstag 16.05.2015
Soo.
Der großer Prüfungstag. Nachdem ich natürlich superschlecht
geschlafen und den ganzen Vormittag nichts gegessen hatte, machten
Philipp und ich uns auf zur Beijing Language University (Beijing
Yuyan Daxue北京语言大学),
denn dort würden wir unsere Computer-basierte Prüfung ablegen.
Eigentlich würde die Uni mir die schriftliche Prüfung bezahlen,
aber da man bei der am Computer die ganzen Schriftzeichen nur von der
Lautschrift her kennen und nicht exakt schreiben können muss,
entschied ich mich für die. Wir fuhren mit dem Bus hin und fanden
den Prüfungsort. Und nachdem ich vor lauter Nervosität fast
abkratzte, ging es los. Der Hörteil war leichter als in meinen
Probeprüfungen, das Leseteil war in Ordnung, aber zu kurz, sodass
ich bei den letzten Fragen raten musste und der Schreibteil war auch
so lala. Nach etwas mehr als 2 Stunden war der Test vorbei und ich
hatte es weg. Philipp war befreit, aber ich hatte noch eine weitere
Verpflichtung. Und zwar müssen die Hanban-Stipendiaten (zu denen ich
zähle, aber nicht Philipp) sowohl die HSK 5, als auch die HSKK
Mittelstufe (mündliche HSK) ablegen und diese würde 40 Minuten nach
Beendigung meiner HSK auf meinem Campus auf der Renda anfangen, wir
mussten uns also ein Taxi suchen und hoffen, dass ich rechtzeitig
ankommen würde. Anderenfalls könnte ich den letzten Monat
Taschengeld vom Stipendium streichen. Glücklicherweise schaffte ich
es aber. Ich erreichte den Ort, meldete mich an und wartete. Die
Mitelstufe von HSKK war auf HSK 4 Niveau, sodass ich keinerlei
Vorbereitungen unternahm. Alle Prüflinge saßen gemeinsam in einem
raum, hatten Kopfhörer mit Mikrofonen auf und dann hatte jeder seine
Prüfung. Normalerweise hat man bei einer mündlichen Prüfung ja
jemanden, der einen prüft, mit dem man redet. Nicht so in China,
dort höen wir alle dasselbe und müssen zur selben Zeit alle
dasselbe beantworten. Erst 10 Sätze nachsprechen (immer dieses dumme
Nachsprechen...), dh. alle im Raum sprechen zur selben Zeit denselben
Satz nach. Danach hatte man 10 Minuten Zeit und musste dann insg. 8
Minuten über 2 Bilder und 2 Fragen referieren. Das wars. Doch weil
es eben China ist und nie etwas glatt läuft und keiner Ahnung von
irgendwas hat, fiel den Prüfern am Ende auf, dass man das, was wir
in die Mikrofone sprachen, nicht deutlich genug hören kann.
Kurzerhand mussten wir den Raum wechseln und die gesamte. Prüfung.
Nochmal. Machen. Man hätte inene Vorteil könnte man denken, weil
wir die Sätze und Themen so schon kannten, doch wenn man 2 Stunden
HSK hat, dann durch die Stadt rast und 2 mal eine andere Prüfung
hat, lässt irgendwann die Konzentration nach. Aber egal, wir haben
es gemacht, uns danach ausgetauscht und dann ging ich heim. ICH WAR
BEFREIT. Endlich waren die 7 Wochen Arbeit vorbei und ich konnte
wieder schöne Dinge tun..

Übrigens,
das Ergebnis der HSK wurde am 05.06. im Internet veröffentlicht und
ich habe 241/300. Ist nicht das allerbeste Ergebnis, aber ich kann
gut damit leben! :)
TAG
264 Sonntag 17.05.2015
An
dem Tag war internationaler Tag gegen Homophobie und die britischen
Botschaften auf der ganzen Welt veranstalteten diesbezüglich Events
– so auch in Peking. In einem der Hutongs von Peking befand sich
eine Art Schwulen- und Lesbentreff, wo alle paar Wochen
verschiedenste Veranstaltungen stattfinden und an diesem Tag würde
man den britischen Film „Pride“ (Jiao'ao 骄傲)
zeigen und anschließend über den Film und andere Themen
diskutieren. Und da Philipp und ich den Lernstress hinter uns
gelassen hatten und jetzt mal wieder war erfreulicheres unternehmen
wollten, dachten wir uns, wir gehen mal dahin.
Anfangs
war es ein wenig unangenehm, denn jeder dort schien sich zu kennen
und ich bin ja generell nicht so der kontaktfreudigste Mensch. Ich
und Philipp blieben erstmal unter uns, bis wir Bulat und
Jean-Baptiste trafen, einen schwulen Russen und Franzosen, die auch
bei uns an der Uni Sprachkurse haben. Wior unterhielten uns ein wenig
und ich entspannte mich etwas mehr. Dann ging es runter in den Keller
zum Film Gucken. Der Film basierte auf einer wahren Begebenheit und
handelt von eienr Gruppe Schwuler und Lesben welche die Minenarbeiter
in den frühen 80ern zu unterstützen versuchten, da diese (wie auch
Homosexuelle) zur Außenseitergruppe der Gesellschaft geworden waren.
Das Hauptziel wurde nicht erreicht, aber um den Schwulen und Lesben
zu danken, marschierten dann mehrere 1000 Minenarbeiter an einem
Gay-Pride-Day in den späten 80ern mit, um ihrer Dankbarkeit Ausdruck
zu verleihen. Ein wirklich mitreißender Film und wirklich
weiterzuempfehlen!
Anschließend
ging die Diskussion los und man redete über alles mögliche,
angefangen bei Kritik und Lob am Film bis hin zu AIDS Problemen,
Unterschieden zwischen Großbritannien und China heute und damals,
persönlichen Erfahrungen, Offenheit und auch Sexualunterricht und
Aufklärung. Alles in allem war die Veranstaltung wirklich wahnsinnig
interessant und schön zu sehen und zu wissen, dass es auch frei
denkende Geister in dieser Stadt gibt. Danach gingen wir heim, aßen
Jiaozi und abends wurde ncihts mehr unternommen. Alles in allem ein
guter Tag!
 |
| unterwegs fanden wir einen Fahrer eines großen Resiebusses, wie er am Straßenrand im Laderaum an der Seite des Busses ein friedliches Nickerchen hielt. einfach klasse. :D:D |
TAG
265 Montag 18.05.2015
Am
Montag hab ich nach dem Unterricht meine Haare abschneiden lassen
wollen, denn sie waren zu lang gewurden und ich wollte es nicht
wirklich selbst machen. Ich suchten den von Marina empfohlenen
Friseur etwa eine Stunde lang und nachdem ich 4 Leute gefragt und 4
verschiedene Wegbeschreibungen (und alle waren vollkommen überzeugt,
es sei der richtige und einzige Weg) bekommen hatte, ging ich total
wutentbrannt nach Hause, fluche auf Chinas verdammte ineffizienz und
nahm, in einem Wohnheimszimmer angekommen, kurzerhand die Schere und
schnitt mir so viel Haar ab wie möglich. Danach sah ich aus wie ein
gerupftes Huhn, aber da mir das in dem Moment total egal war, machte
ich einfach weiter mit dem Rasierer. Ich schor und schor und schor
und hatte am Ende einen ganzen Millimeter übrig.
Nachdem
ich Philipp mit meiner radikalen Tag ziemlich schockiert hatte und er
mich die ersten Momente kaum ansehen konnte (nicht weil ich entstellt
aussah oder so was, sondern weil er es einfach nicht so mochte :D),
gingen wir Essen. Nichts besonderes, aber ich möchte euch ein Bild
von dem Obstsalt zeigen, den wir hatten. Eigentlich auch ganz normal,
wäre das Dessing nicht MAYONNAISE gewesen. Keine Ahnung, was sich
die Chinesen da wieder haben einfallen lassen, aber es war nicht gut
und die süße Banane mit dem würizgen Mayonnaisegeschmack war
wirklich nicht mehr so gut.
 |
| yam yam yam ... |
Achso,
und weil ich es in keinen genauen Tag packen kann: ich hatte
eigentlich vorgehabt, Anfang Juni nochmal für ein Wochenende nach
Shanghai 上海 zu fahren, aber
da ich finanziell nicht ganz im Rahmen bin und weil ich eigentlich
auch gar keine Lust habe/hatte, schon wieder groß wegzufahren (ihr
werdet es kaum glauben, aber das ist doch ziemlich anstrengend jedes
Mal), beschloss ich, es zu lassen und Shanghai während der Resiezeit
im Juli abzuklappern. Generell beschlossen Philipp und ich, den Juli
gemeinsam zu reisen, denn seine Familie würde ihn nicht besuchen
kommen und da bot es sich ja an. Ganz zu Beginn sprachen wir über
Süd-Korea und Japan, doch dorthin zu fliegen ist unheimlich teuer
und weder er noch ich haben so abartig viel Geld über, dass wir es
uns guten Gewissens leisten können. Wir wissen ja aber beide, dass
wir 100%ig nicht das letzte Mal in China leben werden, von daher
rennt es nicht weg. Wir redeten darüber, nochmal 1 ½ Wochen nach
Taiwan zu fliegen (er war noch nie in Taiwan und ich würde gerne den
Süden mal sehen, das habe ich bei meiner Reise Anfang 2015 leider
nicht geschafft) und danach mal nach Suzhou 苏州
(da lebte Philipp mal ein Jahr lang), Shanghai und Qingdao 青岛
(ehem. deutsche Kolonie und berühmt für Bier :P) zu fahren,
der Plan stand aber zu em Zeitpunkt noch nicht ganz fest.
TAG
267 Mittwoch 20.05.2015
und TAG 269 Freitag 22.05.2015
bis TAG 271 Sonntag 24.05.2015
Am
Mittwoch traf ich mich seit langer Zeit mal wieder mit Lanxi und
Tina. Tina ist Lanxis Mitbewohnerin und natürlich auch Chinesin,
aber Lanxi teilte mir nie ihren chinesischen Namen mit, deshalb heißt
sie für mich nur Tina. :D
Wir verabredeten uns halb 7 zum Essen
und quatschten danach fast 3 Stunden lang über ganz verschiedene
Dinge. Von Hong Kong, Taiwan und Haerbin, über HSK, Finnland (Lanxi
geht kommendes Semester für 4 Monate nach Finlland), Deutschland und
dessen Schulsystem, bis hin zu den Unterschieden zwischen
Deutschland, Finnland und China, den verschiedenen
Schüler-Lehrer-Beziehungen zwischen Deutschen und Chinesen und und
und. Es war wirklich ein toller Abend und ich konnte endlich mal
wieder massenhaft Chinesisch reden. Das tolle ist, dass ich bei Lanxi
keine wirkliche Angst habe, Fehler zu machen, denn Chiensen, die auch
Fremdsprachen lernen (sie lernt Deutsch und Englisch), verstehen die
Lage sehr gut und gehen demzufolge besser mit solchen Leuten um.
Jedenfalls hatte ich jede Menge Spaß und wir verabredeten uns sogar
für kommenden Freitag mal zum Federballspielen….
….
was wir am Freitag dann auch taten! Lanxi und Tina bestellt in der
riesigen Sporthalle der Uni ein Feld vor und wir hatten eine Stunde
Zeit. Philipp spielt ja recht gut Federball und Lanxi, Tina und ich
eher so freizeitlich. Jedenfalls spielte ich mit Lanxi gegen Philipp
und Tina und nachdem eine Stunde rum war, war ich so ausgepowert, wie
schon seit langer langer Zeit nicht mehr. Da ich nie wirklich Sport
treibe, hab ich auch keine wirkliche Ausdauer und Übung und so
geschah es, dass ich das kommende Wochenende den schlimsten
Muskelkater meines Lebens bekam. Beine, Arsch, Arme ganz besonders,
Rücken, Bauch und sogar in den Füßen hatte ich absoluten
Muskelkater und ich durfte mich 3 Tage lang fühlen, wie als wäre
ich innerhalb von einer Studne 90 Jahre alt geworden. Wirklich eine
kleine Qual, aber wir hatten sehr viel Spaß und mit anderen zusammen
Sport zu machen ist viel spannender und spaßiger als alleine zu
schwitzen. :D
Das
folgende Wochenende verbrachte ich damit, mich ein wenig
selbstzubemitleiden, ein paar Hausaufgaben zu machen, sehr viel Blog
zu schreiben, mich nicht um die Reiseplanung zu kümmern und faul
herumzusitzen. Aber ich hab ja immerhin auch Sport gemacht, da
verdiene ich eine kleine Pause........
 |
| endlich mal wieder etwas Sport :) |
TAG 273 Dienstag 26.05.2015
Ihr
seht, es geht mit schnellen Schritten voran. Nach Hong Kong und HSK
passierte auch generell nicht mehr so viel – man entspannte sich,
genoss die letzten Wochen irgendwie, schob die großen
Verpflichtungen (Paket nach Dtl. schicken, die Julireise planen, das
Weiterleben in Deutschland vororganisieren usw.) vor sich hin und
versank zwischen Unikram, Blogschreiben, sich mit Freunden treffen
und einfachem Nichtstun. Außerdem ist die Tatsache, dass es bereits
seit fast 2 Wochen ununterbrochen über 30 Grad heiß ist, auch nicht
gerade tatenanregend. Die Sonne knallt erbarmungslos herab und
gepaart mit Smog erzeugt das keine sonderlich anregende Atmosphäre.
:D
Jedenfalls,
am Dienstag passierte genau genommen auch nicht sonderlich viel mehr.
Allerdings hab ich im Internet eine recht interessante und
aufschlussreiche Kurzdokumentation über die versmoggteste Stadt der
Welt (Linfen 临汾, China)
gefunden. Wer Lust hat, kann sich das ja gerne mal angucken. Beide
Teile gehen insgesamt nicht länger als eine halbe Stunde.
 |
| so sehen Dinge in Peking aus, die über 4 Monate unberührt draußen stehen ... |
 |
| ... überzogen von einer fetten, braun-grauen Schicht Smog und Staub. |
 |
| sogar mein Koffer, der seit meiner Ankunft im Wohnheim nur in der Ecke meines Zimmers stand, ist von dieser Schicht bezogen. gar nicht gruselig, neeein... |
 |
| ABER, das was Wetter temperaturmäßig angeht, gewinnt Peking haushoch - wenigstens was :D |
TAG
276 Freitag 29.05.2015
Am
Freitag wurde es mal ein bisschen ruppiger in Jingdu
(Zusammenfassungs-/Grammatikkurs). Die Lehrerin wurde uns Stück für
Stück zu eintönig und alles was sie sagt klingt einstudiert, wird
immer haargenau gleich betont, sie sagt imemr wieder dieselben Sätze
und stellt immer wieder dieselben Fragen und man hat das Gefühl, ein
Roboter sitzt vor einem. Irgendwann mussten wir wieder 2 Seiten Text
erst dem Lehrer nachlesen, dass jeder ein bisschen und dann nochmal
alle im Chor. Danach stellte sie (wie imemr) Fragen zu dem Text und
irgendwann war es jedem zu viel und kein Mensch antwortete mehr,
obwohl fast alle die Antwort wussten. Irgendwann, nachdem die
Lehrerin zum 5. Mal ein- und dieselbe Frage exakt gleichbetont fragte
und 10 Minuten Stille vergingen (man würde sonst ja weitermachen,
aber nein, wir mussten warten und warten..), wurde sie langsam sauer
und meinte, was wir denn bitte hier lernen würden. Ich meinte dann,
sie sollte mal unsere unnütze Yuedu-(Lesen)Lehrerin fragen, was wir
(nicht) lernen. Irgendwann löste sich ein bisschen die Spannung,
aber genervt waren trotzdem alle. Jeder sagt ständig, wir können zu
den Lehrern kommen, wenn was ist, aber wir haben mittlerweile so oft
so offen Kritik aufgeübt und nichts passiert. Wir sagten ihr auch
schon einmal, dass wir in unserem Kouyu-(Sprechen)Unterricht kein
bisschen frei und selbst reden, aber die Lehrerin meinte nur „ja,
aber das hier ist Jingdu und wir müssen das Buch weitermachen, wir
haben jetzt keine Zeit zum Reden“. Und da wundern sich die Lehrer
über mangelnde Mitarbeit.
Ansonsten
hab ich mich halb 6 wieder mit Philipp und Lanxi 岚曦
getroffen, doch da wir dieses mal kein freies Badmintonfeld in
der Halle bekommen haben, mussten wir draußen spielen. Was zT.
ziemlich blöd war, denn dank des Windes mussten wir dem Ball ständig
hinterherrennen. Also, war zwar witzig, aber es lief nicht so flüssig
wie sonst. :D Nach einer Stunde Spielen setzten wir uns noch ein
wenig hin und quatschten ein bisschen über Haustiere, Unterschiede
zwischen Deutsch und Chinesisch und die gute alte Zukunft. Irgendwann
wurde es spät und wir machen uns auf den Rückweg. Den Rest des
Tages verschwendete ich mit am PC Gammeln und Schlafen. :)
 |
| kalte Tofustreifen mit Gräsersprossen |
 |
| scharfer, scharfer Tofu mit Lauch - absolut göttlich.. |
 |
| und hier der unumschlagbare Beweis, dass Chinesen einfach nur scheiße im Einparken sind. |
Tag
281 Mittwoch 03.06.2015 und
TAG 284 Samstag 06.06.2015
Am
Mittwoch bin ich nach dem Unterricht zusammen mit Philipp und Ke 珂
mal wieder raus aus dem Campus gefahren. Nahe des Zentrums
gibt es ein altes, mittlerweile nicht mmehr genutztes Unigelände der
Renda und nur Studenter der Uni dürfen das halb verlassene Gelände
noch betreten und da wir zu diesen wenigen Tausend gehören,
beschlossen wir, uns mal die alteuropäischen Gebäudekomplexe
anzusehen. Das Wetter war an dem Tag perfekt – blauer Himmel, ein
paar Wolken hier und da, kein Smog, ein bisschen Wind und 30 Grad.
Fast hätte man denken können, man sei nicht in Peking, so
sommerlich und echt war das Wetter. Wir fanden den Ort, bekamen nach
Vorzeigen des Studentenausweißes Einlass und dann ging es hinein.
Das Hauptgebäude war alt, sehr alt und wirklich wunderschön. Wir
verbrachten die kommenden 3 Stunden damit, uns den alten Campus
anzusehen, welcher vor über 30 Jahren gegen den Betonbaukasten
ausgetauscht wurde, der jetzt die Heimatstätte der Uni und mein
Wohnort ist. Und das allerbeste an diesem Ort war, dass es der wohl
stillste öffentliche Ort innerhalb der ersten 3 Verkehrsringe von
Peking ist, an dem ich je war. Wirklich, man hörte nur
Vogelgezwitscher, Blätterrauschen, ein paar Leute die umher liefen
und sonst nichts. Kein Autolärm, keine übertrieben lauten Lieder
die aus jedem Laden hallen und auch sonst nichs. Es war, wie als wäre
man an einen ganz anderen Ort gegangen, der gar nicht wirklich zu der
Stadt passte. Später wanderten wir noch so ein wenig durch die
Gegend und erkundeten die damaligen Studentenwohnheime und
Unterrichtsgebäude, in denen jetzt ganz normale Menschen ihr stilles
Leben leben. Irgendwann verließen wir den „alten Campusbezirk“
(Lao Xiaoqu 老校区)
und machten und wieder auf den Weg. Da wir aber schon mal draußen
unterwegs waren und alle nicht so recht Lust hatten, schon wieder auf
oder bei dem Campus zu essen, suchten wir mit Kes Hilfe noch nach
einem guten Restaurant. Wir suchten eine knappe Stunde (ganz normal)
und fanden einen Inder, bei dem wir gutes Essen für erschwingliche
Presie fanden. Danach ging es nach Hause zum Wohnheim und ich
verbrachte meinen restlichen Tag damit, den Blogtext für Hong Kong
weiterzuschreiben. Ein netter Tag. :)
 |
| zu renovierendes Eingangsgebäude |
 |
| stille Gänge |
 |
| Ke :) |
 |
| und nochmal Ke - offensichtlich nicht erfreut, dass ich sie fotographiere :D |
 |
| überall fand man verlassene Fahrräder .. |
 |
| .. und leere Gänge |
 |
| so schöne Fassaden und so schönes Wetter |
 |
| ein sog. "Mondtor" |
 |
| wirklich ein interessantes Motiv. ein Rollstuhl, hinter Gittern. |
 |
| Indisch <3 |
Am
Donnerstag hatte ich wieder Kouyu (Sprechen) und unsere Lehrerin
schoss absolut den Vogel ab. Jeden Morgen sieht die gute Frau nämlich
aus, als hätte sie entweder keine Minute geschlafen oder als wäre
sie vor einer Minute erst aufgestanden. Augen so klein wie Knöpfe,
vollkommen zerzaustes Haar, ein Stimme wie sonst was und absolut
nicht bei der Sache.
An dem Donnerstag ist sie dann einfach mal vorm
Unterricht eingepennt und ich konnte sich die erste halbe Stunde gar
nicht richtig anschauen, weil das Massaker so verstörend war. Ich
denke das nächste mal frag ich sie, was zum Teufel sie da tut.
Ansonsten
war ich nach der Uni mal wieder mit Marina im Jiaozi-Restaurant und
unterhielten uns stundenlang über alle möglichen Dinge. Ein
wirklich netter Mittag und der Abend wurde sogar noch besser, denn an
diesem Tag war Johanna mit Ines, ihrer Besten Freundin, zusammen in
Peking und da sie an dem Abend nichts besonderes vor hatten,
verabredeten wir uns mit ihnen zum Essen. Wir gingen in ein gutes
Nudelrestaurant in der Nähe unserer Uni und quatschten den ganzen
Abend lang. Später gingen wir zu uns auf den Campus, holten uns Bier
und Eis, setzten uns vor Philipp und mein Wohnheim und setzten dort
das Beisammensein fort. Gegen um 10 mussten die beiden wieder los,
denn in Peking fahren die U-Bahnen ja klugerweise nur bis 11. zwar
hab ich Johanna nur sehr kurz gesehen, aber es war dennoch sehr schän
und wir hatten wieder mal viel Spaß zusammen. :)
Freitag
war mal wieder Xiezuo (Schreiben) fällig und da ich fast nur noch
schwänze und auch keine Aufsätze mehr einreiche, bin ich mal wieder
hingegangen. Ein Fehler, denn die letzte halbe Stunde verbrachte ich
nur damit, mir meine Ohren zuzuhalten, weil ich ihr quälendes
Gekreische einfach nicht mehr ertragen konnte und ihr ungern ins
Gesicht sagen wollte, dass sie gefällt die Klappe halten soll. Nach
dem Unterricht gingen Philipp und ich zur Post um uns mal darüber zu
informieren, wie wir denn am besten Pakete von China nach Deutschland
schicken können. Er empfahl uns etwas und gab uns schon mal Kartons
mit, die wir dan vorpacken sollen. Wenn wir das Paket dann
wegschicken wollen, sollen wir einfach wiederkommen, sie überprüfen
den Inhalt und dann geht es weg – doch so leicht. :)
Außerdem
haben Philipp und ich uns wie auch die letzten Freitage mit Lanxi und
Tina getroffen um was sportliches zu machen. Da es aber wieder keine
Badmintonfelder gab und draußen spielen auch nicht so toll war,
entschieden wir uns für Tischtennis. Zwar war es nicht so
ausgelassen und fordernd wie Federball, aber wir hatten wirklich viel
Spaß. Und das vorallem, weil wir absolut nicht ordentlich spielten,
sondern Hände, Füße, Wände, Decken und auch mal andere Personen
dazu benutzen, das Spielfeld auszubauen. Gelegendlich spielten wir
auch ganz ohne Platte, genau wie bei Federball. Wir tauften das Spiel
suibian qiu 随便球
(„beliebig-Ball“), da wir so ziemlich jede Ballspielart
mit einbauten.
 |
BISASAAAM! seit einigen Tagen sieht man überall auf dem Campus Gullideckel, die entweder mit bestimmten Bildern oder manchmal auch einfach abstrakt bemalt wurden - schöne Sache! |
Ach
und vielleicht auch erwähnenswert ist, dass es hier in den letzten 4
Tagen so viel geregnet hat wie in den letzten 9 Monaten nicht. Seit
nun über 4 Wochen ist das Wetter stets über 30 Grad und wird auch
die nächsten 3 Monate nicht weiter sinken. Da Pekings Luft sich aber
durch die ständige Hitze sehr auflädt, es ja aber hier sonst nie
regnet, ergießt sich der Regen in Peking im Sommer manchmal tagelang
ununterbrochen und so hatten wir seit ein paar Tagen ständig
überflutete Straßen, Gewitter und Millionen von absolut panischen
Chinesen. Das Wetter im Sommer ist absolut anders als das im Winter.
Klar, dass es im Sommer wärmer ist, aber es gibt mittlerweile wieder
viele Tage, wo die Luft nahezu komplett unverschmutzt ist und auch
Wolken sieht man mittlerweile wieder öfter. Eigentlich ganz nett,
und da die Luftfeuchtigkeit immer noch weit weniger ist als zum
Beispiel in Leipzig oder Taiwan, kann man auch mit den 30 Grad noch
gerade so leben.
Am
Samstag hab ich den Eintrag zu Hong Kong dann veröffentlich. Witzig,
„heute, hier und jetzt“ ist der 08.06. und ich habe es innerhalb
von 2 Tagen geschafft, diesen Eintrag bis zu diesem Tag zu schreiben
und bin somit eigentlich schon wieder bei der Aktualität, denn der
Tag, über den ich hier schreibe ist gerade mal vorgestern gewesen.
Hätte nicht erwartet, dass ich es überhaupt nochmal hinbekomme, den
Blog auf dem aktuellen Datum zu halten. Da ich zum jetzigen Zeitpunkt
(Zeitpunkt, an dem ich das hier schreibe) aber noch knapp 3 Wochen in
Peking habe, werde ich wahrscheinlich noch etwas warten mit dem
Veröffentlichen dieses Eintrages, damit ich die letzten
interessanten Tage vor der Abreise hier auch noch reinpacken kann.
Also, weiter im Text.
Am
Samstag haben Philipp und ich beschlossen, was wir im Juli machen
wollen. Wir guckten nach Flugtickets nach Taiwan und stellten fest,
dass wir mindestens 400 € würden zahlen müssen und da würde sich
erst ein Aufenthalt von mind. 2 Wochen lohnen, doch dann hätten wir
nicht mehr genug Zeit, Suzhou, Shanghai und Qingdao zu sehen, denn
diese Städte würden wir auf jeden Fall nochmal bereisen wollen.
Würden wir aber mehr Zeit für diese Städte einfordern, würde sich
das mit Taiwan nicht mehr rentieren. Wir beschlossen, Taiwan den
Laufpass zu geben, denn auch wenn es ein wirkliches Traumland ist,
ist es Mitte Juli im Süden von Taiwan meistens so um die 40 Grad
aufwärts und es ist Hauptreisezeit und da würde sicherlich keiner
von uns viel Spaß dran haben. Wir beschlossen, erst mit dem Flugzeug
nach Chengdu 成都 zu fliegen
und uns dort ein paar Tage aufzuhalten. Chengdu ist außerdem der
einzige Ort in China, in dem man Pandas sehen kann und das wollen wir
uns nicht entgehen lassen. Darüber hinaus gibt es dort eine Art
Nationalpark und Marina, die dort schon mal war, meinte, es sei mit
Abstand der schönste Ort, an dem sie in ihrem Leben bisher war.
Nachdem wir ein paar Tage in Chengdu verbrachten haben werden, wollen
wir nochmal nach Chongqing 重庆
fahren. Chongqing ist nicht weit weg von Chengdu und mit weit
über 33 Millionen Einwohnen die von der Bevölkerungszahl her größte
Stadt des Planeten. Dort würden wir auch nochmal so 2 3 Tage bleiben
wollen und dann würden wir mit entweder Flugzeug oder Zug nach
Jiangsu 江苏 fliegen/fahren.
Jiangsu ist die Provinz, dessen Hauptstadt Nanjing 南京
ist und in der sich auch Suzhou 苏州
und Hangzhou 杭州 befinden.
Und die beiden zuletzt genannten Orte wollen wir danach besichtigen,
denn Philipp lebte einst in Suzhou und möchte ein paar alte Freunde
wiedersehen und Hangzhou soll generell extrem schön und natürlich
sein. Da ich Shanghai eben gerne noch sehen wollen würde,
beschlossen wir, danach noch ein paar Tage nach Shanghai 上海
zu fahren und uns dort die schönsten Stellen anzusehen.
Danach würden wir über Qingdao 青岛,
was direkt am Meer liegt und bekannt für gutes Bier und schöne
deutsche Architektur sein soll, zurück nach Peking fahren und
unseren allerletzten Tag in China noch ein mal dort verbringen, bevor
wir dann am 21.07. nachts von Peking aus über Abu Dhabi nach
Frankfurt zurückfliegen würden. Ein langer und sicherlich sehr
spannender Reiseplan und ich hoffe, alles wird so klappen, wie wir es
uns vorstellen. Jetzt müssen nur noch Tickets gekauft, Hostels
gebucht und Unternehmungspläne geschmiedet werden, dann kann es
losgehen! :)
TAG
285 Sonntag 07.06.2015
Sonntag.
Am Sonntag haben Philipp und ich uns mit Frau Drinhausens Tochter
Katja und ihrem Freund Jonas getroffen. Wir hatten vor, zur
Marco-Polo-Brücke zu gehen, welche sich ziemlich weit weg vom
Zentrum im Süd-Westen der Stadt befindet. Wir waren nicht sicher, ob
das Wetter uns nicht einen Strich durch die Rechnung machen würde,
aber außer einem bewölkten Himmel und Niesel hier und da passierte
auch den ganzen Tag über nichts Schlimmes. Wir trafen uns nach knapp
anderthalb Stunden Busfahrt gegen halb 1 an der Brücke und sahen uns
dort ein wenig um. Schon verrückt. Wenn man von Leipzig aus eine
anderthalbe Stunde Bus fährt, ist man bei günstigen Bedingungen
schon in Dresden oder Berlin. Wir fuhren genauso lange in Peking und
schafften es von halbzentral Nord-Westen bis außerhalb Süd-Westen.
Wir schlanderten ein wenig auf der Brücke entlang, gestaunten die
vielen verschiedenen Löwenskulpturen und begaben uns dann auf das
angrenzende Parkgelände und ließen uns unter einem gemütlichen
Pavillion nieder. Die Brücke war Ende der 30er Schauplatz einer
sino-japanischen Schlacht und wurde somit zum Ursprungsort des
gleichnamigen Krieges. danach wurde sie hauptsächlich von außerhalb
lebenden Bauern benutzt, um Obst in das Stadtzentrum zu karren. Heute
ist es eine weitere kleine Sehenswürdigkeit, für die sogar Eintritt
verlangt wird. Wir unterhielten uns ein wenig, bis wir dann
beschlossen loszuziehen und uns in der Nähe was zu Essen zu
besorgen. Leider (war ja immerhin Nachmittag und eher Vorstadtgebiet)
fanden wir nichts brauchbares (bzw. halbwegs sauber wirkendes) und
entschieden uns somit, einfach weiter im Plan zu machen.
Wir
schnappten uns ein Taxi und fuhren eine knappe Stunde lang nur gen
Norden, bis wir irgendwann im Nord-Westen genauso weit vom Zentrum
beim botanischen Garten von Peking ankamen. Wir dachten uns, da wir
alle 4 noch nie bei diesen 2 Orten waren und Philipp und ich nur noch
wenig Zeit in Peking übrig hatten, könnten wir ja noch ein paar
sehenswertere Stellen besuchen. Der Garten/Park sah an sich aus wie
jeder andere Park, nur war er manchmal gespickt von etwas größeren
Teichen und es gab hier und da noch ein paar schönere Ecken als
sonst. Zuerst zog es uns aber in das „Gewächshaus“, ist
zumindest die Übersetzung, die dem am nächsten kommt. Aber genauso
wie die Parkanlage dort war auch das große Gewächshaus auf den
ersten Blick nicht sonderlich aufregend. Die meisten Pflanzen wurden
einfach nur in ihren schwarzen Plastetöpfen gelassen und entweder
halb eingegraben oder mit Erde halb zugeschüttet. Manchmal standen
sie auch einfach nur so in Töpfen da und es kam kein wirklich
tropisches Klima auf. Haha. Klima. Witzig. Alles war halb vertrocknet
und sah ungepflegt aus. Die Bidler die ich gemacht habe lassen alles
vielleicht ganz schön aussehen, aber das sind letzten Endes auch nut
gewählte Ausschnitte und alles in allem war das erste Stockwerk
nicht wirklich umwerfend. Allerdings, als wir in das obere Stockwerk
gingen, stießen wir auf die Abteilung mit den Wüstenpflanzen und da
waren wirklich, wirklich außergewöhnliche Pflanzen dabei und so
einige auch wirklich faszinierend schöne. Nachdem wir das
Gewächshaus dann verlassen hatten, gingen wir nochmal kurz in den
„Bonsai-Garten“, welcher wirklich sehr schön war. Stille,
altmodische Gebäude und Natur wo man auch hinsah. Dort blieben wir
gerne noch ein ganzes Stückchen und genossen einfach die Natur die
sich uns im Vorder- und Hintergrund bot. So gegen kurz vor 5
übermannte uns dann doch so langsam der Hunger und nachdem wir uns
auf ein Lokal geeinigt hatten, gingen wir wieder raus und zur
Bushaltestelle.
Wir
warteten kurz auf den passenden Bus und dann ging es los. Wir
entschieden uns für das vegetarische, buddhistische Restaurant in
Wudaokou, in dem Philipp und ich schon einige Male waren. Da Wudaokou
eher zentral Norden ist und wir uns sehr sehr weit außerhalb des
Zentrums befanden, dauerte die Fahrt bis dahin eine ganze Stunde und
so erreichten wir das Restaurant um Punkt 6 Uhr, was doppelt Pech
bedeutete. Pech, weil man in guten Restaurants in China immer
warten/anstehen muss (viele Leute, guter Ruf, blabla) und Pech, weil
absoolut alle Chinesen Punkt 12 Uhr Mittag und Punkt 18 Uhr abends
essen wollen. So endeten wir damit, dass wir sage und schreibe eine
Stunde warten mussten, bis ein Tisch für 4 frei wurde und wir an der
Reihe waren. Wir hatten uns vorher schon überlegt gehabt, was wir
bestellen wollten und so kam das Essen auch super schnell. Wir hatten
würzig-scharf frittierten Lotus, aus Seitan gemachte
Fleischbällchen, ein sehr beliebtes Hühnchengericht bei dem das
Hünchen durch Tofu und die Zwiebeln durch Rettich ersetzt wurden,
kalte „Fleisch“streifen mit Paste aus Bohnen und Seitan, ohne
Gewürze angebratenen Lauch, süß-sauren „Fisch“ mit Ananas,
sehr würzige Rosmarinkartoffeln, Reis und einen mild-herben Grüntee.
Das war mit Sicherheit eines der besten, chinesischen Essen, dass ich
je hatte und mir kann nie wieder jemand erzählen, dass sich
vegetarisch nicht gut essen lässt. Der knusprige Lotus, die würzigen
Kartoffeln, die Seitanpaste...... Ich hatte eigentlich vor, Bilder
davon zu machen, aber da die Gerichte ja nicht alle auf einmal kamen
und wir am Verhungern waren, hab ich es leider vergessen. Wir tranken
danach gemütlich unseren Tee und erzählten noch ein bisschen. Katja
arbeitet bei der Hanns-Seidel-Stiftung in Peking und meinte, dass
Philipp und ich gerne nochmal vorbeikommen sollen, bevor wir China
verlassen. Sie meinte, wir könnten uns mal umsehen und uns erzählen
lassen, was die Stifung so vertritt und was für Arbeiten sie hier in
China so tätigen. Ein wirklich tolles Angebot und sicherlich
ziemlich hilfreich für unser Studium. Außerdem bot uns Katja an,
dass wir, nachdem wir bei ihr auf Arbeit waren, mit zu ihr nach Hause
fahren und chinesisch kochen könnten, denn als wir auf unseren Tisch
warteten, fragte ich sie, ob sie denn chinesisch kochen kann. Und was
für eine Frage – natürlich kann sie das, sie lebt schon seit fast
8 Jahren in Peking. Ich frag mich sowieso, warum ich sie nicht schon
viel eher gefragt habe, denn ich wollte generell mal wissen, wie man
so einige Gerichte macht. Sie meinte, dass sie es mir gerne zeigen
würde und dann könnte ich mir das Rezept aufschreiben und mit nach
Deutschland bringen. Das wäre toll!!
Wir waren mit dem Essen so
gegen 8 rum fertig und machten uns dann auf den Weg. Katja und Jonas
würden mit der U-Bahn fahren und ich suchte Philipp und mir einen
Bus heraus, der uns direkt zum Campus bringen würde. Wir gingen
heim, ich schrieb Tagebuch und ließ den Abend ruhig ausklingen. Und
ich muss sagen, dieser Sonntag war der seit langer Zeit schönste Tag
in Peking, den ich so hatte. :)
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| warten, warten, warten |
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| jeder Steinlöse auf der Brücke wurde individuell gestaltet |
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| Umfeld |
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| zwar war die Brücke nicht sonderlich spannend, aber nett anzusehen war die dennoch :) |
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| hier nochmal die Brücke von weiter weg |
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| zoologischer Garten Peking |
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| dieses Metallgitter passte leider gar nicht rein :D |
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| und diese Figuren auf dem Baumstamm auch nicht |
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| Plastikblumenkästen voller Pflanzen, die einfach auf den Boden gestellt und mit Erde zugeschüttet wurden. super schön. |
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| auch hier sah man überall die Blumentöpfe. irgendwie nicht sonderlich authentisch. |
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| wenn man nur kleine Ausschnitte wählt, sahen einige Dinge sogar sehr schön aus :P |
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| Jonas :D |
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| coole Kakteen |
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| schöne Details |
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| Gesamtüberblick :) |
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| schöner Bonsai |
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| hier waren wir uns nicht sicher, ob dies ein seeeehr großer Bonsai oder nur ein kleiner Baum war :D |
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| schöner, alt-chinesischer Garten |
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| lecker lecker Tee |
TAG
286 Montag 08.06.2015 und TAG
287 Dienstag 09.06.2015
Die kommende Woche war wieder so semi-spannend, deswegen fass ich mal
wieder einige Tage zusammen. Am Montag hatten wir im Unterricht
einige recht interessante Gespräche (wie immer nur bei Tingli, dem
Hörkurs, denn diese eine Lehrerin ist wirklich besonders gut). Es
ging um die in China sehr wichtige Bescheidenheit. So redeten wir zum
Beispiel darüber, dass man in China, dass man wichtig(er)e Vortrag
o.ä. meistens mit Phrasen wie „ich habe mich nicht besonders gut
vorbereitet“ oder „ich war nicht besonders fleißig beim
Vorbereiten“ beginnt, einfach um nicht zu sagen „mein Vortag wird
super toll werden“. Das schon seltsam ist, denn in Deutschland
(oder anderes westlichen Ländern) würde man so etwas nie hören,
die Lehrer oder Professoren würden fragen, was man dann bitte dort
macht, wenn man sich schlecht vorbereitet hat bzw. würde das ein
sehr negatives Licht auf einen werfen. Natürlich bereitet sich in
China vor einem Vortrag niemals jemand schlecht vor, aber man sagt
es einfach so dahin, weil es höflich ist, sich und seine Arbeit
schlechter darzustellen, als sie eigentlich ist. Fand ich sehr
interessant, auch wenn ich den chinesischen Standpunkt zwar
verstehen, aber nicht nachvollziehen kann. Wollte ich euch nur mal
als weiteres, kleines Beispiel für die deutlichen Unterschiede
zwischen Deutschland und China geben. Ansonsten habe ich an dem
Montag noch sehr viel Blog geschrieben und schaffte es sogar, an dem
Tag bis zum jetzigen Zeitpunkt zu kommen. Was schon wirklich ein
ganzes Stückchen ist, zumal ich seit meiner Reise nach Taiwan
eigentlich kontinuierlich mehrere Monate hinterherhinkte.
Am Dienstag haben Philipp und ich endlich mal genug Willen aufbringen
können, um mit dem Planen unserer großen Reise im Juli zu beginnen.
Wir unterhielten uns erst mal ein wenig über die Orte, die wir
besichtigen wollen würden und wie lange wir jeweils wo bleiben
wöllten. Dann fingen wir an dem Tag an, die Flüge zu buchen und
Hostels vorzureservieren. Die kommenden Tage schafften wir es dann,
den Plan fertigzustellen und alle notwendigen Reservierungen zu
tätigen. Wir werden Peking am 29.06. morgens verlassen und dann bis
zum 20.07. unterwegs sein, bis wir am letzten Tag vor dem Heimflug
(in der Nacht vom 20. zum 21.) nochmal einen Tag nach Peking
zurückkommen werden.
Und so sieht der Plan in grober Kurzfassung aus:
29.06. - 03.07. Chengdu 成都
03.07. - 05.07. Chongqing 重庆
05.07. - 09.07. Shanghai 上海
09.07. - 12.07. Hangzhou 杭州
12.07. - 16.07. Suzhou 苏州
16.07. - 19.07. Wuxi 无锡
19.07. + 20.07. Peking 北京
21.07. zurück nach Frankfurt
Der Plan änderte sich nun viele Male, aber so ist er nun beschlossen
und wir haben bereits alle Hostels vorbestellt und die Flüge von
Peking nach Chengdu und von Chongqing nach Shanghai sind auch schon
bebucht wurden. An den sich überschneidenden Tagen werden wir dann
jeweils mit Zug oder Flugzeug den Ort wechseln. Da Chengdu und
Chongqing bzw. Shanghai, Hangzhou, Suzhou und Wuxi alle sehr nahe
beieinander sind, müssen wir weder viel Geld noch viel Zeit
aufwenden, um den Ort zu wechseln, was für uns wie ein sehr guter
Plan klingt. Unten ist ein kleines Bild von meiner Karte, wo ihr
gerne mal die ganzen Orte suchen könnt. Chengdu und Chongqing sind
eher im Westen und Shanghai und die anderen Orte sind alle beisammen
im Osten. Peking natürlich im Norden. Was genau wir jetzt jeden Tag
in den Orten machen werden, steht noch nicht bzw. bis jetzt nur zum
Teil fest, sodass ich darauf einfach näher eingehen werde, wenn ich
meinen letzten Blogeintrag über die Resie selbst schreiben werde.
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| der große, rote Fleck oben ist Peking, Mittig links befindet sich Chongqing, nord-westlich davon Chengdu und bei den roten Punkten im Osten befinden sich Shanghai, Hangzhou, Suzhou und Wuxi |
TAG
289 Donnerstag 11.06.2015
Am
Donnerstag überkam mich ein wenig das schlechte gewissen und ich
ging mal wieder zu Kouyu (Sprechen). Außer dem Hörverstehnskurs
sind eigentlich alle anderen Kurse über das Semester von Mal zu Mal
immer schlechter geworden. Die Grammatiklehrerin redet wie ein
Tonband und wir müssen manchmal 45 Minuten lang 2 Seiten Text erst
dem Lehrer nach-, dann jeder 2 Sätze und dann alle im Chor lesen.
Die Lehrerin des Schreibkurses ist an sich ganz nett, aber ihre
Stimme drohnt, mein Trommelfell und meine Nerven vollends zu
zerreißen. Der Lesekurs ist schon immer absolut grotte gewesen,
weshalb ich das ganze Semester vielleicht 3 mal da war und die
Lehrerin aus dem Sprech-Kurs hat ernsthaft einen sitzen. Das sich
auch an dem Tag wieder bewisen hat. Wir kamen irgendwie auf das Thema
zu sprechen, dass sich in den chinesischen Universitäten jedes Jahr
einige (nicht viele, vielleicht 2 oder 3) Studenten von den
Unigebäuden stürzen und umbringen. Da Chinas Bildungssystem dafür
bekannt ist, dass es die Schüler und Studenten dazu zwingt, jeden
Tag bis in die Nacht hinein Hausaufgaben zu machen und panisch
hunderte Seiten Lernstoff auswendig zu lernen und weil der
gesellschaftliche Druck in China generell abnormal hoch ist, ist es
recht offensichtlich, dass diese Studenten deshalb Selbstmord
begehen, weil sie dem Druck nicht mehr Stand halten können.
Jedenfalls ging es um Chinas „Marken-Unis“ Mingpai Daxue 名牌大学
(die qualitativ
gesehen besten Universitäten Chinas) und darum, dass sich dort auch
einige von den Gebäuden stürzen. Auch hier an meiner Uni, der
Renmin Daxue, gab es seit meiner Ankunft bereits 2 Fälle von
Studenten, die von den Unterrichtsgebäuden stürzten.. Philipp und
ich konnten uns den Kommentar nicht verkneifen und mussten sagen,
dass das eigentlich ein ziemlich unumstößliches Zeichen dafür ist,
dass mit diesen Unis und dem Bildungssystem generell etwas ganz klar
nicht in Ordnung sein kann, wenn sich die Studenten schon anfangen
umzubringen, weil sie es nicht schaffen. Darauf hin sagte sie mit
einer geradezu naiven Kindlichkeit (und einem permanenten Lachen auf
dem Gesicht) „ich hab keine Ahnung was das bedeutet, ich bin noch
nie von einem Gebäude gespungen, haha“. Danach war ich erstmal
sprachlos. Sie scherzte dann noch weiter und meinte, dass sie dieses
eine Gebäude auf unserem Campus nicht leiden kann, weil die
Studenten dort immer runterspringen. Ich meinte dann, dass wenn so
etwas in Deutschland passieren würde, man alles daran setzen würde,
die Bedingungen zu verbessern und Einsatz zeigen würde. Darauf hin
sah sie mich bloß mit einem so dümmlich-fragenden Blick und offenen
Mund an und meinte einfach nur „Ach, in Deutschland springen keine
Studenten von den Gebäuden???“ Damit war das Gespräch für mich
beendet und nich winkte ab.
Nachdem
der Unterricht geschafft war und ich beschloss, auch zu dem Kurs
nicht mehr zu gehen, ging es heim und nachdem ich mich ein bisschen
mit Paket Packen befasste, stellte ich erstmal richtig fest, dass das
Wetter an dem Tag absolut perfekt war. 27 Grad, leichter Wind,
absolut kein Smog, strahlend blauer Himmel, grüne Bäume, vereinzelt
Wolken. Ich würde behaupten, dass das Wetter in Peking seit meiner
Ankunft hier nich keinen Tag lang SO gut war und da Philipp und ich
an dem Tag ncihts mehr weiter vor hatten, beschloss ich, dass wir mal
in den Yuanmingyuan-Park 圆明园
gehen. Der Park ist
Heimatstätte alter europäischer Bauten, welche vor vielen 100en
Jahren zerstört wurden waren. Außerdem ist der Park groß, voller
Natur und kleinen Seen und nur 6 Bushaltestellen von unserem Campus
entfernt. Kurzerhand schnappten wir unsere Kameras, suchten den
richtigen Bus (gibt ja nur 1.000 Buslinien in Peking) und fuhren hin.
Wir zahlten unseren Studenteneintritt und verbrachten dann die
folgenden 3 Stunden in dem Park. Leider (wie es bei allen
Sehenswürdigkeiten in China so ist) war der Park wieder voll mit
Touristen, die natürlich alle noch nie einen Nicht-Asiaten gesehen
haben und auch, wenn man es ihnen nach wie vor manchmal nicht
verübeln kann, dass sie glotzen und reden, ist es dennoch manchmal
grenzwertig. So schoss ich an einem See Bilder und eine ca.
18-jährige stellte sich heimlich hinter mich und machte dann mit
ihrem Selfie-Stick (KOTZ) ein Bild von sich wie sie hinter meinem
Rücken steht. Ich bemerkte das, schoss dann mit meiner Kamera Bilder
direkt von ihrem Gesicht und fragte sie darauf hin, ob sie das nicht
auch ein wenig unhöflich oder unangenehm findet. Auch Philipp hatte
dann mal genug von dem heimlichen Fotographiere und wurde ein wenig
lauter. Ist wirklich schwer nachzuvollziehen, wenn man dieses
Phänomen nicht persönlich kennt und anfangs ist das auch noch
spannend, aber wenn man halt schon länger in einer chinesischen
Stadt lebt und mittlerweile mehr Pekinger ist als 75 % der Chinesen
in diesem Park, dann ist es einfach nur noch zum Kotzen, wenn man auf
Ewig der „Ausländer“ ist und alle einen als Attraktion
betrachten, obwohl man doch einfach nur in Ruhe leben will. Man wird
halt jedes Mal daran erinnert, dass man noch so gut Chinesisch
sprechen kann, dass man noch so viel über China wissen kann, dass
man aber immer angesehen wird und alle denken, man ist einfach nur
ein ausländischer Tourist, der gar nichts kann und gar nichts weiß
und gar nichts versteht. Man wird nie dazugehören.
Nachdem
wir uns dann von den nervenden Gaffern entfert hatten, schlechderten
wir noch ein wenig durch menschenleerere Ecken und sahen uns dann ein
wenig die Ruinen in dem Park an. Wirklich schön, was man dort so
sehen konnte und da ich es mit Bilder eher verdeutlichen kann, als
mit Worten – hier wieder eine Runde Kamerabilder. :)
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schöne Pagode auf dem See
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| hier die unverschämten Fotographinnen mit ihrem Selfie-Stick |
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auch hier regiert mal wieder nur der Schein - alle Pflanzen wurden einfach samt Topf auf den Steinboden gestellt
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| Beginn der Ruinen |
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| kleiner Philipp beim Stromern :P |
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| wirklich schön :) |
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| eine der berühmtesten Ecken Pekings |
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| am Ende gab es sogar eine Art "Irrgarten". von außen sah man nur die Köpfe rausgucken, wie sie hin- und herliefen :D |
TAG 290 Freitag 12.06.2015 und
TAG 291 Samstag 13.06.2015
Am
Freitag Nachmittag hab ich mich mal wieder mit Philipp, Lanxi und
Tina zum Federball Spielen verabredet. Glücklicherweise schafften
wir es dieses mal, wieder einen Platz in der Halle zu reservieren und
konnten so wieder ohne störenden Wind spielen. Nach der Stunde
Training unterhielten wir uns noch ein wenig über dies und das.
Außerdem beauftragte uns Tina letztes mal damit, uns einen schöneren
englischen Namen für sie einfallen zu lassen, da sie Tina nicht
sonderlich mochte. Sie wollte etwas einzigartiges, das man nicht oft
hört. Nachdem wir ein bisschen grübelten, einigten wir uns auf
Eleanor. So einfach geht das in China mit dem Namen ändern – man
beschließt es einfach. :D
 |
| schon halb aufgegessen, deswegen sieht das vielleicht nicht sonderlich schön aus. worauf ich allerdings aufmerksam machen will ist, wie viele Knoblauchzehen sich in diesem Gericht befinden. typisch für die Pekingküche - alles ertrinkt in Knoblauch und demzufolge riechen auch viele Leute hier sehr streng nach Knoblauch :'( :D |
Am
Samstag hab ich mal wieder bisschen mit meiner Mutti (und am Sonntag
mit meiner Schwester) geskypt und es war wieder sehr schön, jemanden
von der Familie zu „sehen“. Danach trafen Philipp und ich uns
abends halb 7 mit Ke und Yuyan (die ihr vielleicht vom Namen her noch
kennt) und gingen in eine Bar bei Nanluo Guxiang 南锣鼓巷,
was sowas wie eine bekannte Straße voller Läden, Bars und
Essmöglichkeiten bei einem der großen Seen von Peking ist. Ke wurde
eine Bar empfohlen und nachem wir sie erreichten, stellten wir fest,
dass wir offenbar viel zu früh da waren, denn sie war absolut leer.
Wir gingen dann erstmal ein bisschen durch die alten Hutongs und
gönnten uns chinesische Hausmannskost. Danach gingen wir wieder
zurück und beschlossen, uns wo anders niederzulassen, denn wir
fanden eine Bar, die noch gemütlicher wirkte. Wir saßen draußen,
direkt in einer kleinen Gasse, auf der Autos 20 cm an mir
vorbeifuhren, doch das störte nicht weiter. Es lief gute Musik, die
Leuten waren freundlich und wir konnten einfach mal ein bisschen
entspannen. Da immer alles in Peking so weit weg ist und ich keinen
Bock auf Taxijagd habe, bin ich ja in diesem Jahr fast nie wirklich
weg gewesen, aber das störte auch nicht so. nichtsdestotrotz war der
Abend wirklich sehr schön und die lustigste Erkenntnis des Abends
war, dass mein Chinesisch unter Alkoholeinfluss nicht nur besser
wird, sondern unfassbar gut. Das erste mal merkte ich das, als ich in
Xiamen in dem Hostel abends mit Jana, den Mitarbeitern und Gästen
des Hostels zusammen getrunken und auf chinesisch geredet habe. Ich
war kein bisschen nervös (wie ich es sonst ein wenig bin) und musste
nicht mal über das nachdenken, was ich sagen wollte. Es kam einfach
und es war immer richtig. Und so war es auch in der halben Stunde, wo
ich mich auf einmal in flüssigem, perfektem Chinesisch mit Ke über
meine Vergangenheit unterhalten habe. Am Ende fragte ich sie, ob sie
auch irgendwie findet, dass ich gerade besser rede als sonst und auch
sie meinte, dass sie fast schon erschrocken davon war, wie flüssig
ich redete und dass sie annähernd 100 % verstanden hatte. Nicht,
dass mein Chinesisch sonst totaler Mist ist, aber vieles was ich sage
ist natürlich immer noch falsch und wird manchmal auch nicht beim 1.
Mal verstanden, aber offenbar ist es wohl so, dass ich, wenn ich 3
große Gläser Cola-Rum intus habe, fließend Chiensisch sprechen
kann. Das werde ich mir definitivfür Prüfungen und große
Veranstaltungen merken. :D
Nachdem
wir gegen kurz vor 12 müde geworden waren, machten wir uns wieder
auf den Heimweg und nach einer guten halben Stunde Taxisuche (juhu)
klappte dies auch. Gegen halb 1 kamen Philipp und ich in unserem
Wohnheim an und mussten uns eintragen. Das muss jeder
Auslandsstudent, wenn man nach Mitternacht heim kommt. Auch muss man
den Grund eintragen, und der Wächter, der eben Wache schub chillte
da so gelassen in seinem Stuhl, sah sich seine Kitsch-Serie auf dem
Handy an und schlug uns vor, doch einfach xuexi 学习
als Grund für unsere späte Rückkehr anzugeben. Xuexi heißt
übrigens lernen. Nagut, wenn er das so will, dann sagen wir nicht
nein... haha. :D
TAG
293 Montag 15.06.2015 und TAG
294 Dienstag 16.06.2015
Heute ging es in unserem Hörverstehenkurs darum, ob man Kinder
schlagen soll oder nicht. Also nicht, dass das ein Thema vom Buch
war, denn da geht’s ja nur um Liebe, Essen, Reisen und Freude.
Meistens reden wir mit der Lehrerin einfach nur eine Stunde lang über
alles, was uns einfällt oder worüber wir reden wollen. Sie erzählte
uns von ihrer 16-jährigen Tochter und dass sie in letzter Zeit wohl
ziemlich aufmüpfig sei usw. Dann redeten wir über Erziehung und
Pubertät und dann ging es darum, ob man seine Kinder wegenst
besserer Erziehung schlagen sollte. Im Chinesischen gibt es da eine
Redensart die heißt „棒打出孝子“
(band da chu xiaozi) und die etwaige Bedeutung
davon ist, dass man ein Kind nur durch viel Schlagen dazu bringen
kann, ein gutes Kind zu werden. 棒打
heißt dabei „mit einem Stock schlagen“, 孝子
bedeutet so viel wie „ein Kind, das die elterliche
Pietät ehrt“ und das 出
symbolisiert den Vorgang des Entstehens. Also „mit
dem Stock zu schlagen bringt ein seine Eltern ehrendes Kind hervor“.
Und auch, wenn eine kleine Schelle in seltenen, schweren Taten
eventuell mal halbwegs gerechtfertigt ist (aber meiner Meinung nach
auch da eigentlich eher nicht), ist diese Redensart für mich eher
schwach und ein wenig krank. Zu glauben, dass man nur mit Gewalt und
körperlichen Strafen ein Kind gut erziehen kann.. Federica (die
italienische Klassenkameradin), Philipp und ich waren da sehr stark
einer Meinung, aber da waren ja noch unsere koreanischen Freunde.
Congcong warf gleich ein, dass sie es sehr notwendig findet, weil das
Kind sonst seine Eltern nicht respektieren würde und ich meinte,
dass es ziemlich erbärmlich ist, wenn man seine Kinder schlagen
muss, damit sie einen respektieren. Sie berichtete dann davon, wie
ihre Mutter sie und ihren kleinen Bruder mit Gürteln am ganzen
Körper oder mit Linealen auf die Hände geschlagen hat und das aller
verstöhrendste daran war, dass sie die ganze Angelegenheit absolut
lustig und gerade zu zum Brüllen fanden. Die 4 Koreaner gingen total
darin auf, den lustigen Anekdoten zu erzählen, wo ihre Mütter sie
mit der Faust auf den Kopf schlugen oder wo die Mutter den kleinen
Bruder verhaut, um die große Schwetser zu bestrafen oder wo die
Mutter mit Sachen nach ihnen warf, weil sie die Tür zu laut
zugeschlagen hatten. Federica und ich waren wirklich absolut
sprachlos und meinte dann, dass ich es regelrecht krank finde, wie
sie darüber reden. Sie meinten, dass das unabdingbar wichtig sei,
damit ein Kind gut wird und ich meinte, dass es das nicht sei, denn
in Deutschland wird fast kein Kind geschlagen und die werden ja auch
nicht alle zu Mördern und Verbrechern. Eher werden das die Menschen,
die daheim als Kinder von ihren Eltern so behandelt wurden, wie sie
es erzählen. Nun ja. Andere Länder, andere Sitten, aber das heißt
ja nicht, dass man sie tolerieren sollte. Ich jedenfalls finde, dass
das Thema zwar interessant ist/war, aber die Stunde an sich war
definitiv die krasseste, die ich je hatte.
Nachdem der Schock über diese kleine Meinungsverschiedenheit
überstanden war, kümmerte ich mich den restlichen Tag hauptsächlich
um ein paar organisatorische Dinge. Ich ging zur Bank und informierte
mich darüber, wie ich Geld von meinem chinesischen aufs deutsche
Bankkonto überweisen kann, Philipp und ich kauften uns das Zugticket
von Wuxi nach Peking am 19.07., ich schrieb eine weitere Woche von
diesem Blogeintrag (womit ich wieder beim aktuellen Datum angekommen
war) und bereitete alle Unterlagen und Dokumente für das nach
Deutschland zu schickende Paket vor. Danach war meine Pflicht
erledigt und ich konnte guten Gewissens die Uni einen weiteren tag
links liegen lassen. :P
Am Dienstag war der Unterricht auch wieder ganz toll. Den Sprechkurs
hab ich wieder geschwänzt, denn ich hatte keine Lust auf sinnloses
Gefasel und in Jingdu, dem Grammatikkurs, beendeten wir unsere letzte
Lektion für die Prüfung und waren sozusagen mit dem Stoff durch.
Leider hatten wir aber noch eine eine ganze Stunde und am Mittwoch
und Freitag auch nochmal ganze 90 Minuten Unterricht, in denen wir
dann nur noch stumm und schweigend im Klassenzimmer saßen und
„wiederholen“ sollten. Sie meinte, wir sollen einfach bisschen
lernen und wenn wir Fragen haben, sollten wir diese stelllen. Jeder
halbwegs gute Lehrer in Deutschland würde nun noch Übungsblätter
mitbringen, sich selbst was ausdenken, einfach mit den Studenten
reden oder wenigsten Film gucken oder frei geben, aber nein – wir
saßen stundenlang nur da, sie schwieg und wir lernten vor lauter
Langeweile einfach Vokabeln. Was für ein tolles Bildungssystem. Ein
Glück, dass der Chinesischunterricht in China nun allmählich vorbei
ist. <3
Ansonsten schafften Philipp und ich es an dem Tag noch, unsere Pakete
nach Deutschland wegzuschicken. Wir karrten die jeweils 12 Kilo
schweren Pakete mit einem geliehenen Schubkarren zur Poststelle der
Uni und verbrachten dann wie zu erwarten war über eine Stunde damit,
Listen auszufüllen, sie nochmal auszufüllen (wegen blabla Fehler),
sie NOCHMAL auszufüllen, weil die Versandart zu teuer war, die
Pakete an 4 Stellen mit den Adressen von Deutschland und China zu
beschriften und uns den entstandenen Preis erklären zu lassen.
Nichts bürokratisches läuft in China einfach glatt, aber zum Glück
wir schafften es dennoch.
Danach gingen wir wieder heim und ich holte mir ein nettes Zertifikat
vom International Student Office ab, welches (siehe Bild)
haupsächlich sagt, dass ich ein Jahr in Chian war und diese und jede
Vergünstigungen erhalten habe. Außerdem holte ich mir (im Laufe der
Woche) noch meine beiden HSK-Zertifikate ab. In der HSK 5
hatte ich 241/300 und in HSKK, der mündlichen Mittelstufe, 74/100.
 |
| an unserem Wohnheim fangen so langsam die Vorbereitungen für die komplette Restaurierung an und hier sieht man, wie gefühlt das gesamte Gerüst, welches die Fahrradständer überdachte, auf einem mehr als nur kleinen Wägelchen abtransportiert wird. witzig. :D |
 |
| hier das schicke schicke Zertifikat meines Stipendiumsgebers |
 |
| blablabla, Thomas Michael, Stipendium, blablabla, Semesterbeitrag und Wohnheimsplatz, blablabla, blablabla |
TAG
295 Mittwoch 17.06.2015 bis
TAG 299 Sonntag 21.06.2015
Die anderen Tage der Woche waren alle wieder semi-spannend, denn wir
ihr ja wisst, laufen hier bereits meine letzten Tage in Peking. Der
Vollständigkeit der letzten Tage halber ratter ich hier nochmal
alles runter:
Ich fing im Laufe der Woche so langsam an, einige Dinge einzupacken
und viele, viele Sachen einfach wegzuschmeißen, da ich keine
Verwendung mehr für sie hatte. Philipp und ich festigten unsere
Reisepläne Stück für Stück, indem wir da nochmal ein Hostel
umbuchten, uns diese und jene Anfahrt nochmal genauer ansahen und uns
schon so langsam überlegten, was man wo besonderes unternehmen kann.
Da ich in der kommenden Woche noch 6 Prüfungen innerhalb von 3 Tagen
haben werde, ging außerdem in dieser Woche wieder viel Zeit für
Vokabeln lernen, Texte lesen und Phrasen verstehen drauf. Und wenn
wir schon beim Thema sind: ich hatte auch meine letzten Stunden
Unterricht hier, die zu meiner Überraschung zum Großteil aus
effizienten und hilfreichen Zusammenfassungen und Informationen zu
den Prüfungen bestanden. Im Schreibkurs wurden uns sogar alle
Fragen/Themen der Prüfung gegeben und dann wurde uns einfach frei
gegeben, weil sie nichts mehr mit uns anzufangen wusste. Sogar in
Jingdu, wo wir Dienstag und Mittwoch nur schweigend herumsaßen,
redeten wir fast die ganze Freitag-Stunde nur über Buch-bezogene
Themen.
Außerdem gingen Philipp und ich nochmal raus in die touristischeren
Ecken der Stadt und kauften nochmal ein paar Souveniers und schöne
Andenken ein, da wir das in Peking tatsächlich nie so recht getan
haben und wir natürlich doch gerne ein paar Sachen aus der Stadt
hier für unsere Familien, Freunde und uns mitbringen wollen würden.
Darüber hinaus habe ich nochmal mit allen aus meiner Familie
geskypt, da ich wahrscheinlich vor meiner Abreise aus Peking nicht
mehr dazu kommen werde, sie wiederzusehen und so die Spanne bis zur
großen Wiedervereinigung in Deutschland nicht all zu lang werden
würde.
UND, natürlich klapperte ich nochmal alle meine Lieblingsrestaurants
ab, damit ich all die guten Sachen nochmal essen konnte, die ich so
bald schon nicht mehr würde haben können.
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Tomate-Ei, gedünsteter und in Knoblauch angebratener Brokkoli und Disanxian 地三鲜, bestehend aus Kartoffeln, Aubergine und Paprika, gebraten in einer Soße aus Sojasoße, Essig und anderen Zutaten. übrigens mein Lieblingsgericht und bald lass ich mir auch noch zeigen, wie man es zubereitet. :) |
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| "Korean Style Noodles" und ein würziges Küchlein mit eingelegtem Gemüse. beides super scharf, aber soooo lecker <3 |
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| da waren Philipp und ich mal bei einem extrem beliebten und etwas teureren Koreaner, aber die Pizza war unsagbar gut (wirklich perfekt) und der Hot Pot war genauso unschlagbar - wie ich es vermissen werde! (natürlich außer die Pizza.. :D) |
Sooo, meine Freunde. Das war's.
Nein, Quatsch. Aber ich werde den letzten Eintrag/die letzten
Einträge dann wahrscheinlich erst schreiben, bearbeiten und
veröffentlichen können, wenn ich bereits wieder in Deutschland bin.
Die kommende Woche (22. - 26.06.) besteht nämlich hauptsächlich aus
meinen End-Semester-Prüfungen und nachdem diese beendet sind, werde
ich nur noch 3 Tage in Peking haben, um all meine Sieben Sachen zu
packen, mich zu verabschieden und mein Leben hier hinter mir zu
lassen. Da ich in der Woche also höchstwahrscheinlich sehr viel zu
tun haben werde, beschloss ich, den Blog nur bis zu der Woche vor den
Prüfungen zu machen. Wenn ich wieder in Deutschland und irgendwann
mal zur Ruhe gekommen bin, werde ich dann bei der letzten Woche in
Peking ansetzen und dann über diese und die 3 Wochen, in denen ich
auf Reisen gewesen sein werde, schreiben. Es könnte also ein Stück
dauern, bis ihr hier wieder Action erleben werdet, aber es wird
definitiv noch etwas kommen und ich bin mir sicher, dass die letzten
3 Reisewochen einen sowohl bildlich als auch schriftlich gesehen
guten Abschluss über mein Jahr in Asien und diesen doch so
ausführlich gewordenen Blog bieten werden – also vergesst mich
nicht, bis bald, ich hab euch alle lieb und tschaui! :)
Nun ist es bald vorbei, du gehst bestimmt mit einem weinenden Auge, aber WIR freuen uns einfach nur über deine baldige Heimkehr. Bis dahin noch viel Spaß beim Reisen. Wir lieben dich. Tausend Küsse Mami.
AntwortenLöschenmeine liebe Mami... :):*
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