Hallo nochmal!
Zunächst erstmal – es ist
toll, dass das Bloggen, Facebook, Youtube und was sonst noch alles
jetzt einfach auf dem PC funktioniert. Ich hab einfach meinen
VPN-Client de- und dann wieder neu installiert und zack, alles ging.
Hoffen wir mal, dass das so bleibt. Jetzt kann ich auch in kleineren
Abständen weniger lange Texte veröffentlichen und dadurch
vielleicht etwas detailreicher werden. :)
Stehengeblieben waren
wir ja bei letztem Sonntag.
TAG 14, So. 07.09.14
Wir haben uns um 12 mit Frau Drinhausen verabredet,
die wir ja am Abend zuvor getroffen haben. Sie wohnt – wie auch
Merle – im selben Gebäude wie wir. Wie die Welt halt so spielt.
Wir wachten erstmal auf, schockiert darüber wie schlecht die Luft
war. (Ein Bild vom Ausblick konntet ihr im Blog davor schon
erhaschen.) Der Wert, den man auf einer von der Regierung erstellten
App/Internetseite stündlich neu prüfen kann, lag bei über 260 –
"very unhealthy" sagte die App, "hazardous"
(gefährlich/riskant) wird ab 300 angezeigt. Das heißt, dass pro m²
260+ Feinstaub-/Smogpartikel von PM2.5 in der Luft waren. Also durch
Abgase, Industrie usw. Ab 300 wird einem empfohlen das Haus eher
nicht mehr wirklich zu verlassen. Im Winter sind wochenlange Werte
von 300-400 allerdings nichts allzu ungewöhnliches und Frau
Drinhausens Tochter, die wir abends noch getroffen haben und die
schon seit über 7 Jahren in Peking lebt, erzählte uns, dass es vor
2 Jahren im Winter bereits Werte von über 700 gab. Die Sichtweite
unter derartigen Luftbedingungen liegt dann bei ungefähr 50cm, dann
ist schluss. Wir freuen uns schon total drauf!
Wir gingen jedenfalls zusammen essen, danach in eines
der unzähligen Cafés auf dem Campus (man müsste hier niemals raus,
denn alles was man zum Leben braucht, ist hier), dann noch etwas
außerhalb des Campus spazieren und saßen in einem kleinen Pärkchen,
das als Treffstelle für die dort ansässigen Bürger dienen sollte.
Dort saßen wir in der besser werdenden Luft und redeten noch ein
bisschen üder dies und das. Gegen 4 sind wir dann wieder heim und
Philipp schrieb seinen Blogtext weiter vor, ich veröffentlichte
meinen letzten und Anna, deren PC günstigerweise hier in China
seinen Geist aufgegeben hatte, versuchte, sich ein ihr Problem
lösendes Programm herunterzuladen und schireb Postkarten für
tausend Menschen, so kam es mir vor. :D
Halb 7 war dann wieder Treffen mit Frau Drinhausen
angesagt, denn wir trafen uns dann (wie bereits erwähnt) mit ihrer
Tochter und deren Freund. Wir gingen natürlich zusammen essen
(irgendwie macht man hier fast nichts anderes) und haben und mit den
beiden über das Pekinger Leben unterhalten. Welche Restaurants man
besuchen kann, wie man am besten Taxen bekommt, wo man hingehen kann,
natürlich auch wo und wie man die besten Atemschutzmasken kauft und
und und. Nachdem wir gesättigt waren, gingen wir noch ein bisschen
(über eine Stunde) an den Seen entlang spazieren. Dabei redeten wir
wieder über alles mögliche und tauschten unsere Ansichten bezüglich
Peking aus.
Und ich muss sagen – ich finde die ganze Skepsis
von wegen "so viele Ausländer, so schlechte Luft, so viele
Menschen" bis jetzt nicht so schlimm. Klar, die Luft wird sicher
ein Problem, aber 1. kann man ja auch mal aus Peking raus und 2. ist
das in anderen Städten Chinas nicht groß anders; die Ausländer
tummeln sich auch meist nur in den touristischen Regionen rum, in der
U-Bahn oder in den Resaturants ist man eigentlich immer mit der
einzige nicht-Asiate. Und wegen den vielen Menschen... naja, ist halt
China, ne? Die U-Bahn wird zur Rushhour immer vollgestopft sein und
Menschen wirst du anderswo in Peking auch immer und überall finden.
Aber wenn man ab und zu etwas drängelt, passt das. Außerdem gewöhnt
man sich schnell daran. Bis jetzt finde ich es hier sehr spannend und
auch irgendwie schön, mal ein Jahr umgeben von Lärm und massenhaft
Menschen zu sein.
Nachdem wir dann noch ein Weilchen um die Seen
herumliefen und die touristischen Ecken voller Menschen, Lärm und
viel zu lauter Kunden-anlock-Musik durchquert hatten, begaben wir uns
in eine der dunklen Gassen Pekings (Frau Drinhausens Tochter kannte
sich dort schon aus) und fanden uns mitten in der Dunkleheit in einem
Szenelokal der Pekinger Hipster wieder, tranken noch einen Cocktail
und sahen zum ersten mal: STERNE. Denn es war windig. Und dadurch,
dass abends/nachts meist kein Wind weht, staut sich der Smog immer
an, da war es aber so, dass der Wind allen Smog wegwehte und man
klare Sicht hatte. Wir verweilten noch ein Stück und nahmen uns dann
ein Taxi nach Hause. Dauerte aber wieder etwas länger. Ist wohl
schwerer, in Peking ein taxi zu bekommen, aber egaaaaal.
Als Philipp und ich dann gestern Nacht halb 2 im Bett
lagen, waren wir wieder fast schockiert: die Werte, um 11 Uhr abends
noch ca. bei knapp 200 gelegen, waren innerhalb von einer Stunde auf
ganze 50 gesunken. "Good", sagte die App nun. Gleich mal
Fenster auf. Frühs war die Luft sogar kurrzeitig bei 13 gewesen. Die
Luft war somit besser als in Leipzig gewesen. Solls auch mal geben.
:P
So, hiermit ist der Sonntag auch abgehakt. Leider
dieses mal ohne Bilder, da ich einfach gestern keine gemacht habe.
Hoffe, ihr fandet aber aber dennoch interessant zu lesen, was ich zu
berichten habe/hatte.
Also dann, bis baldibald – euer Thomas! :)
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