Montag, 8. September 2014

Hallo nochmal!

Zunächst erstmal – es ist toll, dass das Bloggen, Facebook, Youtube und was sonst noch alles jetzt einfach auf dem PC funktioniert. Ich hab einfach meinen VPN-Client de- und dann wieder neu installiert und zack, alles ging. Hoffen wir mal, dass das so bleibt. Jetzt kann ich auch in kleineren Abständen weniger lange Texte veröffentlichen und dadurch vielleicht etwas detailreicher werden. :)
Stehengeblieben waren wir ja bei letztem Sonntag.



TAG 14, So. 07.09.14
Wir haben uns um 12 mit Frau Drinhausen verabredet, die wir ja am Abend zuvor getroffen haben. Sie wohnt – wie auch Merle – im selben Gebäude wie wir. Wie die Welt halt so spielt. Wir wachten erstmal auf, schockiert darüber wie schlecht die Luft war. (Ein Bild vom Ausblick konntet ihr im Blog davor schon erhaschen.) Der Wert, den man auf einer von der Regierung erstellten App/Internetseite stündlich neu prüfen kann, lag bei über 260 – "very unhealthy" sagte die App, "hazardous" (gefährlich/riskant) wird ab 300 angezeigt. Das heißt, dass pro m² 260+ Feinstaub-/Smogpartikel von PM2.5 in der Luft waren. Also durch Abgase, Industrie usw. Ab 300 wird einem empfohlen das Haus eher nicht mehr wirklich zu verlassen. Im Winter sind wochenlange Werte von 300-400 allerdings nichts allzu ungewöhnliches und Frau Drinhausens Tochter, die wir abends noch getroffen haben und die schon seit über 7 Jahren in Peking lebt, erzählte uns, dass es vor 2 Jahren im Winter bereits Werte von über 700 gab. Die Sichtweite unter derartigen Luftbedingungen liegt dann bei ungefähr 50cm, dann ist schluss. Wir freuen uns schon total drauf!
Wir gingen jedenfalls zusammen essen, danach in eines der unzähligen Cafés auf dem Campus (man müsste hier niemals raus, denn alles was man zum Leben braucht, ist hier), dann noch etwas außerhalb des Campus spazieren und saßen in einem kleinen Pärkchen, das als Treffstelle für die dort ansässigen Bürger dienen sollte. Dort saßen wir in der besser werdenden Luft und redeten noch ein bisschen üder dies und das. Gegen 4 sind wir dann wieder heim und Philipp schrieb seinen Blogtext weiter vor, ich veröffentlichte meinen letzten und Anna, deren PC günstigerweise hier in China seinen Geist aufgegeben hatte, versuchte, sich ein ihr Problem lösendes Programm herunterzuladen und schireb Postkarten für tausend Menschen, so kam es mir vor. :D
Halb 7 war dann wieder Treffen mit Frau Drinhausen angesagt, denn wir trafen uns dann (wie bereits erwähnt) mit ihrer Tochter und deren Freund. Wir gingen natürlich zusammen essen (irgendwie macht man hier fast nichts anderes) und haben und mit den beiden über das Pekinger Leben unterhalten. Welche Restaurants man besuchen kann, wie man am besten Taxen bekommt, wo man hingehen kann, natürlich auch wo und wie man die besten Atemschutzmasken kauft und und und. Nachdem wir gesättigt waren, gingen wir noch ein bisschen (über eine Stunde) an den Seen entlang spazieren. Dabei redeten wir wieder über alles mögliche und tauschten unsere Ansichten bezüglich Peking aus.
Und ich muss sagen – ich finde die ganze Skepsis von wegen "so viele Ausländer, so schlechte Luft, so viele Menschen" bis jetzt nicht so schlimm. Klar, die Luft wird sicher ein Problem, aber 1. kann man ja auch mal aus Peking raus und 2. ist das in anderen Städten Chinas nicht groß anders; die Ausländer tummeln sich auch meist nur in den touristischen Regionen rum, in der U-Bahn oder in den Resaturants ist man eigentlich immer mit der einzige nicht-Asiate. Und wegen den vielen Menschen... naja, ist halt China, ne? Die U-Bahn wird zur Rushhour immer vollgestopft sein und Menschen wirst du anderswo in Peking auch immer und überall finden. Aber wenn man ab und zu etwas drängelt, passt das. Außerdem gewöhnt man sich schnell daran. Bis jetzt finde ich es hier sehr spannend und auch irgendwie schön, mal ein Jahr umgeben von Lärm und massenhaft Menschen zu sein.
Nachdem wir dann noch ein Weilchen um die Seen herumliefen und die touristischen Ecken voller Menschen, Lärm und viel zu lauter Kunden-anlock-Musik durchquert hatten, begaben wir uns in eine der dunklen Gassen Pekings (Frau Drinhausens Tochter kannte sich dort schon aus) und fanden uns mitten in der Dunkleheit in einem Szenelokal der Pekinger Hipster wieder, tranken noch einen Cocktail und sahen zum ersten mal: STERNE. Denn es war windig. Und dadurch, dass abends/nachts meist kein Wind weht, staut sich der Smog immer an, da war es aber so, dass der Wind allen Smog wegwehte und man klare Sicht hatte. Wir verweilten noch ein Stück und nahmen uns dann ein Taxi nach Hause. Dauerte aber wieder etwas länger. Ist wohl schwerer, in Peking ein taxi zu bekommen, aber egaaaaal.
Als Philipp und ich dann gestern Nacht halb 2 im Bett lagen, waren wir wieder fast schockiert: die Werte, um 11 Uhr abends noch ca. bei knapp 200 gelegen, waren innerhalb von einer Stunde auf ganze 50 gesunken. "Good", sagte die App nun. Gleich mal Fenster auf. Frühs war die Luft sogar kurrzeitig bei 13 gewesen. Die Luft war somit besser als in Leipzig gewesen. Solls auch mal geben. :P


So, hiermit ist der Sonntag auch abgehakt. Leider dieses mal ohne Bilder, da ich einfach gestern keine gemacht habe. Hoffe, ihr fandet aber aber dennoch interessant zu lesen, was ich zu berichten habe/hatte.


Also dann, bis baldibald – euer Thomas! :)

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