大家好!안녕하세요
! こんにちは
!
Das war Hallo auf
Chinesisch, Koreanisch und Japanisch. Haben mir meine Komillitonninen
beigebracht. :P
Ich wollte mal
wieder einen kürzeren Blogeintrag machen, aber wie es eben immer ist
– es kam nicht dazu. Man hatte viel vor, viel erlebt oder einfach
mal keinen Bock. Jetzt ist schon wieder über eine Woche vergangen..
Kinders, die Zeit rennt immernoch. Also dann, weiter geht’s und auf
ein neues!
Aber vorher... mir
ist, als ich meinen letzten Blogeintrag gelesen habe, aufgefallen,
dass ich doch recht viel Negatives schreibe. Das mag vielleicht so
rüberkommen, als würde ich es hier nicht so toll finden, ist aber
garnicht so. Alles in allem finde ich das Leben hier sehr spannend
und einfach neu. Als ich das Philipp erzählte, schrieb er dazu
folgendes. Ich fand es so treffend, dass ich mich dazu entschied, das
hier zu übernehmen: „liegt
ja aber in der Natur des Menschen, dass man sich über unschöne
Dinge mehr auslässt... wie mit der Gesundheit, wenn man sie hat, ist
sie einem egal und redete nicht drüber. wenn man aber krank ist ..“
Hängen bleibt dabei halt meistens eher etwas, worüber man sich
„aufregt“ oder etwas, das man komisch findet, aber glücklich bin
ich hier auf jeden Fall!
TAG 35 Sonntag,
28.09.2014
Da
ja am 01.10. hier Nationalfeirtag in China ist, haben wir vom 01.10.
bis 07.10. Ferien, doch das Ferien-/Feiertagssystem ist hier meiner
Meinung nach noch nicht so angekommen. Wenn man nämlich unter der
Woche frei haben sollte, hat man dafür am Wochenende zu arbeiten
oder in unserem Fall in die Uni zu gehen. So hatten wir also am
Sonntag Unterricht Yes! Also wieder kein Ausschlafen. Wir hatten an
diesem Sonntag Unterricht wie am Montag. Der ist besonders toll, denn
bei 阅读,
also lesen, mussten wir 90 Minuten nichts tun, als der Lehrerin
zuhören, wie sie den Text vorliest, die neuen Vokabeln erklärt und
die Fragen zum Text selbst beantwortet. Da bin ich dann auch das ein
oder andere mal kurz eingenickt. Nachdem das erste Mal Uni an einem
Sonntag dann knapp überlebt wurde und wir gehen konnten, waren wir
dann wieder in der Mensa am Osttor (东门儿)
und haben dort für wenig Geld viel und gut gegessen. Gegen
Nachmittag sind Philipp und ich dann mit unseren Rädern ein bisschen
in unserem Distrikt/Stadtteil herumgefahren. Philipp suchte nach
einem Objektiv und ich nach einem Headset, da mein Mikro wohl etwas
leise ist. Nachdem beides gefunden und gekauft war (mein Headset ging
übrigens nicht – typisch), sind wir beide noch ein bisschen
herumgefahren und haben das Fahrradfahrgefühl genossen. Irgendwie
fühlt man sich gleich viel mehr dazugehörig, wenn man mit dem Rad
unterwegs ist, weil man Teil des großen Verkehrs ist und auch allein
deshalb, weil man nicht mehr das schwächste Glied draußen ist. :D
Bei
unserer Fahrt durch die Gegend hab ich noch ein paar Bilder gemacht,
die ich euch hier zeigen will.
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| eigentlich ein ziemlich schickes Viertel hier um uns herum.... |
Nachdem
wir das erledigten, habe ich mich mit Philipp noch ein bisschen
rausgesetzt und gequatscht. Dabei fiel mir (und das nicht zum ersten
Mal) auf, dass ich manchmal kleine Probleme bekomme, meine Sätze auf
Deutsch gut zu formulieren. Ich spreche zwar noch nicht soo extem
viel Chinesisch im Alltag, aber weil man es ja immer und überall
hört/sieht und Deutsch eben garnicht, denkt der Kopf zumindest bei
mir oft nicht in der gewünschten Sprache. Wenn man dann noch was mit
Freunden unternimmt, mit denen man nur Englisch oder Chinesisch
redet, wird es noch schlimmer. Ich meine, ich kann zwar flüssig
reden, aber so manchmal ist es schon anstrengend die richtigen
Ausdrücke zu finden.. finde ich lustig. :D
Den
restlichen Tag habe ich damit verbracht, mit meinen neu gekauften
Kopfhörern auf meinem Schreibtischstuhl zu sitzen und ein viel
besseres Musikgefühl zu erleben. Auf meinem Stuhl sitzend habe ich
mich stundenlang ausgetanzt und mich meines neuen Lebens erfreut.
Frei von jeglichen Hausaufgaben und Verpflichtungen habe ich endlich
mal meinen Kopf ausschalten können, nichts denken müssen und
einfach mal frei zu sein. Das habe ich wirklich mal gebraucht!! :)
TAG 36 Montag,
29.09.2014
Dieser
Montag war bis jetzt einer der für mich coolsten Tage hier.
Nachdem
dieselben langweiligen Stunden wie vom Vortag geschafft waren, bin
ich mit Enshuai 恩率,
Xianying 仙英 und
Xiaobin 曉彬,
den 3 Koreanerinnen aus meinem Kurs und meine mittlerweile
engsten Freunde hier (natürlich nach Anna und Filib), essen
gegangen. Dabei hab ich auch endlich mal Xiaobin persönlich
kennengelernt. Das unfassbar kleine, süße, zaghaft wirkende
Mädchen, das ganz schüchtern zu sein schien und im Unterricht
anfangs garnicht den Mund aufbekommen hat, ist eigentlich mit Abstand
die coolste von allen. Als wir von der Mensa zu der Wiese gegangen
sind, die sich in der Nähe unseres Wohnheimes befindet und die
einzige mir in Peking bekannte Wiese ist, auf die man sich auch mal
legen darf, äffte sie ausgiebig einen unserer Komillitonen nach, der
unsere Turotin scharf persönlich kritisierte und sich aufführt wie
ein Gott. Ziemlich lustig, wirklich, vorallem wenn die Person, die
das nachmacht, aussieht wie ein Engel. :D
Wir
haben uns dann zu 4., bewaffnet mit Eis und/oder Kaffee, auf die
Wiese gesetzt und dann haben die 3 mit ein paar koreanische
Trinkspiele beigebracht. Unglaublich, wie leicht und lustig die sind
und unglaublich, wie viele komplizierte wir in Deutschland haben. Die
werden auf jeden Fall übernommen! Nachdem wir die Spiele just for
fun ausprobiert und uns dabei halb tot gelacht haben, gab es wieder
ein paar Bilchen (davon werden sicherlich eine Menge weitere kommen).
Am Ende verabredeten wir uns dann für den Abend, um die Trinkspiele
auch mal mit ein wenig Alkohol zu spielen.
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| vorne Xiaobin, rechts oben Xianying und unten drunter Enshuai :) |
Das
Wetter war an diesem Tag mal unfassbar gut (Luftwerte bei knapp 60,
Temperatur über 25°C und man konnte tatsächlich mal die Sonne
sehen und spüren).
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| Vergleich Freitag, 26.09. ..... :( |
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| ..... und Montag, 29.09. :) |
Deshalb
bin ich dann nachmittags zusammen mit Anna zu der Wiese gegangen,
habe dort gelesen, ein paar Hausaufgaben erledigt, wir haben
gequatscht und in der Sonne gedöst. Ganz wie daheim in Leipzig. Das
war so schön und zum ersten Mal habe ich hier in Peking ein kleines
Heimatsgefühl bekommen. Musste ja aber auch langsam mal kommen.
Immerhin ist das hier jetzt der Ort zu dem ich nach Hause komme,
nicht der Ort, zu dem ich gegangen bin, nachdem ich von daheim weg
bin.
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| cheeeeeeeeeeeeeeeeese |
Hier lerne ich Freunde kennen, unternehme Dinge, kaufe ein,
lerne und hab mein eigenes Refugium. So kann es meinetwegen gerne
weitergehen. Hier noch kleine Bildchen vom auf-der-Wiese-rumliegen.
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| fast wie daheim.. aber ich bin ja daheim... |
Gegen
19 Uhr habe ich mich dann mit Xiaobin getroffen und wir sind
einkaufen gegangen. 4 Flaschen Bier, eine Flasche Wein und eine
kleine Flache Whiskey-Cola, 5 Tüten Chips und weitere chinesische
Fressalien waren das Resultat. Ich hab natürlich eingeladen. Wir
haben uns dann in der Lobby unseres Gebäudes getroffen und uns
gebraten, was wir tun. Der eigentliche Plan war, sich wieder auf die
Wiese zu begeben, Trinkspiele zu spielen, zu trinken und einfach ein
bisschen zu quatschen. Den Mädels war es aber zu kalt. Während wir
uns berieten was zu tun ist, kam noch Robert dazu, einer unserer
Mitstudenten in unserem Sprachkurs. Eigentlich ein ganz netter, aber
an dem Abend hat er sich einfach bisschen daneben benommen. Wir
entschieden uns schließlich dazu, dass sich die Mädels etwas
wärmeres anziehen und wir unseren urspünglichen Plan durchziehen.
Es war zwar frisch, aber mit genügend Kleidung war das schon
machbar. Während wir das jedoch ausmachten, fragte Robert circa 20
Mal danach, ob wir mit ihm essen gehen wollen (oder eher drängte uns
dazu, ihn zu begleiten), Frage jeden 3 mal nach seiner Handynummer
und dass man ihn doch sofort mal anklingeln sollte und nachdem wir
unseren Plan gefestigt hatten, nervte er mich noch ständig damit,
dass wir ihn nicht dabei haben wollen, weil wir ihm nicht
antworteten. Naja, fand ich etwas arg audfringlich, nachdem ich ihn
aber noch davon überzeugen musste, dass es okay sei, wenn er
mitkommt, kam er mit... Wir gingen zu der Wiese, Robert meinte,
während ich mich mit Xiaobin unterhielt, 5 mal zu mir, ich soll doch
mit ihm zum Supermarkt zu kommen und Bier kaufen. Nachdem ich ihm
nett gesagt habe, dass ich einfach vorhatte auf diese Wiese zu gehen,
zu trinken und zu quatschen und der Supermarkt ganze 2 Minuten von
hier entfernt sei, blickte er mich verdutzt an, als würde ich ihn
ausschließen und drängt Xianying. Klar, dass die Asiaten nicht nein
zu sowas sagen. Naja.
Der
restliche Abend war aber ziemlch geil. Wir spielten die vorherigen
Spiele, erzählten über ziemlich nutzlose Dinge und lachten uns
ständig tot. Ich war sehr glüclich, dass ich hier Freunde gefunden
habe, mit denen man sich abends auf eine Wiese setzen, was trinken
und über völlig inhaltslose Unterhaltungen derart lachen kann.
Chinesen trinken meist fast garnichts und verstehen unter Party
machen und ausgelassen Spaß haben eher zusammen Tee trinken gehen
oder eine kleine Geburtstagsparty veranstalten, nicht zusammen
gemütlich was trinken oder sowas wie Home- oder WG-Partys, zusammen
faul rumliegen und sich vollfressen oder sogar mal richtig weggehen.
Aber wer sagt denn, dass ich das nicht auch einfach mit Koreanern
machen kann? Wir reden trotzdem Chinesisch, die Freundschaftskultur
Koreas ist der chinesischen ziemlich ähnlich und ich habe ja auch so
noch einige chinesische Freunde. :)
So
verlief dann auch der Rest des Abends. Wir haben uns mit Chips
vollgestopft, unser Bierchen getrunken, gespielt, erzählt und massig
gelacht. Sehr ausgelassen und unbekümmert. Robert fing nur gegen
Ende wieder an, Xiaobin ziemlich zu nerven und sie ständig zu
fragen, ob sie jetzt sofort (!) mit ihm essen gehen will. Viel zu
aufdringlich für unser aller Geschmack gewesen. Naja, wir haben
einfach immer wieder nett abgelehnt und uns weiter unterhalten.
Als
sich der Abend dem Ende zuneigte, gingen wir dann wieder zurüclk in
die Lobby und machten noch ein paar bescheurte Bilder. Enshuai sah
aus wie ein Penner in ihrem fetten Pullover, außerdem war ihr
Gesicht total rot geworden. Passiert ihr immer meinte sie. Xianying
wirkte schon ein bisschen angetrunken (wir haben alle ein Bier
getrunken.. :D), kann aber auch einfach ihre normale Stimmung sein.
Xianying ist generell ziemlich verrückt. Zum Beispiel wird alles,
was sie in ihren Händen hält zu einem Mikrofon wenn sie redet. Das
macht sie aber toternst. Oder sie lügt dir knallhart ins Gesicht und
erzählt völlig abstruse Dinge von sich die unmöglich wahr sein
können. Xiaobin und Enshuai lachen sich dabei immer völlig kaputt.
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| Enshuai spinnt rum und Xiaobin und ich posen komisch... :D |
Alles
in allem finde ich, dass die 3 ziemlich geile Freunde sind und ich
freu mich schon, die kommenden Monate gemeinsam mit den verrückten
Koreanerinnen zu verbringen!
Hier
jetzt noch die „besten“ Bilder des Abends. :)
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| 茄子!!! ich bin wohl doch ein bisschen Chinese ... |
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| :) :* |
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| beknacktes Kaputzenbild! |
TAG 37 Dienstag
30.09.2014 und TAG 38 Mittwoch 01.10.2014
Dieser
und der nächste Tag gehen sozusagen ineinander über, ergo werden
sie auch zusammengefasst. Die Erzählungen darüber, werden sehr sehr
lang werden, also macht euch bereit! ;)
Frühs
hatten wir wieder mal normal Unterricht, aber die 3 Mädels kamen und
gingen irgendwie mittendrin. Nach dem Unterricht erzählten sie uns,
dass sie gestern nach dem Abend noch was essen gegangen sind (Xiaobin
hatte ja auch kein Abendsbrot, wollte nur nich mit Robert gehen...)
und dort wohl schlechtes Fleisch gegessen hatten. Jedenfalls hatten
alle ziemliche Bauch- und Kopfprobleme und gingen nach dem Unterricht
schnell heim. Philipp und ich gingen dann allein essen und legten uns
danach auch hin. Aber nicht, weil es mir oder uns auch nicht gut
ging, sondern weil wir strenge Pläne hatten. „Morgen“ fingen ja
unsere „Ferien“ an und der 01.10. ist ja auch der
Nationalfeiertag Chinas. Dieses Jahr ist es am 01. Oktober ganze 65
Jahre her, dass unser guter Freund Mao Zedong die Volksrepublik China
am Tiananmen ausgerufen hat und da wir wenigstens etwas cooles an dem
Tag machen wollen, haben Anna, Philipp und ich uns dazu entschieden,
heute Nacht durchzumachen, uns ein Taxi zu bestellen, das uns dann
zum Tiananmen-Platz bringt und dann dort um 06:10 Uhr in der früh
die Flaggenhisszeremonie anzusehen. Dabei wird die Nationalflagge
Chinas von einer Truppe der Nationalgarde aus dem Tiananmen (天安门
wörtlich. „Tor zum himmlichen Frieden“ und der
Ein-/Ausgang zur Verbotenen Stadt (故宫
gugong) und ehem. Kaiserresidenz) getragen und
auf den Tiananmen-Platz, der sich südlich vom Tiananmen befindet,
befördert. Dort befindet sich der große Fahnenmast, an dem die
Flagge dann mit untermalung der chinesischen Nationalhymne gehisst
wird. Das wird jeden Tag im Jahr genau zu Sonnenauf- und untergang
getan, doch am Nationalfeiertag ist das natürlich noch etwas
anderes. Das Event schlechthin. Kommunismus, China, Propaganda und
Nationalstolz at its best. Das wollten wir uns geben, doch dafür
mussten wir munter bleiben, ergo ging es Dienstag nach dem essen
erstmal ins Bettchen.
Ich
lag dann bis circa 17 18 Uhr nur im Bett rum und/oder habe mich mit
meinem Laptop vergnügt. Zwischendurch gab es dann schon den ersten
Kaffee. Dann gingen wir erstmal zusammen was essen. Danach ging es
wieder einen Kaffe holen und Fressereien für den Abend kaufen.
Philipp war noch woanders unterwegs und da ich den Kühlschrank
beherberge, bekam ich alles erstmal zur Aufbewahrung. Das Resultat
sehr ihr nun hier.
![]() | |
| ein echter Studentenkühlschrank |
5
Flaschen Cola, 5 Dosen Red Bull, 2 Kaffeedosen und ein bisschen
Alkohol war auch dabei. Das Fresszeug hatte Philipp bei sich
gelassen. Um 12 wollten wir 3 uns bei Philipp treffen und bis um 3
noch was zusammen machen, da das leichter ist, als allein. Bis dahin
gab es aber noch Zeit zu vertreiben. Ich habe in den 4 Stunden vorher
sicher 3 weitere Tassen Kaffee und den Rest Whiskey-Cola vom Vortag
getrunken. Dann habe ich mir überlegt, was ich mir denn warmes
anziehen kann, da es mittlerweile schon arg kalt draußen war. Und
nachts und schlaflos würde es sicher noch kälter wirken. Nachdem
das auch erledigt war, hab ich mich dann wieder an den PC gesetzt und
Youtube durchforstet. Dabei schien die Zeit zu vergehen, denn eh ich
mich versah, war es halb 12. Zeit, nochmal kalt zu duschen. Nachdem
das getan war, schlüpfte ich in meine Schlumbiklamotten und ging zu
Philipp.
Der
hatte seine 2 Betten zusammengeschoben und schon gute
nicht-einschlafen-Musik angemacht. Wir 3 saßen auf dem Bett, haben
„Wer bin ich?“ gespielt, weiter Cola, Kaffe und Red Bull
getrunken, Süßkram gegessen und uns über vietnamesiche Schnulzen,
Mr. Toast und andere für die Öffentlichkeit nicht bestimmte Dinge
völlig totgelacht. :D
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| koffeingetränkter Spaß! |
![]() |
| und, wer sind wir? :D |
Unser
Taxi haben wir für 3:15 Uhr bestellt, damit wir auch mit kurz vor 4
früh genug da sein können. Wir dachten uns über 2 Stunden vorher
sollte klappen, dass wir noch gute Plätze bekommen. Je näher wir
aber mit dem Taxi dem Tiananmen-Platz kamen, desto eher merkten wir,
dass das ziemlich bescheuert war. Immerhin reden wir nicht von
Deutschland, sondern vom Nationalfeiertag Chinas und von Chinas
Hauptstadt. Hier kommen über die Woche mehrere Millionen Besucher
oder Leute, die hier Familie haben, her. Viele kommen aus ganz China
hierher, nur, um dieses Ereignis sehen zu können. Einige campierten
hier schon Tage vorher. Der gesamte Platz war bereits nicht mehr
betretbar und somit gingen wir durch 3 verschiedene Sicherheitschecks
durch und landeten irgendwo nord-östlich des Platzes, sozusagen
rechts „neben“ dem Eingang des Tiananmens.
Es war dunkel, kalt,
wir waren total müde aber es war sehr aufregend. Die ersten Bilder
davon gibt es jetzt schonmal:
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| völlig übermüdet aber glücklich :) |
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| der/die/das Tiananmen, Eingang zur verbotenen Stadt! |
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| massig Leute, die schliefen oder fast schliefen |
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| erhaben strahlt Maos Bild und über uns hinweg.. |
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| Menscheeeeeen |
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| Wachen standen überall, völlig starr, irgendwie gruselig.. |
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| hier ist unser endgültiger Platz gewesen, schon recht gut |
Wir suchten uns einen für den Anfang relativ geeigneten Platz und
kämpften uns Stück für Stück ein klein wenig weiter vor. Da hier
eh jeder meist ziemlich rücksichtslos und egoistisch ist, musste ich
mich auch nicht schlecht fühlen, den Leuten mit meiner Größe die
Sicht zu nehmen oder ihnen so lange auf die Pelle zu rücken und sie
zu schieben, bis sie mir angegeben haben. Besonders bei solchen
Events kennt hier keiner mehr Freunde, also haben Anna, Philipp und
ich uns in die Massen gedrängelt und irgendwann hatten wir dann
einen guten Platz.
Als das geschafft war, spielten wir wieder eine Runde wer bin ich und
durften zusehen, wie sich nahezu im Sekdundentakt Leute zu uns
umdrehten und sich über die komisch, hart-klingende Sprache neben
ihnen wunderten. Und im Umkreis von vielleicht 4m² um uns herum
waren ja schon allein circa 100 Chinesen. Wir riefen oft mal Wörter
wie „Krankenwagen“ oder „Schmetterling“ in die Massen,
einfach weil der Rest es eh nicht verstandet hat und es so schön
ahrt klingt. Schon geil, wenn man einfach so immer über alle reden
kann und es keiner mitbekommt, wir es aber hören, wenn sie über uns
reden. Hahaha. :D
Bevor die Zeremonie losging, wurde ich dann nochmal ziemlich müde
und habe mir wie alle anderen auch einfach Platz gemacht und mich mal
hingesetzt. Außerdem hatten wir Hunger. So langsam zog der
Schlafmangen schon sehr an uns oder eher mir. Ich bin einfach zu alt
für solchen Scheiß... Jedenfalls hielten wir durch, erzählten uns
blöde Geschichten und Fotographierten die verrückt die Massen und
die wahrscheinlich ungelogen mehreren 10.000 Polizisten oder anders
uniformierte Männer. Die waren so ein Zwischending aus Polizei und
Armee.
Auf einmal wurde der Himmel, der vorher völlig rotbraun von Licht-
und Luftverschmutzung war und an dem vorher kein Lüftchen geweht
hat, blau. Man konnte richtig sehen, wie alles über dem Horizont
noch braun und dreckig war und das Blau von oben herzog. Wie ich ja
bereits mal erwähnte, kann Peking sein eigenes Wetter beeinflussen.
Dinge in die Luft schießen, damit es abregnet oder die den Smog in
den darauffolgenden Tagen verschwinden lässt oder Luftdruckgebiete
erzeugt, so dass plötzlich Wind weht. Ich denke, dass genau das dann
passierte, denn das war ziemlich auffällig. Auch, wenn die Sonne
dann bald aufging und der Tag anbrach. Ich hab davon ein Bild
gemacht, weiß aber nicht, ob man das darauf sonderlich gut sehen
kann.
![]() |
| wie gesagt auf den Bild schwer zu sehen, aber war wirklich bisschen komisch. braun braun braun braun blau! |
Und dann ging es auch schon los. Man hat es aber nur daran
mitbekommen, dass die Massen laut wurden und auf einmal mehrere
100.000 Arme hochgingen und mit ihren Tablets und Handys anfingen,
Bilder oder Videos zu machen. Ganz am Ende davon konnte ich die Fahne
sehen, wie sie herausgetragen wurde. Verfolgt von einem Orchester
wurde sie dann über die Chang'anjie 长安街,
die „Straße des ewigen Friedens“ zum Tiananmen-Platz getragen
wurde. Als die Fahne ankam, war kurz stille, dann ertönte Chinas
Hymne. Der Träger der Flagge lies sie hoch fliegen und dann machte
sie sich am Mast langsam nach oben. Alle waren gespannt und filmten
durch all die Arme und technischen Geräte hindurch. Meist war der
Ausblick nur ein paar cm breit, da eben alle ihre Arme erhoben, aber
man konnte schon einiges sehen. Zwar wenig und sehr weit weg, aber
man war dabei.
Als die Flagge oben angekommen war, wehte sie majestätisch im Wind
und die Hymne fand ihr Ende.
Und auch wenn ich Chinas Politik und Wirtschaft fraglich bis sehr
schlecht finde, muss ich sagen, dass selbst ich in dem Moment ein
klein wenig „Nationalstolz“ empfunden habe, einfach weil dieses
Hissen der Flagge so unglaublich groß aufgezogen wurde und alles
eben so voll war mit Patriotismus. Alle die Menschen, die aus dem
ganzen Land kamen um das mit anzusehen. War schon wirklich ein
wahnsinniges Erlebnis. Und als die Flagge dann oben war und erhaben
über allen wehte, wurden plötzlich mehrere 1.000 Vögel losgelassen
und schwarmten über den gesamten Platz aus. Hauptsächlich über
uns, weil wir ja schräg vor dem Tiananmen standen und dort alle
freigelassen wurden. Nachdem das alle bestaunten, kam noch eine
kleine Überraschung. Vor und neben dem Tianenman wurde auf einmal
Unmengen an Luftballons losgelassen. Und zwar so viele, dass das Tor
zur verbotenen Stadt zu Beginn nur noch halb zu sehen war. Nachdem
alle das Spektakel zu Ende beobachtet hatten, machten sich alle
sofort auf den Weg. Wir blieben noch da und machten mehr Fotos. Alle
halbwegs schönen Bilder von vor, während und nach der Zeremonie
sehr ihr jetzt hier. :)
PS: Philipp hat von dem wahnsinns Spektakel auch ein sehr langes Video gemacht, das er seit Tagen versucht, gut zusammenzuschneiden. Vielleicht kann ich ihn dazu überreden, es mir zu geben, dann könnt ihr es später auch sehen. :)
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| Menschen so weit das Auge reicht, aber es wird noch mehr... |
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| ich finde dieses Bild so geil. so erhaben und mächtig, dieses Gebäude. |
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| hier wird die Fahne reingetragen. na, wer findet sie? ;) |
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| nachdem die Flagge oben war, kamen die Vögel .... |
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| .... und die Ballons! so schön. |
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| was für ein Erlebnis! |
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| und sofort danach ging es los, der Schrecken! |
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| immernoch total im Arsch aber froh, dabei gewesen zu sein, machten wir uns auf den Heimweg. |
Weiterhin interessant für euch könnten diese 2 Links sein:
Der erste zeigt ein paar Bilder. Aber bitte lasst euch nicht von
denen täuschen. Wenn ihr vorher meine anguckt und dann diese, sollte
euch sofort auffallen, dass die entweder abglaublich bearbeitet
wurden, oder gänzlich zu anderen Zeiten gemacht wurden. Zum Beispiel
sind bei einen Bild alle Menschen einfach rausretuschiert wurden,
oder bei dem einen sieht man Schatten von oben – Indiz dafür, dass
das tagsüber gemacht wurde. Oder einfach die Tatsache, dass der
Himmel auf den Bildern hellblau und mit kleinen Wölkchen ist...
Der 2. Link ist ein (zwar chinesisches, aber geht ja nur um den
Ablauf der Zeremonie) Video, wie die Flagge zum Mast gebracht und
gehisst wurde und wie anschließend Vögel und Ballons freigelassen
wurden.
Nachdem die wahrscheinlich größte Aktion des Nationalfeiertags zu
Ende war und wir noch ein Weilchen die stramm stehenden und dann
ungeachtet all der Passanten wegmarschierenden Wachen fotografierten,
machten wir uns dann auch mit auf den Heimweg. Die Spannung war
vorbei und somit auch der Ansporn, wach zu bleiben. Wir waren alle 3
zwar glück und immernoch aufgeregt, aber totalst müde und wollten
einfach nur heim. Aber ganz genau 1:1 dasselbe dachten sich jetzt
auch bestimmt 1 Millionen Menschen, die ebenfalls gingen. Oder
schlichen. Mit einer Durchschnittlichen Geschwindigkeit von
vielleicht 1 km/h gingen wir denselben Weg zurück entlang der
Chang'anjie 长安街
und wollten irgendwie heim. Noch planlos gingen wir
einfach mit dem Strom mit. Zum Nachdenken war ich auch garnicht in
der Lage. Ich war völlig davon eingenommen, wie unglaublich viele
Menschen um mich herum waren. Allein der eine Fußweg, aufdem wir uns
befanden, war sicher 10 Meter breit und so weit das Auge/meine Kamera
reichte, einfach alles was voll mit Menschen. Anfang dachte ich es
geht so langsam voran, weil vielleicht eine enge Stelle kam, aber es
war einfach nur voll... nur voll. Wir versuchten, zusammenzubleiben
und liefen ungefähr 2 U-Bahn-Stationen weit zu Fuß, bis wir uns
(oder eher ich) dazu entschieden, da jetzt einzusteigen.
So sah es dann auf dem Weg zur U-Bahn und dann auch in der U-Bahn-Station aus. Alles war voller Menschen. Immer und überall. Es gab keinen Ort, an dem mich unzähliche Menschen waren. Wir stiegen in die 1 ein, mussten 3 Stationen fahren und dann bei Xidan 西单 in die 4 umsteigen und nochmals 7 Stationen fahren. Die Bahn war so voll, dass ich es kaum beschreiben kann. Als wir einstiegen, war es fast noch okay. Es war sehr voll, aber eher so Alltag-Rushhour-voll. Wir sind ja aber auch vom Tiananmen weggegangen. Dumm war nur, dass wir an dem wieder vorbei mussten. Als wir die Haltestelle erreichten, die dem Platz am nähesten war, hab ich wirklich geglaub, die Menschen haben sömtlichen Verstand verloren. Die bereits vorher eingestiegenen Menschen wurden nahezu brutal weggeschoben und so stiegen pro Tür (es gibt pro Bahn vielleicht 50) weitere 20-50 Leute ein. Die halbe Bahn schrieh bereits, weil einfach kein Platz mehr war. So langsam bekam ich es schon mit der Angst zu tun. Anna versteckte sich an mir und Philipp schrieh völlig wütend in die Massen auf Chinesisch, dass hier kein Platz mehr sei.
Sowas hab ich in meinem Leben wirklich noch nicht erlebt. Ich bin es
zwar mittlerweile gewohnt, dass es eng und mega mega voll ist und
dass man drängeln muss und stänsig andere Leute berühren muss,
aber das... also ehrlich. Anna, Philipp und ich waren vollkommen
außer uns. Wie man sich so egoistisch benehmen kann. Die Bahnen
fahren zu den Zeiten alle 1-2 Minuten, da hätte man auch warten
können, aber nein, hier kann man nicht warten, nicht mal eine
Minute. Ein unglaubliches Verhalten, das die Menschen hier manchmal
an den Tag legen. Ich will mir garnicht vorstellen, wie schlimm das
hier für die Kinder und Atlen sein muss.
Wir durften eine Haltestelle weiter wieder umsteigen. Juhu, dachten
wir, aber nein. Denn mehrere 1.000 Menschen stiegen genau in dem
Moment auch von der 1 in die 4 um. Wir gingen die unterirdischen
Gänge entlang und ich konnte es einfach nicht glauben. Alles war von
vorne bis hinten voll. Keinen cm² gab es, auf dem kein Mensch war.
Die Luft war so schlecht, uns war so elend warm und wir waren so müde
und gestresst. Ich wollte jedem eine reinhauen, der mich angeremptelt
oder auch nur berührt hat, aber da wäre ich nicht mit
hinterhergekommen. Wir gingen Treppen hoch und runter, lenks und
rechts und immer und überall war das einzige, was man sehen konnte
Wände, Schilder, Lichter und schwarhaarige Köpfe.
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| sprechlos stand ich da und musste mich wirklich zwingen, da jetzt auch nochmal reinzulaufen - aber man hat ja keine Wahl |
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| ätz... |
<- Als wir dann den Wartebreich für die 4 sahen, war ich wirklich nochmal richtig geschockt. Da standen so endlos viele Menschen, man wusste einfach nicht, wohin mit sich. Wir drängelten uns durch und mich hatte mittlerweile meine Geduld verlassen. Alle, die mir nicht aus dem Weg gingen (und das waren alle), wurden weggeschubst. Ich hatte keine Lust mehr, jedem nachzugeben und mich von all den rücksichtslosen Leuten in die Ecken drängen zu lassen. Wir standen dann da, warteten wie imemr 1 Minute und wie immer drängten sich so viele Menschen in die Bahn, dass man dastehen konnte, ohne sich festhalten zu müssen, oder ohne sich umdrehen zu können. Anna und ich waren total am Ende unserer Kräfte. Als wir dann ankamen und unsere Station verießen, fühlten wir uns wie … frei!
Die Menschen waren weg, wir konnten unsere Arme ausbreiten, uns
drehen, „frische“ Luft armen und normal gehen. Sofort gingen wir
nach Hause, ich in mein Zimmer. Ich zog mich garnicht aus, sondern
zog die Gardinen zu, fiel sofort in mein Bett und habe bis ungefähr
15:30 Uhr geschlafen. Als ich wieder aufwachte, war den restlichen
Tag außer Musik hören, am PC rumchillen oder sich im Bett
verkriechen nichts mehr drin.
Passend zu meiner Stimmung war das Wetter an dem tag ziemlich mies.
Es waren gerade mal 11 Grad, es regnete, war versmogt und ich fror
total. Eingepackt in dicke Sachen und Schal und mit einer heißen
Schoki bewaffnet verbrachte ich den Abend bei mir im Zimmer und
schlief ziemlich bald wieder ein.
Und somit war der Doppeltag „endlich“ zu Ende gegangen...
TAG
39 Donnerstag 02.10.2014
Der Donnerstag war, nachdem wir uns die Tage zuvor ein wenig
verausgabt haben, nicht sonderlich spannend. Ich war noch immer total
müde von den Vortagen und nachdem wir alle 3 letztens ziemlich
gefroren haben, entschieden wir uns, an dem Donnerstag zu Xidan,
einem der größeren Shoppingorte Pekings zu fahren und uns dort für
den Winter einzudecken.
Zu erst ging es zu H&M. Die Straßen Xidans waren mal wieder über
und über voll mit Menschen aus ganz China. Man sollte in dieser
Woche wirklich nicht so groß rausgehen, alles voll mit Touristen.
Wir gingen also zu H&M, der, wie ich eigentlich fast nicht mehr
erwähnen muss, völlig überfüllt mit Menschen war, und dort fand
ich nach einger Suche einen ziemlich fetten Pulli und eine dicke,
lange, bequeme Jogginghose. Lustig ist auch, dass man sich öfters
mal einfach so dort im Laden aus- und umzieht, einfach weil die
Umkleiden totalst überfüllt sind. Also hab ich mich dort vor allen
starrenden Augen ausgezogen, mein Zeug anprobiert und mich danach
wieder angezogen. Als wir fertig waren und nachdem wir draußen noch
ein bisschen rumschlenderten, gingen wir dann mal in ein typisch
chinesisches kaufhaft. Eigentlich war das ganze Ding ein exorbitant
riesiger Schwarzmarkt, aber darüber redet man ja nicht. Jedenfalls
war das Teil absolut voll. Diesmal aber weniger mit Menschen, sondern
eher mir Farben, Krimskrams, Lichtern, Musik, Reklameschildern und …
ja auch Menschen. Und auch, wenn ich immer dachte, dass diese typisch
chinesischen Kaufhäuser ziemlich low sind, muss ich sagen, dass ich
sie viel cooler finde, als die westlichen. Erstmal sind die
Schaufensterpuppen so hässlich und abgefuckt, dass es total witzig
ist, da nur rumzulaufen. Zweitens sind die Klamotten dort so extrem
billig – ich hab dort ne Herbst- bis Winterjacke für 250 Yuan (ca.
30€) gekauft – dass man voll viel kaufen könnte. Und in solchen
Länden gibt es auch mehr die typisch chinesische Mode, welche ja ein
bisschen ausgefallener ist. Bei Frauen aber hauptsächlich. Bei
Männern zwar auch, aber nicht so ganz ganz extrem. Vieles davon hat
sehr genau meinen Geschmack getroffen und wenn ich mal wieder mehr
Geld zum Ausgeben habe, werde ich mich nohcmal dahin begeben und mir
mehr kaufen. Außerdem konnte man hier endlich mal handeln. :P
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| ein kleiner Ausblick des Kaufhauses - bunt, voll und vorallem voller blödem Scheiß :D |
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| die musste auch mit rein. verstörend schlimm aussehende Schaufensterpuppen :D |
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| Peace aus Peking :) |
Als wir das Kaufhaus wieder verließen, war es bereits dunkel geworden. Wir überlegten uns, was wir machen wollten. Da wir uns wie öfters mal nicht einigen konnten bzw. alle keine Ahnung hatten, liefen wir einfach noch ein wenig rum. Im Dunkeln sieht die Stadt immer wieder ganz anders aus. Lebendiger einfach. Wir gingen dann in einige Gebäude rein und suchten nach Essen. Aber da alles voll und/oder (meistens und) teuer war, entschieden wir uns dann, heimzufahren und auf dem Campus zu essen.
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| Massenbetriebsrestaurant. wie immer. |
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| so viele Lichter! |
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| man könnte glatt glauben, man ist in einer Millionenstadt |
Als dann dann erledigt war, gingen wir wieder hoch und ins Bettchen. :)
TAG 40 Freitag 03.10.2014
Freitag... erstmal wie imemr duschen, essen, wieder hochgehen und
gammeln. Mein handy hatte zwischenzeitlich mal wieder Probmeme
gemacht und gibt gerell langsam seinen Geist auf. Ich werde mir
demnächst ein neues kaufen (müssen), denn mein jetziges ist
manchmal mittlerweile so langsam, dass es nutzlos wird. Egal,
jedenfalls war bis Nachmittag nichts großes passiert. Eigentlich
hatte ich mir gedacht, dass Anna, Philipp und ich zusammen mit
Xiaobin (Enshuai und Xianying sind momentan in der inneren Mongolei)
in ein echtes, deutsches Restaurant gehen könnten, dort was essen
und danach deutsches Bier trinken könnten. Wollte Xiaobin schon
immer mal machen und da an dem Freitag Deutschlands Nationalfeiertag
war, fand ich das ganz passend. Aber Anna und Xiaobin hatten beide
schon andere Pläne. Xiaobin wollte aber nach dem Abendessen mit
einer koreanischen Freundin noch zu uns stoßen. Also verschoben
Philipp und ich das große, deutsche Essengehen erstmal und gingen in
ein Jiaozi-Restaurant, in dem Weilin einst mit uns gewesen war. Dann
trafen wir uns abends mit Xiaobin und Soo Jin (der Koreanischen
Freundin) und gingen in eine Bar. Jedenfalls wollten wir das.
Gefunden haben wir sie nicht und nachdem wir Ewigkeiten herumliefen
und sie gesucht hatten, gingen wir einfach in ein schlichtes
Restaurant und kauften uns dort einfach Tsingdao-Bier, das übliche
chinesiche. Dort saßen wir dann wieder ein paar Stunden,
unterhielten uns über Robert, über unsere Lehrer, darüber, wie
verzeifelt die beiden gerne eine chinesischen Boyfriend hätten und
dann verfielen wir wieder in die Trinkspiele, die ich am Montag schon
mit den Mädels gespielt habe. Auch diesmal war es wieder super
witzig und man kam sich wieder noch ein kleines Stück näher. Freut
mich.
Lustige Bilder von Xiaobin, wie sie „total besoffen“ vor all den
Flaschen hockt, die wir alle getrunken haben, sind dabei auch
entstanden. Natürlich war sie nicht betrunken – die trank 1 Bier,
während Soo, Philipp und ich jeweils 3 4 tranken. :D
Als der Spaß dann sein Ende fand, machten wir uns wieder auf den
Heimweg. Es regnete. Da mussten wir natüerlich die U-Bahn nehmen,
auch wenn es nur eine Haltestelle war. Nun ja, kostet ja nix. Als wir
dann wieder auf dem Campus waren, hörten wir plötzlich ein
zumindest für Philipp und mich herzzerreißendes Geräusch. Ein
winzig kleines Kätzchen hat sich im Radkasten eines Autos versteckt.
Es war ganz weiß, klein und ganz sehr schmutzig. Während Philipp
und ich, die leidenschaftlichen Tierliebhaber, wirklich traurig
deswegen waren, wollten Xiaobin und Soo einfach weitergehen. Kann man
ihnen schwer vorwerfen, denn sie meinten in Koroe wird sowas einfach
nur ignoriert. In Deutschland sicher auch oft, aber manchmal eben
nicht. Währen die beiden dann heim gingen, entschlossen Philipp und
ich uns dazu, auf unsere Zimmer zu gehen und dem kleinen Kätzchen
ein bisschen Essen zu holen. Wir gingen zurück und versuchten, sie
zu füttern und ihr ein bisschen Liebe zu geben, denn so ein kleines
Lebewesen wird hier in dem Land buchstäblich sicher nur mit Füßen
getreten. Da wir kein Fleisch hatten, eilte ich fix zum nächsten
Supermarkt und kaufte dem Kätzchen Fisch. Als ich wiederkam, saß
Philipp bereits mit dem kleinen Baby in seinem Mantel versteckt auf
einer Treppe. Wir schützten es vor dem Regen, fütterten es endlich,
gaben ihm Wasser und streichelten es solange, bis es keine Angst mehr
hatte und zu schnurren begann. Ich habe lange und ernsthaft überlegt,
sie mit zu mir zu nehmen, aber das ist hier strengstens verboten und
da es bereits nach Mitternacht gewesen war, mussten wir uns an der
Rezeption in eine Liste eintragen. Hätte das Kätzchen da in meiner
Tasche miaut, wäre ich rausgeflogen. Wäre es vor Mitternacht
gewesen, hätte ich es sofort getan! Wir suchten im Internet nach
Tierheimen und Nummern die man anrufen kann, doch weder das Internet,
noch die Nummern, noch die Leute, die wir um Hilfe fragten, brachten
uns weiter. Die Typen in dem Supermarkt lachten uns noch halb aus und
der Wachman am Osttor blickt nur in sein Smartphone und sagte ständig
不知道,不知道
(weiß nicht, weiß nicht). Naja. Wir entschieden uns
dazu, dass Philipp hoch geht und Kartons, Beutel und Handtücher
zusammensucht und wir dem Kätzchen ein kleines Heim in einer
ungesehenen Ecke des Campusses verschaffen können. Während ich
unten wartete (wie soll es auch anders sein – ein Kerl im Regen
stehend, mit einem kleinen Kätzchen in der Jacke verstekt, dass er
retten will), kamen 2 Mädchen an, die das kleine Baby erst
bewunderten und mir dann anboten, Milch aus ihrem Zimmer zu holen.
Dazu sagte ich natürlich nicht nein. Sie kam wieder und wir (Xiaoji
ist ihr Name, sie kommt aus der Mongolei) fütterten das kleine
Kätzchen mit der Milch, dass es auch liebend gerne trank. Philipp
kam wieder und wir beide gingen mit Xiaoji zusammen los, suchten
einen passenden Platz und versuchten dann, es dort „freizulassen“.
Leider wollte es nicht. Wir haben es lange versucht und dann den
großen Karton gefüllt mit den Handtüchern und dem Fisch und
umwickelt mit einer Tüte unter einem versteckten Baum stehengelassen
und letzten Endes das Kätzchen auch dort gelassen. Mir war wirklich
nicht gut zumute, als wir dann gingen. Ich hoffe, dir geht es gut!
Als wir heimgingen, tauschten wir 3 dann noch unsere WeChat-ID
(chinesich 微信
weixin) aus und gingen ins Bett.
TAG
41 Samstag 04.10.2014
Philipps Zimmer liegt zum Campus hin und frühs konnten wir unser
Babykätzchen draußen wieder miauen hören. Phipipp war dann heute
auch mal unten, hat es aber leider nicht gefunden. Vielleicht wird es
ja doch noch bald mein neues Haustier …
Ansonsten ist an dem Samstag garnichts mehr passiert. Ich habe diesen
Blogtext hier geschrieben. Komplett. Ach und ich habe ziemlich veile
Hausaufgaben gemacht. Ergo war dieser Tag sehr produktiv, auch
wenn er als Kompromiss dafür nahezu ereignislos war. War aber auch
mal nötig, da wir viele Hausaufgaben auf haben und ich bis vorher noch garnichts getan habe.
UND ich habe Annas Haare geschnitten! Das war lustig, denn damals (in
Deutschland und generell zu zeiten, zu denen ich noch Haare hatte...)
hat sie mir immer die Haare gefärbt. Heute konnte ich mich endlich
revanchieren und ihr dafür die Haare schneiden. Da Annas Haar
natürlich asiatisch, und somit ziemlich glatt und somit
unkompliziert ist, konnte ich einfach mit der gekauften Scheere
ansetzen und …. zack, ab waren sie! :D
Fast ganze 30-40 cm habe ich ihr glaub ich genommen. Nach mehreren
Korrekturen sah es sogar ziemlich gut aus und Anna war/ist sehr
zufrieden. Vorallem scheint es ihr Leben um einiges einfacher gemacht
zu haben. So ist das eben – je weniger Haar, desto einfach das
Leben. Das kann ich nur bestätigen!! ;D
Sooooo, da habe ich es mal wieder geschafft, den gesamten Eintrag an
einem Tag zu machen und am nächsten Tag (Sonntag, 05.10.) mit Bildern zu bloggen.
Heute wollen wir 3 uns einfach mal in irgendwelche Busse in Peking setzen und spontan herumfahren, irgendwo aussteigen und schauen, was man so erlebt. Da freu ich mich drauf!
Ihr werdet bald davon hören. Ich liebe euch alle, haltet die Ohren steif und bis baldibald! :)
Heute wollen wir 3 uns einfach mal in irgendwelche Busse in Peking setzen und spontan herumfahren, irgendwo aussteigen und schauen, was man so erlebt. Da freu ich mich drauf!
Ihr werdet bald davon hören. Ich liebe euch alle, haltet die Ohren steif und bis baldibald! :)
Euer Thomi



















































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