Dienstag, 14. Oktober 2014

Huhu! Mal wieder hat es etwas länger gedauert, bis ich mich dazu aufraffen konnte, einen längeren Blogtext zu schreiben. Zwar sind die Tage oft nicht mehr so extremst gefüllt mit neuen Eindrücken und Erlebnissen, dafür nutzt man dann eher mal die Gelegenheiten aus, den halben Tag lang nichts großartig spannendes zu machen. Wie dem auch sei, es ist schon wieder mehr als eine Woche ins Land gegangen und ich blogge jetzt mal wieder. :)

Hautthema diesmal: SMOG.
PS: der Eintrag ist doch mit über 15 Seiten sehr lang geworden, wenn ich euch aber dennoch Zeit dafür nehmt und den (wie ich finde dieses mal recht interessanten) Eintrag lesen würdet, würde ich mich sehr geehrt fühlen!

Vorher erstmal noch nachträglich ein paar Bilder von dem Freitag, an dem ich mit Philipp, Xiaobin und Jin Soo weg war. :)






















TAG 42 Sonntag 05.10.2014

An dem Sonntag waren die Luftverhältnisse extrem gut und so sind wir dann wie geplant mit dem Bus herumgefahren. Ein Anfangsziel hatten wir uns allerdings doch noch gesetzt. Wir wollten zum CCTV Tower fahren. CCTV ist der größte Fernsehsender Chinas und dessen Hauptsitz ist natürlich hier, in Peking. Zu dem Tower wollten wir deshalbt, weil er architektonisch sehr ausgefallen und besonders ist. Doch der CCTV Tower ist nicht das einzige beeindruckende Gebäude in der Region gewesen. Denn dort, wo sich das Wahrzeichen und Bürogebäude von Chinas Hauptfernsehsender befindet, war gleich das ganze Wirtschaftsviertel Pekings. Dort befanden sich die höchsten Gebäude der Stadt.
so sieht Beijings Wirtschafts- und Hochhausviertel von weit oben aus: rechts der CCTV-Tower und das große da in der Mitte ist das "China World Trade Center" - Beijings höchstes Gebäude

Ein moderner Glasriese reihte sich neben den anderen und man hatte das Gefühl „in der Zukunft zu stehen“, wie Anna es ziemlich treffend formulierte. Schon verwunderlich, wie China in einigen Bereichen im Leben so stark hinter Europa hinterherhinkt und in manchen Bereichen so weit davor steht. Nachdem wir alle ungefähr 300 Bilder von der überwältigenden Gebäudekulisse gemacht haben, sind wir dann noch direkt zum CCTV Tower gegangen und haben erstmal (schön chinesisch) Selfies gemacht. 
(Wir Europäer oder insbesondere Deutsche machen ja gerne Bilder VON Dingen, einfach, damit wir es festhalten können, aber Chinesen sagen 
dann immer „aber dann weiß doch niemand, dass du da warst“, die machen nämlich immer Bilder MIT Dingen, dabei wird natürlich super süß mit Peace-Zeichen, einem Bein 
beeindruckende Ausblicke
kindlich nach oben angeknickt oder mit putzigen Tierfratzen gepost, egal, ob man gerade vor dem Eiffelturm, dem Eingang eines KZs oder in einem geschichtlichen Museum, das ist den Chinesen egal.) 

Die beste Auswahl an Bildern von uns und den Gebäuden gibt es hier ganz exklusiv:
Zurück in die Zukunft 1.0 - ein Glasriese neben dem anderen

supercooles Gebäude von mir unbekanntem Sinn und Zweck

darf ich vorstellen: spezielle Architektur at it's best - der CCTV-Tower



Zurück in die Zukunft 2.0 - mir gefällt die chinesische Architektur so sehr, wieso ist in Deutschland alles langweilig und quadratisch?

fand ich sehr treffend für China - vorne all die riesen Baustellen und hinten ragen die Wolkenkratzer in die Höhe

HALLOOOOOOO - ich war wirklich hier, falls es mir keiner glaubt!

und meine Freunde sogar auch! sind wir nicht super schön und cool?
Nachdem wir damit fertig waren uns zu fotographieren und uns dabei zusehen zu lassen, wie wir uns fotographieren, machten wir uns weiter auf den Weg und fuhren dann, nachdem wir eine Weile planlos herumgelaufen sind, mit einem Bus zu einer amerikanisch angelehnten Mall (natürlich liefen wir erst wieder circa eine Stunde herum, liefen falsch und mussten dann nochmal ewig laufen, bis wir da waren).
noch ein Beispiel für geile Architekltur
Wirkte wie eine kleine europäische Stadt voller Internationaler Cafés, Klamottenläden und Restaurants. Für chinesische Verhältnisse sehr friedlich und, wie zu erwarten war, voller Ausländer. Dort haben wir uns dann Kaffee, Sandwiches und Windbeutel (super lecker!) gegönnt, uns hingesetzt, Leute beobachtet und sind immer mal wieder herumgelaufen. Ich meinte ja letztens schonmal, dass ich irgendwann mal mit Anna einfach nur irgendwo sitzen will und die Mode der Leute begutachten will. Das war hier schon sehr gut möglich. Wir sahen die unmöglichsten Dinge. Ein Mädchen mit Fake-Brille, ein „Glas“ (die Brille hatte keine Gläser, nur den Rahmen) war kreisrund, das andere rechteckig, dann ein Mädchen mit pinkem Mantel und passender Mütze, total zerfetzten Jeans, Superglitzerschuhen und Pornosonnenbrille und (mein Highlight): ein Mädchen, das ein Keid aus Jogginganzugstoff trug, eine Mütze mit kleinen Elchgeweih aufhatte und die wirklich bescheuertsten Posen machte, die ich je gesehen habe. Völlig beknackt hat sie sich ruckartig umgedreht, um wahrscheinlich ein total tolles ich-gucke-über-meine-Schulter-Bild zu erzeugen. Eine ihrer Posen konnte ich sogar bildlich einfangen und die dürft ihr hier, zusammen mit der Pink Lady und weiteren Bildern der „Mall“, sehen. ;)
ein super Beispiel für chinesische Jugendmode - brech :D

ganz entspannt rumsitzen und Leute angucken, das mag ich :)



Chinesenbabys sind SOO SÜß!!!!
und hier ganz exklusiv: das blöde Poser-Mädchen!! (sie macht grade noch ein Peace-Zeichen mit beiden Händen, das sieht man auf dem Bild nicht) Anna und ich konnten wirklich nicht mehr. sowas beknacktes :D:D:D

 Nachdem wir auch davon wieder genug hatten und es langsam frisch wurde, haben wir uns dann wieder auf den Heimweg gemacht. Später sind Anna, Philipp und ich dann noch Abendessen gegangen und da wir die letzten 5 Tage fast ununterbrochen zusammen waren, fassten wir beim Essen den Entschluss, uns in Zukunft ein bisschen mehr aufzuteilen. Da wir hier ja nicht unbegrenzt lange leben werden und alle unser Chinesisch mächtig aufbessern wollen, müssen wir anfangen, uns aus unserer gemütlichen Deutschzone zu begeben und mehr mit anderen machen. Egal, ob essen gehen, wichtige Angelegenheiten erledigen oder sonst was. Zwar reden wir alle sehr viel Chinesisch, aber es sollte schon noch etwas mehr werden. Damit waren alle einverstanden und wir versuchen in Zukunft mehr mit anderen zu machen. Gleich mal vorne weg (der 05.10. ist ja jetzt schon etwas her): wir gehen zwar immernoch öfters zusammen Essen, aber eben immer nur dann, wenn niemand anderes Zeit hat. Ich für meinen Teil gehe öfters mit Enshuai essen, bin im ständigen Kontakt mit einigen Leuten, mit denen ich nur Chinesisch schreibe und mach auch mal was mit Lanxi, meiner „Buddy“, wird sicher in Zukunft aber noch mehr werden, man kennt ja immerhin noch nicht so krass viele Leute hier.
Naja, jeden falls war das der Sonntag und an dem Abend passierte auch nichts mehr weiter.


TAG 43 Montag 06.10.2014 + TAG 44 Dienstag 07.10.2014

Die letzten beiden Ferientage waren wieder ein klein bisschen entspannter. Zwar hatte ich noch total viele Hausaufgaben zu machen, habe diese aber im Laufe des Ferienwöchleins alle gemacht. In den 7 Tagen die wir frei hatten (man vergisst bitte nicht, dass ich dafür am Sonntag, den 28.09. und Samstag, den 11.10. Unterricht hatte...), sollte ich 3 Aufsätze schreiben, einen Film gucken, ungefähr 6 Seiten im Buch aufgaben machen und einigew Texte bearbeiten. Da sagen sie Lehrer immer: „Und was macht ihr so in den Ferien? Wo geht’s hin? Schaut euch China an, genießt eure Zeit hier.“ Ja, na klar. Wenn dafür Zeit wäre, gern. Ich hab ab Beginn der Uni am 08.10. dann beschlossen, dass ich ein bisschen weniger Fleiß in die Uni stecken werde, einfach weil es meiner Meinung nach wichtiger ist, das Land hier zu bereisen, mit Leuten frei Chinesisch zu reden, die Kultur zu erfahren und für mich nützlichere Vokabeln zu lernen, anstatt Tagein, Tagaus in meinem kalten Zimmer zu sitzen und die Bücher zu wälzen. Da lieber geh mal raus, spiel was am Computer, nehm mir Zeit für mich oder Freunde...

Naja, jedenfalls, zurück zu den beiden Tagen. Am Montag hab ich mich um 12 mit Enshuai verabredet. Wir gingen in ihr Lieblingsrestaurant, die 东区食堂 (dongqu shitang Ost-Bezirk-Mensa), haben uns vollgestopft und viel geredet. Enshuai war die Tage über in der inneren Mongolei und hat dort in mongolischen Hütten geschlafen, Pferde und Kamele geritten und die Wüste begutachtet. Sie meinte zu mir, dass sie ihren Reisepass gefür hat mitnehmen sollen, sehen woltle ihn aber die ganze Zeit über niemand. Ganz. Toll. Und ich saß eine Woche mehr oder minder blöd daheim rum und habe mich geärgert, dass ich nicht raus aus Peking kann. (Übrigens, ich hab garkeine Lust mehr, immer Peking zu schreiben, wenn das garnicht der richtige Name hier ist. Ich wechsel jetzt mal zu Beijing. :P) Konnte man dann auch nicht mehr ändern und da kann man sicher auch fix mal so hin, ist bloß 500km weit weg und somit für chinesische Verhältnisse ziemlich nah. Nach dem Essen habe ich mir einen frischen Bananen- und Enshuai (übrigens ist ihr koreanischer Name Eun Sol, aber den richtig auszusprechen macht mir immer noch Probleme..) sich einen Melonenshake geholt und dann haben wir uns auf die bereits bekannte Liegewiese gesetzt und weiter gequatscht. Die Luft war wie auch gestern super gut, es war mit etwas über 20 Grad sehr angenehm und man durfte wieder die rare Anwesenheit der Sonne genießen. Der Themenbereich wechselte zwischen Alltagsblabla, unseren Uniansichten, Trinkvergangenheiten und Weggeh-Gewohnheiten. Irgendwann durfte Ensuai mal meine Brille aufsetzen und ganz kurz total scheiße aussehen und dann haben wir (wie kann es anders sein) Bilder Bilder Bilder gemacht. 

Enshuai mal weniger hübsch als sonst ;)



schönes Bild <3

















Später ging dann Enshuai 
wieder heim, weil sie noch mit Xianying (unserer koreanischen Klassenkameradin) zu einem Handyladen musste. Ich ging dann gegenüber vom 东门, dem Osttor, in das große Einkaufszentrum und habe mir dort gute, deutsche Milch, Cornflakes, Pseudo-Schwarzbrot (Pumpernickel) und Pseudo-Käse (eingeschweißter Sandwich-Käse) gekauft. Stillt schon mal den Durst nach deutschem Essen, der ab und an mak aufkommt, wird aber nach der 10. Scheibe Brot irgendwie eklig. Wirds wohl wieder etwas dauern, bis es mich wieder danach gelüstet. Als ich dann daheim war, gab es erstmal leckerli Cornflakes mit Milch. :)
leckeeeeeeeeeeeeeeeeeeer!!

süße, deutsche Kuh-Muh-Milch :)



Den rest des Tages verbrachte ich mit meinem guten Freund, dem PC. Keiner hatte Zeit, niemand war da und ich musste auch nicht immer was machen. Ich habe Musik gehört, mir essen von der Mensa direkt nebenan mit hochgenommen und den restlichen Tag in Gammelkleidung gegammelt. Hausaufgaben konnten auch warten.....

Am Dienstag war die Luft immernoch okay. Es gab mittlerweile Werte von 150+, was aber für Beijing okay bis ganz gut ist. Bis unter 200 beschwert sich hier gar niemand. In Deutschland gäbe es da sicherlich schon längst Chaos und Panik, Ausgangssperren und strickte Maßnahmen, aber hier ist das normal und alle Welt freut sich, wenn es „nur 260“ ist, wie Lanxi vor einiger Zeit mal meinte. Tja, China halt. Oder eher Beijing. Die Tage vorher war der PM2.5-Wert bei weit unter 100, manchmal sogar „good“, also unter 50. Auf jeden Fall hatte ich mich dann Dienstag an die aufgeschobenen Hausaufgaben gemacht und auch alles geschlafft. Nebenbei schrieb ich mit Jana auf Skype. Sie erzählte mir von ihren Lebensumständen in Nanjing, was sie mit Johanna während den Ferien getrieben hat, dass sie froh ist, dass die Luft bei ihr meist ganz okay sei und, dass Johanna ständig 小苹果 gesungen hätte. 下苹果 (xiao pingguo wörtl. Kleiner Apfel), ist eines der wenigen chinesischen Lieder, das nicht total schmalzig, sondern poppig und ganz schön bescheuert ist, aber zugegebenermaßen einen ziemlich mitreißenden Rhythmus hat. Da ich mir meine liebe Johanna total gut dabei vorstellen konnte, wie sie Jana tagelang damit genervt hat, den Refrain des Liedes mitzusingen und dabei immer wieder loszutanzen, habe ich es mir gleich mal bei Youtube reingezogen und es dann einfach den gesamten Mittag über laufen gelassen. Wer Lust hat, sich ein klein bisschen China ins Haus zu holen, dem sei empfohlen, einen der beiden Links hier mal zu öffnen und sich das Lied anzuhören. Ich emfehle, den 1. zu nehmen, da er bessere Qualität hat und man vorher ein bisschen chinesische Werbung sehen darf, was sicher auch nicht total uninteressant ist. Da ich aber nicht weiß, ob diese Seite in Deutschland verfügbar ist, hier noch der Youtube-Link dazu.

PS: Das Video ist wirklich total behindert und man denkt sich die ganze Zeit: „Was zur Hölle soll das?“, aber irgendwie finde ich es total witzig. Ist halt ganz schön chinesisch. Aber trotzdem cool, weil es eben chinesisch ist, aber mal nicht so eine Liebeshymne ist. Das Ergebnis ist ein erfolgreich gelernter Refraintext und ein tötlicher Ohrwurm. :D
Jana, wenn du das hier jemals lesen solltest, mach dich bei meinem Besuch darauf gefasst, dass ich Johannas Werk weiterführen werde. Wenn auch wahrscheinlich ohne Tanz. Hahaha.
Gegen Nachmittag habe ich mich mit Xiaobin zum Essen verabredet. Zusammen Essen zu gehen ist heir einfach die herkömmlichste Art, sich zu treffen. Wir gingen, wie ich gestern mit Enshuai, in die 东区食堂 und haben wieder mal lecker gegessen. Könnte auch mein Lieblingsrestaurant werden, denn es ist wirklich garnicht teuer (2 Leute essen sich für 50 RMB/6€ mehr als satt) und es gibt sehr sehr viel sehr leckeres vegetarisches Essen. Das Essen verlief recht fix, da Xiaobin noch massig Hausaufgaben zu machen hatte und diese, wie alle richtigen Studenten das tun, bis zum letzten Tag aufgeschoben hat. Da ich damit schon größtenteils fertig war, konnte ich mal wieder einkaufen gehen, Wäsche waschen, aufwaschen und Wäsche aufhängen. Auch hier hat man schließlich seine Alltagspflichten zu erledigen.
Abends war dann nochmal essen gehen mit Enshuai und Philipp angesagt (man, außer Hausaufgaben machen und essen gehen mach ich hier ja garnichts... ein Glück, dass ich nicht fett werde). Da ist aber, außer dem üblichen Smalltalk, nichts weiter cooles passiert.

Die Luft allerdings wurde im Laufe des Tages wesentlich schlechter. Die 200er-Grenze wurde erreicht und das war seitdem ich hier bin erst das 2. oder 3. Mal, dass das passierte.
Übrigens lag ich letztens falsch mit der Erklärung, dass der Zahlenwert direkt der Feinstaubpartikelanzahl PM2.5 entspricht. In Wirklichkeit gibt es eine Formel, die aus der momentanen Anzahl von PM2.5 pro m³ den AQI (Air Quality Index – das ist der Zahlenwert, von dem immer die Rede ist/sein wird) berechnet. Je höher der AQI ist, desto mehr nähert sich auch die Anzahl PM2.5/m³ dem Zahlenwert des AQI. Lässt sich hier errechnen: http://airnow.gov/index.cfm?action=resources.aqi_conc_calc
Ist der AQI beispielsweise 50, beträgt die Konzentration des Feinstaubpartikels 12, ergo sind 12 Partikel PM2.5 pro m³ in der Luft. Ist der AQI 450, beträgt die Konzentration 424.7, ist also fast schon genauso hoch wie der AQI selbst. Und wenn wir gleich mal beim Erklären sind, mach ich auch mal fix weiter: PM2.5 ist ein „giftiges“ Dreckpartikel, das besonders in Beijing verbreitet ist und hauptsächlich durch die unglaublich vielen Fabriken und Industrien erzeugt wird, die sich überall um und in Beijing befinden, aber auch durch die mehreren Millionen Autos, Heizungen, Klimaanlagen, blablabla. Es ist, wie der name sagt, kleiner als 2,5 Mikrometer und kriecht somit überall rein. Der „Smogwert“ (AQI) in meinem Zimmer beträgt also meistens fast genauso viel wie er auch draußen ist. Diese Feinstaubpartikel gelangen besonders leicht in die Atemwege und manchmal sogar in die Lungenbläschen. Lebt man hier nur ein Jahr so wie ich, ist das noch okay. Man bekommt sicher ab und zu mehr oder minder starken Husten und gesund ist das hier definitiv garnicht, aber die Langzeitfolgen von PM2.5 sind wesentlich schlimmer. Lebt man hier also 15, 30, 70 Jahre, wird man sicherlich irgendwann Lungenkrebs bekommen. Ich habe irgendwo mal gelesen, dass sich das Leben pro Jahr, dass man (nachdem man über 7 Jahre in Beijing gelebt hat) hier lebt, um mehrere Monate verkürzen soll. Ob da was dran ist, weiß ich nicht, aber ich kann es mir gut vorstellen.
So, ich hoffe, das war euch nicht zu kompliziert oder zu langweilig, ich jedenfalls finde es sehr sehr interessant (und wichtig für mich!!) und dachte, dass ihr in Zukunft auch gerne mehr darüber würdet wissen wollen, da ihr euch ja sonst zB. unter diesem Zahlenwert in Zukunft immer nichts wirklich vorstellen könnt und auch dafür, dass ihr den guten alten Smog in Beijing etwas besser verstehen könnt.

Abends, nach dem Essen, habe ich dann daheim meinen 写作-Text (Schreiben) geschrieben und dabei stündlich beobachtet, wie die Luft erschreckend schnell sehr schlecht geworden ist. Als ich gegen halb 12 dann ins Bett gehen wollte, rief mich Philipp auf einmal an und meinte, der Wert sei jetzt sogar schon über 300. Mehr als 250 Partikel PM2.5 befanden sich also nun pro m³ in der Luft. „Hazardous“ (gefährlich, schädlich, riskant). Das steht ab 300 immer auf der Seite, die stündlich den AQI neu berechnet und veröffentlicht. Super toll. Dass es über 200 ging, war das schon erschreckend hoch für mich, da es 2 Tage zuvor noch unter 50 war und so schnell stieg der Aqi bis jetzt noch nicht an. Und jetzt ist er innerhalb von wenigen Stunden um mehr als 100 gestiegen und lag, als ich shclafen ging, bei 306.

Hier ein kleiner Ausblick der Internetseite. Ist zwar dann schon von Mittwoch das Bild (wo es weiterging mit dem Smog), aber in der obersten Leiste direkt unter der Zahl, sieht man wie der Wert im Laufe des Dienstages von über 50 (gelb), 100 (orange), über 150 (rot), 200 (lila) und dann weiter über 300 (braun) stieg. Wirklich sehr sehr rasant…
und zack, innerhalb von einem Tag war die Luft mehr als nur schlecht geworden :(



TAG 45 Mittwoch 08.10.2014

… und das sollte jetzt die kommenden 4 Tage so bleiben. Nee, falsch. Es wurde noch viel viel schlimmer. Der Smogwert stieg im Laufe der Nacht sogar bis auf 370 an. Das ist schon ziemlich krass. Und auch am Mittwoch war dann der AQI das erste mal Morgens weit weit über 200. Meist wird es nachts schlimmer, weil da kein Wind weht und somit der Smog der Stadt zwischen den Gebäuden und Bäumen verharrt und sich anstaut. Und Morgens wird es meist besser. Wurde es zwar auch, aber immernoch war es frühs bei 280. Bis jetzt war es nie länger als 3 4 Stunden über 200, dann wurde es wenigstens wieder rot. Die Sichtweite war mittlerweile schon extrem schlecht geworden und man sah nicht mehr sonderlich viel von der schönen Skyline, die sich mir öfters mal bietet, wenn ich aus meinem Fenster sehe.
Nichtsdestotrotz ging es erstmal wieder in die Uni, die fing ja am Mittwoch wieder an. Totalst müde und niedergeschlagen vom Wetter stand ich also auf, duschte und ging in die Uni. Noch trug ich keinen Mundschutz. Man geht ja nur 50 Meter zu meinem Unigebäude. Wohl gefühlt habe ich mich dabei aber weniger. Im Laufe des Unterrichts stieg der Smog glücklich weiter und war dann gegen Mittag wieder bei über 300 (hat man ja auf dem Bild oben bereits gesehen, das war ja von Mittwoch Mittag). Nach der Uni haben Philipp und ich uns in die 东区食堂 gegangen, waren essen und dann sind wir erstmal zum Souvenier-Shop der Renda gefahren. Ist so ziemlich am anderen Ende des Campuses, aber da wir ja ein Rad haben, benutzen wir das auch immer, sobal der Weg länger als 1 Minute dauern würde. Muss sich ja auch gelohnt haben, das zu kaufen :P Jedenfalls wollten wir College-Jacken unserer Uni kaufen, die gab es nämlich seit ein paar Tagen dort neu. Für 300 RMB (knapp 40€) fand ich die Jacke relativ okay, da sie sehr bequem, warm und ein wirklich super tolles Andenken für den Rest meines Lebens sein wird. Hier ein Bildchen von ihr:
schick, oder? mir gefällt sie sehr! :)

Da die Luft mich schon ein wenig anekelte, entschied ich mich dafür, den restlichen Tag daheim zu bleiben und (neue, sowohl als auch alte) Hausaufgaben zu machen. Wie sich herausstellte, eine gute Entscheidung gewesen. Denn genauso krass, wie der AQI am Dienstag von 150 auf 300 gestiegen ist, so schnell stieg er an diesem Tag von 300 auf über 400. Nein, auch wieder gelogen. Von 13 bis 16 Uhr stieg er so weit. Ich habe es nämlich fotographiert, da ich es nicht glauben konnte... oder wollte. 13 Uhr 316, 15 Uhr 370 und 16 Uhr 410. Der Familien-WhatsApp-Chat, in dem sich meine Geschwister und Mutter befinden, wurde darüber zu dem Zeitpunkt schon ständig informiert. Ich war wirklich fassungslos. Ich meine, man hat sich schon irgendwie mal „gefreut“, dass es so ist. Immer sagten alle, dass es total krass sein soll und keine Sichtweite hier und Mundschutz da und wenn man eben aus Deutschland kommt, wo der höchte Wert in der Geschichte wahrscheinlich bei 60 liegt, dann kann man sich das garnicht vorstellen. Man wollte schon endlich mal wissen, wie das so ist, wenn der AQI mal bei 400+ liegt (Partikelanzahl pro m³ bei 400 übrigens 350). Wir haben hier gelernt, wie es aussieht, wenn der Wert fast jeden Tag 150 und mehr beträgt. Einfach wie sehr starker Nebel manchmal frühs in Deutschland. Es war schon aufregend und spannend, das direkt mitzuerleben, aber schon wirklich ziemlich pervers. Wenn man tagsüber aus seinem Fenster guckt und DAS sieht:
 
derzeitiger Ausblick bei AQI 400+... :(
Das oben rechts ist übrigens die Sonne. Es ist 16 Uhr auf dem Bild. Und wer sich noch an die vorherigen Ausbilck-Bilder hier in meinem Blog erinnert, wird sehen, dass nichts mehr wirklich von dem zu sehen, was eigentlich zu sehen sein sollte. Philipp, Anna und ich hatten ja sowieso schon immer vor, uns alle einen Luftreiniger zu kaufen, da wir gehört haben, dass die Luft im Winter ganz schlimm werden soll und diese Luftreiniger das Zimmer um bis zu über 90% von den Smogpartikeln befreien sollen. Dass es aber jetzt schon genauso schlimm werden sollte wie im Winter, das haben wir nicht erwartet. Ich schloss ab diesem Mittwoch mein Fenster und hab es auch nicht mehr aufgemacht. Helfen tut es zwar wenig, aber besser als nichts. Weiterhin haben wir gleich mal im Internet nach guten Luftreinigern gesucht, Frau Drinhausens Tochter, die wir deswegen einst fragten, schickte uns passenderweise ein paar Tage zuvor eine Mail mit möglichen Modellen. Entschieden hatten wir uns da noch nicht. Aber lieber schon mal bald einen kaufen, dass wenigstens das eigene Zimmer in Zukunft sauber ist. Zur Feier des Tages hat mich dann später noch mein Internet mal wieder kurzzeitig verlassen und in Ermangelung einer Erklärung ging ich dann doch noch raus (das wirklich erste mal mit Maske, denn bei Werten über 300 geh ich definitiv nicht ohne raus), eine neue 网络卡 (wangluo ka Internet-Karte) kaufen, feststellen, dass das nicht hilft, unten mit der Rezeption quatschen, mit irgendjemandem telefonieren und dann letzten Endes erfolglos 2 Stunden später wieder in mein Zimmer gehen. Suppi. War auch auf chinesisch schwer zu erklären, wenn ich mein Problem nicht mal auf deutsch würde sinnvoll erklären können. Ich ging zur Abregung erstmal nebenan was essen. Nebenan ist gut, da musste man nicht raus. Da aber der Eingang unseres Wohnheimes und der der Mensa stehts auf waren, war es sogar unten im Erdgeschoss schon ein wenig duselig. Wie ich bereits sagte, wenn die Luft so schlecht ist, ist sie es überall, denn der Feinstaub kommt überall hin. Nachdem das erledigt war, hab ich mich den restlichen Abend bei Philipp eingeladen, um meine internetlose Zeit totzuschlagen und um mich mit ihm über das super Wetter auszutauschen. Das Wetter ist und bleibt halt Smalltalk-Thema Nummer 1. ;)


TAG 46 Donnerstag 09.10.2014

Frühs habe ich mich beim Blick aus dem Fenster, wie eigentlich zu erwarten war, mächtig erschreckt. Ab Mittwoch Nachmittag war der Wert ununterbrochen über 350 (also ständig „hazardous“) und gegen 3 Uhr nachts war er sogar bei 455. An diesem Morgen war der AQI 398. Nichts war mehr zu sehen. Das 'Nichts zu sehen' gibt es hier zu sehen. Und um einen noch besseren Vergleich zum eigentlichen Ausblick zu erzeugen, hier nochmal Bilder von vor etwa einem Monat (Anfang September), auf denen derselbe Ausblick bei einem AQI-Wert von unter 50 zu sehen ist. Gemacht wurden die Bilder alle 4 frühs, wohlgemerkt.

Ausblick links 09.10.14

vgl. Ausblick links 02.09.14









 
Ausblick rechts 09.10.14

vgl. Ausblick rechts 06.09.14





















 





















Und, seid ihr ein bisschen schockiert? Gut so. War ich auch.
Die Uni war wieder mal wenig spannend. Wird sie sicher auch niemals werden. Wir sitzen da, sagen ab und zu immer mal was, lesen, sprechen nach, hören zu, machen Aufgaben. Das tollste ist wohl immer die Pause zwischen den Stunden, wo man halt chinesisch mit den Freunden redet. Naja, ich war an dem Donnerstag und auch am vorherigen Mittwoch irgendwie müder als sonst. Kann daran liegen, dass die Uni wieder losging und ich es nicht mehr gewohnt war, soo früh aufstehen zu müssen. Kann aber auch an dem Smog liegen. Denn einm bisschen Kopfweh hatte ich auch. Mr. Smog macht mich offenbar schon ein wenig schlaff. Nun ja, wie ich bereits erwähnt, ging ich ab diesem Mittwoch nicht mehr ohne Maskle raus und so trug ich sie auch nach dem Unterricht, als ich mit Philipp und Enshuai draußen rumgelaufen bin und wir nach einer Essensgelegenheit suchten. Enshuai, die sich da noch nicht so um den Smog gekümmert hat, fand die Masken, die wir trugen total lustig und konnte sich kaum beherrschen, normal mit uns zu reden, da sich die Maske wenn wir einatmeten, ansaugte und beim ausatmen wieder ein bisschen von uns wegbewegte. Ich persönlich finde nicht, dass die Maske lustig aussieht. Ich finde eher, sie sieht aus, wie als wäre eine Seuche ausgebrochen. Oder wie als wäre man tödlichst krank und ansteckend. Oder wie als wäre die Apokalypse ausgebrochen. Oder wie als wäre eben mega schlimmer Smog. Ein Bild konnte sich Enshuai wie immer nicht verkneifen. ;)
Bitte beachtet im Hintergrund des Bildes die Bäume, welche sich 5m hinter uns befinden und vorallem die Bäume, die am anderen Ende der Liegewiese stehen. Wirklich schlimm, dass man sich bald an solche Umstände wird gewöhnen müssen. :(
yeah! super-stylisch durch den Smog!

Enshuai verabschiedete sich dann, da sie noch eine Präsentation vorbereiten musste und somit ging ich eben wieder mit Philipp essen. Wir gingen in eine Mensa in der Nähe des Osttores und hatten total Glück: mit dem Tablett voller Essen bewaffnet stellten wir fest, dass es garkeine freien Plätze gab, außer... draußen. Cool. Dann halt draußen essen. Das war total toll. Naja, war okay. Man halt nichts von dem Smog gemerkt. Die Luft riecht zwar dicker, schwerer, aber nicht direkt nach Dreck, Staub, Schmutze oder Tod. Und das Atmen ohne Maske war beim Essen auch nicht sonderlich anders. Aber man weiß halt, was mit der Luft los ist und man weiß wie ungesund es wohl ist, ergo war es wohl doch weniger toll. Nachdem wir das Essen meisterlich überlebten, ging es fix fix ins Zimmerchen. Dort erwarteten mich die üblichen Dinge: Hausaufgaben machen, am PC spielen, mich ausruhen, auf QQ (bisschen wie chineisches ICQ, wird zwar nicht mehr sonderlich häufig genutzt, aber manchmal eben schon) mit Freunden chinesisch schreiben (gute Übung übrigens!). Außerdem erwartete mich dann im gang bei mir im Wohnheim eine weitere kleine Überraaschung. Ich wohne fast am Ende des Ganges und wenn ich auf das Gemeinschaftsklo gehen will, muss ich ans andere Ende des Ganges. Als ich das einmal tun wollte, fiel mir auf: das andere Ende vom Gang war blass. Und der gang ist nur etwa 25m lang. Das gab mir schon sehr zu denken, denn das hieße, dass es hier im Gebäude wirklich schon fast genauso schlimm wie draußen war. Und Donnerstag Nachmittag war der AQI bei circa 430. Das war mir zu viel. Kurzerhand musste ich eben die Maske auch im Zimmer aufsetzen. Wirklich sehr unangenehm, da einem das Atmen unter der Maske sehr sehr schwer fällt, da man zwar gefilterte und somit saubere Luft atmet, aber eben nicht mehr so viel Luft hat. An diesem tag haben Philipp und ich uns dann auch jeweils einen Luftreiniger gekauft. Keine wirklichen. Also doch. Sozusagen selbstgebaute bestehend aus einem größeren Ventilator auf den man vorne einen Smogfilter ranschnallt. Somit wird die Luft von hinten in den Ventilator gesogen, durch den Filter nach außen gewirbelt und es kommt gereinigte Luft heraus. Diese Luftreiniger wurden schon auf ihre Wirksamkeit hin getesten und der, für den ich mich entschied, kostete mich zzgl. einer weiteren Filterplatte zum Auswechseln insgesamt 540 RMB, das sind etwa 60€. Das war es mir definitiv wert.
Da ich für den restlichen Tag keine Bilder mehr habe, gibt’s einfach mal noch ein trauriges Smog-Ausblick-Bild.


Abends habe ich mich mit Lanxi zum Essen verabredet und wir gingen in die 中区食堂 (zhongqu shitang mittlere Mensa). Das war wieder ganz angenehm. Wir haben uns über dies und das unterhalten und sie erzählte mir, dass an dem Tag eine für alle Studenten in Beijing sehr erfreuliche Entscheidung getroffen wurde: irgendwann Anfang November haben alle Univrsitäten Beijings für 6 Tage zu. Die APEC (Asia-Pacific Economic Cooperation) tagt zu dieser Zeit hier und berät sich über was weiß ich. Doch dieser Urlaub ich eigentlich nicht aus einem feierlichen Anlass eingeräumt wurden, sondern aus einem strategischen. Denn er wurde nur einberufen, um Chinas Hauptstadt in einem besseren Licht darzustellen, wenn die APEC hier tagt und mal wieder alle Welt auf Beijing sieht. Denn wenn nur hier Urlaub ist, sind die Menschen weniger, weil viele verreisen, aber keine Reisenden herkommen, da ja alle anderen nicht frei haben; der Verkehr wird weniger, weil weniger Leute auf Arbeit müssen, die Stadt wirkt nicht mehr so überfüllt UND natürlich ist die Luft besser, da ja weniger Autos unterwegs sind. Außerdem wurde letztens noch die 2. höchste Alarmstufe für Smog herausgegeben. Das wurde aber weniger deswegen getan, weil der Smog wirklich unheimlich schlimm ist, sondern weil bei einer solchen Alarmstufe mehrere Fabriken für eine gewisse Zeit geschlossen werden müssen, viel weniger Autos fahren dürfen und was weiß ich noch alles für Maßnahmen errichtet werden, um den Smog zu verringern. Und wenn man so eine Alarmstufe herausgibt, bessern sich die Smogverhältnisse wohl nach ein paar Wochen spürbar. Und zwar soll das genau ab dem 03.11. der Fall sein. 3 Tage bevor die Konferenz stattfindet. Schon irgendwie krank, wie perfide die Stadt so etwas plant und alles mögliche macht, nur um so gut wie möglich für den Rest der Welt auszusehen. Und das, obwohl alle Welt weiß, wie es in Chinas Hauptstadt meistens aussieht. Naja, schlimm, dass diese Warnstufe nicht hauptsächlich deswegen herausgegeben wurde, weil Beijing in den jetzigen Tagen wirklich im Smog zu verschwinden scheint, aber passeend wenigstens, dass diese Verordnung jetzt kam. Hoffentlich hilft sie. Und natürlich auch super, dass wir da spontan frei haben. Halt auch wieder eigentlich frech, dass die Stadt das nur tut, um uns wegzubringen und um die Stadt ruhiger erscheinen zu lassen, aber mir solls recht sein. Vielleicht komme ich dann mal aus dieser Stadt raus und kann auch mal was anderes sehen.

Übrigens hab ich doch noch ein Bild: Julian, ein Komillitone, hat mir das letztens geschickt und das passt ziemlich gut hier rein: lasst euch bitte ein weiteres Mal schockieren.

das hat mich wirklich ernsthaft schockiert...
Lanxi war an diesem Abend sowohl wenig davon beeindruckt, dass wir nur frei bekommen haben, um besser für die Stadt auszusehen, als auch von der Tatsache, dass der AQI an diesem Abend unfassbare 473 betrug. So hoch war er noch nie. Dass das innerhalb von 3 Tagen so derart schlimm werden würde. Am Dienstag war der AQI noch bei angenehmen 60. Jedenfalls meinte sie, dass das Wetter, wie es zu dem zeitpunkt war, schon sehr an die winterlichen Verhältnisse rankommt. Plus die Tatsache, dass es manchmal 1 bis 2 Wochen lang so schlecht sein soll. Ich denke, dass der Smog weniger auf meine Gesundheit und mehr auf meine Psyche schlagen wird. Das meinten auch viele, die ich gefragt hatte. Man will einfach mal wieder den Himmel und nicht einfach nur grau-braun sehen, wenn man nach oben guckt. Oder einfach man Sonnenschein und nicht nur einen blass-leuchtenden Ball am Himmel sehen, dessen Strahlen niemals den Boden berühren. Es ist einfach nur traurig und trist und macht wirklich unglücklich. Außerdem frisst der Smog alle Lust in mir auf, etwas zu unternehmen. Man will nicht wirklich raus und der gesamte Tag dreht sich nur darum, wann die Luft mal wieder besser wird oder wie schlimm sie wohl noch werden wird….

Naja, Lanxi und ich haben jedenfalls gegessen, uns gut und viel unterhalten und sind später nochmal in die Bibliothek gegangen, da wir an meinem PC nach einem für mich geeignetem Handy suchen wollten. Mein jetziges wird langsam alt, lahm und muss wohl bald erschossen werden. Aber das hat wohl ncoh ein klein wenig Zeit. Nachdem wir uns zu Ende beraten hatten, fuhren wir zusammen die unglaublich weite Strecke von 500m mit dem Rad nach Hause und ich ging wieder hoch in mein Zimmer. Abends wollte ich mich dann nochmal mit Enshuai treffen und Hausaufgaben machen. War eine Gruppenarbeit, bei der man zu 2. einen Dialog schreiben musste. Da Enshuai aber erst um 9 Uhr Zeit hatte, war unser Elan schon nicht mehr sonderlich hoch. Wir setzten uns in der Lobby unseres Wohnheimes hin, sahen uns die Aufgabe an, sahen uns an und sagten beide ohne Worte: „neeeeeeeee“. Dann haben wir das Buch netterweise zugeschlagen, ein bsischen gequatscht und sind wieder hoch in unsere Zimmer gewatschelt. Wie echte Studenten eben. ;)
Den restlichen Abend habe ich mit am PC rumgammeln verbracht und ging relativ zeitig zu Bett.


TAG 47 Freitag 10.10.2014

Am Freitag war das Wetter noch immer wie an den Tagen zuvor. Völlig versmoggt und beängstigend schlecht. Freitags habe ich für gewöhnlich die erste Stunde immer nichts, aber dieses Mal hatten wir 精读, den Zusammenfassungs-irgendwas-Kurs bei unserer Turorin, da sie demnächst mal nicht da ist. Einfach ne Stunde ausfallen lassen geht hier einfach nicht. Nein nein, wir dürfen keinen Spaß haben. Wir quälten uns durch die 2 Stunden und nach dem Unterricht ging es mal wieder essen. Danach ging ich hoch in mein Zimmer und habe mich vor dem Smog versteckt. Mit Fenster zu, Vorrhängen zu, manchmal Mundschutz auf, saß ich am Schreibtsich, habe gespielt, gelernt, im Bett gelegen und gedöst. Man fühlt sich wirklich wie als wäre man totsterbenskrank. Seit Tagen ist alles grau-braun draußen und man sieht wirklich nicht mehr viel um sich herum. Gegen spät Nachmittag war ich mal kurz draußen, habe mir Wasser gekauft und schon die Bäume und Wände 3m neben mir verblassten.
Abends halb 7 haben Philipp, Anna und ich uns dann mit Weilin verabredet. Weilin hatte uns von einem amerikanischen Bierfest erzählt, das wir besuchen wollten. Mit Mundschutz ging es also dann raus. Das erstemal seit 3 Tagen ist mal ganz kurz das Rotbraun verschwunden, das bedeutet, dass die Luftwerte über 300 sind und es war mal kurz Lila, also 290 in etwa. Da waren wir schon fast froh. „Oh, wie geil, bloß 290, voll gut.“ Rutschte es mir raus. Philipp meinte darauf hin, dass das schon ziemlich chinesisch sei, sowas zu sagen. Aber ja, wenn man halt solche Smogverhältnisse gewohnt ist, freut man sich leider auch schon darüber, wenn die Luft unter 300 oder 200 ist. Für mich ist alles unter 200 auch schon voll okay, wie ich ja bereits schrieb. Ist zwar trotzdem schlimm, aber einfach noch halbwegs erträglich, wenn auch nicht auf Dauer. Zurück zum Thema. Das Lila, das uns auf der App angezeigt wurde, war allerdings nächste Stunde schon wieder weg und so wurde der Smog, während wir zur U-Bahn Haltestelle liefen und dann mit der U-Bahn fuhren, wieder spürbar schlimmer. Es legte sich bereits ein grauer Abdruck auf meine schwarze Hose, den mein Handy von innen aus der Tasche heraus abzeichnete. Ganz schön ekelhaft. Man wollte die Maske auch dann wirklich nicht mehr abnehmen. Selbst in den Gängen der U-Bahn Haltestelle war der Smog schon überall zu sehen. Während wir dann mit dem Bus weiterfuhren und irgendwann ankamen, bemerkte ich folgende Dinge:
  1. Ich war bei derartigen Smogverhältnissen (und vorallem abends, wo es ja meist noch schlimmer wird) noch nie außerhalb des Campusses gewesen.
  2. Alles hier draußen wirkte alles total ruhig und still. Also es war schon laut wie immer, aber halb irgendwie anders.
Und dann fiel es mir auf: das lag daran, weil man nach 20-50 Metern (wirklich) GARNICHTS mehr gesehen hat. Rings um einen herum baute sich eine dicke undurchdringliche Wand auf, die sich nur öffnete, wenn man ihr entgegen lief. Man blickte nach vorne und sah nach mehreren Metern einfach nichts mehr. Das musste natürlich sofort fotographist festgehalten werden.

im Licht dr großen Reklame direkt vor uns kommte man besonders gut sehen, wie neblig die Luft ist. 2 Ecken weiter waren die Gebäude wie ihr seht schon weg

wirklich beängstigend: direkt vor uns war nichts mehr außer Smog..

vom Smog verschluckt, das waren wir


Das war mal wieder ein kleiner Schock für uns, denn dass man wirklich nach so wenigen Metern schon nichts mehr sehen konnte lag auch wieder außerhalb unserer Vorstellungskraft. Weilin fragte uns vorher sogar, ob wir bei dem Wetter überhaupt gehen wollen. Wahrscheinlich hätten wir es nicht tun wollen. Aber kann man nix machen... man guckt einfach auf den Boden oder nicht weiter als 5m von sich weg, denn da war alles noch recht scharf bis dezent vernebelt – aus den Augen aus dem Sinn. Man konnte ja wirklich nichts tun.
Als wir dann das Fest erreichten, fanden wir uns mal wieder in einer großen Ansammlung von Ausländern wieder. Die meisten waren, wie zu erwarten war, Amerikaner und hatten Spaß mit ihrem heimischen Bier. Wir fragten natürlich zuerst mal nach deutschem oder zumindest nach deutschem Braurezept gebrauten Bier, denn das schmeckt nun mal unbestreitbar viel besser als chinesisches oder amerikanisches Bier (gab aber leider keins). Bei dem Fest hat uns Weilin auch noch einen koreanischen Freund vorgestellt, der schon seit über 10 Jahren in Beijing lebt und für die koreanische Botschaft arbeitet. Der gute Herr war aber leider schon totalst betrunken (nach 3 Bier). Aber man muss sagen, dass das amerikanische Bier wirklich viel stärker ist als zB deutsches und das ist ja wiederrum nochmal viel stärker als chinesisches. Jedenfalls brüllte er uns erstmal überlaut an und zog uns in alle Ecken des Festes um uns das und das zu zeigen. Viel zu laut war der Kerl für mich, aber einige Chinesen (er hat sioch genauso bekommen, also ist er für mich eigentlich eher Chinese) benehmen sich so, vorallem unter Alkoholeinfluss. Als wir uns ein bisschen umgesehen haben, haben wir erstmal was gegessen. Etwas vegetarisches zu finden, war da sogar ziemlich leicht und so aß ich zu erst ein bisschen Kartoffelsalat mit Senf (schmeckte wenigr geil, aber was solls) und dann fanden wir einen Stand, bei dem es Falafel und Hummus gab! Für die, die sich weniger mit solchem Essen auskennen, das sind fleischlose, vegane Produkte, die aus Kichererbsen bestehen und unglaublich gut schmecken. Habe ich hier in China noch nie gesehen und wenn dann genrell eher nur in Leipzig. Fast wie daheim gab es dann Falafel, Hummus und Salat. :)
Dann später haben wir uns unser 1. von insgesamt 3 Bieren gegönnt. Schmeckte... stark und bitter, aber besser als chinesisches, das manchmal eher wie mit Wasser verdünntes Bier schmeckt.
Der Koreaner-Chinese, dessen Name ich mir leider nicht gemerkt habe, machte dann irgendwann spontan mal einen kleinen Hitler-Witz bzw. ahmte seine Stimme nach. Anna und Philipp haben, wie wir es eigentlich immer machen wenn jemand Hitler-Witze reißt (und das passiert erschreckend oft), halbtraurig schmunzelt, aber ich meinte dann, dass wir sowas in Deutschland garnicht witzig finden und es wirklich schlimm finden, dass man uns immer zuerst sofort mit Bier, Autos und Hitler verbindet.
Manche verbinden Deutschland nicht nur sofort mit Hitler, sondern finden ihn auch noch voll gut, so vonwegen „man muss Menschen doch von 2 Seiten betrachten“ oder „war das nicht gut, was er getan hat“? Klar, total gut, immerhin brachte er uns ja die Autobahn. Einfach mal die Fresse halten denk ich mir dann immer. Ist manchmal wirklich unangenehm. Man sagt den Chinesen man ist Deutscher und dann geht es bei manchen (meist eher die Älteren, Ungebildeteren) immer: „ah, Deutschland … … Hitler“! Ja, Hitler. Und? Ich kenne Hitler, was willst du da jetzt von mir? Regt mich jedes Mal total auf…
Als ich ihm das sagte, entschuldigte er sich und meinte, dass das auch garnicht böse gemeint war, er habe halt zu viel getrunken. Ich entschied mich, ihm das zu glauben, denn auch wenn er laut und total nervig war, schien er wirklich sehr sehr nett gewesen zu sein. Wir standen dann noch ein Weilchen draußen im Todessmog, haben der wirklich extrem geilen Musik gelauscht (ich werde sicher bald mal richtig weggehen und hier Party machen, wird mal wieder Zeit :P), haben geredet und getrunken, uns coole pro-Bier-Tattoos verpassen lassen und uns umgesehen, so weit das Auge reichte. Was ja nicht weit war, haha. Leider mussten wir all das ohne Maske tun, da man ja sonst nicht essen oder trinken konnte. Gegen 10 haben wir uns dann dazu entschieden, wieder heimzufahren, da wir ja am Samstag glücklicherweise nochmal in die Uni mussten, weil wir ja jetzt Ferien hatten. Juhu. Wir gingen dann zur Bushaltestelle, warteten auf den Bus, er kam nicht, wir wollten ein Taxi nehmen, dann hielt ewig keins an aber dann bin ich einfach zu einem gerade parkenden hingerannt und einfach eingestiegen und meinte: “人大东门儿吧”(zum Renda-Osttor)! Das hatte geklappt. Dann ging es auch schnell heim und nach ein paar Atemschutzmaskenbildern nach Hause und dann ins Bett. Bilder des Abends und Heimweges seht ihr hier:


das war sie, die kleine Reihe an Bier- und Fressständen :)

干杯! Cheers! Prost!

ein weiteres cooles Maskenbild von Anna und mir, stehen einem echt ausgezeichnet, oder was meint ihr?

无啤不欢 (no beer no joy) steht in Langzeichen für die nächsten Tage auf unseren Händen/Armen

die Bilder sind zwar witzig, aber eigentlich traurig, dass wir die Dinger tragen müssen..



Sicht auf dem Campus bei Nacht
 









TAG 48 Samstag 11.10.2014

Samstag frühs war wie bereits erwähnt UNI angesagt. Das war an dem tag aber noch ganz okay, da sich Yan neben ich gesetzt hat und wir uns zu zweit die zeit vertrieben haben. Aber ein kleines wir-leiden-zusammen-im-Unterricht-Bild gibt es dennoch:
ihr seht: pure Freude (no beer no joy eben..)
Nachdem der Unterricht geschafft war, meinte Philipp zu mir, dass unsere Luftreiniger angekommen sein. YES, dachte ich mir, endlich hat das im Zimmer Maske Tragen ein Ende, denn es war immernoch genauso schlimm draußen und bis auf die eine Stunde am Freitag Abend war es noch immer ununterbrochen zwischen 300 und weit weit über 400. Wir gingen zum Paketdienst und holten es ab. Für läppige 10 Kuai (mal so nebenbei, weil ich immer in der Währung wechsel: 人民币 (Renminbi RMB) ist die offizielle Bezeichnung der Währung, (yuan) wird aber genauso häufig auf Etiktetten oder Karten benutzt und (kuai) ist eher sehr mundsprachlich) konnten wir uns das Pekt nach Hause fahren lassen. Haben wir natürlich gleich getan, denn das ist ja grade mal etwas mehr als 1€. Der Typ, der das erledigte, nahm Philipp gleich mit. Es konnte nur einer mitfahren und da Philipp an dem Morgen seine Maske vergaß, hab ich ihn mitfahren lassen, dass er schneller daheim ist. Und der Heimweg betrug auch grade mal 5 Minuten...
Also ging ich los, war vorher noch im Supermarkt ein Verlängerungskabel kaufen (weil ich in dem ganzen Zimmer nur 4 Steckdosen habe und das langsam zu wenig wurde, da ich ja Laptop, Kühlschrank, Handy, 2 Lampen und Rasierer immer wieder am Strom haben muss/will), und ging dann heim. Philipp war indessen schon dabei den Luftreiniger aufzubauen und nachdem er mit seinem fertig war und ich mir alles schön angeguckt habe, hab ich meinen mit hochgenommen und auch zusammen gebaut. Und hier das Resultat:
meine Rettung!

SUPER LAUT ist das Teil. Aber in Anbetracht der Tatsache, dass er meine Luft hier reinigt, ist mir das ziemlich egal. Nachdem dann also alles fertig war, ließ ich den Luftreiniger einfach laufen und ging mit Philipp raus, was essen. Nachdem wir dann nach circa 90 Minuten wieder in unsere Zimmer kamen, traf uns ein kleiner Schock: es stank wie im Ziegenstall. Philipp meinte, das wäre, weil der Filter die mittlerweile mit Smog versetzte Luft in unseren Zimmer jetzt so herumwirbelt (aber die Klimaanlage hat das ja auch nicht so getan). Philipp schrieb den Leuten, von denen wir die Filter gekauft haben, dann eine Mail und die meinten, dass das manchmal passiert, wir sie demnächst wieder zurückschicken sollen und neue bekommen, dass unsere jetzigen aber dennoch genauso gut die Luft filtern wie „normale“. Der Geruch ist zwar, wenn man in das Zimmer kommt, immer weniger geil, aber schon okay, da ich weiß, dass sich hier drin wenigstens kein Smog mehr befindet. Seitdem ich den Filter habe lasse ich ihn immer laufen, wenn ich nicht im Zimmer bin und wenn ich im Zimmer bin, setze ich am PC meist Kopfhörer auf, sodass ich den Filter nicht höre, ergo ist er meistens ununterbrochen an, außer wenn ich schlafe natürlich. Da mach ich auch jedes Mal den Kühlschrank aus, weil er viel zu laut ist.
Den restlichen Nachmittag habe ich dann damit verbracht, meine China-Bilder zu sortieren und mein kleines Tagebuch weiterzuchreiben, das ich größtenteils als Gedächtnisstütze für meine Blogtexte benutze. Am Abend war dann eine größere Veranstaltung angesetzt. Und zwar die Schlussveranstaltung von IDEA, dem internationalen Studentenprojekt, das Anfang des Semesters gewisse Unternehmungen mit den Ausländern plant oder uns diese Buddys (in meinem Fall eben Lanxi) vermittelt. Bei dieser Veranstaltung nahmen verschiedene Nationen teil und sagend entweder, spielten Instrumente oder tanzten. Wir 3 haben uns vorher (so gegen kurz vor 6) getroffen und sind essen gegangen. Als wir dann zum Hauptbgebäude der Renda, dem 明德楼 (Mingdelou), gingen, merkten wir: die Luft verändert sich... es wehte ziemlich starker Wind und der AQI sank innerhalb von einer Stunde von 370 auf 225. Sehr sehr erstaunt und glücklich waren wir darüber, haben der Sache aber erstmal wenig Beachtung geschenkt, denn jedes Mal, wenn es in den letzten 4 Tagen besser wurde, wurde es nach einer, höchstens 3 Stunden wieder massiv schlechter, also dachten wir: cool, dass es so rapide runter ging, aber wird sich nichts helfen. Wir gingen erstmal rein ins 明德楼 und nahmen Platz. Sophie, die Russin in Philipps und meinem Kurs, trat in der russischen Tanzgruppe auf und kam somit an kostenlose Karten ran. Wir sahen in der 4. Reihe exakt in der Mitte. Спасибо, Sophia. Der Saal war prunkvoll und unerwartet groß. In ihm konnten mit Sicherheit 1-2 Tausend Leute Platz finden. Die Show war typisch chinesisch und somit zwar riesig aufgezogen, aber irgendwie wieder ein wenig unorganisiert. So gab es zum Beispiel 2 ganz große Leinwände links und rechts der Bühne, und diese waren einfach ein … wie soll ich es erklären. Man hat den Desktopbildschirm eines Computers gesehen und gesehen, wie jemand mit der Maus die einzelnen Lieder angeklickt und bei Youtube ausgewählt hat, bevor er sie wieder zum Vollbild gemacht hat. Und manchmal war während den Auftritten die Musik weg, es gab mal kein Mikro für die Singenden und und und. Wirkte aber irgendwie authentisch dadurch, auch wenn es mich total genervt hätte, wenn ich daran hätte teilnehmen sollen und mir plötzlich jemand sagt, oh shit, du hast leider kein Mikro, sorry. Ansonsten war die Veranstaltung wirklich sehr cool! Moderiert wurde es durch 4 Leute, ein Russe, eine Polin, und 2 Chinesen, 2 Männer, 2 Frauen. Ganz typisch. Die beiden Ausländer sprachen super gut Chinesisch und die Polin, die sich in ein unglaublich golden glitzendes Kleid gekleidet hatte, war wohl der Hingucker des Abends. Jedes Mal, wenn etwas wieder nicht ging oder man Zeit zu überbrücken hatte, wenn man noch das Schlagzeug der einen band auf- oder abbauen musstem kam sie an, ganz keck und hat irgendwelchen Smalltalk mit leuten gemacht. Sie selbst hatte sogar einen Anteil in der Show, sie sang nämlich noch 3 Lieder, eins davon Xiaopingguo (小苹果), das ich euch ja weiter oben schonmal habe anhören lassen. Sehr cool, die Dame. Neben ihr traten dann noch zB. Die Russen, darunter Sophia, mit einer Rock'n'Roll-Twist Nummr auf, Hyun Soo, unsere kanadische Freundin hat 3 kanadische Songs (einer darunter von Justin Bieber..) gesungen, Qiaoben Hui, meine japanische Komillitonin hat mit 15 anderen Japanerinnen einen für Japan superklischeehaften Tanz aufgeführt, die Koreaner (meine Lieblinge an dem Abend) haben unter anderem eine wirklich hinreißende Trommelaufführung gegeben oder haben zu „What does the fox say?“ in Ganzkörpertieranzügen getanzt. Sehr lustig, spannend, unterhaltsam und schön anzusehen war das ganze. Ein paar Bilder gibt’s wie immer hier:

Simbabwe mit dem Lied "Mama Africa"

hier sehr ihr die japanischen Mädels in Aktion:D

die Moderatorin bei ihrem 小苹果-Auftritt ;)















Koreanerinnen beim Trommeln - sehr sehr cool!

Frauen aus allen Nationen sangen ganz zu Beginn 'Frozen' zusammen, sehr schön. übrigens die Dunkelhäutige in der Mitte ist Leti, von der werde ich später noch erzählen, also merkt es euch! :P

TIERANZÜGE!

I <3 KOREA .. äh, China ..

Hyun Soo bei ihrem Auftritt :)

 




Sehr amüsiert von dem ganzen Spektakel machte ich mich dann langsam mit den anderen auf den Weg nach draußen, zog mein Handy aus der Hosentasche, entsperrte es, guckte drau…… WAS? Das kleine Fenster der AQI-App, das sich auf dem Hauptbildschirm meines Handys befindet, zeigte mir eine Zahl an, die so unrealistisch war, dass ich es nicht glauben konnte. 38. ACHTUNDDREIßIG! Ich war total perplex und hab Philipp und Anna erstmal angeschrien. Deren Handys sagten allerdings dasselbe. Philipp ging aufs Klo und Anna und ich gingen raus an... die frische Luft. Wirklich, es stimmte auch. Es war extrem windig und das Smo wurde innerhalb von wenigen Stunden vollkommenst aus der Stadt geblasen. Die Luft war auf einmal wirklich spürbar anders gewesen. Auf einmal war es viel leichter zu atmen und die Luft war einfach spürbar sauberer. Kein drückendes Gefühl mehr und vorallem war unsere Laune plötzlich so gut, dass ich dann auf dem Heimweg alle 100m stehenbleiben musste, meine Augen schließen und einfach tief durchatmen musste, weil es so schön war. Man hat auf einmal wieder so dermaßen viel gesehen. Wie sehr ich Wind vor Jahren noch gehasst habe und wie sehr ich ihn in diesem Moment geliebt habe...
Wirklich unbeschreiblich schön, wie sich das angefühl hat, draußen zu sein und saubere Luft atmen zu können – etwas, das in Deutschland so normal ist und so einfach hingenommen wird und hier ein wirklich seltenes Geschenkt zu sein scheint.
Wir blieben noch ein wenig draußen, haben unser Glück geteilt und dann sind wir auf unsere Zimmer gegangen. Der Luftreiniger war wie immer an und wurde dann erstmal ausgeschlatet. Stattdessen habe ich beide Fenster ganz auf gemacht, da nun mittlerweile sicher die Luft in meinem Zimmer schlechter war als draußen. Das Leben war gleich viel schöner so. Und gegen 23 Uhr war der AQI sogar bei unglaublichen 13. Hier mal ein verdeutlichendes Bild davon:

Befreiung!!!

PS: Bitte beachtet das Tagesmaximun: 421 und das Tagesminimum: 13. Auch zu beachten: das Balkendiagramm unter der Zahl... braun, braun, braun, immer über 300 oder 400 und dann, zack, grün. 13. Gesunde Luft in windeseile sozusagen. Überglücklich blieb ich ganz lange auf, habe mit meinem Bruderherzchen geskypt und habe weiterhin den Blick aus meinem Fenster genossen. Da mein Handy leider viel zu schlecht ist, um die Skyline bei Nacht fotographisch festhalten zu können, gibt es leider davon keine Bilder, aber es kommen gleich andere. ;)


TAG 49 Sonntag 12.10.2014

Der Wind war, als ich sonntags aufwachte, noch immer existent hier und somit war auch die Luft nach wie vor extrem gut. Die Werte blieben (und das auch für den gesamten Sonntag) permanent unter 50 und waren manchmal sogar unter 20, was eben fast nie hier der Fall ist. Den Sonntag über war natürlich nichts geplant, da eben Sonntag war. Hier hat zwar alles auf, aber ich war total müde, da ich wenig geschlafen hatte und es ist eben das deutsche Sonntagsgefühl, das einen sonntags nichts machen lassen will. Und somit blieb ich größtenteils daheim, habe immer schön das Fenster aufgelassen und die frische, kühle Luft genossen. Als der Smog ging, wurde es dafür aber schlagartig kälter. So circa 12-17 Grad, aber das war völlig okay. Dadurch, dass die Hitze durch den Smog schlechter wegziehen kann, war es die letzten Tage immer etwas warm, aber lieber kein Smog und frisch als Smog und warm. Hier wier immer ein paar Ausblick-Bilder. Auf dem 2. sieht man übrigens ganz hinten die Berge, die Beijing im Nord-Westen umgeben. Die habe ich schon seit Wochen nicht mehr gewesen.
ich hab endlich mal wieder Gebäude und Himmel gesehen :)

die Berge waren mal wieder zu sehen. sehr selten und sehr schön


Da ich den ganzen Tag Zeit hatte und keine Hausaufgaben zu machen hatte, dachte ich, dass ich mal diesen Blogtext anfangen konnte, aber nachdem ich die ersten 3 Zeilen geschrieben hatte, fielen wir die Augen zu und ich entschied mich, das zu verschieben, da ich dafür wohl doch etwas konzentrierter sein sollte. Immerhin dauert es immer so insgesamt 7 8 Stunden, solch einen Text mit passenden Bildern zu schreiben, alles reinzupacken und dann alle Bilder hochzuladen und und und. Naja, ich hab es dann jedenfalls erstmal gelassen und stattdessen nochmal geschlafen.
Abends bin ich dann nochmal mit Enshuai in die 东区食堂 gegangen und wir haben und wieder fürstlich vollgefressen und über dies und das gequatscht. Enshuai scheint ein klein bisschen kaufsüchtig zu sein, denn sie erzählt mir jeden Tag, was sie sich alles Neues bei 淘宝 (Taobao; sowas wie chinesisches Ebay, nur dass es auf Taobao wirklich ALLES gibt, was es auf der Welt eben gibt) gekauft hat. Ich kann das leider nicht so einfach tun, da meine deutsche Kreditkarte dafür glaube ich nicht zugelassen ist. Ist aber wahrscheinlich auch besser so. :D
Nachdem wir wieder heimgegangen sind, habe ich oben in meinem Zimmer noch ein bisschen Schriftzeichen gelernt, da am Montag ein Diktat anstand. Später habe ich dann dann mal noch mit meinem Vater geskypt, obwohl das zuerst mal ein wenig schwer war, da er mich nicht gehört und gesehen hat. Nach mehreren Versuchen hat er eine Zeit lang geredet und ich geschrieben, das war aber keine Dauerlösung. Später ging es zwar dann wieder, da es bei mir aber dann schon etwas spät geworden war, verabredeten wir uns nochmal für kommenden Donnerstag und beendeten die Sitzung. Mein erster smogferier Tag seit langem war damit dann auch beendet.


TAG 50 Montag 13.10.2014

Krass, 50 Tage schon hier. Über 7 Wochen vergingen jetzt schon seit dem Tag, an dem mich meine Geschwister und Mutter weinend am Plauener Bahnhof verabschiedet haben, seitdem ich eine halbe Stunde heulend im Zug auf meinen gepackten Koffern saß, seitdem ich in das Flugzeug stieg, dass mich für ein Jahr ans andere Ende der Welt gebracht hat. Und nun ist das hier mein Leben, meine Heimat. China, Beijing. Schon irgendwie komisch…

Am Montag gab es endlich seit langer Zeit morgens mal wieder kein warmes Wasser (ist besonders toll, wenn es jetzt mittlerweile nachts und morgens unter 10 Grad ist) und so musste ich eben kalt duschen. Ich hab wirklich geglaubt, ich sterbe jetzt, denn es war so kalt, dass ich fast ohnmächtig geworden bin, als ich die notwendigsten Körperteile sekundenweise unter das Wasser hielt. Man sagt immer, kalt duschen härtet ab, aber ich denke mir jedes Mal nur, dass es totaler Blödsinn ist. Man friert einfach nur dermaßen und erkältet sich sicherlich irgendwann mal ganz schlimm deswegen. In der Uni hat sich Xianying dann mal neben mich gesetzt und meinte, dass wir beide und Philipp ja heute mal zusammen essen gehen könnten. Enshuai wollte nicht mit, da sie die ganze Nacht wach und dabei auf Mückenjagd war und Xiaobin frisst sich morgens immer total voll, sodass sie mittags meist nichts isst. Xiaobin meinte mal zu mir, dass ihre Freunde in Korea sie immer „the pig“ nennen, weil sie so frisst wie ein Schwein. Lustig, da Xiaobin aussieht, wie als wäre sie von 3 Staubkörnern satt, haha!
So gingen Philipp, Xianying und ich nach dem unterricht zusammen essen. Wir wählten ein Restaurant außerhalb des Unigeländes und gingen in das super leckere Jiaozi-Restaurant, in dem wir das erste mal mit Weilin waren, bevor wir ins Nationalmuseum gegangen sind. Als wir dann wieder daheim waren, schickte Anna Philipp und mir in den Beijing-Gruppenchat, den wir eröffnet hatten, ein Bild, das ihren Reisepass zeigte. Gleich gingen Philipp und ich los ins ISO und holten unsere Reisepässe wieder ab.
das ist sie, meine permanente Aufenthaltsgenehmigung für China bis Juli 2015!

Was für ein schönes Gefühl, denn ejtzt kann ich hier endlich mal raus aus der Stadt. Geplant ist, Jana in Kürze mal in Nanjing zu besuchen und über die Ferien, die wir in Beijing ja Anfang November haben werden, Johanna mal mehrere Tage in Xi'an zu besuchen. Da freu ich mich schon sehr drauf. Letztens fragten mich auch ein paar Leute, ob ich mit ihnen Nach Süd-Korea will. Eigentlich will ich das, aber sie meinten, dass sie in den Ferien fliegen würden, also muss ich mal sehen, ob ich das mit mache, oder ob ich das später mal mache. Enshuai zum Beispiel wird nur ein Semester hier sein und dann wieder zurück nach Seoul, Süd-Koreas Hauptstadt gehen. Vielleicht werde ich dann im 2. Semester hier mal nach Korea fliegen und mich bei ihr einnisten. Mal sehen.
Den rest des Tages habe ich dann damit verbracht, ein paar Hausaufgaben zu machen und dann lange lange lange diesen Blogtext zu schreiben. Zwischenzeitlich ging ich runter und habe mir Jiaozi und kalte Nudeln von nebenan zum Mitnehmen bestellt.
Bezüglich Smog lässt sich sagen, dass der AQI fast den ganzen Montag über sehr sehr gut war und bis Abends blieb er auch permanent unter 70. „Moderate“, also angemessen, wird dazu gesagt, wenn der AQI zwischen 51 und 100 ist. Und das ist auch wirklich mehr als angemessen. Im Laufe des Tages hab ich wieder ein paar Bildchen gemacht, die ich hier gerne zur Erinnerung und Verdeutlichung in meinen Blog packen würde.

so soll es sein, so kann es bleiben... :D

schade, das für eine schöne Abendskulisse ich so viele Tage im Jahr nciht werde sehen können

Sonnenuntergang hinter den Bergen Beijings und klare Sicht. schon bald wird all das wieder weg sein.

auch das wird sehr sehr bald wieder ganz anders aussehen. die Tabelle unten zeigt an, dass die Luft seit Samstag Abend ununterbrochen extrem gut ist


Im Laufe des Abends, so gegen 21, 22, 23 Uhr stieg der AQI allerdings wieder sehr schnell an und war gegen Mitternacht, als Bettzeit angesagt war, bei 152, was schon wieder unhealthy ist. Aber darüber habe ich mir erstmal weniger Sorgen gemacht, da das ja abends immer so ist.


TAG 51 Dienstag 14.10.2014

Dienstag. Am Dienstag habe ich mich das erste Mal mit Leti unterhalten. Leti ist ein größes, schönes Mädchen, deren Eltern aus Uganda und Jamaika kommen und das nicht sonderlich oft im Unterricht ist. Sie studiert hier glaub ich noch was anderes, ist auch schon länger hier. Jedenfalls habe ich mich mal ein wenig mit ihr unterhalten und sie ist wirklich total witzig. Im Unterricht haben wir uns per Handy über die total schlimm sülzige Serie ausgelassen, die wir im Unterricht geguckt haben. Wirklich unfassbar, wie schlimm übertrieben alles Schauspielerische in China ist. Wirklich total schlecht. Die Schauspieler schlecht, die Gesten viel zu aufgesetzt und die Musik... die Musik! Es gab eine Szene, da hat die weibliche Hauptrolle gehört, dass ihr Chef gerne einen Luftbefeuchter in seinem Büro haben will und dann hat sie kurzerhand bei Taobao (in den Serien ist auch so dermaßen schamlos viel Schleichwerbung drin und da wird auch kein Hehl drauß gemacht, die so auffällig wie möglich einzubauen; das soll garnicht unterschwellig wirken, sondern einem richtig schön ins Gesicht gerieben werden) einen gekauft. Den hat sie dann in sein Büro geschafft und aufgebaut, bevor er kam. Als er das das dann mitbekommen hat, sah er auf den Luftbefeuchter, dann auf sie, sie sah auf ihn und der dankte ihr mit einem Nicken und milchen Lächeln. Klingt nicht sonderlich krass. Ist es ja auch nicht. Die Musik dabei war aber so schlimm, so sülzig und so herzzerreißend, dass sie eher dazu gepasst hätte, wenn sie gerade für ihn gestorben wäre. So derart übertrieben. Aber eben nicht nur die Musik. Alles. Alles war total ausfegetzt, überzogen, zu viel, zu kitschig, zu gestellt und total unrealistisch schön und sauber und still und reich. Das, was China nie war, nie ist und nie sein wird. Sogar Dinge wie die Absatzgeräusche der Frauen beim Laufen oder das Blättern in einem Buch wurden merkbar synchronisiert, um authentischer zu klingen……
Nachdem wir den Ultrasupermegakitch überlebten, gingen wir noch mit Sophia, unserer russischen Komillitonin essen und ich ahbe mir einen vegetarischen Burger mit Pommes gegönnt. Für 30 Yuan, also knapp 4€ fand ich das sogar ziemlich in Ordnung und es war auch noch super lecker!
Nachdem wir alle fertig waren, ging es wieder hoch in mein Zimmer und ich hab meinen mittlerweile ewig langen Blogtext weitergeschrieben und dann irgendwann im Laufe des Tages auch vollendet.
Das Wetter übrigens war an dem Dienstag nach wie vor gut bis mäßig, ist aber mittlerweile wieder bei über 150. „Unhealthy“. Geht gerade noch so, aber eigentlich ist auch das schon wieder nicht so gut. Aber immerhin noch nicht so katastrophal wie letzte Woche. Wird aber sicher die nächsten Tage wieder schlechter. Wenn ich nun aus meinem Fenster gucke, sehe ich schon die Gebäude ganz weit weg in einen kleinen Schleier gehüllt und über dem Horizont bildet sich auch wieder ein bräunlicher Dunst. Der Smog wird sicher wieder nicht mehr lange auf sich warten lassen. 
Außer Blogtext schreiben, habe ich dann nicht mehr viel gemacht. Hat wieder sehr sehr lange gedauert. Habe noch ein paar Hausaufgaben gemacht und abends halb 7 habe ich mich mit der Mongolin verabredet, die wir damals kennengelernt haben, als wir des Nachts einmal unterwegs waren und versuchten, dem kleinen Babykätzchen ein neues Heim zu finden. Ich habe übrigens nie wieder was von dem Kätzchen gehört, ich hoffe so, dir geht es gut!

Wir haben uns unten getroffen und ich war mal wieder sehr erstaunt darüner, wie unheimlich schön sie aussah. Am Samstag bei der Veranstaltung, wo all die verschiedenen Nationen aufgetreten sind, hat sie auch für die Mongolei ein Violinenstück aufgeführt. Und da haben schon alle gesagt, wie hübsch und schön sie doch sei. Das ist sie wirklich. Ich hatte fast ein wenig Angst, sie könnte denken, das hier sei jetzt ein Date, aber ich habe ihr dann erzählt, dass Philipp und ich beide schwul sind. Ihre reaktion konnte ich leider nicht ganz interpretieren, doch sie war danach sehr stark daran interessiert, mehr darüber zu erfahren. Sie wollte wissen, wie es es gemerkt habe und wie das in Deutschland so ist, schwul zu sein. Außerdem wollte sie mit mir zu 西单 (Xidan) gehen und shoppen. Ergo denke ich, dass es schon okay sei. Philipp meinte mur mal, das Mongolinnin meist extrem großes Interesse an Beziehungen mit Europäern haben und immerhin bin ich ein überdurchschnittlich attraktiver und total bescheidener Mann, den sie das erste mal im Regen mit einem geretteten Kätzchen in der Jacke hat stehen sehen. Wer könnte da schon nein sagen wollen? (haha)
Jedenfalls waren wir dann essen und haben uns gut und sehr amüsiert unterhalten. Sicher werde ich öfters was mit ihr machen. Ihr Chinesisch ist zudem auch noch sehr sehr gut, da sie hier schon seit 3 Jahren lebt.
Nach dem Essen ging ich heim und habe den Blogtext hier gebloggt.

 

Sooooooooooo, und mal wieder sind wir damit am Ende angekommen, denn gerade ist es hier Dienstag Abend und ich habe es nach bestimmt 10 Stunden Arbeit geschafft, das hier zu bloggen. Rückblickend muss ich sagen, dass der Smog für mich hier wirklich das unschönste bis jetzt war/ist und ich hoffe, dass der Winter nicht ganz so hart wird wie vor 2 Jahren, wo der AQI mal eine Woche ca. 700 betrug. Daumen drücken und Pakete mit frischer Luft aus Deutschland schicken, Leute!



Also dann, ich hoffe, es hat euch wieder mal gefallen und ihr habt wieder eine Menge Neues gelernt, sei es über China, den Smog, Chinas Musik oder was es nicht sonst noch alles zu lernen gibt.
Man hört/sieht/schreibt sich und bis späider!

Euer Thomas

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